Organisation Familienleben - unregelmäßige bzw. flexible Arbeitszeiten

Ich brauche mal wieder ein paar Denkanstöße aus diesem Forum, da die Situation mit meinem Mann völlig zerfahren ist. Wir streiten sehr oft, weil er denkt, ich arbeite zu viel. Ich versuche es kurz zu halten und hoffe auf ein paar Meinungen oder Erfahrungen. Danke im Voraus!

(Es ist ein sehr langer Text geworden. Vielleicht kämpft sich trotzdem jemand bis ans Ende.)

Ich bin von Beruf Lehrerin, Vollzeit beschäftigt und durchschnittlich bis sehr engagiert im Job. Mein Tagesablauf sieht so aus, dass ich ca. 7 Stunden täglich in der Schule bin. An 1-2 Tagen auch etwas kürzer, wenn ich Termine habe nachmittags. Ich hole also gegen 15 Uhr die Kinder (2 und 5) ab und bin bis ca. 20 Uhr nur Mutter & Hausfrau, d.h. wir gehen zu Spieldates, zum Sport, auf den Spielplatz, sind einfach zu Hause, ich mache den Haushalt, bereite das Abendessen vor und ab hier ist dann auch mein Mann dabei. Ab ca. 17.30 Uhr ist er zu Hause und macht hier und da ein bisschen mit, bis die Kinder schlafen gehen.
Dann beginnt für mich nochmal die Arbeit, denn ich werde ja Vollzeit bezahlt, also muss ich theoretisch noch 1-2 Stunden arbeiten. Manchmal aber auch noch 4-5 Stunden, dafür ein andermal gar nicht. Das versteht mein Mann schon nicht. Er schimpft immer, wenn ich bis tief in die Nacht arbeite und versteht einfach nicht, dass das a) notwendig ist und b) mir einfach wichtig ist, meinen Job richtig und gut zu machen. Ich habe einfach auch gewisse Ansprüche an mich selbst.
Dazu kommen verschiedene Nachmittagsveranstaltungen in der Schule (Feste, Dienstberatungen, Elterngespräche), was aber im Schnitt nicht häufiger (eher seltener) als einen Tag in der Woche vorkommt. Das "verrechne" ich dann mit Ferientagen, an denen ich nicht arbeiten muss oder nur Telefondienst habe. Dann muss er halt nachmittags mal die Kinder nehmen, manchmal kommt auch Oma.
Nun war ich vor einiger Zeit "Kind krank" zu Hause, habe aber trotzdem nebenbei etwas gearbeitet (Kind war nicht fiebrig und durfte mal fernsehen in der Zeit), z.B. die Vertretungsstunden vorbereitet oder Elterngespräche per Telefon geführt. Als ich jetzt wegen Corona selbst 14 Tage in Quarantäne musste, habe ich ebenfalls weitergearbeitet, was eben ging. Klar könnte ich sagen, ich lasse die Kollegen irgendwas vertreten aber die leidtragenden wären die Kinder. Viel Aufregung gab es auch wegen Corona- Fällen in meiner Klasse. Die Eltern wenden sich natürlich mit Fragen an mich und da muss ich eben auch mal nachmittags spontan noch ein Gespräch führen oder eine E-Mail schreiben. Das ist aber nur jetzt gerade so akut und kommt sonst nicht vor bzw. sonst nur mit Terminabsprache.
Alles in allem arbeite ich sicher nicht mehr als 40h pro Woche. Nur eben nicht am Stück und geregelt wie mein Mann. Ich muss meine Arbeit täglich "unterbrechen", um nachmittags unsere Kinder und den Haushalt zu versorgen. Das ist gut und richtig so. Aber die fehlende Zeit muss ich dann eben abends noch dranhängen. Und da ich mit kleinen Kindern arbeite, gelingt es mir auch nicht, wenn ich im Job mal fehle, einfach "abzuschalten", sondern ich will dann trotzdem für meine Schulkinder da sein bzw. wenigstens alles gut vorbereiten, damit die Kollegen nicht im Dunkeln stehen. Dann hat mein Mann eben die Kinder mal ein paar Minuten allein, genauso wie ich JEDEN Nachmittag, während er in Ruhe fertig arbeitet.

