Kinder meines Partners - ich kann sie nicht mehr ertragen....

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von herrlucci 21.01.11 - 17:38 Uhr

Hallo,

mein Partner und ich sind seit fast 2 Jahren zusammen. Es ging alles sehr schnell und mittlerweile haben wir ein 12 Wochen altes Baby. Wir sind zusammen sehr glücklich, haben uns auch schon ein Häuschen gekauft, auch finanziell geht es uns gut, da wir beide beruflich erfolgreich sind. Momentan mache ich ein Jahr Pause - bin in Elternzeit.

Noch sind wir nicht verheiratet, haben es aber vor. Unser Kind hat schon den Nachnamen meines Partners, wir haben das gemeinsame Sorgerecht.

Nun zu meinem Problem: Er hat schon zwei Kinder aus erster Ehe, sie sind 7 und 9 Jahre alt. Vor der Geburt unseres Babys habe ich mich prima mit ihnen verstanden. Sie mögen mich auch sehr. Aber seit der Geburt kann ich die Kinder irgendwie nicht mehr ertragen, alles an ihnen stört mich. Wie sie reden, was sie reden, was sie tun...

Sie haben sich sehr über ihr (Halb-) Geschwisterchen gefreut und möchten auch ständig mit ihm schmusen und ihn anfassen. Nur mir passt das nicht. Ich wünsche sie mir weit, weit weg und hätte meinen Freund für uns am liebsten alleine!

Ganz normal ist das doch nicht, was kann ich gegen diese Gefühle tun? Ich weiß, dass ich meinen Partner mit dieser Einstellung sehr verletze.

Die Kinderr kommen alle 2 Wochenende zu uns. Eigentlich nicht viel, aber mir graust es jedes Mal davor...

Hilfe! Was kann ich tun?

Grüße
K.

Beitrag von pcp 21.01.11 - 17:49 Uhr

Das klingt wirklich nicht ganz "normal". Es scheint als wäre Dein Leben perfekt - solange seine Kinder darin keine Rolle spielen. Woher kommt das?

Ich würde diesen Gefühlen unbedingt auf den Grund gehen, notfalls mit prof. Hilfe.

lg

Beitrag von juniorette 21.01.11 - 17:50 Uhr

Hallo,

"Hilfe! Was kann ich tun? "

du kannst dich trennen und darauf hoffen, dass die nächste Partnerin deines jetzigen Partners nicht genauso über die Besuchswochenenden deines Kindes bei ihrem Vater denkt wie du #klatsch

Sorry, aber das klingt wie ein typischer Fall von "solange es keine eigenen Kinder gab, wurden die Stiefkinder wie eigene Kinder behandelt, danach sind die Stiefkinder nur noch Kinder 2.Klasse (wenn überhaupt)".

Manche Menschen sollten echt die Finger von Partnern mit Kindern aus vorherigen Beziehungen lassen.

Ich hoffe für dich, deine Beziehung, deine Stiefkinder und dein Baby, dass es bei dir "nur" an den Hormonen liegt und sich deine gruselige Einstellung zu den Kindern wieder normalisiert.
Falls nicht, hoffe ich, dass der Vater seinen großen Kindern zuliebe die Beziehung mit dir beendet.

J.

Beitrag von herrlucci 21.01.11 - 17:55 Uhr

Damit würde er aber seine anderen Kinder unserem gemeinsamen Kind vorziehen...

Außerdem habe ich nicht nach Verurteilung, sondern um Rat gefragt!

Beitrag von syldine 21.01.11 - 18:07 Uhr

auf Anhieb würd ich jetzt mal behaupten, dass es bei dir tatsächlich an den Hormonen liegt -- 12 Wochen, da gibt es bei so einem kleinen Würmchen ja doch eine Menge Trubel und du wirst wohl auch auf so manches Stündchen Schlaf verzichten müssen.
Mehr als zu sagen: reiss dich am Riemen - die Kinder dürfen das auf keinen Fall merken und es wäre auch sinnvoll, wenn dein Mann davon nichts mitbekommt - kann ich nicht.
Sieh mal die positive Seite: die beiden großen freuen sich über dein Kind, sind liebe Geschwister - das ist nicht selbstverständlich. Und das zweite, was für dich positiv ist: sie sind nur alle zwei Wochen da - die Zeit solltest du deinem Mann mit seinen Kindern und den Kindern mit ihrem Vater aber gönnen.

