Stillende arbeitende Mamas?

Hi zusammen,
Meine Tochter ist 7 Monate und wenn sie 8 Monate ist, geh ich wieder 25 Std. arbeiten. Während der Schwangerschaft hab ich mir keine Gedanken gemacht, ob das ein Problem wird, da mein Mann immer zu Hause ist wenn ich arbeiten gehe und ich es schön finde, wenn man sich kind und job gleichermaßen teilt. Nun ja, seid paar Wochen, hab ich extrem Bammel davor und bereue es so nicht das ganze erste Jahr Elternzeit genommen zu haben. Ich stille die Maus noch und möchte auch nicht zwanghaft aufhören, allerdings hat sie momentan eine schwierige Phase und stillen ist das einzige, das sie beruhigt und zum schlafen bringt wenn sonst nix hilft. Da sie auch viel nachts wach wird zur Zeit und ich eben auch nachts arbeiten werde, hab ich wirklich Angst, was ich mir, ihr und meinem Mann antue. Mein Mann hat im November Urlaub und da wird auf jeden Fall noch "geübt".
Wie ist es denn bei euch gelaufen? Wie war die Umstellung, dass Mama nicht mehr dauerhaft da war? Und seht ihr es als problematisch, wenn ich weiterhin stille aber sie sich bei meinem Mann dann anders arrangieren muss?

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Hi, ich habe auch "nur" sieben Monate Elternzeit genommen und mein Mann die restlichen sieben Monate.
Beste Entscheidung ever. Ich würde es jedes Mal wieder so machen.
Unser Sohn hat zu dem Zeitpunkt noch sehr wenig Beikost gegessen (wir haben BLW gemacht) und ich hatte auch Angst, dass das nicht klappt. Bei der Arbeit hatte ich eine Stillstunde, dort habe ich Milch abgepumpt und die hat mein Mann zuhause gegeben.
Mein Mann hat eine so wunderbare Verbindung zu unserem Sohn. Er weiß, wie man ihn beruhigt, er sieht, was er braucht, er kümmert sich super. Ich muss nie sagen "tu dies, tu das, das hast du vergessen". Im Gegensatz zu meinen Freundinnen hat unser Sohn sich auch immer vom Papa ins Bett bringen lassen, beruhigen lassen, er hat nie vor ihm gefremdelt.

Die Gefühle, die du hast, sind völlig normal und müssen auch sein. Als ich meinen ersten Arbeitstag hatte, habe ich Im Bett geweint wie ein Schlosshund. Der Satz "ein Kind braucht doch seine Mutter" kam mir in den Sinn. Ich habe an meiner Entscheidung gezweifelt und mich gefühlt wie die letzte Rabenmutter. Eine Stunde später saß ich im Auto auf der Autobahn, die Musik laut, der Kaffee warm, ich habe die Freiheit geschnuppert. Wie gesagt, für die Beziehung zwischen meinem Mann und unserem Kind war es das beste und ich stehe auch immer noch hinter meiner Entscheidung. Endlich mal andere Gesprächsthemen als Stuhlfarbe, Schlaf oder motorische Entwicklung 🤣

So richtig gegessen hat unser Sohn übrigens erst mit 8 Monaten. Da hat er dann aber Vollgas gegeben und wirklich alles gegessen 🤣

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Danke, das hört sich super an. Leider war ich die letzten Monate eher die "Hauptverantwortliche", weswegen es mir jetzt umso schwerer fällt, das alles abzugeben. Aber es bleibt eh nix anderes übrig als dass wir uns da alle drauf einlassen müssen.

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Die war ich in den ersten 7 Monaten auch. Ich habe mich um alles gekümmert, mein Mann ist zwischen 18 und 20 Uhr nach Hause gekommen. Gerade deswegen war es so gut, dass wir die Rollen getauscht haben, auch wenn es mir zu Beginn sehr schwer fiel.

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Ich habe auch nach 7 Monaten wieder gearbeitet und bis dato voll gestillt. Mein Mann war zuhause, er hat den Laden hier quasi geschmissen. Auch ich würde es bei einem zweiten Kind definitiv wieder so machen. Ich arbeite 30 Stunden, habe aber einen kurzen Arbeitsweg. Es hat wunderbar geklappt mit dem stillen.

