Novalgin genommen während unbekannter Schwangerschaft

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Beitrag von dauschi 25.01.09 - 11:40 Uhr

Hallo,
ich habe ein ziemlich großes Problem, also in meinen Augen. Ich habe Freitag erfahren das ich schwanger bin und war total schockiert, weil es ein Unfall gewesen ist und garnicht in unsere Lebensplanung zur Zeit passte. Nun gut selbst Schuld und man muss da durch, ich stelle mich meiner Verantwortung und wollte das Kind ohne wenn und aber eigentlich dann auch bekommen, da ich total gegen Abtreibung bin, wenn es unbegründet bliebe.
Mir viel dann sofort ein das ich an dem Freitag und Donnerstag Novalgin(starkes Schmerzmittel) genommen habe und zwar zwei Mal 30 Tropfen.
Jetzt habe ich natürlich auch überall im Internet nach gelesen das man es im ersten drittel der Schwangerschaft auf keinen Fall nehmen sollte und im letzten Drittel ja nun auch nicht. Ich wäre dann ungefähr 5. Woche und habe also im ersten Drittel der Schwangerschaft also Novalgin genommen. Nun habe ich natürlich sehr große Angst das, dass Kind behindert oder mit diversen Herzfehlern auf die Welt kommen könnte und denke schon darüber nach ob es denn Sinnvoll wäre das Kind zu bekommen wenn ein hohes Risiko besteht das es behindert sein könnte.
Ich werde morgen gleich zum Arzt gehen und weiss auch das er mir nicht sagen wird wie hoch das Risiko ist, weil es nun mal auch keiner weiss, es wurde noch nicht weiter geforscht, was Novalgin alles verursachen kann bei einem ungeborenen Baby.
Ich bin total verzweifelt, da ich in der ersten Schwangerschaft mit meiner Tochter immer auf alles geachtet habe, was dem Kind eventuell schaden könnte und meine Tochter ist gesund auf die Welt gekommen.
Was ich bei dem jetzigen Baby dann ja auch nicht mehr sagen kann und ich mich ständig verrückt machen würde, ob es auch wirklich gesund auf die Welt kommt.
Na klar weiss man das nie, aber so starke Schmerzmittel zu nehmen unbewusst ist für mich schon ein Grund mir solche Sorgen zu machen.
Wie seht ihr das denn? Ich habe schon mit einer Krankenschwester gesprochen und einer Hebamme die sagen, dass es keine Ergebnisse gibt, die belegen das es zu Schäden kommen könnte, trotzdem weiss ich wirklich nicht was ich machen soll.
Was würdet ihr machen oder in Bewegung setzen damit ihr auf der sicheren Seite seid?
Liebe Grüße
dauschi

Beitrag von joermungander 25.01.09 - 12:10 Uhr

Hört sich hart an, aber mein Vater (Arzt) sagt dazu: wenn es in der ersten Zeit eine schwerwiegende Schädigung durch das Schmerzmittel gab, dann wird der Embryo wahrscheinlich abgestoßen.
Es kann aber genausogut sein, dass das Mittel gar keine Auswirkungen auf das Ungeborene hat. Ich drücke dir die Daumen!

Beitrag von jasmind25 25.01.09 - 12:39 Uhr

Hallo,
also erstens ist Novalgin jetzt nicht so das Hammer Schmerzmittel wie du es hinstellst aber natürlich ist es nicht gut wenn man es während einer SS nimmt. In einer Frühschwangerschaft wie bei dir, zählt das alles oder nichts Prinzip. D.h. entweder es hat dem Baby nicht geschadet und die SS bleibt bestehen oder du bekommst eine FG, was ich dir nicht wünsche.
Ich hatte 2007 eine FG nachdem ich eine Grippeimpfung und Antibiotika bekommen hatte weil ich nicht wusste das ich schwanger bin. Bis heute kann mir keiner sagen ob es an den Medikamenten überhaupt lag oder ob es einfach Zufall war. Deshalb mache ich mich auch nicht bekloppt. Leb jetzt einfach gesund und warte ab.
Lg Jasmin

Beitrag von aeskulap 25.01.09 - 13:13 Uhr

Hallo,

auch wenn man Novalgin in der Schwangerschaft grundsätzlich nicht nehmen sollte kann ich dir weitgehend Entwarnung geben. Auf der Webseite des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie heißt es wörtlich:

"1. Trimenon: Die Anwendung von Metamizol ist nicht mit einer Erhöhung der Fehlbildungsrate verbunden. Dies wird durch Untersuchungen an etwa 100 Schwangeren unterstützt."

Eine Studie hat zwar ein leicht erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen festgestellt aber das wurde bislang nicht von anderen Studien bestätigt und sollte deswegen relativ kritisch gesehen werden.

Da du das Mittel ja nur zweimal eingenommen hast denke ich das praktisch kein Risiko besteht das dein Kind dadurch geschädigt wurde. Wie schon erwähnt ist es in der Frühstschwangerschaft sowieso so das der Embryo bei schweren Schädigungen abgeht. Fehlbildungen entstehen oft erst wenn das Kind etwas ausgereifter ist.

Gruß
aeskulap

Beitrag von knochenmaid 25.01.09 - 19:47 Uhr

Hallo!

Ich hatte ein ähnliches Problem wie du.
Ich hatte, bis ich erfahren habe, dass ich schwanger bin ein Antidepressivum genommen. Ich hatte sogar 1 Woche vor der Nachricht die Dosis eigenmächtig verdoppelt, weil es mir so schlecht ging.

Ich hab damals Reprotox kontaktiert und für mich festgelegt, dass das Baby abgetrieben wird, sollte das Risiko für eine Fehlbildung bei mehr als 10% liegen. Reprotox grenzte das Risiko auf 5-10% ein. Das normale Risiko, wie bei einer ganz normalen Schwangerschaft.

In der 12. ssw hatte ich eine sehr intensive Ultraschalluntersuchung. Natürlich konnte mir dann auch keiner sagen, ob mein Kind gesund auf die Welt kommen würde. Es wurde nur festgestellt, dass das Baby augenscheinlich normal entwickelt war und das es wohl eine Woche eher gezeugt worden war, als von meinem Frauenarzt angenommen. (ist ja auch 2 Wochen zu früh geboren... ;-))
Eine Befundlose Ultraschalluntersuchung und Schwangerschaft garantiert kein gesundes Kind! Bei niemanden! Egal wie man aufpasst!

Ich hab mich davon trotzdem beruhigen lassen und mich mehr darauf konzentriert dafür zu sorgen, dass alles für das Baby da sein wird.

Fruchtwasseruntersuchung und solche Sachen nutzen eigentlich gar nichts, da es ja kein genetisches Problem ist.

LG
Kathrin

Beitrag von jumper 25.01.09 - 20:12 Uhr

Meiene Frauenärztin sagt in so einem frühen Stadium immer: Alles oder nichts prinzip....