Ich bin am Ende

Ich bin 26 schwanger und habe ein Kind (3jahre)

Meine Mutter und ich haben eine sehr schlimme Zeit . Ich wurde als Kind von ihr geschlagen gedemütigt es war schlimm und ich komme davon nicht weg .

Sie ist ein Narzisst schrecklich ich kann nicht mit ihr und nicht ohne ihr .
Als meine Tochter 1,5 Jahre alt war hat sie ihren neuen Freund kennen gelernt . Sie hat nur noch ihn seit 2 Jahren im Kopf wir sind egal .
Als wir corona hatten und den rs Virus ich bat sie um Hilfe sie wohnt sehr nah sagte sie immer nein .

Das ganze machte mich soooo fertig ich hasste sie und find eine Therapie an .
Sie rief mich täglich an ich merkte die Therapie hilft aber ich kann nicht mit ihr soe macht mich fertig …


Ich brach den Kontakt ab und kam nach 6 Monate heulend zurück zu ihr angekrochen.
Ich liebe sie und hasse sie . Oder besser gesagt ich will gerne eine Mama haben , ich will das sie mich liebt und für mich da ist das wird sie leider nie


Seit Wochen merkte ich wie sehr ich wieder ein Hass habe das die Therapie kein Sinn macht weil sie da ist .
Heute ist es eskaliert ich habe ihr gesagt was mich stört sie sagte sie will mit mir nie wieder was zutun haben und legte auf.

Es fühlte sie befreiend an und gleichzeitig habe ich so eine Trauer und Schuldgefühle.
Nächste Woche hat meine Tochter Geburtstag wir erklär ich ihr das ? Word sie traurig sein ? Bin ich eine schlechte Mama ?
Meine Mutter interessiert sich nicht für sie wenn sie mit mir nichts zutun hat will sie meine Tochter auch nicht .

Ich leide und bin erleichtert zu gleich als wäre ein Rucksack gefallen .

Und gleichzeitig will ich mich bei ihr entschuldigen ich bin so am Ende .
Tut mir sehr leid für den langen text ich bin einfach am Ende mit der Kraft und der Welt

1

Du Liebe, fühl dich mal richtig fest umarmt. Kein Mensch hat eine solche Mutter verdient!

Ich glaube, eigtl hast du das Problem gut erfasst: du wünschst dir eine Mutter, eine Liebende, fürsorgliche und hilfsbereite Mutter. Das Problem: DEINE Mutter wird das nie, nie, niemals sein! Das musst du dir dringend klar machen.

Also wünschst du dir letztlich nicht den Kontakt zu DEINER Mutter, sondern zu einer Mutter, die aber eigentlich gar nicht existiert.

Du beschützt deine Tochter vor einer unguten und narzisstischen, egoistischen Person. Das macht dich zu einer sehr, sehr guten Mutter!

Erkläre deiner Tochter kindgerecht, dass ihr keinen Kontakt mehr zu Oma haben werdet. Das ist aber gar nichts schlimmes.

Deine Tochter wird sie auf lange Sicht nicht vermissen, denn sie wäre ja eh nicht DIE oma, die sie verdient hätte, da sie eure Erwartungen ja eh nicht erfüllen würde.

Du gehst den richtigen Weg. Geh ihn bitte weiter, nur so findet ihr Frieden in eurer kleinen Familie :)

Alles Gute dir!

2

Ich habe ähnliches durch. Wenn du magst, kannst du mich gern anschreiben.

Der Kontaktabbruch wird aber, leider, der einzige Weg sein, den Schmerz irgendwann hinter sich zu lassen

3

Es ist unglaublich traurig, aber es gibt viele Menschen die können ihren Kindern nicht die Art Liebe geben, die sie verdienen. Und daran liegt es eben du VERDIENST es geliebt zu werden, es scheint mir von deinem Text her das du kein schlechter Mensch bist #klee du hast nichts schlimmes getan, Kinder und Jugendsünden evtl. Aber wer eine reine Weste an hat möge sich melden.

