Extrem unsicher wegen Tagesablauf usw

Hallo
Ich möchte dieses Forum jetzt einfach mal nutzen um über meine Unsicherheiten und Ängste zu erzählen.
Bestimmt kann die ein oder andere das nachvollziehen oder mir auch gern sagen was wir besser machen können.

Mein Kleiner ist heute 3 Monate alt. Ich lese sooft von Tagesabläufen, schlafritualen und was andere so alles mit ihren Babys unternehmen.
Leider ist das mit meinem Schatz alles irgendwie ein bisschen anders. Er weint und quengelt von Anfang an sehr viel.
Er hatte sehr viele schlimme Blockaden, die unser Osteopathin aber jetzt gut gelöst hat. Trotzdem ändert sich unser Zusammenleben irgendwie nicht. Ich habe manchmal das Gefühl alles ist noch so wie in den ersten Wochen. Und dann denke ich das liegt an mir. Vielleicht müsste ich mehr mit ihm machen, ihn mehr fördern.
Er ist sehr anhänglich, lässt sich kaum ablegen. Ich habe ihn fast immer in der Tragehilfe, dort schläft er aber dann sofort ein.
Morgens gehe ich nach dem stillen immer erst duschen und er steht in der Wippe neben der Dusche und ich rede und singe mit ihm. Das geht sehr gut, aber auch nur max 15-20 min. Danach wird er gewaschen und angezogen oder gebadet und wir spielen auf dem Wickeltisch. Dann stille ich wieder und er kommt in die trage und schläft ein. Dann mache ich gemeinsam mit ihm Haushalt bis er wieder wach wird und Hunger hat. Das alles passiert etwa zwischen 6.30 - 12.30.
Dann spielen wir meist so 30 min nochmal auf dem Wickeltisch. Danach fahren wir meist zur Oma oder gehen raus. Bei der Oma liegt er meistens auf dem Küchentisch und spielt und wir erzählen und albern mit ihm rum. Zwischendurch wenn wir essen oder Kaffee trinken wollen ist er wieder in der Trage und schläft.
Spielen hält er oft nicht lange durch und meckert dann und bekommt schlechte Laune. Er beschäftigt sich auch schonmal alleine im Laufstall, aber max 15 min.
Insgesamt ist er aber echt viel in der trage und schläft dort immer nur.
Abends ab 18.00 ungefähr wird es schwieriger mit ihm. Dann will er nicht auf den Arm, nicht spielen, nicht kuscheln. Nur rumlaufen hilft dann. Ich versuche mich ab 20.00 mit ihm aufs Sofa zu legen. Er liegt dann auf meinem Bauch. Da überstreckt er sich dann immer ganz viel, quengelt und will nicht schlafen. Um 22.00 ziehe ich ihm seinen Schlafi an und stille nochmal im Bett. Manchmal schläft er schon neben mir ein, meißtens aber auf meinem Bauch. Das einschlafen im Bett nach dem stillen klappt aber gut. Nach 3-4 Stunden will er wieder gestillt werden. Nach dieser ersten Nachtmahlzeit will er dann auf jeden Fall auf den Bauch und nicht alleine liegen. Nach weiteren 3-4 Stunden wieder stillen und wir stehen auf.
So in etwa sieht bei uns ein Tag aus.

Manchmal hab ich das Gefühl wir sind da irgendwie hinterher und er schläft zu viel und wir machen zu wenig. Beschäftige ich ihn zu wenig oder falsch und er schläft nur so viel weil wir nix anderes machen?
Sollte ich ihm die Trage langsam abgewöhnen?
Sollte ich abends irgendwas anders machen?
Ich würde ihn abends gern eher schlafen legen aber er schläft alleine auf keinen Fall ein. Und ich will eigentlich nicht jeden Abend um 19.30 ins Bett gehen.... vor allem im Frühjahr nicht... oder sollte ich das ihm zuliebe besser machen?

Ich bin bei allem so unsicher! Woher soll man das auch alles wissen????? Es war keine Anleitung dabei als er raus kam :-)))
Manchmal könnte ich heulen wenn ich Bücher über Babys lese oder lese was andere alles machen und wissen. Dann fühle ich mich völlig erschlagen von all den Informationen und könnte immer nur heulen weil ich das alles nicht weiß...
dann denke ich, ich hätte mich viel besser vorbereiten müssen und weiß viel zu wenig über Babys und wie man mit ihnen umgeht....
Dabei will ich so gern alles richtig machen und nur das beste für mein geliebtes Baby.
Ich denke ich bin sehr sensibel und einfühlsam im Umgang mit ihm und er wird gaaaaaanz doll geliebt und geküsst und geherzt und angehimmelt. Aber das allein reicht wohl nicht.
Mir macht das alles Angst. Zufüttern, sprechen und laufen lernen, erziehen usw.
Ich hab Angst dass wir das nicht hinbekommen...

