6jährige Tochter schreit bei jedem "Nein"bzw. "genug"

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von missy0675 19.01.11 - 21:49 Uhr

Hallo,

egal ob es um etwas spielen geht, ums fernsehen, ums naschen, ums Vorlesen--meine Tochter bekommt anscheinend nie genug und äußert das durch lautstarkes "schmollen" - früher flogen da auch schon mal gegenstände, heutzutage aschmeißt sich sich selber höchstens auf den Boden - sie weiß aber auch, daß ihr geschrei schon reicht um Mamas Nervenköstüm zu strapazieren, zumal ihr kleiner bruder dann meistens auch anfängt zu brüllen....auch wenn wir zb vorher abmchen wir spielen zB noch eine Runde karten und das ist dann die letzte udn sie damit einverstandne ist, wenn es soweit ist, dann brüllt sie....oder heute haben wir was im bastelgeschäft gekauft für eine Krone die sie basteln will..bevor wir die Sachen gekauft habne,m habe ich ihr aber gesagt daß wir es heute nicht mnehr schaffen werden die krone anzufangen (sie hatte ja auch schon einiges an "Programm/beschäftigung" an dme tag, Kindergarten, Ballettprobestunde und dann durfte sie eben noch im bastelgeschäft ihre Sachen für die Krone aussuchen....trotzdem hat sie dann zu hause immer wieder davon angefangne, daß sie aber heute die Krone machen will, ich solle endlich mit ihr die Krone machen...oder wenn sie auf meinen Schoß sitzen will und ich dann aber sie nach 5 Minuten bitte, daß sie runtergeht weil ich aufstehen möchte oder sie mir einfach zu schwer wird...es gibt jedesmal geschrei....ich empfidne das als sehr belastend...was kann ich denn tun damit es ruhier wird bei unsß oder ist das eine Phase von 6jährigen Vorschulmädels? Sie kommt mir grundsätzlich ziemlich gelangweilt vor obwohl ich und auch ihr vater versuchen ihr Abwechslung/beschäftigung zu bieten, der Opa will jetzt auch jede Woche ien,mal nachmittags mit ihr zum schwimmen gehen, sie verabredet sich nahcmittags mit anderen Kindergartenkindern (da gibt es allerdings auch oft Streit und meine Tochter schmollt weil besuchskind nicht das macht was sie will...nachgeben will sie grundsätzlich nicht, weder bei anderen Kinder noch uns Eltern lieber hockt sie allein in ihrem zimmer ehe sie kompromise eingeht..deswegen ist ihr Berufsziel nach wie vor "Chefin" #rofl)

Grüsse,
missy

Beitrag von senzill 19.01.11 - 21:59 Uhr

Kann es sein, dass ihr einfach zu oft den Wünschen eures Kindes nachgegeben habt, sodass sie jetzt nicht in der Lage ist ein nein und schluss zu akzeptieren? Auch kann sie anscheinend nicht verstehen, dass andere Menschen nun mal andere Bedürfnisse und Vorstellungen haben als sie selber. Ich denke schon das ein Kind mit 6Jahren durchaus verstehen sollte, das seine Umwelt nun mal nicht immer nach seinen Wünschen agiert, so verhalten sich 2 Jährige normalerweise.

Beitrag von missy0675 19.01.11 - 22:11 Uhr

Ja, klar verhalten sich so normalerweise 2jährige. Sie hat sich auch als 2jährige so verhalten. Ich ´habe ihr shcon oft versucht zu erklären, daß andere einen eigenen willen haben, sie nicht über andere bestimmen kann, sie sich ´damit nicht unbedingt freunde macht und eigentlich die ganze schmollerei/Rumbockerei Zeitverschwendung ist, sie sich um so viel schönes bringt....na ja, sie sagt dann, sie versteht das, aber sie will eben einfach bestimmen und sie könne sich nicht anders verhalten...

Jas, kann sien, daß wir ihr zu oft nachgegeben haben, wie gesagt sie war schon immer sehr ausdauernd mit dem geschrei (bis die hausbewohner Stockwerk drunter hochkamen und um Ruhe gebeten haben) und wenn man weiß daß sie wieder völlig ausrasten wird und das dann ne Stunde oder länger anhält, dieses geschrei, dieser Unfriede ist einfach schwer auszuhalten und man ist da doch öfter geneigt nachzugeben um Eskalationen zu vermeiden...und da holt man ihr zb auch mal was was sie eigentlich aelber könnte und sollte weil sonst die ganze mahlzeit vermiest ist (mir schmeckts nicht mehr richtig gut wenn ich ihr Schreine hör, auch wenns aus dem Kidnerzimmer kommt, ihrem vater gehts da ähnlich). manchmal möcht man einach Ruhe und Frieden haben und keine Eskalation, verstehst Du?