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Hallo,

Ich verstehe den Konflikt ehrlich gesagt nicht. Du musst arbeiten aber kümmerst dich um die Kinder damit sie versorgt sind. Abends holst du dann nach was noch fehlt. Dein Mann hat den "Luxus" am Stück durchzuarbeiten weil du da bist um die Kinder abzuholen etc und beschwert sich dann noch, wenn du nachts fertig arbeiten musst weil du ihn nachmittags den Rücken freigehalten hast?
Bei uns läuft es ähnlich, nur beschwert sich mein Mann nicht und übernimmt die Kinder und seinen Teil des Haushalts wenn er heimkommt, damit ich nicht so oft bis spät in die Nacht am Schreibtisch sitze.... Ich glaube, ihr müsst euch noch einmal zusammensetzen und ergründen, was genau das Problem ist. Fühlt sich dein Mann zurückgesetzt? Einsam? Nimmt er deinen Job nicht ernst? Dass du arbeitest an sich kann ja nicht das Problem sein, denn daran ist ja nichts verwerflich. Ich wäre an deiner Stelle ganz schön sauer um ehrlich zu sein.

LG :)

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Wenn du ca 40 Stunden pro Woche arbeitest, arbeitest du doch eher zu wenig als zuviel? Zumindest, wenn du Vollzeit bezahlt wirst.

Vielleicht solltet ihr euch einfach mal zusammensetzen und euren Tagesablauf aufschreiben. Dann sieht dein Mann, wieviele Stunden du arbeitest / arbeiten müsstest. Und dann kannst du doch sehr klar erläutern, wo dir die Stunden fehlen und wann du sie brauchst (abends / am WE / immer nach Klausuren)

Vieles davon kann man planen und er weiß vorher Bescheid.

Wenn ihr seht, dass das zu viele Stunden werden, muss eben Arbeit reduziert werden.
Vielleicht arbeiten dann eben beide 5 Stunden weniger, um den Tagesablauf zu stemmen.

Vg Isa

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40 Stunden sind doch Vollzeit, oder?

Ich bin keine Lehrerin, bei uns sind aber 37,5 Stunden bereits Vollzeit und bei einer befreundeten Lehrerin sogar auch 😅

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Nein, 40 h sind bei Lehrern keine Vollzeit.

Nach dem Hamburger Arbeitszeitmodell sind es ca 43 h, da damit die Ferien „verrechnet“ werden.

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Bei uns ist es umgekehrt, ich habe die geregelten Arbeitszeiten (und wenn ich Feierabend habe dann ist halt auch Schluß), mein Mann den unplanbaren Job und auch er ist im Beruf sehr engagiert....was wiederum nur eine nette Umschreibung für einen Workoholic mit perfektionistischen Zügen ist.
Ich sehe, begreife und verstehe das es zu seinem Job gehört, trotzdem schwebt über allem diese unplanbaren Nebenschauplätze/ Schattenseiten seines Berufes. Und das betrifft nicht nur das Familienleben, nein es betrifft auch mich alleine, denn es hat auch für mich Konsequenzen. Als unser Kind noch kleiner war gab es deswegen viel Streit, wobei hier der Fokus nicht auf der Notwendigkeit, sondern auf seinen eigenen Ansprüchen an den Job lag.

Ja, es hatte hier immer den faden Beigeschmack, das zwar seine Arbeit super erledigt, aber leider auf unsere Kosten. Sei es in der Freizeit, sei es bei der Betreuung. Diese Selbstverständlichkeit, mit der er seine Arbeit über alles andere gestellt hatte, die war echt zum ******* und wir hatten keine Oma oder Babysitter als Notlösung.

Meine Freundin ist auch Lehrerin, nicht in Vollzeit, aber ohne Partner.... machst du dir selber was vor? Denn es ist in der Realität doch wesentlich mehr als "dann hat der Mann eben die Kinder mal ein paar Minuten alleine". Wie auch immer, ich hatte irgendwann von seiner beruflichen Selbstverständlichkeit die Schnute gestrichen voll. Ich habe mich einen Monat lang hingesetzt und detailiert aufgelistet (inkl. der Folgen für mich oder das Kind), was für ihn "nur mal kurz noch was für die Arbeit machen" (zusätzlich zum normalen Arbeitstag) eigentlich wirklich bedeutete. Ihm ist die Kinnlade runtergefallen...bis zu dem Zeitpunkt war es ihm schlichtweg nicht klar, was er da eigentlich veranstaltet und wieviel Zeit dabei wirklich drauf ging.
Dann ging es auf Lösungssuche, schlußendlich wurde es eine total paradoxe Entscheidung, die für mich (und auch für das Kind) aber endlich etwas Ruhe und Beständigkeit in den Alltag brachte. Er hat nicht reduziert, er hat den AG gewechselt, steigt die Karriereleiter noch höher und ist nur noch am Wochenende zu Hause, dafür dann auch wirklich nur für die Familie da. Und so widersprüchlich es auch klingt, es hat unsere Ehe gerettet.

