Brauche ich unbedingt eine Hebamme ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von meine-nini 17.01.11 - 15:24 Uhr

Also, ich habe mir in der 20ten Woche schon eine gesucht, war aber da auch nicht so recht von der Idee überzeugt.

dann wollte/sollte ich jetzt einen Geburtsvorbereitungskurs mitmachen, die Termine lagen bei mir aber total blöd..... da mein ET der 30.01 ist und der Kurs erst letzte Woche anfing und der letzte Termin am 31.01 wäre, habe ich da nicht mitgemacht und denke, dass ich das auch so schaffen werde. ;-)

Jetzt habe ich keine ahnung wie das mit einer Hebamme so abläuft ? Rufe ich die nach der Geburt an ? Muss ich sie informieren ? Muss sie zu mir kommen ? Oder würde es reichen ein Tag im Krankenhaus zu bleiben und ich würde mir das sparen können ?

Also, ich hab überhaupt keine Ahnung inwieweit ich eine Hebamme überhaupt in Anspruch nehmen muss/brauche oder überhaupt kann ???

Kann mir einer helfen, ich weiß spät, aber nicht zu spät :-D denn er ist noch nicht da :-D #verliebt

Liebe Grüße
#winke

Beitrag von linzerschnitte 17.01.11 - 15:29 Uhr

Hallo!

Ich komme aus Österreich und da ist das mit der Hebamme sowieso nicht üblich. Möchte man eine, muss man sie aus eigener Tasche bezahlen... Ich bin der Meinung dass ich keine brauche, fühle mich bei meinem FA bzw. in meiner Entbindungsklinik sehr wohl und kann dort immer hin und fragen wenn was unklar ist. Nach der Geburt werde ich also auch Hebammen-los sein, blicke aber auch da zuversichtlich in die Zukunft, schließlich gibt es Stillberaterinnen, Kinderärzte und co.

Ich denke, dein Schatz wird auch ohne Hebamme oder GVK den Weg ins Leben finden und im KH wirst du dann eh bestens betreut!

Alles Gute für die Geburt und danach! ;-)

Lg,
Melli mit Noah (29. SSW)

Beitrag von wartemama 17.01.11 - 15:37 Uhr

Ich werde mir keine Hebamme suchen - wenn ich Hilfe brauche oder Fragen habe, wende ich mich an meine Schwester/Freundin/Mutter. Oder an urbia. ;-)

LG wartemama

Beitrag von meine-nini 17.01.11 - 15:39 Uhr

Und wie sieht das nach einer ambulanten Geburt aus ? Auch egal ob eine da ist oder nicht ? :-)

Beitrag von wartemama 17.01.11 - 15:40 Uhr

Das ist Deine persönliche Entscheidung - auch bei einer ambulanten Geburt würde ich mir keine Hebamme suchen.

LG wartemama

Beitrag von evileni 17.01.11 - 15:40 Uhr

Wenn du entbunden hast, gibt es meist im Krankenhaus auch Hebammen, die die Nachsorge machen. Ich hatte beim ersten Kind eine Hebamme und habe auch beim zweiten Kind eine. Sie kommt (grade wenn du so früh heim willst) jeden Tag, hilft dir beim Baby und beantwortet fragen (von denen man erfahrungsgemäß beim ersten Kind genügend hat). Einen Geburtsvorbereitungskurs hätte ich vor dem ersten Kind nicht gebraucht, der war schlecht und unnötig (das kommt aber auf die Hebamme an), aber zur Nachsorge (auch für dich, ich hatte üble Nachwehen am vierten Tag, eine Brustentzündung und und und) fand ich die Hebamme aus dem Krankenhaus prima. Sie war immer erreichbar und schnell bei uns. Die Hebamme wird von der Krankenversicherung bezahlt, du hast ein Recht drauf. Sie macht vielleicht auch die Rückbildungsgymnastik mit dir, da hast du auch ein Anrecht drauf, ist auch wichtig, damit der Beckenboden sich regenerieren kann.
LG

Beitrag von marjatta 17.01.11 - 15:41 Uhr

Bei uns ist es eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse (in BRD). Es hat den Vorteil, dass man - wenn man z.B. ohne KS und PDA spontan entbindet, nach 4h wieder nach Hause gehen darf. Die Hebamme kommt ins Haus und betreut einen während des Wochenbetts, beantwortet Fragen, kontrolliert das Abheilen des Nabels und unterstützt die Mutter beim Stillen.