Was den Satz betrifft: damit würde er seine anderen Kinder vorziehen....
ne, kannst du so nicht sehen: er würde seine Kinder vor dich stellen, was - meines Erachtens- eine ganz legitime Sache für Eltern ist.

Beitrag von juniorette 21.01.11 - 19:51 Uhr

Danke für deinen Beitrag! :-)

Beitrag von lisa1408 21.01.11 - 20:07 Uhr

<< Damit würde er aber seine anderen Kinder unserem gemeinsamen Kind vorziehen... <<

ja, die waren aber zuerst da....

was isn das für eine blöde Aussage? Hast du Angst, dass er seine ersten Kinder mehr liebt als euer gemeinsames?

Wenn die Leute keine Probleme haben, dann machen sie sich welche und nerven andere damit.....

Eurem gemeinsamen Kind kann man nur wünschen, dass ihr euch nicht irgendwann trennt und es eine Stiefmutter wie dich bekommt..... Wie würde es dir gehen, wenn du dein Kind einer Frau aussetzen musst (!) die so von deinem Kind denkt oder so empfindet?

Beitrag von ichclaudia 21.01.11 - 22:32 Uhr

Ich würde eher sagen, er schützt seine minderjährigen Kinder vor dir, da du ein Problem mit ihnen hast...

Beitrag von elsa345 21.01.11 - 23:00 Uhr

Soviel Dummheit muß doch wehtun, oder?
Dem neugeborenen Kind zu wünschen, daß sich die Eltern trennen ist einfach nur schäbig. Reflektiere Dich mal in einem weniger geistig umnachteten Augenblick. Sorry, aber das allerletzte was die TE jetzt braucht ist sowas.#contra



Beitrag von king.with.deckchair 21.01.11 - 23:38 Uhr

#pro

Beitrag von sina236 21.01.11 - 18:14 Uhr

habt ihr zeit fürs wochenbett gehabt? ich mein nur du und dein baby und dein partner? ich mag mein zweites kind (kind meines mannes aus erster ehe, aber stief hört sich niht schön an) sehr. aber in der zeit, als meine eigene maus geboren wurde, wollte ich erst einmal allein sein. leider ging das nicht, da sie ferien hatte und dann direkt nach einer (scheiss-) geburt (mit notkaiserschnitt) anwesend war. ich war überfordert mit dem ganzen geburtsvorgang und hätte dringend ruhe gebraucht. naja, in der zeit hab ich sie auch fort gewünscht. allerdings war das das einzige mal und ist sicher auch hormonbedingt gewesen. du solltest dringend mit jemandem darüber reden. vielleicht mit deinem hausarzt? vielleicht bist auch du überfordert? mit der gesamtsituation mein ich..... eines musst du dir aber klar machen: natuerlich aht man andere gefühle für ein eigenes fleisch und blut und daran ist nichts verwerfliches. warum du jetzt aber gleich so arg empfindest, kann ich dir leider auch nicht sagen. ich finde gut, dass du hilfe suchst und darüber sprichst.

Beitrag von herrlucci 21.01.11 - 18:22 Uhr

Danke für Dein Verständnis!

Ich habe mir tatsächlich mehr Ruhe nach der Entbindung und mehr gemeinsame Zeit mit meinem Partner gewünscht. Er hat aber gleich das Wochenende darauf die Kinder geholt und gemeint, alles laufe wie vorher...
Er wollte auch nicht bei den kindern und seiner Exfrau den Eindruck erwacken, dass er jetzt keine Zeit mehr für seine anderen Kinder habe.

Auch meine Schwiegermutter meint immer, mir eintrichtern zu müssen, wie sehr ich doch "seine" Kinder mögen muß, weil sie durch die Trennung schon so arm dran seien.

Da reagier ich eher mit Gegendruck und revoltiere innerlich.

Vielleicht fühle ich gerade so, weil alle von mir sooo viel Verständnis erwarten und ich doch gerne selbst mehr Verständnis für die neue Situation hätte.

Beitrag von snake10.04 23.01.11 - 21:42 Uhr

Genau so ging`s mir auch *seufz*
Such Dir Nischen mit Deinem Partner und sag ihm ehrlich, wie sehr du die jetzt brauchst, dann kannst Du ihn auch leichter loslassen, wenn er Vater für seine Großen ist.

Beitrag von rienchen77 21.01.11 - 18:24 Uhr

dir kreisen die Hormone...nimm dir mehr Zeit für dich und dein Kind, und sprech mal deinen FA deswegen an...manchmal fühlt man in der Zeit nach der Geburt anders...vielleicht weiß auch deine Hebamme einen Rat....