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Ich würde nicht sagen, dass ich meine Arbeit über alles stelle. Nachmittagstermine spreche ich auch immer erst ab, bevor ich sie vereinbare bzw. kündige sie Wochen im Voraus an. Nachmittags bin ich fast ausschließlich für die Familie da, Corona-Ausnahmen bestätigen die Regel... Klar, die Zeit für Paarzeit abends fehlt oft. Aber da könnte ich auch sagen, wenn er mal nachmittags etwas beisteuern würde, hätte ich dann auch abends frei. Aber das will er nicht, er muss ja erst fertig arbeiten... Dabei hätte er locker die Möglichkeit mal eher anzufangen und schon kurz nach 15 Uhr fertig zu sein... Geht natürlich nicht, wenn man bis 8 Uhr schläft und noch in Ruhe frühstückt, während ich schon 1,5h Stunden unterwegs bin...

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Dann sag ihm doch mal, dass er früher aufstehen soll. Dann kannst du nachmittags früher anfangen und er hat die Kinder in dieser Zeit.
Hab ich das richtig verstanden, dass du bereits 1,5 h aus dem Haus bist, bis dein Mann überhaupt mal aufsteht? Das wäre dann eine total einfache Lösung des Problems. Dann wärst du vielleicht auch nicht mehr so gestresst:-)

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Was mir nicht ganz klar ist - was genau stört deinen Mann jetzt?

- dass er die Kinder mal alleine betreuen muss?

- dass ihr abends keine Paarzeit habt?

- dass du einfach „Zuviel“ arbeitest, aus Prinzip?

Wenn es ihm um fehlende Paarzeit geht, kann ich seinen Ärger verstehen. Dann würde ich 2 Abende die Woche vereinbaren, an denen du abends wirklich nicht mehr arbeitest und auch Mails mal nicht beantwortet werden. Ich finde das legitim.

Wenn er sich beschwert, weil er mal die Kinder betreuen muss oder aus Prinzip, dann wärs mir „egal“. Es ist halt dein Job und fertig!

Ich würde mir mal an deiner Stelle für 1-2 Wochen wirklich die Stunden, die du arbeitest, aufschreiben. Damit du mal siehst, wieviele Stunden du realistisch arbeitest.

Musst du wirklich so oft Vertretungsstunden vorbereiten? Hast du noch keinen „Fundus“? Vllt kannst du dein Pensum diesbezüglich etwas straffen.

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Ich habe ihm meine Stunden schon schriftlich dargelegt. Es sind mal 60h, mal 40h aber manchmal auch nur 30h oder in den Ferien nur 10h... Das gleicht sich bestens aus.
Ja, er bemängelt fehlende Paarzeit und das ich so gestresst und unzufrieden wäre. Das resultiert aber eher daraus, dass ich ja nachmittags alles allein wuppe und deshalb abends nochmal ran muss und quasi kaum Freizeit habe.
Natürlich habe ich einen Fundus. Aber ich arbeite nicht mit Maschinen und muss das immer neu überdenken und zusammenstellen, erneuern und differenzieren. Dazu kommt die Nacharbeit (kontrollieren), die ja auch trotzdem jedes mal anfällt...

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Das Problem ist gelöst, wenn dein Mann nach seinem Feierabend die Kinder betreut und du deine Arbeit zu Ende machen kannst. Dann habt ihr beide früher Feierabend.
Du schreibst er hilft ein bisschen mit.
Damit ist niemanden geholfen. Eine Familie funktioniert als Team.
Das scheint dein Mann nicht begriffen zu haben und beschwert sich lieber, anstatt dir den Rücken frei zu halten, wenn er heim kommt.
Bei uns ist es umgekehrt. Ich habe feste Dienstpläne, mein Mann ist der Flexible.
Oma oder dergleichen gibt es nicht.
Dein Mann macht es sich einfach finde ich. Also würde ich ihm schon klar machen, dass du nicht bis spät nachts arbeiten müsstest, wenn er mehr Engagement entgegen bringen würde.
Der soll nicht reden, sondern machen und kann sich gerne eine Scheibe von dir abschneiden.