Beitrag von senzill 19.01.11 - 22:24 Uhr

Klar verstehe ich das (mein Kind ist gerade so 2), und es ist immer verlockend um der Eskalation aus dem Weg zu gehen nachzugeben. Aber du siehst ja, das es leider nichts bringt auf weite Sicht. Du hast zwar in dem Moment Ruhe, aber beim nächsten Mal ist es ja wieder das selbe, bzw wird es schlimmer, da das Kind lernt, das es dich steuern und beeinflussen kann wie es will. Und Sie wird mit dem Verhalten in der Schule echte Probleme bekommen. Und auch für dich ist das kein Zustand, man möchte ja nicht ständig mit seinem Kind Machtkämpfe ausüben und das scheinst du ja tagtäglich machen zu müssen. Ich denke du müsstest grundlegend deinen Erziehungsstil ändern...es hört sich auch ein wenig so an, als seit ihr immer sehr bemüht ihr viel zu bieten und ihr möglichst alles recht zu machen. Das ist aber einfach (auch wenn es gut gemeint ist) nicht gut für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes, denn so lernt es nicht, das im Leben nicht immer alles so ist wie man das gerne haben möchte und das Menschen nun mal nicht dazu da sind, um sie nach seinen eigenen Bedürfnissen zu benutzen und eben die Tatsache das andere im Normalfall eben nicht immer das machen was ich von ihenn erwarte, man das aber trotzdem nicht mit Wutausbrüchen oder Schreiheskapaden kundtun muss. Ich denke allerdings das es schwer, das von heute auf morgen alleine zu bewekstelligen. Wenn es wirklich so schlimm ist, würde ich Hilfe in Anspruch nehmen, damit es dann auch in der Schule klappt.

Beitrag von michback 20.01.11 - 16:06 Uhr

Du brauchst einem Kind das nicht zu erklären. In dem Fall sind lieb gemeinte Erklärungen Schall und Rauch die zum einen Ohr rein gehen und zum anderen wieder raus.
Wenn du weiterhin nachgibst und nur erklärst wird sich nichts ändern.

Du tust deinem Kind mit dem Verhalten keinen Gefallen. Irgendwann in ihrem Leben wird sie auf Personen treffen, die ihrem Gezeter nicht mehr nachgeben und sie damit nicht mehr durchkommt. Sie wird erst mal Probleme haben damit klar zu kommen. Man muss sich im ganzen Leben immer irgendwo unterordnen bzw. das Verhalten anderer akzeptieren. Sei es im Freundeskreis, später im Beruf oder wenn man dann eine eigene Familie hat.

Bei uns im Kindergarten ist ein Mädchen, dass ein ähnliches Verhalten wie deine Tochter an den Tag legt. Mit ihr möchte kaum einer mehr spielen. Wenn nur erzwungen. Kein Kind hat mehr Lust, dass sie sich aufspielt wie der Chef. Kein Kind kann das Geschrei mehr hören wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Also wenden sie sich ab. Und das Schlimme, das Kind kann nichts dafür. Es ist so erzogen worden. Sie ist zu Hause die Prinzessin und auch die Eltern gehen dem Frieden Willen jeglicher Konfrontation aus dem Weg.

Beitrag von himbeerstein 20.01.11 - 08:20 Uhr

Also für mich hört es sich so an (nicht böse sein) als ob Mama und Papa nicht konsequent genug sind. offensichtlich "lohnt" sich das Theater für sie ja irgendwie. Sie weiß dass sie damit etwas erreichen kann.
So hart das auch ist, aber ihr müsst extrem konsequent sein, sonst bekommt ihr das nie mehr in den Griff.