Ich hatte bei meiner ersten SS eine Hebamme, die mich vor und nach der Geburt betreut hat. Das habe ich jetzt auch so. Für mich ist die Hebammenvorsorge eine gute Ergänzung zu meiner FÄ, weil sie mir noch alternative Möglichkeiten bei Beschwerden aufzeigt. Darüber hinaus habe ich ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko und durch die Hebamme muss ich nicht so oft zur FÄ, im Moment habe ich dadurch alle 2 Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, was mir in Anbetracht der Umstände sehr entgegen kommt.

Wichtig finde ich, dass man mit der Hebamme zurecht kommt. Sie ist sozusagen die Vertrauensperson, die einen auch bei psychischen Belastungen in der SS und Stillzeit unterstützt. Manche sind sogar Stillberaterinnen, haben Tuja-Massagen, Osteopathie oder Akupunktur mit im Angebot, viele homöopathischen Kenntnisse, die einem die Beschwerlichkeiten sehr erleichtern können.

Ich kann es von daher nur empfehlen. Dass es in Österreich keine Kassenleistung ist, finde ich schon schade. So kann man einen wichtigen Berufszweig, der so alt ist wie die Menschheit selbst, auch kaputt machen.

Gruß
marjatta

Beitrag von sandra7.12.75 17.01.11 - 15:53 Uhr

Hallo

Sehr schön geschrieben.Ich finde es auch sehr wichtig,gerade die ersten Tage nach der Geburt.
Ich werde daheim entbinden und meine Hebamme war heute hier und ich freue mich darauf nicht wegen jeden Pups zum Gyn oder zum Kinderarzt zu müssen.

Wir haben schon vier Kinder und mein Mann bekommt höchsten einen Tag Sonderurlaub und dann bin ich froh wenn ich die Kinder morgens aus dem Haus habe ;-) und dann noch etwas Kraft aus den 4 Stunden nehmen kann und nicht nur beim Kinderarzt oder so zu verbringen.

Ich glaube mittlerweile das viele Frauen garnicht so genau wissen was der Beruf Hebamme überhaupt alles macht.

lg

Beitrag von melli.87 17.01.11 - 15:42 Uhr

Ich habe keine Hebamme zur Vorsorge.
Am Freitag wird mein Kleiner per KS geholt und ich habe mich vor 3 Wochen um eine Nachsorgehebamme gekümmert.
Wir haen uns kennengelernt und ich ruf sie an wenn ich aus dem KH nach hause komme.
Dann entscheide ich spontan wie oft und wann ich sie brauche. Am Anfang warsch. öfter als zum Schluss ;)
Aber ich glaube Pflicht ist eine Nachsorgehebamme nicht.
Und spät ist es auch nicht unbedingt ;) du hast doch gesagt du hast dich gekümmert und hast da wen ;) ich würde nur, falls dus in Anspruch nehmen möchtest, in den nächsten Tagen noch mal mit ihr telefonieren. Ansonsten eine schöne Geburt und stress dich nicht so. Alles ist gut ;)

Beitrag von lori81 17.01.11 - 16:21 Uhr

Ich hatte bei meinem ersten Sohn eine Hebamme einmal zum GVK und zur nachsorge obwohl ich sie nicht gebraucht hätte und sie erst anrief als der kleine und ich schon 1ne Woche zuhause waren.
Sie war sehr sauer kam dann auch nur noch zwei mal vorbei und meinte dann das sie ja hier nicht gebraucht würde.