Ich rate dir ganz ganz dringend die Therapie weiter fortzuführen. Ohne Kontakt zu deiner Mutter. Sei du eine gute Mutter, so wie du sie gerne hättest. Mehr kannst du nicht tun. Dein Kind wird es weiter geben, es genießen eine liebevolle Mutter zu haben und deine Veränderung wird Früchte tragen, du bist die Kehrwendung.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und viel viel Kraft, starke Nerven und viel Geduld. Das wird ein harter Weg und ein endloser Kampf gegen diese große Enttäuschung im Leben aber du kannst es besser machen #herzlich

4

Du sehnst dich nach einer Mutter. Und musst oder darfst (!!!) immer wieder erkennen, dass deine biologische Mutter dieses Bedürfnis nicht erfüllen kann.

Ich kenn das. Und auch mein Rat an dich: brich den Kontakt ab. Mach die Therapie weiter. Lass dir helfen, dein Bedürfnis nach Mutterliebe irgendwie anders zu stillen. Sei DU die Mutter für deine Kinder, die du so schmerzlich vermisst. Du musst dich selber, dein Inneres Kind, heilen. Dafür brauchst du die Therapie.

Deine Mutter war nie eine Mama, ist es nicht und wird es nie sein.
Gibt es einen anderen Menschen, der zumindest annähernd so für dich da ist, wie es eine Mutter sein sollte?

5

Diese ambivalenten Gefühle kenne ich auch.
Ich halte aber durch, der Kontaktabbruch ist hart aber ich fühle, dass es mir insgesamt besser geht. Man muss loslassen, das Ideal von der Mutter die man so nie hatte.

Meine Mutter hat mich auch geschlagen, aber die emotionale vernachlässigung und insbesondere die emotionale Erpressung machen mir bis ins Erwachsenenalter zu schaffen.

Vor der totalen Kontaktabbruch bat ich um Kontaktpause, mit hinweis auf eine depressive episode. Der Kontakt wurde seit der Geburt meines Kindes plötzlich extrem viel und ich merkte, dass es mir nicht gut tut und ich durchatmen muss. (Ich hatte zwischenzeitlich extreme Tiefs mit suizidalen Gedanken, es war furchtbar. Meine Mutter weiß, dass ich bereits mehrfach wegen Depressionen in Therapie war, ich habe mich bereits als Grundschulkind selbst verletzt usw.)

Erst wurde es akzeptiert, dann kippte es, mal blockte sie mich, dann wurde ich Beschimpft, bedroht und immer wieder die emotionale Erpressung. Nie fragt sie danach ob es mir gut geht, es geht immer nur darum, dass ich weiß, dass sie sich schlecht fuhlt und zB Medikamente nimmt, weil ich keinen Kontakt will. So will sie über mein schlechtes Gewissen wieder Kontakt erreichen. Ich fühle mich danach immer furchtbar, meine Mutter drückte immer den Knopf "schlimme Kindheit gehabt" und ich als Kind wollte sie dann immer glücklich machen. Ich habe nach jedem Kontaktversuch ihrerseits wochenlang Albträume.

Ich habe sie fast überall geblockt, sie kommt aber trotzdem immer irgendwie an eine alte E-Mail o.ä. Ich kann dann leider nicht wiederstehen und lese die Mail - ein Fehler. Immer.

Ich warte regelrecht darauf, dass sie sich was antut und in ihrem Abschiedsbrief mir die Schuld gibt. Ihre Mutter liebte sie nicht, also war es natürlich meine Aufgabe ihr das zu geben, was sie braucht. Das ist wohl der einzige Grund warum ich geboren wurde. Ich kann nur solange das machen, was ich will, solange ich ohre Bedürfnisse befriediege und sie soch einreden kann eine tolle Mutter-Tochter-Bindung zu haben.

Die Beziehung war immer total gestört. Mal war ich das tollste Kind und dann das schlimmste, was man sich nur vorstellen konnte. Es war absolut verwirrend.

Ich dachte auch immer dass die "glückliche Kindheit" eine Phrase ist, denn ich war schon immer ein melancholisches Kind, die welt wirkte immer bedrohlich, seit ich denken kann. Viele Erinnerungen habe ich aber nicht, viele ist weg.

