Schlafentzug - wie lange hält man das aus?

    • (1) 30.04.06 - 07:49

      Ich lese hier im Forum gerade über Dezemberbabys und das frustiert mich schon sehr, denn bei uns ist weder ein richtiger Rhythmus vorhanden und von durschschlafen sind wir noch weit entfernt. Der Schlafentzug belastet mich sehr, sodass mir tagsüber oft schwindelig ist und wenn ich mal schlafen kann, ich ne zeit brauche um einzuschlafen.

      Die Nächte sind der Wahnsinn und ich frage mich, wie lange ich das noch aushalten kann. Ich lege den zwerg so gegen 7 abends ins bett, er wacht das erste mal gegen 11 uhr auf und ist dann sicher stündlich und öfter munter, ich stecke ihm immer den schnulli rein und stille, wenn er sich nicht beruhigt und kaum versuche ich wieder zu schlafen, beginnt er wieder zu weinen.....am nächsten morgen fühl ich mich dann, als hätte ich gar nicht geschlafen......
      manche nächte sind angenehmer, aber die sind ehrlich die ausnahme
      alle sagen, es wird besser, aber ehrlich, vorm 19er schub waren die nächte weit besser, da hat er kaum geweint in der nacht und ist immer gleich wieder eingschlafen...
      dabei haben wir den 19er schub hinter uns, er dreht sich von rücken auf den bauch und manchmal auch zurück und ist wenn er genug geschlafen hat, ein total fröhliches baby....
      untertags schlafen ist bei uns auch ein eigenes kapitel, das klappt so gar nicht außer im kinderwagen.....er weigert sich so sehr, dass er schon mal bis zu 3 stunden munter ist, alleine spielen oder liegen geht da gar nicht mehr......
      ich beneide alle, die so problemlose babys haben und wünsche mir nichts mehr als mehrere stunden schlaf am stück - bei uns hängt alles vom schlafen ab - von meinem und von babys schlaf

      • (2) 30.04.06 - 08:09

        Hallöchen,

        ich würde sagen, man gewöhnt sich dran und wenn Dein Kleiner endlich länger schläft, kannst Du nicht schlafen, weil Du die Zeiten gewöhnt bist....

        Nee im Ernst, mir hat es Anfangs geholfen, dass ich auch um 19.00 Uhr ins Bett gegangen bin, dann hatte ich schonmal 3 Stunden geschlafen, bevor er das erste Mal kam....Er kam bis vor einer Woche fast alle zwei Stunden (ab der 12. Woche), wir haben ihn dann in sein eigenes Zimmer gebettet und siehe da, er schläft wieder besser....Jetzt kommt er immer so gegen 1 Uhr und dann wieder um 4 Uhr. Allerdings muss ich sagen, dass er immer wieder einschläft an der Brust und wenn er seinen Schnulli verliert, dann nimmt er den Daumen, ansonsten erzählt er sich halt mal ne halbe Stunde Geschichten nachts....

        Was auch hilft, aber bis vor ein paar Tagen auch nicht mein Ding war, weil ich Angst hatte. Ich lege ihm eine Stoffwindel zwischen den Schnuller und seine Händchen, dann fällt er nicht raus, oder er zieht in nicht raus. Er kuschelt sein Gesicht in die Windel und schlummert ein, in der Regel kann ich ihm das Tuch nach 10 Minuten wegziehen, immer noch besser 10 Minuten zu warten, als ne ganze Nacht zu trösten....

        Also, so ist es bei uns....aber ich bin auch müde. Kannst Du Dich tagsüber nicht mal mit ihm hinlegen???? Ich mach es zwar auch nicht, aber bei mir geht es auch mittlerweile....

        Liebe Grüße

        Natascha mit Fabian (*29.12.2205), der heute Nacht nur 2 mal gestillt wurde und dafür um sechs putzmunter war....Bin aber um acht ins Bett, so what....

        Hallo!

        Mein Sohn ist 10,5 Monate alt und erst seit zwei Wochen schläft er nachts meistens sechs oder sieben Stunden am Stück. Vorher wurde er im Durchschnitt zweistündlich wach. Es gab Phasen, wo es besser war.
        Man gewöhnt sich wirklich dran.
        Letzte Nacht war wieder heftig weil mein Sohn erkältet ist.
        Es wird besser!
        Leg´ Dich doch auch mal um 19 Uhr ins Bett, dann kannst Du Dich schon mal ausruhen. Muss ja nicht jeden Abend sein, aber manchmal ist das sehr erholsam...

