Milcheiweissallergie

    • (1) 31.01.13 - 10:37

      Hallo,

      unter welchen Namen versteckt sich noch alles, als Milcheiweiss?
      Ich habe so oft Produkte, auf die ich auch reagiere und das Milchweiss/Milch ist nicht deklariert.
      Ich muss daher immer was gegen Durchfall einstecken haben, weil ich manchmal sofort reagiere, manchmal auch erst ne stunde danach.

      Danke

      • Hallo, vielen Dank für Deinen Beitrag. In Deutschland müssen alle Milchbestandteile auf dem Etikett von verpackten Produkten deklariert werden, auch wenn nur Spuren enthalten sind. Oft ist die Milch aber nicht sofort erkennbar, deshalb mal ein paar Begriffe, hinter denen sich Milcheiweiß verbergen kann. Bei unverpackten Lebensmitteln muss immer nachgefragt werden.
        Butter
        Butterfett
        Calciumkasein
        Kaseinkonzentrat
        Kaseinhydrolysat
        Kasein
        Rahm
        Sauerrahmbuttermilch
        Topfen
        Laktosefreie Molke
        Trockenmilch
        Butterschmalz
        Hydrolysiertes Kasein
        Hydrolysierte Molke
        Milchalbumin
        Milchalbuminphosphat
        Lactobacillus
        acidophilus
        Lactoglobulin
        Laktose
        Laktulose
        Malzmilch
        Milch (alle Arten)
        Milcheiweiß
        Milchtrockenmasse
        Fettfreie
        Milchtrockenmasse
        Proteinhydrolysat
        Laab
        Magermilchpulver
        Süßmolke
        Molke
        Molkeneiweiß
        Molkenpulver
        Joghurt
        Liebe Grüße Ursula

        Super danke, das hilft mir ja schon viel weiter :-)

      Hallo!

      Ich hätte eine andere Frage zu diesem Thema - ich hoffe, dass das "Dranhängen" so funktioniert und auch gelesen wird!

      Folgendes: Meine Tochter (*08) hatte als Säugling eine Kuhmilchproteinallergie, ich habe entsprechend meine Ernährung umgestellt (habe gestillt) und damit haben wir die blutigen und wochenlang anhaltenden Durchfälle in den Griff bekommen. Ein Bluttest bei ihr war negativ, ausschlaggebend für die Diagnose waren Auslassversuch und Provokationstest. Nach ihrem ersten Geburtstag waren wir im KH zum erneuten Provokationstest - der negativ ausfiel. Seitdem isst sie Milchprodukte, inzwischen auch leidenschaftlich "viel".
      Blutige Durchfälle hatte sie seitdem keine mehr. Nun ist mir aber durchaus aufgefallen, dass sie deutlich häufiger auf Toilette muss, wenn sie mehr Milchprodukte gegessen hat, gelegentlich begleitet von Bauchschmerzen. Luft hat sie auch viel im Bauch.
      Kann es sein, dass sie noch immer allergisch reagiert und sich die Symptome mit Ausreifen des Darmes etwas abgemildert haben?

      Wie würde man das herausfinden können, wenn doch schon bei den recht heftigen Reaktionen damals der Bluttest negativ war?

      Habe inzwischen zwar die morgentliche Müslimilch durch Hafermilch ersetzt, um die Gesamtmenge zu reduzieren. Aber muss ich da wieder ganz restriktiv hinterher sein und jeden Krümel dreimal umdrehen, ohne eine "ordentliche Diagnose" finde ich das alles zu spekulativ!

      Gibt es da eigentlich familiäre Häufungen? Mein Vater soll eine KMPA gehabt haben (allerdings Ende 2. Weltkrieg, da bin ich etwas vorsichtig), und nach meinem milchfeien Jahr muss ich sagen, dass meine Verdauung ohne Milch auch besser war (schmeckt aber halt alles so gut...).

      Vielen Dank und lieben Gruß!

      • Hallo lieber Hasendompteur, schön, dass Deine Kleine die Milch wieder recht gut verträgt. Die Milchallergie ist in den meisten Fällen ein vorübergehendes Problem und verwächst sich wieder. Die von dir beschriebene Allergieform wird seltener über Antikörper ausgelöst und ist daher fast nie im Bluttests (IgE Tests) erkennbar. Von daher ist es auch schwerer diese Allergie herauszufinden. In der Regel reagieren Kinder mit Allergien schon auf Milchspuren, nur selten kommt es erst bei größeren Mengen zu Reaktionen. Manchmal ist auch die Menge an Michzucker (der Laktose) bei älteren Kindern ein Problem. Sie reagieren dann mit Blähungen und Bauchweh. Ich würde Dir raten mit Deiner Tochter einmal zu einem Kindergastroenterologen zu gehen, er kann einen Laktosebelastungstest machen und somit überprüfen, welche Form bei Deiner Tochter vorliegt, eher eine Allergie oder in diesem Alter die häufigere Laktoseintoleranz. Keinesfalls musst Du aber auf die Mengen verzichten, die sie gut verträgt. Adressen von Kindergastroenterologen findest Du unter www.gpgpe.de Deine Ursula

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