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Guten Morgen,

da hilft nur zusammensetzen und feste Zeiten und Aufgaben zu verteilen und einen Plan zu erstellen.
Legt fest, wer welche Aufgaben wann erledigt, wann ihr Paarzeit habt, wann ihr was mit den Kindern gemeinsam unternehmt und wann jeder von euch auch mal Zeit für sich hat.

Die Arbeitszeiten in dem Beruf sind recht flexibel, aber gerade das macht das Familienleben durchaus schwer und aus dem Grund müssen die Tage genauer geplant werden als in beruhen mit festgelegten Arbeitszeiten.

Ich arbeite auch in diesem Job, allerdings Teilzeit. Bei mir standen die Arbeitszeiten in keiner Relation zu meiner Stundenzahl mehr, so dass ich seit drei Wochen meine Arbeit zuhause am Schreibtisch konsequent umgeplant habe. Was mir und meiner Gesundheit sehr gut tut, wobei mein jüngstes Kind schon 11 ist und dementsprechend fällt die „Dauerbespaßung“ weg.

Lange Rede kurzer Sinn, je flexibler die Arbeitszeiten desto gründlicher müssen sie geplant und getaktet werden!

Setzt euch zusammen und macht einen Plan. Frag doch mal deinen Mann, ob er während seiner Arbeitszeit in Ruhe mit den Lehrern seiner Kinder telefonieren darf und kann. Viele Eltern sind, so wie ihr, berufstätig, da sind Gespräche meistens erst nach Feierabend oder abends möglich.
Auch er hat seinen Anteil zu leisten und muss wohl erstmal den Lehrerjob erklärt bekommen. Ist halt nicht ein nine to five Job.

Der Job hat Curie Vorteile, aber auch viele Nachteile.

VG

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Bei uns ist die Konstellation genau umgekehrt. Ich arbeite Vollzeit in einem Beruf, in dem mein Arbeitstag vorbei ist, wenn ich das Büro verlassen habe. Ab 16:00 /17:00 Uhr habe ich also richtig frei und selbstverständlich muss ich an Wochenenden/Feiertagen nicht mehr arbeiten.
Mein Mann ist Lehrer, ebenfalls Vollzeit inkl. Schulleitungsaufgaben. So wie du deinen Arbeitstag bzw. dein Pensum beschreibst, empfinde ich es als normal und ich habe mich nie über seinen Einsatz beschwert.
Mein Mann verdient gutes Geld und mir fiele kein Job ein, in dem er ähnlich familienfreundliche Arbeitszeiten bei gleichem Einkommen hätte.
Natürlich ist es phasenweise so, dass wir an den Wochenenden komplett auf meinen Mann verzichten müssen. Besonders im Frühjahr zur Abizeit ist das immer der Fall. Natürlich bleibt dann Vieles an mir hängen Auch jetzt, kurz vor Weihnachten werden viele Klausuren geschrieben, die konzipiert und korrigiert werden müssen. Sicher wäre es schön, wenn mein Mann sich die Abende und Wochenenden freihalten würde - es funktioniert aber nicht, die Arbeit muss schließlich erledigt werden.
Auf der anderen Seite bringt genau dieser Beruf auch für mich unendliche viele Möglichkeiten mit sich. Kinderbetreuung am Nachmittag oder in den Ferien ist in aller Regel kein Problem. Der Arbeitgeber hat Verständnis dafür, dass Familie da ist und wenn ich bei Urbia lese, wie viele Männer keine Kinderkranktage nehmen können, kann ich mich nur wundern! Bei uns ist das selbstverständlich.