Mein Mann ist richtig in der Elternzeit aufgegangen. Er hat eine tolle Beziehung zu unserem Zwerg und bekommt seine Entwicklung mit, was ich persönlich so wichtig finde. Er ist halt kein Wochenendpapa, sondern ein Vollzeitpapa.

Stille auf jeden Fall weiter. Wenn du nicht da bist, wird sich deine kleine bei deinem Papa etwas anderes "angewöhnen", er wird sie anders beruhigen können. Mach dir nicht so viele Sorgen, auch wenn es schwer fällt. Das wird super werden!

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Ja das hoffe ich. Ich dachte immer als naive schwangere, mit 6 Monaten wird ja abgestillt, also alles kein Problem. Ich möchte aber auf keinen Fall abstillen, wenn meine Tochter es noch braucht. Ich hoff nur, dass es auch ohne meine brüste läuft 🙈

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Genau das gleiche habe ich auch gedacht 🤣 "mit 6 Monaten stillen ich ab, irgendwann ist ja auch mal gut" - unser Zwerg ist jetzt 13 Monate und ich stille immer noch recht viel. Morgens, nachmittags, abends, nachts... Ich liebe es 🙃 und ja, es wird auch ohne deine Brüste laufen, keine angst. Dein Mann wird irgendwann ein Profi mit eurer Tochter sein und kann dir Tipps und Tricks geben 😊

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Hallo,

Ich kann dazu leider noch nicht viel sagen, aber ich bin ab Februar in der selben Situation 😅 mein Sohn wird da zwar schon 11 Monate alt sein und in 3 Monaten passiert sicher noch einiges, aber ich bin auch am überlegen wie ich das mache. Er isst zwar gut mit aber ich stille doch noch relativ viel, besonders zum Einschlafen braucht er die Brust. Ich versuche jetzt das Stillen vormittags wirklich nur auf das Einschlafen zu reduzieren, aber das ist zum Teil gar nicht so leicht... Besonders wenn er Tage hat an denen er nicht so gut isst 🙄 momentan ist er auch so auf meine Brüste fixiert, ich muss nur neben ihm sitzen und er stürzt sich quasi schon drauf 😂
Ich habe vor trotzdem dann noch morgens, bevor ich zur Arbeit gehe, nachmittags und nachts zu stillen - jedenfalls ist so der Plan und ich möchte auch noch nicht abstillen. Wir werden es dann so machen dass er vormittags Pre bekommt wenn er ohne Milch nicht kann. Ich könnte zwar Abpumpen aber das ist mir auf Dauer zu aufwendig und auf der Arbeit will ich das auch nicht...
Bin jedenfalls gespannt wie es klappt. Noch bin ich entspannt, aber das wird bestimmt nicht so bleiben 🙈

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Vor 3 Monaten war ich auch noch entspannt,. v. A. Da sie so pflegeleicht ist/ war, auch was das schlafen angeht. Sie isst auch gut und mein Plan ist auch, dass sie pre bekommt wenn ich nicht da bin. Abpumpen hab ich keine lust. Mir bereitet hauptsächlich Sorge, dass das stillen als Nähe, Beruhigung, einschlafhilfe wegfällt gerade nachts, wo es momentan sehr gebraucht wird.

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Ja, das glaube ich dir. Mein Sohn holt sich nachts auch immer viel Nähe wenn er sie braucht. Wenn ihr ja jetzt den Monat noch etwas üben könnt, ist das doch schon mal gut. Dann kann dein Mann ja schon mal die ein oder andere Nachtschicht übernehmen und dann kommt es vielleicht nicht so plötzlich. Ich bin auch noch am überlegen ob meine Schwiegermutter ihn mal zum Mittagsschlaf hinlegen soll zur Übung 🤔 sie wird ihn bis zur Kita Eingewöhnung betreuen. Auf der anderen Seite denke (hoffe) ich dass es schon klappen wird, ist ja schließlich "nur" der Mittagsschlaf.
Ich wette, wir machen uns vorab so viele Gedanken für nichts und unsere Mäuse schaffen dass dann mit links 😂🤞🏻

