Kinderwunsch

Schwanger? Die ersten Anzeichen

Bin ich schwanger? Kaum eine Frage löst bei Frauen so tiefe Emotionen aus. Der Artikel verrät, welche Symptome als häufige und sichere Anzeichen für eine Schwangerschaft gelten und ab wann sie auftreten.

von Petra Fleckenstein
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schwanger erste Anzeichen Teaser
Foto: © Panthermedia.net/ Enie

Müde, mulmig und ein wenig weinerlich?

Gibt es etwas Spannenderes als die Tage vor den "Tagen", wenn eine Frau sich ein Baby wünscht? Kommen sie oder kommen sie nicht? Sind das Ziehen im Bauch und die gespannte Brust vielleicht schon erste Anzeichen einer gewaltigen Veränderung? Rührt die Müdigkeit von einer frischen Schwangerschaft her oder einfach nur vom vielen Arbeiten? Was sind die ersten Hinweise? Woran kann man erkennen, dass man schwanger ist?

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Manche Frauen wissen schon kurz nach der Empfängnis, dass es geklappt hat, anderen kommen die ersten Ahnungen, wenn ihre Regel ausbleibt: Es gibt zahlreiche Schwangerschaftszeichen, die - bei der einen mehr, der anderen weniger ausgeprägt - auf das Wunder hinweisen, das sich in ihrem Körper vollzieht.

  • Das Ausbleiben der Regel ist eines der sichersten Schwangerschaftsanzeichen. Denn wenn die Eizelle befruchtet wurde, kommt es nicht wie sonst zum Hormonabfall und anschließenden Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut.
    Vorsicht: Die Regel kann auch aus anderen Gründen ausbleiben – zum Beispiel durch Stress, Hormonschwankungen oder eine organische Krankheit. Umgekehrt kann es in seltenen Fällen zur Zeit der Menstruation zu einer leichten Blutung kommen, obwohl Sie schwanger sind.
  • Eine Veränderung der Brust nehmen Frauen häufig als Erstes wahr. Sie wird größer, spannt, die Warzen sind empfindlicher. Dahinter steckt die gesteigerte Hormonproduktion, die über die Hirnanhangdrüse der Mutter bereits früh die Milchdrüsen zum Wachsen anregt. Aber: Brustspannen kann auch einfach nur das baldige Einsetzen der Menstruation ankündigen.
  • Übelkeit gehört ebenfalls zu den ziemlich deutlichen Indizien für eine erfolgte Befruchtung. Sie ist jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Bei einigen Frauen tritt sie am Morgen auf, bei anderen den ganzen Tag über in Wellen oder kontinuierlich. Bei manchen bleibt es bei der Übelkeit, andere erbrechen sich mehr als zehn mal am Tag. Für die Übelkeit wird das Schwangerschaftshormon Human-Chorion-Gonadotropin (HCG) verantwortlich gemacht.
  • Müdigkeit verspüren auch viele Frauen während der Frühschwangerschaft. Schläfrig zu sein kann also auf eine Schwangerschaft hindeuten. Es kann aber natürlich auch viele andere Ursachen haben. Zum Beispiel sind viele Frauen auch einfach an den Tagen vor ihrer Periode müder als sonst.
  • Stimmungsschwankungen: Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt - wie im Lauf eines Zyklus können die Veränderungen im Hormonhaushalt zu Beginn einer Schwangerschaft auch für einiges Durcheinander im Gefühlshaushalt sorgen.
  • Ein Ziehen im Unterbauch, eventuell in der Leistengegend, kann ebenfalls auf eine Schwangerschaft hinweisen. Hintergrund ist das Dehnen und Wachsen der Bänder, die die Gebärmutter halten. Zu Beginn der Schwangerschaft kann sich dies anfühlen, als ob die Regel käme.
  • Besonders großer Appetit und vielleicht Abneigung gegen die einen und Heißhunger auf andere Speisen sind auch typische Schwangerschafts-Symptome.

Sicherheit durch Tests

Alle Schwangerschaftstests basieren auf dem Nachweis des Schwangerschafts-Hormons "humanes Chorion-Gonadotropin".

In der Apotheke gibt es Urin-Tests, die bereits um die Zeit zwei Wochen nach der Befruchtung recht zuverlässige Ergebnisse liefern. Meist wird dazu der Morgen-Urin benötigt. Eine farbliche Veränderung zeigt an, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Da die Geschwindigkeit, mit der das Schwangerschaftshormon produziert wird, von Frau zu Frau schwankt, kann es bei der einen oder anderen auch länger dauern bis ein Test positiv ausschlägt. Natürlich können Urintests auch bei der Gynäkologin gemacht werden. Manche Hersteller werben damit, dass der Test schon früher durchgeführt werden könne. Tests schon vor der erwarteten Menstruation sind aber nicht zuverlässig. Sie können zum Beispiel negativ ausfallen, obwohl eine Befruchtung stattgefunden hat, weil das Schwangerschaftshormon noch nicht ausreichend vorhanden ist.

Auch einen Bluttest kann die Ärztin in Ausnahmefällen durchführen. Er ist sensibler als der Urintest und schlägt schon etwas früher an.

Meist schon kurz nach Ausbleiben der Periode ist die Schwangerschaft auch durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung – die Vaginalsonographie – nachweisbar. Diese Untersuchung gibt bei positivem Schwangerschaftstest auch Aufschluss darüber, ob sich der Embryo in der Gebärmutter oder vielleicht im Eileiter oder der Bauchhöhle eingenistet hat. Im Ultraschall kann man auch bereits drei oder vier Wochen nach der Befruchtung das Herz des Embryos schlagen sehen.

Wenn Sie schwanger sind – „das Alles-oder-Nichts-Prinzip“

Frauen, die gerade erst festgestellt haben, dass sie schwanger sind, machen sich oft Sorgen, dass sie ihrem Baby in den ersten zwei Wochen seit der Befruchtung ungewollt geschadet haben – vielleicht durch eine feucht-fröhliche Fete, Tabletten oder Zigaretten. Doch die Natur hat vorgesorgt.

In der Zeit, da die Frau noch nichts von ihrer Schwangerschaft wissen kann, gilt das "Alles-oder-Nichts-Prinzip". Es besagt, dass die Schwangerschaft frühzeitig wieder zu Ende geht, wenn in dieser ersten Phase etwas nicht planmäßig verläuft. Die Frau erlebt dies meist nur durch eine vielleicht etwas stärkere oder leicht verschobene Menstruation. Umgekehrt gesagt bedeutet dies: Über die ersten zwei Wochen seit der Befruchtung brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Erst danach beginnt die Zeit, da Mütter den Konsum von Zigaretten, Alkohol und Medikamenten einstellen sollten.