Horrorgedanken

    • (1) 11.08.19 - 22:25

      Das ist ein SILOPO aber ich muss es nir von der Seele schreiben.

      Meine Tochter ist 4,5 monate alt und ein absolutes Wunschkind đŸ„°

      Meine ehemalige Nachbarin hat vor einigen Jahren ihre Tochter am plötzlichen Kindstod verloren.
      So nun zu mir.
      Normalerweise bin ich nicht ĂŒberĂ€ngstlich oder paranoid und ich erkenne mich in folgenden Situationen ĂŒberhaupt nicht wieder:
      2 bis 3 mal im Monat plagen mich die Horrorgedanken, meist beim Autofahren.
      Sie sitzt hinten und ich fahre meistens so los, dass sie im auto schlafen kann, da sie ansonsten brĂŒllt wie am Spieß.
      Wenn ich sie aber so gar nicht höre denke ich ganz oft "Was wenn ich sie gleich rausholen will und sie atmet nicht mehr? Wie reagiere ich dann?" Und dann fĂ€ngt es an. Ich kann nicht aufhören darĂŒber nachzudenken und male mir die schlimmsten Bilder aus. Oft bin ich den TrĂ€nen nahe und bekomme Herzrasen. Sobald sie laut einatmet bzw ich sie dann raushole sind die Gedanken verflogen und ich bin als wĂ€re nichts gewesen.
      Jetzt schlummert sie friedlich neben mir. Sie atmet aber so leise, dass ich sie nicht höre und dann kamen diese Gedanken wieder. Nun kontrolliere ich alle paar Minuten ihre Atmung und die Gedanken halten mich vom schlafen abđŸ€Šâ€â™€ïž
      Wie gesagt, bin ich sonst nicht so und erkenne mich dann selbst nicht wieder.

      Naja, diesen Text zu verfassen hat mich nun abgelenkt. Ich konnte die Gedanken nicht fortsetzen und hoffe, dass ich nun schlafen kann.

      An alle die gelesen haben, vielen Dank fĂŒr eure Zeit 😊

      • (2) 11.08.19 - 22:32

        FĂŒhl dich gedrĂŒckt. Mir geht es nachts manchmal so. Meine Maus ist 4 Monate und wenn sie mal nicht wie gewöhnlich alle 4-5 Stunden aufwacht und ich dann aufwache, werde ich direkt panisch und fasse sie an um zu schauen, ob sie noch atmet. Ein paar mal hat sie so fest geschlafen, dass mir echt ganz anders geworden ist.

        Wie alt war das Baby deiner Nachbarin?

        • (3) 11.08.19 - 23:17

          Ich dachte, ich wÀre alleine...

          • (4) 12.08.19 - 00:53

            Nein das bist du auf gar keinen Fall!!
            Mein kleiner ist sechs Wochen alt und ich schaffe es noch nicht, ihn alleine in einem anderen Raum im Kinderwagen schlafen zu lassen, ich kontrolliere mehrfach am Tag ob er noch atmet und habe auch wie du dann so schreckliche Gedanken im Sinne von: was, wenn er jetzt einfach gar nicht reagiert jnd schlaff ist?!?

            Wir mĂŒssen da einfach Stark sein und immer wieder tief durchatmen in der Hoffnung dass alles gut gehen wird :)

    (8) 11.08.19 - 23:10

    Also wir haben eine Angelcare sensormatte und ohne die könnte ich glaube auch nicht schlafen..

(11) 11.08.19 - 23:17

Hallo liebes ich verstehe dich sehr gut fĂŒhl dich gedrĂŒckt.♡♡
Mein kleiner hatt plötzlich nach der geburt (er lag auf meine brust) nicht mehr geatmet und die hebamme hat mir gesagt das wenn ich nicht schnell reagiert hÀtte mir dasselbe passiert wÀre wie die frau vor mir die hat es nÀmlich nicht bemerkt und der kleine ist erstickt das war der schlimmste horror moment.
Es vergingen monate bis ich wieder gut schlafen konnte und ich hatte immer panik sobald der kleine leise wurde und stÀndig bin ich mitten in der nacht aufgestanden um zu sehen ob er atmet.
Das vergeht mit der zeit liebes
Alles gute fĂŒr dich und dein kleines glĂŒcksbĂ€rchi