        LG Silvia

        (4) 30.04.06 - 08:45

        Guten Morgen, tröste Dich...ich leide auch so sehr unter dem Schlafentzug und mein Körper spielt auch nicht mehr so mit. Ich hoffe jeden Tag dass es aufhört. Meistens liegt es daran das mein Kleiner pupsen muss oder die Zähnchen...jedenfalls glaube ich immer einen Grund zu finden.
        Es ist schon sehr hart. Wenn ich dann meine Freundin sehe, der Kleine wird hingelegt und dann ratzt er bis morgens durch.. ich kanns schon gar nicht mehr ertragen.
        Na ja wir werden mal hoffen dass auch wir unsere wohlverdiente Ruhe kriegen. Ich versuche übrigens ein bisschen Schlaf in der Mittagsruhe nachzuholen...
        LG Simone

      • Ich habe gerade 12 Wochen hinter mich gebracht. Erkältung, zahnen, Wachstumsschub. Jede (!!!) Stunde wach und dabei geschrieen. Man schafft das mit der Zeit. Um so erholsamer sind die Zeiten danach ;-)

        LG
        Daniela und Jan Luca *23.05.2005

        (6) 30.04.06 - 09:30



        Wir hatten das 6 Monate.
        Max schlief ein, wachte bis Mitternacht halbstündlich auf, danach jede Stunde, wenn es gut war, dann schlief er mal 2 Stunden am Stück!
        Er schlief von der 8. Woche bis zum 6. Monat durch, danach begannn das Drama, und hielt bis vor zwei Wochen an.

        Man gewöhnt sich dran, die Nächte sind der Horror, weil du vor Müdigkeit zum Tier werden könntest, aber die Tage habe ich trotzdem irgendwie einigermaßen fit über die Runden gebracht.

        Gruß
        Mandy+ Max Linus *20.05.2005

      • Hallo

        Wenn ich von 8 Jahren Muttersein 1 Jahr durchgeschlafen habe ist das viel;-).Man gewöhnt sich dran.

        lg

        (8) 30.04.06 - 20:38

        Huhu,

        ganze 8 Monate hab ich am Stück nie länger als 2-4 Stunden geschlafen.

        Hab mich aber immer hingelegt wenn meine Maus ihre Nickerchen machte, zu allem Unglück macht sie auch keinen langen Mittagsschlaf, sondern schläft immer mal 30 Minuten................

        Seit ich alle Mahlzeiten am Tag mit dem Löffel gebe und sie körperlich echt aktiv ist und krabbelt und steht, plumpst sie abends echt ins Bett und schläft bis morgens um 6 Uhr.

        Und weist du was das beste ist, das ist jetzt 4 Wochen her und es ist total vergessen, die Nächte wo ich mir geschworen hab: MORGEN kriegst du die Flasche weil ich das Gefühl hatte ich krieg sie nicht mehr satt..........
        das war aber dann am nächsten Tag schon wieder anders ;-).

        Was mich immer tröstete eine Freundin von mir gab die Flasche und sie hatte genauso unruhige Nächte, also dachte ich mir es liegt nicht am stillen.............

        Ich hab mir immer vorgesagt, es sind NUR ein paar Monate, das geht ja jetzt nicht so bis zu ihrem 18. Geburtstag!!!

        Als die erste Mahlzeit eingeführt war, hat mein Mann sie dann gefüttert und ich mal tagsüber 4 Stunden geschlafen. WOW ich war wie ausgewechselt, auch wenn man nicht immer geschlafen hat, ausruhen tut auch verdammt gut.

        Ich wünsche dir noch gutes Durchhaltevermögen und lass den Haushalt in RUHE. Wir haben nach den 8 Monaten mal einen gründlichen Hausputz gemacht, man macht sich damit nur unnötig Gedanken :-).

        Dein Baby wird auch selbständiger und man kommt wieder zu mehr.

        Alles Liebe

        Sabine

        (9) 30.04.06 - 21:34

        Hallo,

        natürlich kann man sich daran gewöhnen, wie viele hier schreiben- aber nicht vergessen: Schlafentzug ist IMMER noch ein Foltermittel, und das nicht ohne Grund. Die Folgen - im Extremfall - sind katastrophal: Depressionen, Wahnvorstellungen, körperliche Folgeerscheinungen usw.