Kennt das vielleicht jemand? Oder hat das jemand genauso erlebt und schon hinter sich?

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Hey,

die meisten Erstmuttis sind unsicher. Da bist du nicht allein.
Ich habe 3 Kinder und was ich dir ganz ehrlich aus Erfahrung mitgeben möchte:

1. Versuche nicht, jedes Verhalten deines Babys zu ergründen. Es ändert sich alles tausend Mal.
2. Babys schlafen seeeehr unterschiedlich oft und lange und zu anderen Zeiten und versuche da bloß nicht dran rum zu manipulieren 😉😅 das findet sich allein. Heute so, morgen so!
3. Jedes Baby entwickelt sich unterschiedlich. Deins ist so wie es ist genau richtig. Falls etwas falsch läuft merkt es der Arzt bei den U-Untersuchungen.
4. Vergiss den Quatsch mit dem Rhythmus. Ja es kann sein, dass Babys eine Weile ähnlich Schlafen/Essen/Pupsen aber das bedeutet NICHT dass das auch so bleibt. Und wenn doch: auch schön.
5. Nimm jeden Tag wie er ist und dein Baby so an wie es ist. Entspannung ist das Zauberwort!
6. Babys schreien. Das ist so. Und das ist nicht schlimm. Wenn du Windeln gecheckt hast und Hunger ausgeschlossen ist, halte dein Mäuschen und tröste es. Es muss sich mal Luft machen dürfen!
7. Du bist die beste Mama für dein Baby. Alles wird gut 😉

Liebe Grüße

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Du machst 100x mehr Dinge als ich :D
Also ich bin ganz neidisch.
Ich Dusche nicht mal, erst abend wenn mein mann da ist.
Haushalt sowieso fast nie.

Eiglt spielen wir den ganzen tag.
Schlafen,essen,spielen. Immee so. Von morgens bis abends.

Würde sie auch gern baden statt waschen aber alleine schaffe ich das nicht...mit rausheben und gleich ins Handtuch einpacken...wie machst du das???

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Zu früh abgeschickt....


Also meine kleine wird dann punkt 18.30/19 uhr müde und dann gibt's nochmal essen, wickeln,Schlafsack und 15min später schläft sie alleine in ihrem beistellbett.
Dann mach ich haushalt usw.

Trage mag sie gar nicht. Sie will lieber spielen. Spielbogen geht auch mal 15min alleine.
Ansonsten hab ich rasseln,würfel, knisterbücher, fingerpuppen.

Und eben 1x am tag spazieren.

Sie schläft alle 1,5-2 std für 30 Minuten.

Nachts von 18.30/19 - 02/03 und dann nochmal nach füttern bis ca.07 Uhr.

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Witzig, meine Zwillinge sind in einer Dreiviertelstunde neun Wochen alt, und mir gehts so wie Dir. Ich denk mir immer, ich müsste die beiden mehr beschäftigen, aber ich bin absolut ratlos,

1. was genau ich tun muss und
2. wann ich das noch in unseren Tagesablauf eintakten soll.

Bislang hoffe ich es reicht, dass wir unsere Jungs lieben und viel mit ihnen kuscheln.

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Ja, ich hoffe auch immer dass meine Liebe vielleicht meine Unfähigkeit etwas erträglicher macht ..... ;-))))

In dem Buch Oje ich wachse stehen immer Kommentare von Eltern. Da könnte ich manchmal heulen was die Kinder alles machen und was die Eltern an ihnen beobachten. Dann fühle ich mich so Unfähig! :-((((

Wegen dem Baden: ich habe eine Badewanne auf einem Ständer. Dann mache ich Wonnie auf dem Wickeltisch nackig und Wickel ihn ins Handtuch. Dann gehen wir ins Bad. Da steht die vorbereitete Wanne und seine Wippe vor der Wanne. Ich leg ihn dann in die Wippe und Wickel ihn aus und hebe ihn in die Wanne. Dann von der Wanne das nasse Kind zurück ins Handtuch in der Wippe und zurück zum Wickeltisch. Das klappt total gut! Hat uns die Hebamme so gezeigt :-)

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Also erst einmal: Mach dir keinen Stress von wegen wie andere das handhaben und was alles in Büchern steht... Du bist die Mama und weißt, was für DEIN Baby richtig ist. Es ist überhaupt nichts vorgeschrieben, wie so ein Tag mit Baby ablaufen muss. Jedes Baby braucht unterschiedlich viel Schlaf und Bespaßung.
Dein Baby zeigt dir an, was es braucht und es ändert sich sowieso alles ständig.