Viel Glück #winke

Beitrag von merdl 20.01.11 - 10:13 Uhr

wir haben das selbe mit unseren 6 jährigen. er geht schon zur schule und auch da fällt es ihm schwer zu tun was die lehrerin sagt oder einfach mal still zu sitzen. zuhause denkt er auch allles richtet sich dauernd nach ihm und er kommandiert alle gern rum einschlisslich mich. auch bei freunden tut er das usw. diese unzufriedenheit kenn ich auch..da hat man soviel gemacht oder was gekauft usw. und es wird noch immer rumgebockt und gemeckert. ich hab ihm das schon so oft erklärt, das es so im leben nicht funktioniert. wir sind auch konsequent..hört er nicht auf oder macht theater. wird eben das was ihm am liebsten ist aus dem zimmer genommen oder für ein bis 2 tage tv gestrichen. wir haben ihn auch schonmal auf der couch sitzen lassen und sein freund durfte in ruhe spielen, weil er nicht aufhörte ihn zu befehlen und zu schubsen. es geht dann oft wieder..aber nach der konsequenz, 2 tage oder so später, geht es wieder von vorn los. man fragt sich als eltern dann immer: ob so ein kind unsere sprache nicht versteht und wie oft man dazu eigentlich noch was sagen muss

ich bin etwas erleichtert das man damit nicht allein ist. frage mich nur wo die heutigen generationen das herhaben, meine grosse ( 15) oder auch wir eltern als kinder haben das so nicht getan..kann mich zumindest nicht erinnern

Beitrag von fraz 20.01.11 - 10:15 Uhr

Hallo

Da hilft nur eins: Konsequent sein.
Ansagen, die ihr macht, werden nicht geändert.
So wird sie mit der zeit merken, dass sie sich das Geschrei und die Diskussionen sparen kann!

Ist nicht immer einfach, ich weiss und manchmal möchte man doch seinem Kind doch noch seinen Wunsch erfüllen- aber es gibt Kinder, bei denen rächt sich Inkonsequenz x- fach und du kannst vorne beginnen.

Also: Klare Ansagen, dabei bleiben, keine Diskussionen ( und starke Nerven )
Dann wird das schon!

Beitrag von redrose123 20.01.11 - 11:02 Uhr

Wenn sie abends Theater macht ankündigen das Morgen die Geschichte ganz ausfällt. Geh aus der Situation raus, lass sie schreien und auszornen mach die Türe zu.

Beim Basteln einmal sagen das heute keine Zeit mehr ist, ich hätte es alleine gekauft und ihr erst gegeben wenn die Zeit eben da ist dafür.

Ansagen machen nicht diskutieren, wenn eine meiner sich so verhält ist es vorbei mit der Aktivität und das wissen sie, sprich wir spielen was zusammen und sie fangen das Zicken an steh ich auf und spiel nicht mehr mit. Kam einmal vor und sie waren so überrascht das sie es sich zweimal überlegen wann sie anfangen mit Zicken....

Beitrag von michback 20.01.11 - 15:53 Uhr

Hallo,

ich sehe das nicht als Phase einer 6jährigen sondern als Verhalten eines verwöhnten Kindes.

Ihr bietet ihr zuviel und alles dreht sich um sie. Klar, dass sie dir gelangweilt vorkommt. Ihr nehmt ihr ja ständig die Langeweile weil sie ständig was geboten bekommt und so ist es selbstverständlich, dass sie gelangweilt ist wenn sie sich allein beschäftigen soll.

Sie ist 6 Jahre und durchaus in der Lage klare Ansagen zu verstehen und zu beachten. Sie muss lernen, dass sie nicht der Chef im Haus ist, sondern ihr alle gleichberechtigte Mitglieder einer Gemeinschaft seid, die sich Familie nennt. Und zu einem harmonischen Zusammenleben gehört es, dass man auch zurück stecken muss. Und das lernt deine Tochter nicht, indem ihr versucht ihr alles Recht zu machen.

Toben und Schreien kenn ich aus der Trotzphase meiner Kinder im Alter von 3 Jahren, aber nicht von einem Kind im Alter von 6 Jahren. Mein Sohn kommt dieses Jahr auch in die Schule und wird demnächst 6 Jahre alt. Klar, er ist auch mal stinkig wenn ihm was nicht passt oder er seinen Willen nicht bekommt. Aber damit muss er leben und das wird ihm im Leben noch oft passieren.

Wenn ich eine Ansage mache, dann bleibe ich dabei. Und da können meine Kinder toben wie sie wollen. Kinder müssen lernen, dass sie nicht immer ihren Willen durchsetzen können und dass sie nicht immer der Chef sind der sagt wo es lang läuft. Gerade im Kontakt mit Gleichaltrigen finde ich dies wichtig. Das hat meines Erachtens was mit dem Erlernen von Sozialkompetenz zu tun.

Bleib konsequent und mach klare Ansagen. Halte diese vorallem auch ein und lass dich von ihrem Geschrei nicht beeinflussen. Ist am Anfang zwar anstrengend aber deine Tochter wird schnell lernen, dass sie damit nicht weiter kommt.

