In der Zwickmühle

    • (1) 07.08.19 - 17:25

      Seit mein Kleiner auf der Welt ist verhält sich mein Partner extrem überbeschützend. Am liebsten wäre es ihm wenn der Kleine nur von uns gehalten wird. Jede Interaktion von anderen (inkl. meiner) mit unserem Kleinen wird mit Argusaugen und stirnrunzeln überwacht.

      Es hat sich auch schon Besuch darüber beschwert das sie sich sehr unwillkommen fühlten. Das tut mir natürlich leid für den Besuch aber gleichzeitig finde ich auch das er das Recht hat zu sagen wenn er was nicht möchte und verteidige ihn entsprechend.

      Natürlich nervt sein Verhalten aber auch und er lässt nicht wirklich mit sich diskutieren. Deswegen habe mich auch schon öfters bei einer sehr guten Freundin ausgekotzt.

      Ebendiese war kürzlich mit Hund zu Besuch bei uns. Mein Partner hatte schon früher klar gemacht das er denn Hund nicht auf der Spielmatte, Sofa haben mag. Und hat deshalb direkt rumgemosert deswegen. Der Hund ist allerdings super erzogen und war gar nicht an den Sachen drann. (wir haben ausserdem Katzen und die haaren auch überall rum). Meine Freundin hat darauf reagiert indem sie es extrem ins lächerliche gezogen hat und hat und auch nicht aufgehört als er sauer wurde. Das ganze ist dann etwas eskaliert, mein Partner war übermegasauer und hat zum Finale ihren Hund beleidigt (der für sie wie ein Kind ist) .

      So. nun sind beide sauer und ich stehe mittendrin. Dummerweise habe ich versucht zu schlichten und beiden gesagt das ihre Reaktionen nicht ok waren mit dem Ergebnis dass nun natürlich beide auch noch von mir entäuscht sind weil ich nicht ihre jeweiligen Ansicht unterstütze. Freundin sagt Partner gehört in Therapie, Partner sagt Freundin nimmt sich zuviel heraus...

      Es ist auch nicht die erste Auseinandersetzung. beim letzten mal gings darum das er nicht möchte das der Kleine im Auto fährt (wir haben selber keines )während sie fand das sei ihr egal sie werde sich trotzdem einen Kindersitz zulegen. Das Thema war nur nicht eskaliert weil ich dazwischen ging. (meiner Meinung nach muss man da momentan nicht drüber diskutieren. Er ist eh noch zu klein für Ausflüge und mein Partner wird sein Verhalten hoffentlich noch etwas lockern mit der Zeit aber mich fragt ja keiner)

      Mich beschäftigt das ganze mal wieder total. Hat sie recht und ich müsste seinem Verhalten Grenzen setzen oder er wenn er sagt er fühlt sich nicht ernst genommen? Wie würdet ihr reagieren?

      • Ich würde mir als Mutter erstmal Gedanken machen, was ich für wichtig halte und welche Position ich habe..diese denn auch vertrete..es bringt nichts, jemandem nach dem.mund zu reden..weder deinem Partner noch der Freundin. ich würde mal ne klare Ansage machen.sonst stehsr du immer zwischen den Stühlen und das geht auf Kosten des Kindes, an dem.alle Rum ziehen.

        Das ist wirklich schwierig. Einerseits hat dein Partner durchaus das Recht „Regeln“ aufzustellen. Wir haben auch ne Katze, trotzdem kommt mir kein Hund aufs Sofa.

        Wenn der Hund allerdings nichts gemacht hat, übertreibt dein Partner. Rede mit ihm und erarbeitet Kompromisse. Was ist absolutes No-Go, was wäre für dich ok und kann er Dir da entgegen kommen?

        Der Freundin würd ich auch noch mal erklären, dass du da zwischen den Stühlen sitzt.

        Wenn sich beide beruhigt haben, könnt ihr sicher drüber reden!

      (6) 07.08.19 - 19:26

      Und für dich ist es ok, dass er kein Auto fahren darf und er jeden deiner Schritte mit dem Kind mit Argusaugen überwacht? Fühlst du dich dadurch nicht eingeschränkt?

      Ob dein Partner das Verhalten lockert, solltest du bereits merken. Wenn es noch nicht besser geworden ist, würde ich auch in Zukunft nicht damit rechnen.

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