Paukenröhrchen und Polypen OP- ja oder nein?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von katharina-kluge 21.01.11 - 17:07 Uhr

Hallo!

Wir waren heute mit unserer Tochter (19 Monate) beim HNO, da sie seit Juli schon fünf mal eine MOE hatte. Der HNO wurde uns von unserm KiA empfohlen.
Der HNO ist der Meinung, dass unsere Tochter sehr dringend Paukenröhchen haben muß und auch die Polypen raus müssen. Nachdem ich dann gesagt habe, dass ich mir erst eien zweite Meinung einholen möchte hat er uns recht schnell "abgewimmelt". Wenn wir uns doch für die OP entscheiden würden, dann würde er uns alles genau erklären. Und jeder gute Arzt würde uns das selbe sagen und einer (wirklich seine Worte) der keine Ahnung hat würde es mit Medis versuche. Wir hatte irgendwie das Gefühl, dass es dem Arzt überhaupt nicht gepasst hat, dass wir uns eine zweite Meinung holen wollen.
Ich fand es auch nicht sehr nett, dass er uns dann nicht mehr erklärt hat, was genau bei der OP gemacht wird und was wir vorher und hinterher beachten müßten.
Ich habe nun versucht mich im Netz ein bißchen schlau zu lesen, aber das hat mich nur weiter verunsichert.:-( Auf einigen Seite heißt es, dass es mit Röhrchen im Schwimmbad gefährlich ist, auf anderen steht, dass es nur ein paar Wochen nach der OP gefährlich ist und auf wieder anderen steht, dass es gar kein Problem gibt. Das selbe ist es eigentlich, wenn man danach guckt, ob die Röhrchen wirklich helfen. Und ich habe eigentlich nur Erfahrungsberichte von Muttern mit Kindern gelesen, die älter sind als unsere Tochter, also mindestens zwei Jahre.

Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass der HNO der Meinung ist, dass unsere Motte wohl nicht richtig hört. Ohne einen Hörtest gemacht zu haben#kratz, er hat ihr nur in die Ohren geschaut. Ihre letzte MOE ist jetzt aber auch erst seit 3 Wochen weg. Wie kann es sein, dass sie immer neue Worte plappert, wenn sie nicht hört?#gruebel

Ich werde mir auf jeden Fall nächste Woche noch bei einem anderen HNO einen Termin für die Maus holen.

Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich hier möglichst viel Antworten bekomme. Wie war es bei euren Kindern? Habt ihr auf "den erst besten" Arzt gehört? In welchem Alter haben eure Kinder die OP gehabt? Wie lange waren eure Kinder von euch weg für die OP? Wie ging es die Kleinen direkt nach der OP? haben die Röhrchen was gebracht? Was durften eure Kinder wie lange nach der OP nicht oder nur mit Einschränkungen?
Fragen über Fragen...

Sorry für das viele #bla, aber wir sind gerade echt unsicher.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

LG Katharina

Beitrag von mukkelchen 21.01.11 - 19:48 Uhr

Mach die OP !
Meine Maus wird nächste Woche Dienstag operiert. Sie ist jetzt 22 monate alt und kann wegen nem chronischen Paukenerguß nix hören :-(

Sowohl der HNO als auch der Prof. der Pädaudiologie in der Uniklinik haben beide gesagt, das die Kinder Baden durfen, tauchen dürfen, mit und ohne Badezusätze und das es überhaupt nix aus macht. Nur ganz wenige Kinder haben mit den Rörchen Probleme mit dem Wasser und das äußert sich nur in ner weiteren Mittelohrentzündung. Naja und die hatte Deine Maus ja nun schon genug, oder? Falls dann noch mal eine kmmen sollte, weil man eben 2 Tage vorher am Strand war und man es definitiv darauf zurückschließen kann, dann muß man eben etwas vorsichtiger sein, wenns ans baden geht.

Aber muß ja jeder für sich selber bzw. für sein Kind wissen.

LG,
Mukeklchen (die seit 2 Monaten sehnsüchtig auf den OP-Termin wartet!!!!!)