Beitrag von susasummer 21.01.11 - 19:16 Uhr

Ich denke,ihr müsst euch alle an die neue Situation gewöhnen.Vielleicht kann dein Partner erstmal etwas mehr alleine mit seinen Kindern am WE machen,bis alles zur Ruhe gekommen ist.
Sowas ist nie ganz einfach.Bei uns ist es so,das ich meinen Mann mit meinem Sohn kennen gelernt habe.Auch das ist nicht immer leicht.
lg Julia

Beitrag von sillysilly 21.01.11 - 20:07 Uhr

Hallo

ich finde es super, daß du das so ehrlich siehst und überlegst was du machen kannst.

Ich denke es hängt mit deiner Rolle als Mama zusammen, in der du jetzt auflebst und hinein finden mußt.

Versuche dich daran zu erinnern was du an ihnen mochtest
und auch daß sie sich nicht "geändert" haben, sondern nur dein Blickwinkel Schuld ist.

Versuche das positive zu sehen, daß sie dich und dein Baby mögen - das ist nicht selbstverständlich und ein großes Geschenk.

Vielleicht hängt es noch mit den Hormonen und der Umstellung zusammen.


Und ich denke, da mußt du einfach durch.
Wenn du dich nicht selbst "verändern" kannst, würde ich mir Hilfe von Außen holen - denn sonst gefährdest du noch dein Familienglück
Und die Beziehung zu deinem Partner


Alles Liebe
Silly

Beitrag von hannih79 21.01.11 - 20:35 Uhr

Hallo,

würde auch erstmal auf die Hormone tippen.

Ich hoffe, die Kinder deines Partners lässt du deine Abneigung nicht spüren ?

Schlimm finde ich es für die Kinder auf jeden Fall, und wenn sich deine "Situation" in den nächsten Wochen nicht von allein wieder gibt, solltest du auf jeden Fall aktiv etwas dagegen tun, sonst habt ihr irgendwann ein Familienproblem.

Bis dahin hoffe ich nur für die Kinder, dass du dich jedes 2. WE zusammenreissen kannst.

Was sagt denn dein Partner dazu ?

VG

Beitrag von herrlucci 21.01.11 - 21:32 Uhr

Ja, ich reisse mich zusammen, so gut es geht. Ich hoffe zumindest, dass man mir nichts anmerkt.

Mein Partner meint, wenn es nicht besser wirde, soll ich mir prof. Hilfe suchen. Das meint auch mein FA. Es wäre wohl noch relativ normal, Hormone etc...

Die Kinder werden leider von ihrer Mutter total verdreckt zu uns geschickt: Ungekämmt, dreckige, lange Fingernägel, schmutzige Kleidung. Das macht es mir auch nicht gerade leichter..... :-( Und fürs Wochenende packt sie ihnen die sxchlimmsten klamotten ein. Ich habe auf Absicht getippt. Mein Freund sagt, sie merkts net

Beitrag von sillysilly 21.01.11 - 21:37 Uhr

Hallo

50 Euro in eigene Klamotten investieren die dann bei Euch bleiben
Problem gelöst

Laß dich nicht ärgern, nicht provozieren -

denke einfach an die kleinen Wesen die ihr Herz für Dich geöffnet haben, und deren Vertrauen du nicht enttäuschen solltest

Liebe Grüße Silly

Beitrag von mama0102 21.01.11 - 21:54 Uhr

Hm, also zusammenreißen ist erstmal nicht schlecht, zumindest, solange die beiden da sind. Ansonsten finde ich Deine Gefühle garnicht so schlimm, ehrlich. Ich habe 2 eigene Mädels ( 8 und 9 ) und die Tochter meines Mannes lebt bei uns, sie ist 11. Als mein Kleiner kam ( er ist jetzt 17 Monate ), da ging es mir so ähnlich wie Dir, bei meinen eigenen Kindern #schock. Ich wollte einfach nur mein Baby knuddeln, nicht ständig rumrennen, machen und tun, nicht dauernd dieses "Mama-Geschreie", nichts. Am liebsten hätte ich meine Kinder an manchen Tagen auf den Mond geschickt. So hart sich das anhört, aber so ein Baby verlangt einfach verdammt viel mehr als Essen und ein bisschen Liebe. Es nimmt einen in Beschlag, nicht nur körperlich, auch seelisch, emotional, da ist anfangs für kaum was anderes Zeit. Wie viele Paare trennen sich denn gerade ganz zu Anfang?? Ich denke, das kommt oftmals daher, dass man als Frau einfach nix um sich haben kann als dieses winzige Wesen. Ich glaube auch nicht, dass das abnormal ist, solange es wieder vorbei geht.Wahrscheinlich war genau das in grauer Vorzeit sogar mal überlebenswichtig. Bei mir wurde es nach den ersten 4 Monaten besser, ich habe so gut es geht versucht normal weiter zu machen und mir einfach nichts anmerken zu lassen und irgendwie wurde alle wieder normal. Fakt ist allerdings, ich liebe alle meine Kinder, der Kleine ist aber eben noch der Kleine, mein Prinz und die Großen sehen das mittlerweile genauso. Meine zweite Tochter meinte neulich, "den Zwerg hab ich am liebsten, der streitet nämlich noch nicht mit mir".... :-p