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Ich hab nach 6 Monaten wieder angefangen zu arbeiten. 2 Tage pro Woche, dafür aber lange. Ich hab sie morgens um 7 bei meiner Mama abgegeben und war gegen 18 Uhr wieder da. Ich habe sie vorher zu Hause gestillt. Dann gab es zwischen 9 und 10 eine Flasche pre. Mittags Brei und zum einschlafen eine Flasche pre. Nachmittags hat sie dann Brei gegessen und Abends hab ich dann wieder gestillt.

Sie hat aber relativ schnell dann die Flaschen abgeschafft und mehr gegessen. Ohne Flasche Mittagsschlaf ging mit 10 Monaten.

Bei mir musste sie zu dem Zeitpunkt noch in den Schlaf gestillt werden.
Sie hat auch mit etwas über einem Jahr bei meinen Eltern geschlafen. Obwohl ich noch gestillt habe. Insgesamt 1,5 Jahre und sie hat sich selbst abgestillt.

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Hört sich unproblematisch an :)) stillen werde ich auf jeden Fall weiter, nur ist die Flasche und der Schnuller kein Ersatz für sie. Also sie trinkt aus der Flasche wenn sie Durst hat aber zum einschlafnuckeln geht nicht

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Auch nicht bei deinem Mann? Hier hat es anfangs bei Papa und Oma ganz gut geklappt.

Aber wird schon einen Weg finden.

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Hallo,

in Bezug auf das Stillen würde ich mich mal entspannen:
Ich habe zwar immer nur 12 Stunden gearbeitet, aber auch abends.

Die große Tochter wurde ab dem Ende des Mutterschutzes einmal pro Woche von meiner Mutter ins Bett gebracht. Sie hatte (und hat) generell extreme Einschlafschwierigkeiten, vielleicht auch durch unser "Durcheinander", wann sie von wem ins Bett gebracht wurde, aber das Stillen war nie ein Problem. Einmal pro Woche fiel das eben aus. Anfangs bekam sie abgepumpte Milch, dann hat sie die eine Zeitlang verweigert und immer nur ein paar Schlucke getrunken, später gab es Butterbrot-Stückchen.

Die Kleine war 8 Monate alt, als sie zum ersten Mal ohne mich ins Bett ging. Meine Mutter erzählt, sie saß im Bett, hielt sich die Hand an die Kehle und sagte "Mau-au-au". Meine Mutter fragte besorgt "oje, hast du Halsschmerzen?" Die große Schwester (2!), lachte und sagte: "nein, so macht sie, wenn sie stillen will!" Darauf sagte meine Mutter:"aber ich hab ja gar keine Milch!" Da legte sich die kleine ins Bett und schlief
ein... ;-)

LG!

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Hallo :) du kannst doch deine Elternzeit ganz easy verlängern, wenn du es bereust, ich glaube 7 Wochen vorher. Wäre das nicht eine Option ?

Liebe Grüße

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Nein das ist leider keine Option, da ich das elterngeld schon anders verplant habe und ich nicht ohne Einkommen sein will. Beim nächsten Kind werd ich aber von Anfang an mehr elternzeit nehmen.

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Naja „ganz easy“ ist falsch! Sie hat sich auf die ersten 2 Jahre festgelegt und einer Verlängerung muss der AG zustimmen.

Nach diesen 2 Jahren kann sie wieder Elternzeit mit 7 Wochen Vorlaufzeit einreichen. Ab dem 3. Geburtstag verlängert sich die Frist auf 13 Wochen

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Ich arbeite und stille :)
Ich arbeite 25 Stunden die Woche und meiner ist knapp 14 Monate jetzt.
Jetzt wird eh nicht mehr so viel gestillt wie zu Beginn und wenn er doch mal ne Milch bei der Tagesmutter möchte kriegt er eine pre. Und die ersten Wochen hatte ich auf der Arbeit meine Pumpe dabei falls die Möps es net aushalten, musste sie aber nie benutzen ;)

Lg