  • (12) 11.08.19 - 23:26

    Oh Gott, da hatte ich auch irre Angst vor! Das hat die Hebamme aus dem Vorbereitungskurs auch erzĂ€hlt und ich hab deshalb die ganze Zeit den RĂŒcken massiert.
    Gott ist das furchtbar! Gut das du so toll reagiert hast! Das du da lange Panik hattest, kann ich vollkommen verstehen!
    Danke, ich wĂŒnsche euch auch alles gute

(14) 11.08.19 - 23:30

Ich kann das so gut nachempfinden...
Unser Sohn wird im Oktober schon 2...und bei mir hat diese plötzliche Panik nie ganz aufgehört...aber mit der Zeit ist es besser/ seltner geworden...in der Schwangerschaft die Angst ihn zu verlieren (hatte einen frĂŒhen Abgang direkt im Zyklus vor ihm und habe bei jedem Termin die Luft angehalten bis ich sein Herz gesehen hatte)
Dann die Panik vor dem plötzlichem Kindstod...und bis heute habe ich das GefĂŒhl, das mich Muttersein „aufgebrochen“ hat...und das ist auch gut so...natĂŒrlich könnte ich auf das plötzliche Weinen im Auto verzichten, weil ich mir vorstelle, dass ihm etwas passiert sein könnte, wĂ€hrend ich bei der Arbeit und er bei der Oma war, aber dieses Maß an SensibilitĂ€t lĂ€sst uns auch spĂŒren, falls wirklich mal etwas nicht stimmt...du bist also ganz und gar nicht alleine!!!!hab eine gute Nacht und eine wunderbare Zeit!!!

  • (15) 11.08.19 - 23:36

    Danke fĂŒr deinen Zuspruch!
    Das du ein Baby ziehen lassen musstest, tut mir leid đŸ˜Ș
    Deine Sorgen kann ich gut nachvollziehen, die Sorge sie zu verlieren hatte ich bis zur Geburt. Naja, die Angst ist immer noch da aber irgendwie ist sie anders đŸ€” kann ich gar nicht erklĂ€ren, ich denke aber du weißt, was ich meine.
    Ich wĂŒnsche dir und deinem kleinen alles gute 😊

(16) 11.08.19 - 23:35

Ohmann dachte ich wĂ€hre die einzige. Ich kenne das leider zu gut und habe mich mit dem Thema auch verĂŒckt gemacht. Anfangs habe ich Stunden lang nicht einschlafen können. Welche Kinder sind den besonders gefĂ€hrdet? Bis zu welchem Alter?

  • (17) 11.08.19 - 23:39

    Ich hab bis grade auch gedacht ich wĂ€re alleine 😉
    Ich fĂŒge dir mal ein Bild an 😊

    Ich glaube, es gibt einen "Peak" vom 2. bis zum 4. Lebensmonat und dann nochmal einen kleineren vom 6. bis 9.
    Dennoch muss man sich hier mal vor Augen fĂŒhren, von welchen Zahlen wir hier reden (kann ja manchmal auch beruhigen). Ich meine etwas von weniger als 150 Babys in Deutschland pro Jahr gelesen zu haben. Und wie viele Babys werden jedes Jahr in Deutschland geboren? 700 000 oder so? (Mein eigener SchĂ€tzwert).

    An die TE: diese Angst ist keiner einzigen Mutter fremd und ich wĂŒrde behaupten, dass jede Mama mindestens 1x tĂ€glich ĂŒberprĂŒft, ob das Baby noch atmet. Also ich denke, der richtige Weg ist, dir Angst als etwas Normales, was alle Mamas haben, anzunehmen, ihr aber keinen großen Raum zu geben. Denn du hast es selbst ja schon ganz richtig erkannt: in der Schwangerschaft war es die Angst vor einem Abort, jetzt ist es die vor SIDS, morgen wieder eine andere. Die Sprechstundenhilfe meiner FrauenĂ€rztin meinte bei einem GesprĂ€ch ĂŒber Screenings in der Schwangerschaft mal, dass die Angst einsetzt, sobald man den positiven Test in der Hand hĂ€lt und dann nie wieder verschwindet. Und so Ă€hnlich ist das sicher auch. Man muss dabei nur lernen, sich nicht von der Angst bestimmen zu lassen. Und die Zeit tut wahrscheinlich ihr Übriges, das Vertrauen aufzubauen.

