Hauskauf - wieviel Nebenkosten? Grundsteuer und und und

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums Haushalt & Wohnen .

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von katharina84 19.10.07 - 21:16 Uhr

Hallo, wir überlegen uns ein Haus zu kaufen und haben auch schon eins in aussicht.
Kaufpreis ist ca 117.000€, kein EK monatliches Einkommen von 3000 € 4 personen.

ich denke das wir ca 135.000 € aufnehmen müssten. das haus ist von 2001 und stammt aus einer bankverwaltung. heisst soviel wie, das die jetztigen bewohner die raten nicht mehr zahlen können. renovierungsarbeiten ausser tapeten und boden muss nichts gemacht werden. küche ist auch drin, ob die uns gefällt müssen wir noch sehen. konnten es noch nicht besichtigen. nur von aussen.

wie hoch sind die nebenkosten wie grundsteuer? da bin ich noch nicht schlau geworden.
heizen und strom und alles was wir jetzt auch zahlen ist mir klar, aber was kommt noch hinzu wenn man ein eigenheim hat?

und wieviel geld muss man sich jeden monat zurücklegen für reperaturen und instandhaltung des hauses?

wir könnten ca 800 € rate an die bank zahlen, also 800 ohne nebenkosten. und was kommt dann noch???


Könnt ihr mir helfen?

Lieben Gruß
Katharina

Beitrag von mabapri 19.10.07 - 21:35 Uhr

bei kaufpreis mit 117000,- kommst du nicht hin mit 17000.
mal unsere rechnung

105000 fürs haus, ca. 210qm und 1200qm grundstück.
9000,- nebenkosten
16000,-renovierung.

monatlich 760,- bank
120 strom
150 gas und wasser
ca. 95 für den rest nebenkosten

113,- grundsteuer im jahr.
ca. 150 jeden monat sparen, was zuwenig ist wahrscheinlich.

gruß
marcella

Beitrag von jrc 20.10.07 - 10:56 Uhr

Hallo Katharina!
Habt ihr euch noch kein Angebot von der Bank geholt?
Also, bei einem Kaufpreis 117.000 kommt ihr mit 135.000 wohl nicht hin.
Wobei noch zu klären wäre, ob ihr einen Makler drin habt. Der würde ja auch noch einiges bekommen.
Wir haben jetzt grad ein Haus gekauft. Das Haus hat 150.000 gekostet. Wir haben gute 190.000 aufgenommen.

In unserem Fall war es dann so:
10.000 Makler
1.900 Finanzmakler
3,5 % Notar und Gerichtskosten
Grundsteuer
Geld für Renovierung (bei uns mit 1000 Euro veranschlagt)

Wir haben auch ohne EK gekauft. Hatten deswegen den Finanzmakler, der Banken abgeklappert hat, welche bereit ist unter den Umständen das Geld zu geben.
Außerdem hinterlassen Banken bei Anfrage einen Schufa-Eintrag. Wenn du mehrere Banken abklapperst, sieht die 5. Bank dann den Eintrag und wird schonmal kein Geld geben. Dafür haben wir den Finanzmakler. Er fragt die Banken und holt sich EINE Schufa-Auskunft und geht damit zur Bank. (Könntet ihr auch so machen)
Mit 800 Euro werdet ihr als Rate nicht hinkommen. Wir bezahlen ein wenig mehr. Sparen dafür in der Hausversicherung viel ein.
Da das Eigenkapital fehlt, werden wenig Banken drauf eingehen.
Wir haben noch ein 2. Haus übernommen, daß wir als Sicherheit nehmen konnten. Sonst wäre es für uns auch nicht möglich, das andere Haus zu kaufen.
Ich würde aus eigener Erfahrung sagen, NIE wieder OHNE Eigenkapital kaufen oder bauen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.
Gruß Jazmin

Beitrag von stringersmum 20.10.07 - 13:43 Uhr

Hallo Katharina,

Als Faustformel für die Nebenkosten kannst du 10% des Kaufpreises rechnen. Falls kein Makler dabei ist 5-6%.

Ohne Eigenkapital zu kaufen halte ich für unverantwortlich, auch wenn ihr euch die Raten leisten könnt. Sollte irgendetwas schief gehen und das Haus verkauft werden müssen - oder noch schlimmer, in die Versteigerung gehen - musst du damit rechnen, dass nicht nur das Haus weg ist, sondern auch noch jede Menge Schulden bleiben. Das Haus deckt nicht eure Schulden, sondern vielleicht 2/3 davon.
Wirklich solide ist eine Finanzierung, wenn nur 60% aufgenommen werden müssen, mehr als 80% sollten es aber wirklich nicht sein.

LG Helga

Beitrag von zappeline 21.10.07 - 20:17 Uhr

Hallo Katharina,
komme aus dem Bankgeschäft und baue gerade ein Haus, vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen.

Bei Finanzierungen musst Du auf den Kaufpreis locker 10-20 % aufschlagen, wenn Du Grunderwerbsteuer, Notarkosten etc. nicht aus eigener Tasche zahlen kannst, Maklergebühren und sowas kommen dann noch mal d`rauf. Genau ausrechnen kann Dir das Deine Hausbank.
Was zahlt Ihr denn bisher an Miete? Wenn das weniger ist, als die künftige Rate, dann wird man Euch wahrscheinlich fragen, was ihr mit dem Geld, von dem ihr glaubt, es übrig zu haben, in der Vergangenheit gemacht habt. Theoretisch müsste da ja dann Erspartes zur Verfügung stehen. Wenn Ihr gute Gründe habt (Geld fließt in Lebensversicherung o.ä. oder Ihr habt lange studiert), ist das natürlich was anderes. Was ich damit sagen will, ist eigentlich, dass Ihr Eure monatlichen Einnahmen und Ausgaben noch mal checken solltet, bevor Ihr eine solche Entscheidung trefft.
Wir haben im Bekanntenkreis seinerzeit eine Umfrage wegen der Nebenkosten gestartet. Dabei kamen wir auf einen Monatsdurchschnitt von ca. 300 € für Steuern, Versicherungen, Hezung, Strom... Dabei muss man m.E. aber einplanen, dass Energie auf Dauer nicht billiger wird.
Wir haben nun eine Rate von 850 €. Da ich wegen unseres Kindes im Moment nicht arbeite, haben wir ein Einkommen von 2900 €. Und ich kann sagen, dass es geht, aber wir schon schauen müssen. Extras sind im Moment nicht d`rin.
Trotzdem denke ich, dass man`s machen sollte, wenn die Bank nickt. Für die Altersvorsorge muss man auf jeden Fall was tun, für die Kinder auch. Mit einer Immobilien schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.
Viel Glück #klee
Zappeline