Beitrag von schnuffel0101 21.01.11 - 19:58 Uhr

Ich würde es machen lassen. Warum zögerst Du? Mein Sohn hat zwar keine Röhrchen bekommen, aber die Polypen wurden ihm entfert.
Mein Sohn war 4 bei der OP. Es wurde ambulant gemacht. Die Polypen-OP hat ungefähr 10 Minuten gedauert, hatte keine Uhr um.
Ich hab direkt im Aufwachraum auf ihn gewartet. Die Aufwachphase ist bei jedem unterschiedlich. Einer ist ganz ruhig, einer brüllt wie am Spiess. Das ist individuell unterschiedlich.
Fabian musste ungefähr eine Woche mit Toben etwas vorsichtig sein, wegen Gefahr der Nachblutung. Es ist aber alles super gut verheilt, es gab keine Probleme danach. Zu den Röhrchen kann ich Dir halt nichts sagen.

LG

Beitrag von kitty307 21.01.11 - 20:43 Uhr

Huhu!
Erstmal #liebdrueck.
Wir haben es bei unserem Großen machen lassen, da ihm 2 mal das Trommelfell aufgegangen ist bei einer Moe.
Außerdem konnte er nicht mehr richtig hören. Dazu mußt du nicht unbedingt einen Hörtest machen. Der Arzt kann an der Wölbung des Trommelfells viel sehen. Wenn es sehr gewölbt ist, weil da viel Flüssigkeit hinter sitzt, kann es nicht richtig schwingen und die Kinder nicht richtig hören. Hört sich etwa so an wie wenn du Wasser im Ohr hast.
Es heißt ja nicht, das sie gar nichts hört, aber einige Tonlagen werden schwer.

Wir haben auch Polypen mitmachen lassen und mein Großer ist seit der OP kaum noch krank gewesen.

Zum Baden hatten wir Stöpsel für die Ohren. Die kann man in einem Hörgeräteladen machen lassen. Die Kosten zahlen die Kassen teilweise.
Es lohnt sich bei der Kasse nachzufragen.

Unser Kleiner muß wohl auch die Polypen raus bekommen, da er fast nur noch durch den Mund atmet und schnarcht wie ein Großer;-).

Falls du noch Fragen hast, dann raus damit.

LG Kitty

Beitrag von kitty307 21.01.11 - 21:40 Uhr

Hab gerade gesehen, das du auch aus Hamburg kommst.
Wir sind bei Dr. Klopp
http://www.halsnaseohren.de/

ein etwas komischer Kautz, aber ein guter Arzt und sehr nett.
Bei seinem Kollegen waren wir auch schon. Auch super.

Klopp operiert im Jerusalem KH.

Liebe Grüße

Kitty

Beitrag von muddi08 21.01.11 - 20:47 Uhr

Hallo!

Wir hatten die gleiche Diagnose, ich habe ne 2. Meinung eingeholt bei einem Homöopathen, der gleichzeitig HNO-Arzt ist. Was soll ich sagen? Wir sind seit 4 Monaten in Behandlung mit homöopathischen Mittelchen und brauchen keine OP mehr und hatten seitdem auch keine MOE mehr (davor hatten wir 4 MOE ). Die vergrößerten Polypen haben sich zurück gebildet.
Also, 2. Meinung einholen schadet auf jeden Fall nicht.
Einziger Nachteil ist, dass wir die Behandlung selbst zahlen müssen, aber wenn ich dadurch ne OP abwenden kann, zahle ich es gerne.

LG

Beitrag von mausi_7792 21.01.11 - 21:05 Uhr

Hallo Katharina,

da wir bereits schlechte Erfahrungen in der Familie gemacht haben, haben wir uns FÜR die OP (Paukenröhrchen + Polypenentfernung) entschieden. Siehe dazu mein Beitrag aus April 2010: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=2605382&pid=16533102

Falls du noch Fragen hast, jederzeit gerne :-)

LG
Tina + Marvin *28.01.2007