Wenn deine Mutter Narzisstin ist, würde ich eine Traumatherapie versuchen. Sehr gut möglich, dass der aktuelle therapeutische Ansatz nicht greift. Stichwort: Komplexe ptsd, lass das mal überprufen.
Am besten einen Traumatherapeuten suchen, der darauf spezialisiert ist. Wenn du Englisch kannst, es gibt viele videos von Psychotherapeut zum Thema "narcissistic abuse". Das hat mir viel geholfen. Es gibt aber auch in Deutschland Selbsthilfegruppe, vielleicht hilft es dir, neben einer Traumatherapie, wenn andere Betroffene dir dem Rücken stärken.

6

Das tut mir sehr leid was du erlebt hast.
Vieles ist bei mir sehr sehr ähnlich außer das sie gar nicht versucht mit mir in Kontakt zu kommen . Ich bin ja die böse ich muss mich entschuldigen.
Ich habe eine komplexe PTBS habe die Diagnose länger.

Ich hoffe dieses Mal halte ich durch ..
Das mit den Albträumen kenne ich deswegen bin auch gerade wach ..

7

Hey,

ich erkenne mich und meine Mutter wieder. Auch ich musste innerhalb einer Therapie erkennen, dass die unzähligen Fehler, die sie mir immer vorwarf, gar nicht bei mir lagen. Nach der Therapie habe ich den Kontakt abgebrochen und die Zeit hat vieles nach und nach einfacher gemacht. Als ich schwanger wurde, suchte sie Kontakt. Als ich 3 Monate nach Geburt merkte, dass sie sich einfach nicht ändern wird und sie auch bei meinem Kind nicht Halt macht, habe ich den Kontakt endgültig abgebrochen. Das ist nun genau 3 Jahre her und ich vermisse sie nicht mehr. Ich habe einfach erkannt, dass sie nie die Mutter für mich sein wird, die ich mir wünsche.

Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter ebenfalls eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Sie hatte einen langen Leidensweg und keine einfach Kindheit. Ich weiß also, warum sie so ist. Trotzdem muss ich mich und meine Kinder schützen. Meine Tür steht ihr immer offen, sobald sie sich in Therapie begibt.

9

Hey, mir geht es da genauso wie dir. Allerdings habe ich es geschafft mich von diesem giftigen Verhältnis zu befreien. Meine Mutter ist Narzisst und Alkoholikerin. Sie hat nur sich und ihre Probleme im Sinn. Ich wollte nach einigen Vorfällen nicht mehr. Habe auch immer mal schwache Momente, aber was ich erlebt habe möchte ich meinem Kind mit ihr nicht antun. Mal böse mal liebe Oma, dass verstehen Kinder doch nicht. Mir geht es insgesamt viel besser, kein emotionales Drama mehr. 😊 ich wünsche dir Kraft den richtigen Weg zu finden. Lieben Gruß

8

Fühl dich ganz doll gedrückt.
Ehrlich gesagt kommen mir da bald die Tränen..
Unsere Tochter ist 2,5 Jahre und sie fragt auch ständig nach ihrer Oma bzw Oma und Opa.. wir sitzen aktuell in Quarantäne und die Oma die sie am liebsten hat ist meine Mutter nur wohnt die 200km entfernt.
Ich weiß nicht wie deine Tochter zu deiner Mutter steht, aber in diesem Fall hoffe ich sehr, das sie sie nicht sooo lieb hat.
Und nein du bist keine schlechte Mutter!
Du liebst deine Tochter doch, und zeigst es ihr, oder nicht?
Du verbringst Zeit mit ihr, und gibst ihr das Gefühl willkommen zu sein.
Es ist wirklich so.. Kinder erinnern sich nicht an die Dinge die ihre Eltern ihnen geschenkt haben, sondern an die Zeit die sie mit ihnen verbracht haben.

Versuche dich wirklich von ihr fern zu halten.
Du merkst selbst das sie dir nicht gut tut. Du musst in erster Linie an dich und deine Tochter denken.
Es bringt dir nichts wenn du zwar eine Mutter hast aber sie dich völlig fertig macht so das du am Ende auch nicht mehr richtig für deine kleine da sein kannst.