Hilfe, mein Partner schnarcht!

7 Schnarch-Typen und wie man sich wehren kann

Was tun, wenn dein Partner nachts deine Nerven zersägt? Wir empfehlen: Erst mal den richtigen Schnarch-Typ erkennen. Und dann das passende Gegenmittel auswählen. Viel Erfolg!

Autor: Sabine Ostmann
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Beziehungskiller Nummer 1

Schnarch-Typen
Foto: © colourbox

Jeder, der sich Nacht für Nacht rastlos neben einem Sägewerk umherwälzt, weiß: Schnarchen ist Beziehungskiller Nummer 1. Kein Wunder, schließlich bringen es die nächtlichen Nervensägen auf rund 90 Dezibel – da könntest du dich auch gleich neben einen Presslufthammer legen. Meist setzen Männer die Säge an – und zwar umso häufiger, je älter sie werden. Von den 30- bis 50-Jährigen schnarchen etwa 44 Prozent, bei den Über-60-Jährigen sind es mehr als 60 Prozent.

Es kann also nur noch schlimmer werden. Bevor du angesichts dieser Aussichten deinen Mordgelüsten freien Lauf lässt, solltest du noch einmal genau hinhören: Fährt das Sägewerk im Nachbarbett die volle Nachtschicht? Arbeitet es in Teilzeit oder macht es zwischendurch plötzlich Pause? Entfacht es ein explosives Kettensägeninferno oder rumpelt es stetig vor sich hin? Hier erfährst du mit welchem Schnarch-Typ du es zu tun hast – und wie du ihn abstellen kannst.

1. Der Gelegenheitsschnarcher

Das Problem: Ganz unverhofft, mitten in der Nacht schnarcht er los – und zwar so lange, bis du aufwachst. Dann ist wieder Ruhe – bis du gerade wieder in den Schlummer findest. Und so weiter.

Die Ursache: Wenn er nicht erkältet ist, hat er wahrscheinlich zu tief ins Glas geschaut.

Gegenwehr: Ein kräftiger Schubser, damit er sich vom Rücken auf die Seite dreht, sorgt meist schnell für Ruhe. Ansonsten: Ohropax oder ins Kinderzimmer flüchten. Ist ja nur für eine Nacht. Drastischere Maßnahme: Alkoholverbot.

2. Der klassische Säger

Das Problem: Der Klassiker unter den Schnarchnasen quält seinen Schlafzimmergenossen mit monotonem Gesäge, das lautstärkemäßig zwischen überspanntem Fahrraddynamo und Presslufthammer liegt.

Die Ursache: Er hat nicht den richtigen Riecher. Seine Nase ist möglicherweise deformiert oder voller Polypen. Vielleicht hat er auch eine Allergie.

Gegenwehr: Schubs ihn so lange, bis er sich auf die Seite dreht und Ruhe gibt. Wenn du dauerhaft durchschlafen möchtest, kleb ihm ein spezielles Nasenpflaster auf sein Riechorgan. Hilft auch das nichts, schick ihn zum Arzt.


3. Der sanfte Säusler

Das Problem: Die Softie-Variante des klassischen Sägers säuselt leise vor sich hin. Doch das ist schon nervtötend genug.

Die Ursache: wie beim klassischen Säger.

Gegenwehr: Vor ihm einschlafen oder Ohropax verwenden. Wenn das nichts hilft: siehe „Der klassische Säger".

4. Der rumpelnde Rachenflatterer

Das Problem: Nacht für Nacht rumpelt und röchelt er wie eine alte Straßenbahn vor sich hin. Auf die Seite drehen nützt nichts.

Die Ursache: Seine Rachenmuskeln sind zu schlaff oder seine Mandeln zu groß, vielleicht hat er auch Übergewicht, trinkt oder raucht zu viel. Auf jeden Fall atmet er mit dem Mund statt mit der Nase und dabei flattert sein Gaumen unüberhörbar.

Gegenwehr: Setz Ihn auf Diät, nimm ihm seine Kippen und den Alkohol weg. Drastischere Mittel: Operationen, bei denen Gewebe entfernt oder Stäbchen eingesetzt werden, die das Rachengerumpel verhindern.

5. Der explosive Fiepser

Das Problem: Diese Mund-Schnarcher-Variante attackiert deine Nachtruhe mit besonders fiesen Geräuschen. Sein Schnarchen klingt fiepsig und kommt in explosionsartigen Schüben – allerdings nur, wenn er auf dem Rücken liegt.

Die Ursache: Seine Zunge blockiert den Luftstrom, entweder weil sie zu groß ist, falsch liegt oder weil die Rachenmuskeln zu schlaff sind.

Gegenwehr: Näh ihm einen Golfball hinten in den Schlafanzug. Das zwingt ihn zur Seitenlage und du hast Ruhe. Drastischere Maßnahme: Schick ihn ins Schlaflabor oder schenk ihm eine maßgefertigte Unterkieferspange, die die Zunge nach vorne zieht und die Atemluft fließen lässt.

6. Der schnappende Apnoiker

Das Problem: Er sägt anhaltend und extrem laut. Dann plötzlich herrscht Totenstille, weil er überhaupt nicht mehr atmet. Kurz vorm Exitus schnappt er dann doch wieder nach Luft und das Sägewerk nimmt seinen Betrieb wieder auf.

Die Ursache: Beim Apnoiker erschlaffen die Atemwegsmuskeln so stark, dass sie die Luftzufuhr blockieren – und zwar so lange, bis das Gehirn die Atmung per Notsignal wieder in Gang setzt.

Gegenwehr: Verwandle deinen Krachmacher in einen Masken-Mann. Denn der Apnoe-Schnarcher nervt nicht nur, sondern schadet auch seiner Gesundheit. Deshalb sollte sich unbedingt ein Arzt seiner annehmen. Er empfiehlt dann meist eine Atemmaske, die Schluss macht mit Sägen und Atemaussetzern.

7. Der ignorante Unsensible

Das Problem: „Ich und schnarchen?" Der ignorante Unsensible ist der schlimmste Typ von allen, weil er sein Geknarze glattweg abstreitet.

Die Ursache: Überheblichkeit und mangelnde Sensibilität.

Gegenwehr: Nimm seinen nächtlichen Lärmterror mit dem Handy auf und spiel ihm die Aufnahme vor (gerne etwas lauter). Bleibt er immer noch stur, verbann ihn auf die Couch.

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