Sie folg(t)en dem Stern

Die Heiligen Drei Könige

Sie sind fester Bestandteil jeder Weihnachtskrippe, im Brauchtum rund um die Weihnachtszeit spielen sie hierzulande allerdings eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch machen sich in ihrem Namen zu Jahresbeginn rund 500.000 Kinder und Jugendliche auf den Weg, um anderen Kindern zu helfen.

Autor: Julia Rückert
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Heilige Drei Koenige Kirche
Foto: © Kindermissionswerk/ Annette Zoepf

Kinder helfen Kindern

Nach Neujahr ist es wieder so weit: Zahlreiche, als Heilige Drei Könige verkleidete Sternsinger ziehen unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ durch ihre Gemeinden, um Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt zu sammeln und das jeweilige Haus zu segnen. An die Haustür schreiben sie dann Weihrauch schwenkend die neue Jahreszahl und die drei rätselhaften Buchstaben „C+M+B“. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die Anfangsbuchstaben der im Volksglauben überlieferten Vornamen der Könige – Caspar, Melchior und Balthasar-, sondern um eine Abkürzung des Segensspruchs „Christus mansionem benedicat (= Christus segne dieses Haus)“.

Sterndeuter aus dem Osten

Wie die Heiligen Drei Könige wirklich hießen, wissen wir heute nicht mehr. Und auch nicht, ob es wirklich Könige waren, die das kleine Jesuskindlein in der Krippe zu Bethlehem aufsuchten. Die frühesten Zeugnisse mit Berichten über die drei Weisen sind das Matthäus-Evangelium und das außerbiblische Protoevangelium des Jakobus. Sie erwähnen lediglich Sterndeuter, die zur Zeit der Geburt Jesu aus dem Osten nach Jerusalem kamen und dort nach dem neugeborenen König der Juden fragten. Auch von deren genauer Anzahl ist dort nicht die Rede. So wurde die Zahl „drei“ in späterer Zeit vermutlich von der Anzahl der Geschenke –Gold, Weihrauch und Myrrhe- abgeleitet.

Die Bibel berichtet über den spannenden Verlauf der weiteren Geschichte, denn als der in Jerusalem herrschende König Herodes die Kunde von einem neugeborenen König  hört, fürchtet er um seine Macht und lässt die Reisenden aus dem Osten zu sich rufen um sie auszuhorchen. Die Sterndeuter ahnen nichts von seinen bösen Absichten, geben ihm bereitwillig Auskunft und versprechen, ihn über den Aufenthaltsort des neugeborenen Kindes zu informieren. Mit Hilfe des Sterns finden die Könige schließlich das Jesuskind in Bethlehem und überreichen ihre wertvollen Gaben. Auf ihrem Rückweg werden sie allerdings durch einen Engel vor König Herodes gewarnt und kehren über einen Umweg in ihre Heimat zurück.

Inzwischen ist der 6. Januar als Festtag der Heiligen Drei Könige in Deutschland nur noch in drei Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Welche Bedeutung die drei Magier allerdings früher für die Gläubigen hatten, zeigt allein schon die Aufbewahrung ihrer Gebeine in einem prunkvollen goldenen Schrein im Kölner Dom. Handelt es sich bei ihnen doch der Legende nach um die einzigen Überreste von Menschen, die das Jesuskind kurz nach seiner Geburt leibhaftig erblickten.

Weblinks

Kinderbücher zum Thema

  • Sebastian Tonner - Johanna Ignjatovic, Sie haben den Stern gesehen, ISBN: 9783780627445, 2, 50 EUR, Verlag Ernst Kaufmann, ab 2 Jahren.
  • Jutta Langreuter, Drei Engel und die erste Weihnacht, Coppenrath-Verlag, ISBN: 978-3-8157-9673-3, 12,95 EUR, ab 3 Jahren.
  • Maura und Wasyl Bagdaschwil, Die Geschichte von den Heiligen Drei Königen, Coppenrath-Verlag, ISBN: 978-3-8157-3866-5, 12,95 EUR, 3-6 Jahre.
  • Peter Spangenberg, Ibrahim und der Stern der Weisen, Schwabenverlag, ISBN: 978-3-7966-1399-9, 12,90 EUR, ab 6 Jahren.
  • Luther/Goethe/Heine/Brecht, Die heiligen drei Könige, leiv Leipziger Kinderbuchverlag, ISBN: 978-3-89603-306-2, 12,90 EUR, ab 9 Jahren.


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