Beikoststart, feste Zeiten?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von mariju 06.01.11 - 15:21 Uhr

Hallo Mädels!

Am Montag bekommt unser kleiner Mann den ersten Brei (ich koche zum ersten mal in meinem Leben Pastinaken #schein). Soweit ist alles klar, er ist dann 4 Monate alt und er ist sowas von Essbereit, also werden wir das Thema Beikost angehen.

Jetzt habe ich aber eine Frage wegen der Zeiten.
Mein Sohn hat absolut keinen Rhytmus was das trinken angeht. Wie mach ich das dann? Kann ich einfach zu unserer bzw. meiner Zeit ihm den Brei anbieten?

Ach ... und wie ist das mit einer Trinklernflasche, ich habe mir anfang der Woche eine gekauft, steht ja drauf ab 6 Monate. Ich habe ihm aber einfach mal einen Tee darin angeboten und er hat den ohne Probleme daraus getrunken. Kann ich ihm schon von Beikoststart an Tee oder Wasser in der Trinklernflasche zu den Breimahlzeiten anbieten? Oder ist das zu viel neues auf einmal?

Wie macht ihr das trinken wären der Breimahlzeit überhaupt? Da erzählt einem ja jeder was anderes, die einen bieten zeitgleich eine Flasche Milch an, die anderen Tee bzw. Wasser und wieder andere geben wärend der Mahlzeit gar nichts.

Liebe Grüße
und danke schon mal

mariju & klein Luis (15 Wochen und 4 Tage)

Beitrag von wunki 06.01.11 - 15:30 Uhr

Zum frühen Beikoststart sage ich jetzt mal nichts. ;-)

Also wir haben am Samstag angefangen (mein Sohn ist 7 Monate alt). Er bekommt den Mittagsbrei nicht zu ner festen Uhrzeit....jedenfalls nicht gewollt...die letzten Tage war es halt immer 11 Uhr, aber wie gesagt, nicht geplant. Würde mich aber auch mal interessieren, wie es andere so handhaben. Jonas hat nämlich auch nicht so wirklich feste Zeiten, was das Stillen angeht.

Zum Thema Flüssigkeit: Mir hat eine Stillberaterin erklärt, NACH der Breimahlzeit, aber nicht unmittelbar danach, soll ich meinem Sohn noch die Brust anbieten (jedenfalls so lange, bis die Mahlzeit noch nicht vollständig ersetzt ist). Nicht unmittelbar nach der Mahlzeit, weil man sonst Gefahr läuft, dass die Breimenge nicht gesteigert wird.
Ansonsten meinte sie, weiteren Flüssigkeitsbedarf hätten die Kleinen erst (jedenfalls die Stillkinder), wenn 3 Mahlzeiten ersetzt sind.

Nichts desto trotz habe ich jetzt diese Art von Becher bestellt

http://www.amazon.de/Doidy-Cup-D-blue-Blue/dp/B0018PLICU/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1294323806&sr=8-1

Wollte keine Schnabeltassen....

Werde ihm dann demnächst Wasser anbieten (auch schon bevor 3 Mahlzeiten ersetzt sind).



LG Wunki

Beitrag von mariju 06.01.11 - 15:41 Uhr

früher Beikoststart ... ich weiß ... Allergierisiko etc.

Die Tasse ist ja cool, hab ich noch nie irgendwo gesehen, ich kenn nur die Schnabeltassendinger.

Beitrag von wunki 06.01.11 - 17:25 Uhr

Ich bin auch nur durch Zufall drauf gestoßen.....

LG

Beitrag von ringelblume81 06.01.11 - 15:39 Uhr

Nur mal so 'ne Zwischenfrage... wenn er am 20.09. geboren wurde, dann wird er doch aber erst am 20.01. 4 Monate alt oder? Das Alter wird doch meines erachtens in wirklichen Monaten gezählt und nicht 4 Wochen = 1 Monat, wie in der Schwangerschaft. Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege.

Zu deiner Frage: Wir sind zwar noch nicht so weit (meine Maus wird Montag 5 Monate), aber ich würde erst zusätzliche Flüssigkeit anbieten, wenn die Mahlzeit komplett ersetzt wurde.