Viele Babys werden abends quengelig und wollen nicht mehr spielen. Kleiner Tipp: abends ins Tuch nehmen. Vielleicht schläft er da ein bisschen oder fährt zumindest etwas runter. Vom Tuch klappt es vielleicht auch gleich ins Bett.

Mit der Zeit wird es immer einfacher. Man wächst eben an seinen Aufgaben 😌

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Huhu

Ihr habt doch einen guten Rhythmus! Meine Tochter ist jetzt 7 Monate, das mit dem abends alleine schlafen kam von ganz allein als sie bereit dazu war, ich stille sie im Liegen nochmal und schleiche mich wenn sie schläft raus. Klappt seit sie ~4/5 Monate alt ist mal mehr mal weniger gut.
Ich trage bis heute so viel das ich mich teilweise frage wozu wir überhaupt den Kinderwagen haben 😅 ist doch voll praktisch, Kind hat Nähe und gefühlt sich sicher und Mama kann was schaffen und tut sogar nochwas für Ihre Muskulatur ;-)
Ich persönlich würde nichts anders machen, außer es stört dich etwas, mir wurde zuhause irgendwann langweilig, da habe ich mir ein Stillcafé in der Nähe gesucht wo wir einmal die Woche hingehen.

Liebe Grüße und nicht von außen stressen lassen ;-)

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Ich verstehe dich so gut, du sprichst mir quasi aus der Seele!

Mein kleiner kam am 01.01., 4 Wochen zu früh und die Geburt dauerte alles in allem nur 4,5 Stunden und ich war davon am Anfang völlig überrumpelt. Er war total winzig und weil ich noch nicht mit ihm gerechnet habe und auch die Ärzte eine andere Größe bzw. Gewicht vorhergesagt haben, war ich auch davon eingeschüchtert.
Er konnte anfangs seine Temperatur nicht gut halten und hat fast nur geschlafen, was mich auch beunruhigt hat.
Er bekam dann seinen ersten Schub tatsächlich nach 5-6 Wochen und nicht gerechnet nach dem ET.
Er hat ab da viel geschrien, weil kurz davor auch das extreme spucken eingesetzt hat, was ihn immer ärgert.
Das schreien hat bis jetzt angehalten, er ist der temperamentvolle Typ der sich schlecht selbst beruhigen kann, sprich alles was nicht so klappt wie er das will und er quengelt oder schreit.
Ich lese so oft von Babys die schon bewusst Lächeln oder greifen in dem Alter. Oder die sich auch selbstständig drehen etc.
Meiner lächelt, aber echt selten und ich bin mir fast sicher nicht bewusst. Meiner freut sich irgendwie selten hab ich das Gefühl, eher meckert er wie so ein frustrierter Opi.
Ich vergleiche leider auch immer viel auch wenn man das nicht sollte.
Morgens stehen wir gegen 8 Uhr auf, er hat zuvor von 8-6 in seinem beistellbett geschlafen (2 Unterbrechungen für die Flasche) ab 6 Uhr nehme ich ihn zu mir zum kuscheln, das klappt wirklich prima.
Sobald ich aber aufstehe um seine Flasche zu machen fängt er an zu schreien. Ich schaffe es eben so zur Toilette und seine Flasche zu machen damit er nicht komplett ausrastet (schön so am frühen Morgen). Sobald er getrunken hat, Wird er gewickelt gewaschen und angezogen. Danach kommt er in seinen Laufstall unter seinen spielbogen da schafft er es sich kurz selbst zu beschäftigen bis er meist einschläft für 30-45 Minuten. Danach erzähle ich ihm viel aber mit dem Spielen bin ich irgendwie überfordert. Ich halte ihm meist eine Rassel oder einen greifling hin oder singe ihm was vor. Aber was spielt man mit einem kleinen Baby ?
Danach gibt es meist 4 Stunden später wieder ne Flasche und wir gehen an die Luft im Kinderwagen oder besuchen die Oma oder die Tante.
Abends kommt dann der Papa um 17 Uhr, der ab dann mal kurz übernimmt und mit ihm kuschelt damit ich mal duschen kann. Den Haushalt mache ich meist auch tagsüber mit ihm im tragetuch. Dort schläft er auch meist ein. Komischerweise schreit er jeden Abend kurz vorm zu Bett gehen ab ca. Halb 7.

Naja so ist unser Tag und ich frage mich auch ständig ob ich mein Kind mehr fördern kann oder ob er mehr können sollte.

VG

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"Und ich will eigentlich nicht jeden Abend um 19.30 ins Bett gehen.... vor allem im Frühjahr nicht..."