    Liebe GrĂŒĂŸe 😊

    • (19) 12.08.19 - 01:03

      Nochmal nachgeschaut: letztes Jahr waren es fast 800 000 (sorry, gruseliges Wort, aber ich zitiere) Lebendgeburten.

      (20) 12.08.19 - 07:06

      Hey

      Du hast vollkommen Recht 😊
      Die Sorge beginnt mit dem positiven Test und endet, wenn man selbst die Augen fĂŒr immer schließt. Das erzĂ€hlt meine Mama auch immer. Man lernt mit der Sorge zu leben aber Angst hat man trotzdem. Man darf sich davon aber nicht bestimmen lassen. Das muss man erstmal lernen 🙈

(21) 11.08.19 - 23:51

Hallo,
Mir geht es genauso. Meine kleine ist gerade mal gute 2 Wochen alt und seitdem quÀlt mich stÀndig diese Angst.
Deswegen bin ich auch noch wach, weil es heute Abend wieder schlimm ist.
Ich hoffe fĂŒr uns, dass das bald vorbei geht diese Angst ...oder zumindest weniger wird

  • (22) 12.08.19 - 07:09

    Herzlichen GlĂŒckwunsch erstmal 😊
    Es wird bestimmt irgendwann weniger aber die Sorge bleibt fĂŒr immer. Wir werden nur lernen mĂŒssen, damit umzugehen.

(23) 12.08.19 - 06:42

Geht mir genauso. Im Krankenhaus hatte mein kleiner die ersten 2 Tage immer mal wieder ein leichtes Husten hat sich angehört als ob er nach Luft ringt und ist dann ganz blau angelaufen im Gesicht. Zum GlĂŒck waren immer gleich die Schwestern da war dann auch zwischendrin zur Beobachtung weg, ich hatte so Angst das irgendwas passiert und ich ihn gleich wieder verliere. Zum
GlĂŒck ist seit dem nichts mehr gewesen aber trotzdem hab ich Angst. Habe fĂŒr in der Nacht die Angel care Sensor Matten unter Tags er er meistens bei mir oder meinem Mann da haben wir ihn immer im Blick. Habe schon immer schnell Angst gehabt jetzt habe ich noch mehr Angst da ich mir gar nicht vorstellen möchte das er nicht mehr da ist. Eine Arbeitskollegin hat ihrer Tochter ebenfalls mit ca 1 Jahr am Plötzlichen Kindstod verloren, da hat sie allerdings auch noch nicht in DE gelebt, man merkt das es sie belastet auch wenn sie versucht es sich nicht anmerken zu lassen.

  • (24) 12.08.19 - 07:14

    Das du da Angst hast, kann ich mir vorstellen!
    Meine kurze schlĂ€ft in meinem Bett direkt neben mir und meistens wandert sie durchs Bett 🙈 ich kann also direkt die Hand auflegen und ich bin mir ganz sicher, das ich wach werde, wenn etwas nicht stimmt.
    Diese matte wĂŒrde ich mir aber auch holen, wenn sie nicht bei uns im Bett schlafen wĂŒrde!
    Ich glaube, wenn man sein Kind verliert, bleibt man fĂŒr immer gebrochenđŸ˜Ș

(25) 12.08.19 - 06:47

Ich kenne das auch. 🙈 Meine ist schon zwei und noch heute gehe ich in ihr Zimmer und gucke, ob alles gut ist, wenn sie mal ungewöhnlich lange schlĂ€ft. 😅
Horrorgedanken, die mich eine Zeitlang begleitet haben, wenn ich mit ihr draußen unterwegs war und sie an meiner Hand lief: Was wenn jetzt ein VerrĂŒckter vorbeikommt und sie einfach wegnimmt und abhaut? 😂
Ich glaube, diese Ängste werden nie wieder aufhören, dafĂŒr sind wir eben Mamas.

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