LG ringelblume81

Beitrag von mariju 06.01.11 - 15:46 Uhr

Das ist sich auch keiner mit einig.
Die Hebamme im GVK (älteres Semester) sagte das so wie du. Meine Nachsorgehebi (seit einem Jahr ausgelernt) sagt das man die Monate im ersten Jahr so rechnet wie in der SS.

Beitrag von berry26 06.01.11 - 15:41 Uhr

Hallo,

also meine Kleine bekommt seit guten 2 Wochen Beikost. Wir haben auch keinen richtigen Rhytmus und sie bekommt einfach Brei gegen Mittag etwa 2 Stunden nach dem letzten Stillen. Da ist sie meist noch nicht zu hungrig. Eine feste Uhrzeit gibt es nicht manchmal bekommt sie den Brei gegen 11 Uhr und manchmal erst um 2 Uhr.

Trinken kannst du jederzeit anbieten. Meine Kleine bekommt Wasser in einem Aventbecher angeboten. Bisher spielt sie nur damit aber sie bekommt ja auch erst ein paar Löffel Brei.

LG

Judith

Beitrag von felicia2010 06.01.11 - 16:24 Uhr

Hallo,

ich habe auch einen Tag bevor sie 4 Monate geworden ist (Also vier normale Monate) mit der Beikost angefangen. Sie ist jetzt fast 6 Monate alt und ist schon richtig viel und mittags und nachmittags einen Brei. Das mit der Zeit hat sich auch erst nach und nach eingespielt und so genau schauen wir jetzt auch nicht auf die Uhr. Den Mittagsbrei gibts so zwischen 13 und 14 Uhr und den Nachmittags so zwischen 17.30 und 18.30 Uhr. Mit dem Trinken hatte sie ganz große Probleme weil sie nicht aus der Flasche trinken wollte, auf der Trinklerntasse (auch ab 4.Monat) hat sie nur drauf rumgebissen... nicht wirklich viel getrunken. Jetzt geb ich ihr wasser direkt aus dem Glas. Da sabbert sie halt, aber es funktioniert und der Stuhl ist auch weicher...

Beitrag von lillyfee0381 06.01.11 - 17:38 Uhr

Hi,

also wir haben mit der Beikost angefangen, da war Lilly 5,5 Monate alt! Wir hatten am Anfang auch keine richtigen Zeiten und auch jetzt variiert es noch. Ihren Mittagsbrei gebe ich ihr so zwischen 13 und 14 Uhr, den Nachmittagsbrei bekommt sie so zwischen 16.30 und 17.30 Uhr und den Abendbrei bekommt sie dann so zwischen 19.30 und 20.30 Uhr!
Es kommt immer darauf an wie die Mausi schläft!

LG lillyfee0381

Beitrag von melsg 06.01.11 - 22:25 Uhr

Hallo Mariju!
Find ich super dass du schon mit der Beikost anfängst! Ich habe bis zum 4.Monat voll gestillt und dann mit einer Breimahlzeit mittags angefangen. Mein Kinderarzt sagte mir, dass es besser für das Immunsystem sei, wenn es zu arbeiten hat und das hat es nur wenn das Kind nicht die ganze Zeit nur Muttermilch erhält. Natürlich muss man auch sehen ob es Zeit für das Kind ist und ob man das Gefühl hat, dass man mit etwas Neuem beginnen sollte. Da muss man sich nicht an exakte Vorgaben halten. Meine Tochter war auch nicht genau 4 Monate alt, sie hat ihren ersten Teelöffel Brei ca. 10 Tage vorher probiert. Wichtig ist, dass man es langsam angehen lässt.