Genau das hab ich auch schon mal geschrieben. 😂

Ganz ehrlich?? Mach dir nicht so ne Platte, es ist richtig so Wie du es für richtig hälst und ihr euch beide damit wohl fühlt.

Ich hab mir am anfang auch viel nen kopf gemacht, ich brauch doch nen ordentlichen tagesablauf blablabla.. Aber nein damit würd ich mich nicht wohl fühlen...

Ich kann dir nur schreiben wie es bei uns war, meine Maus wurde auch zunehmend quängeliger abends bis ich gemerkt hab das es ihr zu unruhig ist im wohnzimmer und ab da( vlt. So mit 10Wochen) hab ich sie ins bett gelegt und gestillt( mit der Angst ab 19uhr im bett zu bleiben 😂) aber nein, ab dem 1. Tag an, konnte ich als sie eingeschlafen war raus gehen, klar manchmal dauert das einschlafen ewig, aber dann schläft sie ohne mich.

Einfach mal probieren!

Jetzt wird auch einmal am Tag "mittagsschlaf" im Bett gemacht. Aber da muss ich daneben bleiben, da wacht sie sonst auf.

Ich würd ihn vlt nicht für jedes Schläfchen tragen, leg dich doch auch mal hin und probier das einschlafstillen am Tag?

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:-))))
Aber sag mal bitte, wie machst du das dann wenn du dich raus schleichst? Lässt du ihn dann alleine in eurem großen Bett liegen?

Momentan sind wir erkältet, da lasse ich ihn sowieso nicht alleine schlafen. Ich denke auch, dass wir das alleine Schlafen anfangen wenn er 4 Monate alt ist. Ich hab so Angst vor dem plötzlichen Kindstod und das Risiko soll ja ab dem 4. Monat sinken. Aber ich denke dann werde ich es genauso machen. Ihn in die Mitte vom großen Elternbett legen, stillen und warten bis er einschläft und mich dann raus schleichen. :-)

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Hallo, ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, also sorry wenn es schon kam. Du machst das super, nur eine kleine Idee. Wir haben auch eine Weile versucht unsere Tochter (4,5 Monate) am späten Nachmittag bei Laune zu halten, jedoch festgestellt, dass sie gegen halb/ um 6 einfach ins Bett muss. Auch wenn das Nachmittagsschläfchen einmal bis um 5 ging. Vielleicht ist dein Kleiner abends einfach übermüdet. Ich habe auch nicht immer Lust um 6 ins Bett zu gehen aber momentan ist es die entspannteste Lösung für uns. Manchmal schleiche ich mich dann noch einmal raus oder ich lese eben mal gemütlich.
Alles Gute.

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Hallo du!

Erstmal Zweifel nicht an dir, du machst das gut! Es ist ein Prozess für dich und dein Baby! Es dauert einfach bis sich alles eingespielt hat!
Mein Sohn ist jetzt 11,5 Monate alt und ich muss sagen es hat sich erst nach ca 8 Monaten langsam ein wirklicher Rhythmus eingespielt, aber auch der ändert sich immer mal wieder etwas je nachdem ob er eine Entwicklungsschub hat oder der schlafbedarf sich umstellt... Gib euch Zeit und versuche dich auf ihn einzulassen!

Sicher kannst du versuchen ihn etwas von der trage umzugewöhnen... eine trage ist super aber ich kann verstehen dass es auch blöd ist wenn das Baby nur darin schläft!
Mein Sohn hatte die ersten 3-4 Monate mittags auch nur auf meinem Arm geschlafen. Ich hab mich dann immer wieder mit ihm ins Ehebett gelegt, wenn der geweint hat hab ich ihn im Arm geschaukelt, aber immer kurz bevor er richtig geschlafen hat hab ich ihn hingelegt und mich zu ihm gelegt bis er schlief. Oft Händchen haltend! So hat es dann irgendwann immer besser geklappt! Oft ist er anfangs nach 15 min wieder aufgewacht, dann wieder das gleiche Spielchen von vorne! heute schläft er eigentlich in den allermeisten Fällen ganz ruhig innerhalb weniger Minuten ein, teilweise noch mir Händchen halten.
Abends würde ich ihn an deiner Stelle auch früher hinlegen, aber das ist meine persönliche Meinung. Ich würde es genau so versuchen wie mittags. Allergings hat mein Sohn oft am Anfang Abend geweint wenn er müde wurde. Wir haben ihn nie alleine gelassen, ihn immer beruhigt aber geschaut dass er in seinem Bett dann einschläft!

Vertrau auf dein gefühl! Du wirst merken was das richtige für euch ist und es ist ganz normal das ihr das erst herausfinden müsst!

Alles gute !