In der jetzigen SS habe ich auch 6 Std. lang einen GVK besucht allerdings hat er nichts gebracht und ich habe mich nicht wohl gefühlt und den Kurs dann wieder sein gelassen.
Da wir auch beschlossen haben diesmal keine Nachdorge Hebamme zu beauftragen weil es das letzte mal auch nicht nötig war werden wir nur die Termine beim Kinderarzt wahrnehmen und beim FA wenn ich Fragen habe kann ich mich auch jederzeit an die Hebamme aus der Praxis meines FA wenden.

Beitrag von estherb 17.01.11 - 16:29 Uhr

Hallo,

ich schreibe ja immer gerne zu dem Thema :-), ich halte eine Hebamme für immens wichtig. Ohne Geburtsvorbereitungskurs, klar, warum nicht, Kinderkriegen kann man auch ohne vorher einen Kurs besucht zu haben. Meiner war auch nicht besonders, lag aber an der Hebamme, war eine soofe Kuh. Eine Stunde wurde sie allerdings vertreten, von einer der Hebammen, die mich dann auch bei der Geburt begleitet und einen Teil der Nachsorge gemacht hat, und die Stunde war sehr gut. Da ging es um Geburtspositionen, und ich finde, dass es nichts geschadet hat, da auch einiges mal von einer kompetenten Hebamme zu hören. Zum Beispiel, warum die Rückenlage so eine Schnapsidee ist. Zum Beispiel mal auf einem Gebärhocker zu sitzen. Ich hatte dann eine sehr rasante Geburt - 5 Stunden - und wäre in der Situation etwas überfordert gewesen, wenn ich all die Dinge zum ersten Mal gesehen hätte. So wusste ich: Vierfüßlerstand ist nichts für mich. Gebärhocker kann ich mir vorstellen, Wehenseil nicht. Aber am liebsten will ich in die Badewanne. Da hab ich dann auch mein Baby bekommen.

Ein Krankenhausaufenthalt - den ich für viel überflüssiger halte als eine Hebamme, wozu sollte man sich nach einer normalen Geburt ins Krankenhaus legen? Ich bin zwei Stunden nach der Geburt (Geburtshaus) nach Hause, und das war äußerst entspannt und gemütlich - ersetzt absolut keine Hebamme. Meine kam 14 Tage nach der Geburt täglich, bis acht Wochen nach der Geburt 1-2 Mal wcöhentlich, um bei Stillproblemen zu helfen (mehrere Milchstaus mit Fieber), und bis ich meine Tochter mit 9,5 Monaten abgestillt habe, kam sie bei Bedarf weiter. Ich habe bei ihr Rückbildungskurs gemacht, den ich für unverzichtbar halte, um Spätprobleme (z.B. Inkontinez) zu vermeiden. Sie hat mich so oft beruhigt, mir geholfen und einfach, problemlos, ohne großen Aufwand bei kleineren Problemen oder Unsicherheiten Tipps gegeben, wegen denen es viel zu aufwändig gewesen wäre, den Frauenarzt oder Kinderarzt zu konsultieren. Abgesehen davon kannst Du Deine Hebamme in den 14 Tagen nach der Geburt - Frühwochenbett - auch nachts und am Wochenende anrufen, und sie ist auch verpflichtet, selbst nachts zu dir zu kommen. Eine gute und gut ausgesuchte Hebamme tut das auch.

Ich würde auf so eine wunderbare Intitution nicht freiwillig verzichten. Du musst den Service doch nicht mal bezahlen, sei froh, dass das in Deutschland so einfach ist!

Liebe Grüße,

Esther

Beitrag von globe 17.01.11 - 22:56 Uhr

Ich wusste vorher auch nicht wofür die Hebamme gut ist. Aber es war total beruhigend, dass eine Fachfrau täglich vorbeigeschaut hat. Ich hatte zwar keine grossen Probleme aber viele kleine fragen und die konnte mir eine Hebamme besser beantworten als irgendwelche Freunde, verwandte oder internetforen. Meine Hebamme war aber auch sehr engagiert und passte gut zu uns. Ich finde eine gute Hebamme auch viel wichtiger als die Tage im Krankenhaus.

Alles gute

Globe