Also an festen Zeiten habe ich mich immer orientiert. Finde ich schon wichtig, dass das Kind irgendwann feste Essenszeiten und wiederkehrende Rituale hat.
Bei uns war es zwar auch sehr schwierig geregelte Trinkzeiten zu bekommen, aber irgendwann merkt man, ob das Kind alle 3Stunden trinkt oder länger aushält. Als meine Tochter mit 3 Monaten das erste Mal durchgeschlafen hat, ist sie immer zu ähnlichen Uhrzeiten aufgewacht, danach habe ich sie direkt gestillt und nach 3bis 4 Stunden wieder ....und so hatten wir unseren Rhythmus.
Als wir mit der Beikost angefangen haben, habe ich erstmal mit Karottenbrei begonnen. Jeden Tag ein Teelöffelchen probieren lassen und zwar gegen 12 oder 13 Uhr in der Regel. Danach habe ich direkt gestillt, schließlich hatte sie dann auch Hunger.
Das Kind sollte gut drauf sein, wenn man mit dem Brei ankommt und nicht vor Kohldampf halb verhungert.

Es hat bestimmt 2 Wochen gedauert bis sie mehr Löffelchen essen wollte. Die Zeit haben wir ihr gegeben, es darf kein Zwang dahinterstecken. Sie hat sich schnell daran gewöhnt, allerdings hat sie den Brei lieber gegessen, wenn ich Bananenmus mit rein gemischt habe. Den fand sie total klasse.
Nach 2 Wochen Karotten gab es dann Kürbis, Pastinaken ....und dann irgendwann fertige Menüs, auch aus dem Gläschen. Die 2.Breimahlzeit folgte recht schnell, 6 bis 8 Wochen später. Nachmittags bekam sie, ca. 4 Stunden nach dem Mittagessen, ihr Obstgläschen, erst ein halbes Glas, dann ein ganzes.

Übrigens, auch als ich voll gestillt habe, habe ich meiner Tochter zwischendurch Wasser oder Tee in der Flasche angeboten. Hat sie immer getrunken. Zum Brei natürlich auch. Als sie 6 Monate wurde hat sie von Nuk dieses Trinklernfläschen mit diesem schrägen Sauger bekommen. Wenn sie daraus trinkt, verschluckt sie sich ständig, daher habe ich den Sauger erstmal weg gelegt. Habe einen normalen Sauger in das Fläschen gesetzt, die Haltegriffe sind ganz gut, damit hat sie gelernt, ihre Flasche selbst zu halten.
Nun ist meine Tochter 7 Monate alt, an Weihnachten habe ich abgestillt.
Sie erhält 3 Breimahlzeiten und bekommt 2mal die Flasche mit Folgemilch, das erste mal direkt morgens nach dem Aufwachen und das letzte mal vor dem Schlafen, so 1 1/2 std. nach dem Abendessen. Sie schläft 10 bis 11 Stunden durch. Sie ist zwar nicht besonders groß, wie ihre Eltern, aber laut u5 stimmen die Proportionen zwischen Gewicht und Größe. Ich denke da haben wir alles richtig gemacht was die Ernährung angeht. Viel Erfolg und viel Spaß#mampf#koch

Beitrag von n-n 08.01.11 - 01:22 Uhr

Hallo Mariju,

wir haben zwar noch nicht mit der Beikost begonnen (meine kleine wird am 12.01 fünf Monate alt) aber ich habe ein Kurs bzgl. Beikost besucht...

Meine Hebamme meinte dass man zum Karotten- oder Pastinake- oder Kürbisbrei am Mittag abgekochtes Wasser in einem Becher anbieten könnte. Da wir Erwachsenen ja auch Wasser aus einem Glas trinken, wollen Babys es uns auch nachmachen ... (hat sie gesagt... :-))

Man beginnt mit 4 bis 5 Löffelchen von einem dieser Gemüsesorten und erhöht die Anzahl der Löffelchen Tag für Tag um 2 bis 3 Löffelchen der gleichen Gemüsesorte.

Eine Woche lang gibt man die gleiche Gemüsesorte und stillt hinterher...

150 - 200 ml / gr. ersätzt eine Mahlzeit.

Die nächste Woche gibt man die Gemüsesorte mit Kartoffelpüre..
Und die Woche drauf Gemüse-Kartoffel-Fleisch Brei...

Theoretisch hört sich alles so leicht an... :-) Ich will noch ein Monat warten mit der Beikost dann versuche ich es auf diese Art...

Ich wünsche dir viel Erfolg

LG