kein Geruchssin nach Op "VORSICHT LANG"

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Beitrag von butterblume1979 07.01.11 - 19:29 Uhr

Ich habe auf im Juni `10 aufeinmal "schnupfen" bekommen, dachte ich zumindestens.
Aber er war anders als sonst... ich musste fast nur niesen und meine Nase lief wie verrückt. Das komische war das nur meine linke Nasenseite "zu" war".

Dachte dann an eine Allergie.
Bin dann zum HNO-Arzt.
Der verschrieb mir ein Nasenspray. doch nachdem ich das gefühlt zehnte Nasenspray verschrieben bekommen habe, einen Allergietest gemacht habe der negativ war und er mir wortwörtlich gesagt hat das er keine Ahnung hat was ich habe, war ich bei einem anderem HNO-Arzt.
Dort wurde mir gesagt das die
Möglichkeit besteht ein CT machen zu lassen und gegebenfalls eine Op

Gesagt getan, meinen alten arzt gedrängt mir die überweisung für ein CT auszustellen, was er auch getan hat.

Mittlerweile konnte ich ja nur noch durch den Mund atmen, wobei ich Nachts schon Atemaussetzer hatte...

Mit den CT Bildern wieder hin, doch er hat nicht viel gesehen.
Habe mir meine Bilder genommen bin zu dem anderen Arzt und der hat gesagt das ich unbedingt operiert werden müsse, da meine Nasenscheidewand schief, meine Nasenmuscheln extrem vergrößert und an meinem Siebbein war auch alles chronisch entzündet...

Habe mich dann von der Praxis operieren lassen! Lag 2 Tage danach noch im KHS.

Nachbehandlung war: Nasenspray (Nasonex) und Nasendusche mit Emser Nasenspülsalz...

Nach der OP konnte ich eine Weile nichts riechen, was klar war/ist weil ja noch alles geschwollen war.

Es war echt belastend weil der Geschmackssinn auch noch nicht da war (durch das ständige durch den Mund atmen)

Nach fast 2 Wochen konnte ich kurz (ein paar Tage) riechen, ich war erleichtert.

Doch dann war alles wieder weg... Habe manchmal das Gefühl als würde meine Nase stinken, was sie aber nicht tut.
Meine Ärztin hat gesagt das ich das Nasonex 1 Woche morgens UND abends nehmen soll + Nasendusche.

Tja ich habe mal ganz kurz etwas gerochen und jetzt ist es wieder weg...

So langsam weiß ich nicht weiter... es geht echt an die psyche......

Vielleicht bekomm ich ja hier einen Rat

Ich danke schon mal jedem der es bis hier hin geschafft hat zu lesen.




LG Jenny

Beitrag von fascia 08.01.11 - 12:52 Uhr

Hallo Jenny,

das ist aber scheußlich!

Ich frag mal nach, wenns dir recht ist:
Wann war die OP?
Wurde außer der Begradigung der Nasenscheidewand noch etwas operiert?
Was? (Nasenmuscheln? Siebbein?)

Was hat man dir über die Wiederkehr des Geruchs-/Geschmackssinnes gesagt?

Ist eine Kontrolltermin angesetzt? (Nasenmuscheln/Siebbein/Schleimhäute?)

Ist die Nasenatmung jetzt wieder beidseits möglich - nichts mehr "zu"?
Gibt es außer der "Geruchsverirrung" noch anderes? (Schmerzen, Naselaufen, Niesen, Kribbeln,...)
Ohren frei?

Andere "Erscheinungen im Gesichtsbereich? Tränendes od. trockenes Auge, empfindliche Hautareale, empfindliche Haarwurzelareale usw.?


Feine Nervenendigungen und Nervenfasern des Riechnervs werden bei solchen OPs nur zu leicht verletzt. Das ist durchaus "normal" zu nennen.
Es sind sog. periphere Nerven, die sich vollständig oder teilweise wieder regenerieren, sogar neu aussprießen. Beide Vorgänge dauern wochenlang, monatelang. Während dieses Vorgangs kommt es auch zu Fehlinformationen. Die "Neulinge" müssen erst richtig funktionieren und ihre Info richtig erkannt und verarbeitet werden. Ein Lernprozess. Das "Stinken" kannst du daher durchaus zunächst als positiv werten: Es wird "geübt".


Erstmal lG,
f.



Beitrag von butterblume1979 08.01.11 - 13:09 Uhr

Danke erstmal für deine Antwort...

Die OP war mitte Oktober `10.

Operiert wurde Nasenscheidewand (begradigt), Nasenmuscheln wurden verkleinert und am Siebbein wurde ich auch operiert.

Man hat gesagt das im schlimmsten Fall der Geruchssinn verloren gehen kann, brauche mir aber keine Sorgen machen da dies sehr selten vorkommt.

Kontrolltermine waren schon oft.
Nachdem ich entlassen wurde im KHS musste ich gleich am nächsten Tag in die Praxis und dann im abstand von 2-3 Tagen.

Nasenatmung ist bedeutend besser als vorher, merke aber das es ab und an wieder ganz leicht anschwillt.
Niesen muss ich auch noch sehr oft und kribbeln ist auch teilweise noch extrem da....
Meine Ärztin erklärte mir das das aber von der chronischen Entzündung kommen soll

ansonsten habe ich keinerlei probleme

obwohl ich habe nach der op mir eine Bronchitis eingefangen wo ich jetzt immer noch zu tun mit habe, muss jetzt schon ein Asthmaspray nehmen weil ich teilweise keine luft mehr bekomme.

Habe tierische angst das der Geruchssinn für immer verloren geht.



LG Jenny

Beitrag von saw123 08.01.11 - 19:18 Uhr

Hallo:-)


meine Nasenop war im Januar 09 und ich habe bis dato noch Probleme mit meinem Geruchssinn...
Ich denke du musst einfach etwas Geduld haben...

Ich rieche nur starke Gerüche.....aber so leichte Sachen kann ich nicht riechen....ganz praktisch wenn im Büro mal jemand nach Schweiss stinkt:-))

Beitrag von butterblume1979 08.01.11 - 19:37 Uhr

Das macht einem ja Mut...:-(

Ich rieche ja noch nicht mal Essig oder so was, momentan ist es rein gar nichts was ich rieche....

Noch nicht mal wenn mein Sohn in die Windel gemacht hat... ok das ist auch von Vorteil ;-)

Aber bei Lebensmitteln muss ich immer meinen Mann fragen wenn ich mir nicht sicher bin ob es noch gut ist...


LG Jenny

Beitrag von fascia 09.01.11 - 11:46 Uhr

Morgen Jenny.

Mir fallen zwei Dinge ein, die ich selbst anpacken würde, wäre ich in Deiner Situation.

1. Eine sog. "Riechsprechstunde" einer Uniklinik aufsuchen. Es gibt solche Spezialisten in verschiedenen Städten; ich weiß von Dresden, Köln, Berlin.
Hier lohnt sich sicher, mal etwas zu googlen.
Neben einer guten Diagnostik und Verlaufskontrolle, wirst Du auch therapeutisch begleitet und lernst, dein Riechorgan zu trainieren und die nervale Regeneration zu fördern.
Das lege ich dir sehr ans Herz.

Das 2. ist der Gang zum Osteopathen, der mit dir an der Beweglichkeit und Elastizität der Knochen arbeiten wird, die im vorderen oberen Schädel am Atmen und an der Schleimhautversorgung beteiligt sind.


Viel Glück dir!#klee
f.