Ans Aufwachen nachts gewöhnt?? Und... Flasche geht nicht ;-(

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von petzi 08.01.11 - 12:41 Uhr

Hallo Mamis,

nachdem bei meinem ersten Kind alles so schön problemlos ging, ist meine zweite zwar super zufrieden und lieb... aber wenn´s ans Durchschlafen und an die Flasche geht, gehts halt so gar nicht.

Sie war knapp 7 Wochen krank und ist aufgrund des Schnupfens öfter nachts aufgewacht und hatte auch vermehrt Durst, kann es sein, dass sie sich daran gewöhnt hat? Sie ist nämlich inzwischen 6 1/2 Monate alt und kommt aktuell nachts zweimal, was für mich natürlich nicht so toll ist. Offensichtlich hat sie Hunger, aber vielleicht denkt sie das auch nur, weil sie sich daran gewöhnt hat, nachts zu trinken??? Die Erkältung ist nämlich inzwischen Vergangenheit. Kennt ihr das? Einfach mal in den sauren Apfel beißchen und versuchen, sie so wieder in den Schlaf zu kriegen? Hab ich auch schon versucht, hab sie auch eingeschläfert gekriegt, beim Weglegen wurde sie aber immer wieder wach.... weiter versuchen oder wie habt ihr es hinbekommen?
Ich hab schon den Abendbrei "gepimpt", weil ich dachte, sie wird einfach nicht satt genug, aber auch davon schläft sie nicht wirklich länger.

Dazu kommt, dass sie bis heute nicht verstanden hat, aus der Flasche zu trinken.... Folgemilch spuckt sie mir (bzw. meiner Mutter) schonmal komplett entgegen. Hoffe, es klappt bald mit Vollmilch (das spuckt sie schonmal nicht aus, trinkt aber leider auch nicht wirklich) oder zur Not mit abgepumpter Muttermilch... die Kohlfahrtsaison und Fasching naht und ich will eigentlich wieder voll mit dabei sein ;-)

Vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mal berichten.

Danke schön #mampf

Beitrag von luna99 08.01.11 - 12:51 Uhr

Ohje, ich stille nachts alle 2 Stunden wenn ich Glück habe manchmal auch alle 1 1/2 Stunden und noch ist die Maus so klein das das für mich völlig okay ist. Ab dem 1. Geb. könnte man beginnen so etwas abzugewöhnen wenn sie es bis dahin nicht von allein sein lassen, vorher nicht.

So ist das halt. Meine trinkt auch nicht aus der Flasche und futtert auch noch nicht richtig Brei so das ich dieses Jahr auch nicht bei Kohl und co dabei sein werde. Geht halt nicht alles

LG luna mit Anna Lena (28 Wochen und Milchjunkie)

Beitrag von berry26 08.01.11 - 14:50 Uhr

Hi,

also grunsätzlich sollte man einem Baby IMMER das geben was es verlangt. Wenn es zweimal in der Nacht eine Flasche mit Säuglingsmilch will dann gib sie Ihr! Wenn sie danach verlangt, dann braucht sie sie.
Durchschlafen ist ein Luxus und auch nicht erstrebenswert im ersten Lebensjahr! Das sollte man wissen wenn man ein Baby plant, auch das man in den paar Monaten das Feiern HINTEN anstellt!

Schlafen hat nichts mit Sättigung zu tun, was du mit deinen Breiversuchen ja schon festgestellt hast. Kuhmilch ist als Getränk im ersten Lebensjahr absolut ungeeignet und ein 6,5 Monate alter Säugling sollte keine Folgemilch sondern Muttermilchersatz bekommen, sprich PRE oder 1er!

2x in der Nacht eine Flasche ist übrigens Luxus und kein Grund zur Beschwerde! Jedes Kind ist eben anders. Das eine schläft schnell durch und das andere braucht dafür 3 Jahre! Das Schlafverhalten kann sich auch jederzeit ändern (auch zum negativen)

LG

Judith

Beitrag von petzi 08.01.11 - 17:57 Uhr

Also - ich habe inzwischen von vielen gehört, dass sie einfach nachts wach werden, weil sie sich dran gewöhnt haben und eigentlich nicht wirklich Hunger haben! Und ich weiß schon, dass man auf einige Feiern verzichten muss...., ist auch prinzipiell überhaupt kein Problem... bei meinem Sohn war es nur alles komplett anders! Wenn ich von Folgemilch spreche, meine ich Pre bzw. 1er, wenn sie die Flasche nehmen würde, wäre ich ja schon sehr zufrieden! Kuhlmilch ist übrigens lt. meinem Arzt UND meiner Hebamme ab dem 6. Monat völlig ok! Leute, mir ist schon sehr klar, dass alle Kinder unterschiedlich sind....

Für mich ist nur klar, ich will kein Jahr lang stillen! Daher würde ich mich ja schon freuen, wenn sich das "Problem" bald erübrigen würde. Wenns nicht klappt, ist das eben so....

Beitrag von berry26 08.01.11 - 18:24 Uhr

Ja genau. Man hört sowas vor allem von Kinderärzten, Großeltern und altbackenen Hebammen. Klar kann man ein Baby nachts das trinken abgewöhnen (wobei ich kein Freund dieser Methoden bin...) aber das ändert nicht unbedingt etwas am Schlafverhalten. Mein Sohn hat 1,5 Jahre durchgeschlafen und dann von heute auf morgen beschlossen dies zu ändern. Er wollte nachts nichts trinken oder ähnliches. Er konnte einfach nicht mehr durchschlafen und brauchte Nähe! So sieht es bei älteren Babies auch oft aus. Eine Flasche bzw. das Stillen beruhigt halt noch zusätzlich.
Bei uns sieht es so aus, das meine 7 Monate alte Tochter momentan nachts noch 3-4 mal stillen/nuckeln möchte.

