Brauch ein bisschen Motivation wg Stillen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von kallindra 10.01.11 - 08:26 Uhr

Hi Ihr Lieben,

unsere Maus wird morgen 2 Wochen alt, ich bin gerade etwas frustriert, was das Stillen angeht.

Insgesamt läuft es sehr viel besser als bei meinem Sohn vor 5 Jahren. Allerdings waren die Brustwarzen etwas wund, kein Wunder die junge Dame hat den gleichen Zug drauf wie ihr Bruder.

Allerdings habe ich gerade das Gefühl, dass sie gerade wenn es besser wird, so oft trinkt, dass alles wieder dahin ist.

Momentan ist so gut wie nix wund, weh tut es trotzdem noch, und ich sage Euch, sie ist richtig angelegt, das haben mir im KH die Hebammen bestätigt und meine Nachsorgehebamme auch.

Ausserdem macht mir zu schaffen, dass ich so wenig Zeit für meinen Großen hab, es passiert natürlich häufiger, dass wir gerade ein Buch lesen oder so und ich aufhören muss, weil die Kleine gestillt werden will.

Meint Ihr, das ist vorübergehend und wann war bei Euch alles etwas besser eingespielt?

Danke und liebe Grüße, K.

Beitrag von schnuppelag 10.01.11 - 08:39 Uhr

Erwarte doch nicht zuviel von deiner Tochter. Sie ist gerade mal 2 Wochen auf der Welt, ein Trinkrhythmus muss da noch lange nicht eingestellt sein. Bei uns hat es 12 Wochen gedauert, bis wir ein eingespieltes Team waren, vorher hab ich meinen Sohn immer angelegt, wie er das Bedürfnis danach hatte... und nur so kann sich ja auch die Milchbildung regulieren.

Warum musst du denn aufhören, deinem Sohn das Buch vorzulesen, wenn du wieder stillst? Nimm ihn mit, leg deine Kleine an und lies weiterhin vor. Die ersten 16 Wochen war es für mich kein Problem, solche Dinge noch nebenbei zu tun :-)

Aber du wolltest ja motiviert werden: glaub mir, es wird besser :-) Aber bitte lass euch beiden die Zeit, die ihr braucht, damit sich Angebot und Nachfrage aufeinander einstellen können :-)

Beitrag von kallindra 10.01.11 - 08:48 Uhr

Hi Schnuppelag,

naja, es läuft eben noch nicht so rund, dass ich ihm das Buch gleichzeitig vorlesen kann. Muss mich noch sehr konzentrieren, und das Ansaugen tut einfach noch weh, da kann ich keine Ablenkungen gebrauchen.

Aber ich weiss natürlich, dass es noch sehr früh ist und wir Zeit brauchen.

LG, K.

Beitrag von nele27 10.01.11 - 09:02 Uhr

Hi,

wenn stillen und gleichzeitig Buch lesen noch nicht so hinhaut, wie wäre es dann mit einer selbst ausgedachten Geschichte?? Oder einfach so ein bisschen plaudern? Schmusen (sobald das Baby fest angedockt ist)?

So mache ich das mit Baby und großem Kind - der ist nämlich gerade extrem anhänglich.

LG und halte durch!

Nele
mit Anton Konrad (8/2007) und Alma Elise (11/2010)

Beitrag von hannah333 10.01.11 - 09:16 Uhr

Hi,

für mich waren die ersten 10 Stillwochen der Horror teilweise - nix wund, alles gut aber mein Sohn war total wild.
Danach wusste ich, dass sich das Kämpfen gelohnt hatte. Heute ist er 11,5 Monate und das Stillen ist ein Traum#herzlich
Er stillt sich, ich biete ihm nix von mir aus an - wir sind glücklich.#verliebt

Beitrag von moeppels 10.01.11 - 09:26 Uhr

Gegen die wunden Brustwarzen hat mir am Anfang Bepanthen Wund- und Heilsalbe super geholfen. Ich hab nach jedem Stillen gecremt, gerade wenn es zwischendurch etwas besser war, so hatten die BW Zeit zu heilen und abzuhärten. Das hat auch relativ schnell geholfen.

Bis alles so gut eingespielt war, dass ich nebenher z.B. bei den Hausaugfgaben helfen konnte, hat es ca. 8 Wochen gedauert.

Halt noch ein wenig durch, es wird auf jeden Fall besser. Und gerade wenn du noch ein großes Kind hast ist Stillen super praktisch und zeitsparend, denk nur mal an die Arbeit, die mit den ganzen Fläschchen verbunden ist. Beim Stillen hast du wenigstens noch eine Hand frei zum Umarmen und Kuscheln.
Alles Gute

Beitrag von steffi0413 10.01.11 - 22:20 Uhr

Hallo Kallindra,

das ist super, dass jetzt das Stillen viel besser läuft als bei Deinem Sohn. Sei doch stolz auf Euch beide!:-)

Die nach Bedarf gestillten Babys trinken mind. 8-12x in 24 Stunden und das wird sehr oft bis die Beikosteinführung auch nicht weniger.
Das ist ganz normal. Stillen ist doch nicht nur Nahrung sondern Getränk, Beruhigung, Körpernähe, Schmerzmilderung, Mamiduft, Einschlafhilfe...;-) Andererseits ist Mumi in 60-90 Minuten verdaut.

Das Stillen sollte aber NICHT weh tun. Schmerzende BW werden fast immer durch falsches Anlegen und/oder falsche Saugtechnik vom Baby verursacht.

Wo genau tut die Brust weh? An der Spitze der BW oder an der Grenze vom BW und BW-Hof? Sind beide Brüste betroffen? Sind von Anfang an schmerzhaft?

Hat/hatte sie kein kurzes Zungenbändchen? Liegt beim Stillen ihre Zunge über der unteren Zahnleiste?

Wie schauen Deine BW nach dem Stillen aus? Genau so rund als vorher oder deformiert (kantig als ein Pflaumenkern oder schreg abgeschnitten als ein neuer Lippenstift)?
Sind die BW nach dem Stillen nicht weiss, als ob kein Blut drin wäre?

Verschluckt sie sich oft beim Stillen?

Verwendet ihr Flasche, Schnuller, Stillhütchen?

Hat/hatte die Kleine kein Mundsoor?

Stillst Du immer in der gleichen Position?

Das wäre wichtig, dass Du bei den ersten Hungerzeichen anlegst und keinesfalls abwartest bis sie vom Hunger schreit und dadurch ungeduldig und zappelig wird.
Die Stillpositionen zu wechseln kann auch helfen, dadurch werden die BW nicht immer an der gleichen Stelle belastet.

Das wichtigste wäre aber das Grundproblem zu lösen.

Hast Du schon daran gedacht die Kleine ins Tragetuch zu packen und evt. auch dort zu stillen? Dann bleiben Dir noch immer 2 freie Hände für Deinen Grossen.
Ich würde aber ganz ruhig die Kleine anlegen und das Buch weiter lesen. Warum nicht? ;-)

LG
Steffi