LG
Michaela

Beitrag von linagilmore80 20.01.11 - 16:23 Uhr

Mal eine Frage: wie oft hat Deine Tochter durch ihr Gebrüll was erreicht?

Meine Tochter konnte das auch sehr gut - bis ich auf einmal nicht mehr auf das Theater reagiert habe und konsequent auf Absprachen gepocht habe bzw. Ansagen durchgesetzt habe. Das war dann vor 2 Jahren (und das war immer noch viel zu spät!!!)
Sie ist jetzt 6, fast 7, und bietet lieber einen Kompromiss an, als zu brüllen.

In der Schule dürfte dieses Verhalten mehr als Befremden auslösen.

LG,
Lina

Beitrag von cybille 20.01.11 - 19:34 Uhr

Wie reagierst oder auch dein mann auf ihr Geschrei? Ich gehe mal davon aus, dass ihr dann nachgebt um Ruhe zu bekommen. Dies soll kein Vorwurf sein, aber dann habt ihr halt ne kleine Prinzessin. Warum sollte sie an ihrem Verhalten was ändern, wenn sie doch erreicht was sie will? Lass sie einfach mal auf dem boden liegen und schreien und verlass den Raum. Es wird sich sicher nicht von einmal ändern aber du wirst sehen, denn so klein ist sie nicht mehr.
Vielleicht solltet ihr mal überlegen sie in einem Mannschaftssportverein anzumelden, da lernt sie Teamfähigkeit und sich auch unterzuordnen.
LG

Beitrag von malwina1977 23.01.11 - 23:18 Uhr

Es ist so unverschämt zu behaupten, die Eltern wären inkonsequent, das Kind eine verwöhnte Göhre/Prinzessin usw.
Das sind dann diese Kommentare, die man an den Supermarktkassen hört! SUPER!
Ich habe auch so eine möchtegern-Chefin zu Hause. Sie war schon immer sehr willensstark und ich bin ganz sicher alles andere als inkonsequent!!!
Es sind 2 Faktoren die sie in so einen Zustand versetzen wie oben beschrieben: Müdigkeit (zu viele Aktivitäten), einfach Hunger oder wenn sie riechen dass sich ihre aktuellen "Bestimmer" (Mama & Papa oder z.B. Papa & Oma, Mama & Erzieherin) nicht ganz einig sind; dann wird Theater gemacht! Darauf sollte man achten!

Beitrag von cybille 24.01.11 - 08:44 Uhr

Erstmal ich würde nie ein Kind als Göhre bezeichnen, das gehört nicht zu meinem Wortschatz.
Und eine Prinzessin ist für mich ein Kind, das sehr genau weiss wie man Tränchen drückt und damit die Erwachsenen in der näheren Umgebung zu ihren Gunsten beeinflusst. Solche Phasen hat sicher jedes Kind wo es seine Grenzen austest. Aber wenn es mit Gegenständen wirft dann hört für mich deutlich der Spass auf. Das hat Willensstärke nichts mehr zu tun.
Andere Kinder lassen sich natürlich nicht davon beeindrucken wenn das Kind sauer ist oder nicht mehr mitspielen will, weil es nicht nach seinem Willen geht. Das beeindruckt nur Erwachsene. Aber auch das muss ein Kind lernen. Nicht der Mittelpunkt der Welt zu sein.

Beitrag von cybille 24.01.11 - 10:52 Uhr

Noch ein kleiner Nachsatz. Also wenn ich ein 6jähriges Kind im Supermarkt sehe, dass sich auf den Boden schmeisst, dann komm ich schon ins Grübeln. Das sag ich ehrlich. Meine Tochter geht allein in die Schule, lernt lesen, rechnen und schreiben. Und sich im Supermarkt oder wo sonst auch immer auf den Boden zu schmeissen is dann doch eher was für 2jährige.
Aber vielleicht haben wir auch nur verschiedene alte Kinder gemeint.
Übrigens: Bin ich nicht die, die im Supermarkt dumme Bemerkungen an der Kasse macht wenn ein Kind schreit oder tobt, sondern ich bin die, die ihr eigenes Kind weiterschreien lässt und sich trotzdem nicht "rüberreden" lässt, etwas zu kaufen, was ich vorher nicht auch wollte oder nur weil es in Griffhöhe des Kindes an der Kasse liegt. Und dabei ist es mir total egal was andere Mütter oder auch Omas drüber denken.
Das habe ich auch nicht gemacht als mein Kind 2 war und diese Phase war dann auch ganz schnell vorbei.
LG