Erbrecht Pflichtteil

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von teaandfruit 08.01.11 - 19:44 Uhr

Unser Nachbar ist im Okt.2010 verstorben.Ende Nov. wurden die Ehefrau u. die Tochter zum Nachlaßgericht bestellt.

Die beiden haben 2 Töchter, mit der einen haben sie seit ca.20 Jahren keinen Kontakt mehr und sie soll nur ihren Pflichtteil bekommen.

Nun kam gestern ein Brief vom Anwalt dieser Tochter, sie verlangt nach einem Gutachter, der das Haus, die Einrichtung etc, schätzt und sie möchte bei diesem Termin auch dabei sein.Außerdem sollte die Ehefrau sämtliche Schenkungen angeben, die sie die beiden Eheleute zu Lebzeiten machten. Die Frau möchte auch nicht, dass die Tochter das Grundstück betretet.

Ich sagte ihr, dass sie wohl auch einen Anwalt bräuchte und ich nicht glaube, dass sie dies alles nachweisen oder schätzen lassen muss.

Nun bin ich kein Anwalt und wollte bei euch mal fragen, ob ihr euch damit auskennt.

Die alte Frau ist fix und fertig, weint und möchte endlich mit dieser Tochter abschließen.

Danke schon mal...

LG

teaandfruit

Beitrag von ppg 08.01.11 - 19:46 Uhr

Doch, die Ehefrau ist verpflichtet die erforderlichen Angaben zu machen. Alle Schenkungen der letzten 10 Jahre vor dem Tod des Erblassers fallen der Erbmasse zu.

Ute

Beitrag von teaandfruit 08.01.11 - 19:50 Uhr

Ah, gut zu wissen.

Danke dir.

Beitrag von zwiebelchen1977 08.01.11 - 21:24 Uhr

Hallo

Die Tochter wird aber eh nicht mehr als 12,5 Prozent bekommen.

Ich nehme mal an, das Haus gehörte beiden zu 50%? Dann bekommt die Ehefrau 25 % von dem Erbe des Mannes, bezitzt also nun 75% und den Rest, die 25 % werden auf die Kinder verteilt.

Im übrigen muss sich auch diese Tochter dann an den Beerdigungskosten beteiligen. Denn die gehören auch dazu.

Bianca

Beitrag von teaandfruit 08.01.11 - 22:06 Uhr

Das weiß ich leider nicht, aber sie sagte was von 1/8 für den Pflichtteil.

Beitrag von ppg 08.01.11 - 22:26 Uhr

das ist die hälfte von 25% = 1/4 -50% = 1/8

Ute

Beitrag von teaandfruit 08.01.11 - 22:30 Uhr

aja...aber die Tochter, die Kontakt zu ihnen hat soll mehr bekommen.

Beitrag von ppg 08.01.11 - 22:34 Uhr

Wurde das Testmantarisch festgelegt? Wenn nein - dann is nicht, wenn ja - dann ab zum Anwalt Testament durchsetzten.

ute

Beitrag von teaandfruit 09.01.11 - 14:35 Uhr

Ich denke schon das ein Testament besteht.Muss mal genau nachfragen.
Aber was genau sind Schenkungen?

Was zählt hier dazu? Weihnachts oder Geburtstaggeschenke? Oder ausserordentliche Schenkungen?

Beitrag von ppg 09.01.11 - 15:12 Uhr

Puh, die juristische Definition ist mir jetzt nicht bekannt.

Aber das wird ja so oder so ein Fall für den Anwalt - also den befragen

Ute

Beitrag von golm1512 09.01.11 - 10:06 Uhr

Das geht aber nur, wenn es ein Testament gibt. Offiziell bekommt die eine tochter genauso viel wie die andere. Die Mutter sollte sich mal fix um ihr eigenes Testament kümmern, damit es nach ihrem Tod nicht den gleichen Ärger gibt. Ganz enterben kann sie die "abtrünnige" Tochter auf keinen Fall. DAs geht nur bei "grobem Undank" und aus anderen verschwurbelten Gründen, die man schwer durchbekommt.

Beitrag von saskia161181 08.01.11 - 20:12 Uhr

Genau das Gleiche habe ich mit der Tochter meiner Oma durch - meiner Tante...
aus schmerzlicher, teurer Erfahrung kann ich nur sagen: ab zum Anwalt, es lässt sich nicht anders regeln...

LG