Veränderung der Darmflora & Nahrungsmittelunverträglicheit

    • (1) 26.03.12 - 16:06

      Hallo, ich habe zwei Fragen:

      1. Kann ein normaler Kinderarzt Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchführen ODER muss das Kind zum Spezialist hin ?

      2. Unser Heilpraktiker sagte, dass meine Kinder (und ich) eine Lactoseunverträglichkeit haben sollten. Und zwar sind bei uns keine protektiven Bakterien vorhanden. Er sagt, dass wenn diese Unverträglichkeit vorliegt, werde diese Beakterien automatisch platt gemacht. Können Sie diese Aussage bestätigen. Ich habe versucht zu recherchieren, leider ohne Erfolg.
      Wir haben von unserer Ärztin nämlich eine mehrmonatige Kur mit Symbioflor verschrieben bekommen und ich mache mir wirklich Sorgen, dass es nichts bringen wird, wenn die eigentliche Ursache für die Fehlbesiedlung der Darmflora in der Unverträglichkeit festzustellen sein sollte.

      Ich bedanke mich für die Antwort

      • Liebe Antonia, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann manchmal durch einen einfachen Bluttest nachgewiesen werden, Hier werden die Antikörper gegen die Nahrungsmittel bestimmt (IgE Wert). Leider sind viele Nahrungsmittelallergien nicht IgE vermittelt und daher auch im Blut nicht nachweisbar., Kinderärzte empfehlen daher eine möglichst allergenarme Eliminationsdiät. Bessern sich die Symptome unter dieser Diät, wird nach und nach ein verdächtiges Lebensmittel eingeführt und das Kind beobachtet. So kann man leicht erkennen , ob eine Unverträglichkeit vorliegt. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Laktoseintoleranz eher selten, diese trifft eher die Erwachsenen. Kinder haben häufiger eine Allergie gegen Grundnahrungsmittel, wie Milch, Ei oder Soja, Nüsse und Fisch. Sagst Du mir noch, wie alt Deine Kinder sind und welche Symptome vorliegen? Ein intakter Darm schützt vor einer Allergieentwicklung dafür habt ihr ja das Symbioflor bekommen. Die Eliminationsdiät kann auch der Kinderarzt duchführen, bei sehr komplexen Problemen am Gastrointestinaltrakt würde ich einen Kindergastroenterologen zu Rate ziehen. Adressen findet man unter www.gpge.de. Die kennen sich super aus. Alles Liebe Deine Ursula

        Hallo Antonia,
        vielen Dank für Deine Fragen.
        Bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit muss man nicht automatisch sofort zu einem Spezialisten gehen. Du kannst Dich auch zuerst an den Kinderarzt wenden. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es besser sein kann zu einem Spezialisten zugehen. Weil Spezialisten oft mehr Erfahrungen in der Diagnostik und in der Behandlung von Unverträglichkeiten haben.
        Das Schwierige an diesen Unverträglichkeiten ist nämlich, dass sich die damit verbundenen Beschwerden sehr ähnlich sind.
        Die Leitsymptome einer Milchzuckerunverträglichkeit sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Hintergrund dieser Beschwerden ist eine unzureichende Verdauung des Milchzuckers, weil das spaltende Enzym fehlt oder nicht ausreichend vorhanden ist. Das kommt bei Babys relativ selten vor. Sie können den Milchzucker in der Regel sehr gut verdauen. Denn auch die Muttermilch enthält Milchzucker. Erwachsene dagegen sind häufiger davon betroffen.
        Bei Babys und Kleinkindern stehen allergische Reaktionen im Vordergrund. Dabei reagiert das Immunsystem übermäßig auf das Eiweiß in der Nahrung. Meist kommt es zu Reaktionen auf Kuhmilcheiweiß. Aber auch Ei, Fisch, Soja, und Nüsse können Allergien auslösen. Die ersten Anzeichen einer Allergie sind sehr unterschiedlich. Dazu können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Koliken und Durchfall zählen. Aber es können auch Hautprobleme auftauchen.
        Welche Vorgehensweise für Dein Kind am besten ist, kannst Du mit dem Kinderarzt abstimmen.
        Wie bereits erwähnt beruht eine Milchzuckerunverträglichkeit, darauf dass die Lactase nicht ausreichend oder gar nicht zur Verfügung steht. Dieses Enzym kommt in der Dünndarmschleimhaut und sorgt dafür, dass der Milchzucker in seine Bestandteile gespalten wird und anschleißend vom Körper aufgenommen werden kann. Kann der Milchzucker nicht gespalten werden, "rutscht" er soz. unverdaut in den Dickdarm. Dir dort ansässigen Dickdarmbakterien verstoffwechseln den Milczucker und so kommt es zur Entstehung von Blähungen und Bauchschmerzen.
        Die Beahndlung des Milchzuckers besteht darin, Milchzucker zu meiden. Dazu verwendet man lactosefreie bzw. lactosearme Milchprodukte. Im Supermarkt gibt eine große Produktauswahl.
        Symbioflor trägt dazu bei eine physiologische Darmflora herzustellen. Das ist meist nach einer Antibiotikabehandlung sinnvoll oder nach einem schweren Magen-Darm-Infekt der Fall. Dabei kann es auch vorübergehend zu einer Milchzuckerunverträglichkeit kommen. Sobald sich die Dünndarmschleimhaut von dem Infekt erholt hat, wird der Milchzucker wieder vertragen.

        Habt Ihr gerade einen Infekt gehabt?
        Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

        Bei weiteren Fragen melde Dich einfach.

        Liebe Grüße, Frederike

        • ***Die Leitsymptome einer Milchzuckerunverträglichkeit sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. ***

          Sowohl Verstopfung als auch Erbrechen sind weiter Symptome.

          LG
          Sassi

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