        Ich glaube also- und in diese Richtung zielt mein Tipp an Dich oder meine Antwort auf Deine Frage-, wenn es der Mutter immer schlechtergeht, ihr sogar schon schwindlig wird etc., wie Du es ja beschreibst, und Du Dich auch am Tag wie ein wandelnder Zombie fühlst, solltest Du schon mal überlegen, ob Du Dir und Deinem Kind (und Eurer Familie) das noch lange zumuten willst-

        denn chronischer Schlafmangel oder fehlender Schlafrhythmus ist in meinen Augen kein "Schicksal", für dessen Bewältigung/Überleben (siehe überstandende Folter) Du Dir dann am Ende einen selbstgebastelten Orden anstecken kannst, sondern Du kannst- zusammen mit Eurem Kind- was dagegen machen; ab ca. 6 Monate würde ich es tatsächlich mit dem hier oft verpönten "kontrollierten Schreien" probieren- Du verlässt Dein Kind dann nicht, lässt es auch nicht stundenlang schreien, sondern kommst ja in einem kurzen, aber sich vergrößernden Zeitabstand immer wieder beruhigend und mit immer weniger "Trara" zu Deinem Kleinen ans Bett- und zeigst ihm dabei jedesmal, dass er es jetzt schaffen kann, selbständig einzuschlafen.
        (Dies ist nebenbei KEIN Einstieg in die endlosen Schlaf/Schreienlassendiskussionen, an denen ich mich nicht mehr beteiligen werde, weil sich dabei zwei Fronten unvereinbar gegenüberstehen und das Argumentationsniveau dann binnen Sekunden ins Bodenlose und vor allem Nur-Persönliche sinkt.)

        Wenn Dir das allerdings zu hart erscheint- wie sehr vielen hier, aber nicht allen- und es IST hart, weil jede Sekunde Schreien an den Nerven zerrt und Du dieser Methode nicht traust (aber sie funktioniert, wenn man konsequent ist), dann musst Du vermutlich leider noch eine ganze Weile mit chronischem Schlafmangel leben und Dich damit trösten, dass Du nicht allein bist; aber wie gesagt: Es muss nicht so sein- es gibt auch genügend Mütter, die wieder ihr altes, ausgeschlafeneres, ausgeglicheneres Selbst wiedergewonnen haben- und das nicht erst Jahre später oder weil sie besonders "pflegeleichte" Kinder gehabt hätten. Ich selbst würde z.B. zusammenklappen und kein ansprechbarer Mensch mehr sein, erst recht keiner, der sich dann auch noch möglichst gelassen und nervenstark um die Bedürfnisse anderer kümmern könnte, würde ich regelmäßig jede Nacht kaum schlafen.

        Weil ich glaube, dass es nicht eine Frage sein kann "Wie lange hält man das aus?"- bis man zusammenklappt, ein nervenloses Gerippe wird oder Wahnvorstellungen bekommt-, sondern eine Frage sein sollte "Wie lange möchte ich das noch aushalten, mir selbst und den andern das noch zumuten?", wünsche ich Dir viel Glück, dass Ihr Euren Rhythmus bald findet- egal, wofür Du Dich entscheidest.

        Liebe Grüße,

        Caroline

        • (10) 30.04.06 - 21:57

          Ach, ich hab noch was ganz Wesentliches vergessen: Unabhängig vom "kontrollierten Schreien" oder nicht, wären von Euch eingeführte Rituale, an denen sich Euer Kind dann orientieren kann, und die ihm Sicherheit und Geborgenheit (Kinder wird Monotonie deutlich langsamer langweilig als uns Erwachsenen;-)) vermitteln, sicher sehr hilfreich:
          Im ganz "jungen Alter" ist das natürlich noch nicht so ausgefeilt, aber wir haben schon mit drei/vier Monaten bei unserm Ältesten regelmäßig, möglichst um die gleichen Zeiten herum, nach dem Füttern/Baden/Wickeln etc. ein Gutenachtlied gesungen, der Straße "Gute-Nacht" gesagt, gebetet, geküsst und dann das Licht gelöscht- er ist inzwischen (nächsten Monat 3 Jahre) empört, falls wir mal was vergessen, auch beim Tischgebet usw.,-
          je mehr Ihr strukturiert, desto mehr wird's Euer Kind Euch danken- so ist zumindest meine Ansicht und Erfahrung.
          Natürlich "leitet" Euch auch Euer Kind, aber es ist auch darauf angewiesen, was IHR ihm zeigt von der Welt, was IHR ihm als Gerüst anbietet usw.

          Jetzt sag ich aber nicht der Straße "Gute-Nacht", sondern Dir,

          Caroline

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