Ich vermute, dass dein Mann deinen Beruf und vielleicht auch dich nicht richtig einschätzt. Lehrer haben eben nicht ab Mittag frei, sollte sich aber schon rumgesprochen haben. Und jemand, der den Anspruch hat, seinen Beruf gut zumachen, wird niemals zufrieden sein können, nur halbherzig zu arbeiten. Ich weiß auch, dass als Lehrerin nicht alles planbar ist. Elterngespräche etc. kommen spontan, Kollegen arbeiten verspätet zu und dann ist da noch die Arbeitsgruppe, die Ergebnisse haben will.
Bin ich deshalb jemals sauer gewesen? Im Gegenteil. Mein Mann und ich reden aber sehr viel über unsere Arbeit, sodass ich im Grunde weiß, was weshalb wichtig und ist so Verständnis für seine Situation habe. Meistens habe ich sogar sowas wie Mitleid, weil er im Grunde nie wirklich Feierabend/Wochenende hat und eigentlich immer noch Arbeit auf dem Schreibtisch liegt.
Außerdem bin ich beruflich auch sehr engagiert und auch mein Job ist mehr für mich, als nur ein Weg seine Brötchen zu verdienen.

Ist das für deinen Mann vielleicht anders? Dann könnte es ihm schwerfallen nachzuvollziehen, dass du dich so reinhängst. Wie ehrgeizig ist er im Job? Ich kenne nur wenige Menschen, die niemals stressige Zeiten im Beruf haben, Überstunden machen und in denen der Beruf nicht auch mal Auswirkungen auf Private hat. Das sehe ich höchstens in “einfachen” Bereichen bei Menschen, die kein Interesse oder keine Chance haben, beruflich weiterzukommen und die keine Verantwortung im Job tragen.

Oder - ich weiß, eine böse Unterstellung/Mutmaßung - akzeptiert dein Mann deine Arbeit nicht wirklich als vollwertigen Job, sondern sieht ihn eher als “Muttinebenbeijob”, bei dem du dennoch zuhause komplett zur Verfügung stehen solltest? Also erwartet er, dass du den Hauptteil der Kinderbetreuung und des Haushaltes trotz Vollzeitarbeit übernimmst?

Tipps habe ich keine. Ich gehe davon aus, dass ihr schon viele Gespräche zu diesem Thema geführt habt, dass er sehen sollte, dass Paarzeit phasenweise absolut zu kurz kommt, zu anderen Zeiten dafür nicht! Ihr werdet nie getrennt Urlaub nehmen müssen, um die Kinderbetreuung sicherzustellen usw.Er kommt nur zeitweise zu kurz und dass er den gleichen Teil an Haushalt und Kinderbetreuung übernimmt, sollte 2021 bei zwei Vollzeitarbeitenden ohnehin selbstverständlich sein.

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Ich bin auch Lehrerin, allerdings in Teilzeit.
Alle unsere Vollzeit arbeitenden Mütter arbeiten genau so wie du.
Gerade mit kleinen Kindern muss man ja am Nachmittag eine lange Pause einlegen und wann soll man den die Arbeit dann erledigen, wenn nicht Abends? Der Unterricht, die Korrektur, die Eltern- und Schülerarbeiten, die „Corona-Arbeit“ braucht ja auch Zeit, mal ganz abgesehen von den Konferenzen und den ganzen Diensten, welche man inzwischen neben dem Lehrer sein aufgebrummt bekommt.
Wenn du damit glücklich bist, dann ist alles in Ordnung. Dein Mann hat eine falsche Vorstellung vom Lehrer sein (Vormittags Recht und Nachmittags frei;).
Wenn du unglücklich bist, dann solltest du Stunden reduzieren oder evtl. verfügbare Großeltern mehr „einspannen“ dann hast du auch mehr Abende pro Woche frei.
Aber Lehrer in Vollzeit haben nun mal viel zu tun 🤷🏻‍♀️

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Ich arbeite ebenfalls als Lehrerin und deine Arbeitsorganisation und -zeit hört sich für mich nach einer realistischen Vollzeitstelle an, wenn man den Job gut machen möchte. Für mich klingt es - wie andere Lehrkräfte und Partnerinnen von Lehrerinnen hier schon geschrieben haben - ebenfalls so an, als habe dein Mann etwas verquere Erwartungen. Wenn du eine Aufstellung machst, würde ich ebenfalls mal die "Care"-Zeiten notieren, die du für die Familie leistest. Wenn dein Mann mehr Paarzeit möchte, muss er sich entweder mehr ins Familienleben einbringen oder ihr müsst in Summe die Arbeitszeiten reduzieren. Und da Teilzeit im Lehrberuf ja leider eine ziemliche Milchmädchenrechnung ist, würde ich persönlich darauf bestehen, dass er ebenfalls seinen Anteil beiträgt. LG