Ja Kuhmilch kannst du ab dem 7. Monat geben aber nur im Rahmen der Beikost und nicht als Getränk!! Also wenn du willst kannst du dann etwas Joghurt geben oder Milchbrei mit Vollmilch machen. Erwähnt wäre aber das dies nur eine der vielen Empfehlungen ist. Viele empfehlen auch Milch im ersten Lebensjahr komplett zu vermeiden. Grundsätzlich hat Kuhmilch in der Flasche allerdings gar nichts zu suchen. Ab einem Jahr könnte man Milch als Getränk im Becher anbieten aber nur als Getränk und nicht als Muttermilchersatz!

Wenn du unbedingt abstillen willst, dann solltest du vielleicht einfach mal ein paar Milchmarken durchprobieren. Vielleicht mag sie ja einfach den Geschmack nicht. Wenn sie keine Flasche mag und du schon verschiedene Sauger ausprobiert hast, dann kannst du die Milch nur im Becher verabreichen. In den ersten 2 Lebensjahren wird sie allerdings Muttermilch bzw. Säuglingsnahrung brauchen und die muss sie auch irgendwie bekommen.

LG

Judith

Beitrag von petzi 08.01.11 - 19:32 Uhr

Ach, wieviele Schnuller und Milchsorten hab ich schon ausprobiert....
Hoffe einfach, dass sich das mit der Zeit irgendwie von selbst erledigt...
Sie ist einfach besonders "lecker"....

Beitrag von ellannajoe 08.01.11 - 19:23 Uhr

Hallo Petzi,

zum Thema schlafen, möchte ich dir dieses empfehlen:
http://www.amazon.de/Schlafen-Wachen-William-Sears/dp/3906675033

Dein Kind will keine Flasche, sie wird gestillt? Tja ich würde ja einfach sagen, sie ist ein cleveres Mädchen und nimmt halt nur das Beste. Es gibt sehr willensstarke Kinder, die kannst du nicht brechen. Wenn du es versuchst, zerstörst du diese Bindung.

"Für mich ist nur klar, ich will kein Jahr lang stillen! Daher würde ich mich ja schon freuen, wenn sich das "Problem" bald erübrigen würde. Wenns nicht klappt, ist das eben so.... "

Solange du diesen inneren Druck hast, wird es sehr schwer für dich. Deine Tochter wird es spüren und nicht so reagieren wie du es gerne hättest. Dir wird wohl nichts anderes übrigbleiben, als alle Milchsorten, Flaschensorten usw durchzuprobieren, bis deine Tochter eine akzeptiert, aber ganz ehrlich ist es das Wert.

Was sind denn 2 oder 3 Jahre in unserem Leben? Mein Sohn ist jetzt 5, wir haben 3 Jahre gestillt und die Zeit kommt nie wieder. Sehnsüchtig blicke ich zurück und klopf mir auf die Schulter. Ich bin natürlich auch froh, denn jetzt schläft er durch, oder tapsert mitten in der Nacht zu mir, ohne das ich das überhaupt mitbekomme.

Wir haben übrigens lange Zeit das Familienbett praktiziert, jetzt schläft er in seinem Bett. Alle diese tollen Prophezeiungen meiner Mitmenschen sind nicht eingetreten.

#winke

Beitrag von petzi 08.01.11 - 19:37 Uhr

Ok, drei Jahre lang zu stillen, käme für mich auf keinen Fall in Frage. Aber jedem das Seine ;-)

Warum ich sie außerdem gerne an der Flasche hätte (muss ja auch nicht ausschließlich sein) ist, wenn ich beispielsweise mal krank werde und nicht weiterstillen KANN! Ich werde es weiter probieren... diverse Sorten und Sauger hab ich allerdings schon durch....

Beitrag von ellannajoe 08.01.11 - 20:17 Uhr

#winke

"Ok, drei Jahre lang zu stillen, käme für mich auf keinen Fall in Frage. Aber jedem das Seine"

Vor der Schwangerschaft und Stillzeit hätte ich mir niemals träumen lassen, dass es drei Jahre werden. Allerdings war ich niemals abgeneigt und wenn dies in meinem Betrieb angesprochen wurde, fand ich es niemals schlimm oder abartig, sondern total natürlich.

Zum Thema Krankheit kann ich sehr, sehr viel beitragen. Ich war dauerhaft krank, wenn ich nicht gerade erkältet war, hatte ich Magen-Darm-Infekte vom Feinsten. Selbst meine Weißheitszähne musste ich in der Stillzeit ziehen lassen. Meine Ärztin war keine gute Beraterin, also musste ich mich 2 x von Embryotox beraten lassen und habe dadurch meiner Ärztin ne Nase gezeigt.

Wenn es wirklich für dich akut ist und du auf gar keinen Fall mehr stillen kannst, dann wird es mit deiner Maus auch klappen, denn die Kleinen haben ganz tolle Antennen und spüren, wenns nicht mehr geht.

Warum ich mit 3 Jahren abgestillte habe? Ich hatte einen Harnwegsinfekt und so doll Schmerzen. Meine Ärztin wieder keine gute Beraterin in Sachen Medizin, also habe ich meinem Sohn erzählt wie es mir geht und ob es nicht vielleicht geht, nicht zu stillen, solange ich diese Medis nehmen muss. Er fand es ok und nachdem die Tabletten alle waren, war das Thema durch. Nie wieder hat er gefragt.

Wäre es für meinen Sohn ein Problem gewesen, hätte ich wiederum Embryotox angerufen, es gibt sicherlich Medis, womit ich hätte stillen können.

Viel Glück