Lass Dich nicht unterkriegen, das wird schon auch wieder besser und Du wirst mit den beiden auch wieder ins Reine kommen. Aber auch wenn manche hier das sicher nicht verstehen, man liebt sein eigenes Kind auf eine völlig andere Art und Weise, als Kinder, die man nur alle 2 Wochen 2 Tage lang sieht, die man nicht bekommen hat etc. Und das wird einem oftmals erst klar, wenn man eigene hat. Diese Gefühle dann neu einzuordnen, darf auch Zeit brauchen und ist sicher nichts Schlechtes

LG und alles Gute

Sandra

Beitrag von herrlucci 21.01.11 - 22:53 Uhr

#winke Danke, du sprichst mir aus dem Herzen !

Beitrag von king.with.deckchair 21.01.11 - 23:41 Uhr

Was für ein schöner feinfühliger Beitrag.

LG
Ch.

Beitrag von sarosina1977 22.01.11 - 14:03 Uhr

Ganz toller Beitrag! Genau so denke ich auch.

Als meine Tochter auf die Welt kam, konnte ich nicht mal mehr ihren Papa ertragen. Mir war einfach alles zu viel. Was er redete, nervte mich. Ich schlug drei Kreuze, wenn er morgens zur Arbeit ging. Ich kam mir total schäbig vor, frei nach dem Motto: "Zum BAbymachen war er gut genug...und jetzt regt er mich nur auf." Eigentlich wollte ich das ja nicht. Aber ich konnte einfach nichts dafür...

Es hat sich gelegt, aber es hat lange gedauert. Es hängt tatsächlich mit den Hormonen zusammen. Und ich hätte mir einfach mehr Zeit für die Eingewöhnungsphase gewünscht. Fürs Ankommen als Mutter.


Ich wünsche der TE einfach Zeit.

Beitrag von snake10.04 23.01.11 - 21:50 Uhr

Uaaah Riesenstopschild!!!! Laß hier unbedingt Deinen Mann ganz klar den zuständigen Papa sein und halt Dich so weit wie Du kannst fern von "Mamaaufgaben" für diese Kinder - nein, nicht aus "Bosheit", sondern um Dich und sie zu schützen vor der "Scheiß- Falle", die bessere Mama spielen zu wollen, die Du so oder so niemals bist. Es ist ein riesen Drahtseilakt, liebevoll zu sein zu den Kindern des Partners und fair und dabei klar vor Augen zu haben, dass sie eine Mutter haben, die Du respektierst, nicht abwertest (was in vielen Situationen zunächst leichter scheint, ich weiß, aber es schadet ALLEN Beteiligten...)

Gutes Lernen...

Beitrag von king.with.deckchair 21.01.11 - 23:37 Uhr

"Ganz normal ist das doch nicht,"

Ich glaube sogar, dass das sehr normal ist, wie du empfindest, vielleicht kommen da tatsächlich sowas wie Urinstinkte durch? Blöder Vergleich vielleicht ab Löwen töten den Nachwuchs, den der Vorgänger gezeugt hat, zum Beispiel.

Vielleicht ist es bei dir jetzt, mit ganz "frischem" Baby einfach auch so eine "MEIN Nachwuchs zuerst"-Phase? Vielleicht kommt unbewusst die Eifersucht hoch, nicht die Erste gewesen zu sein, die mit ihm Kinder hat?

Gut ist doch schon, dass du es merkst und dir eingestehst. Ich würde an deiner Stelle ruhig und weiter freundlich zu den Kindern bleiben. Ich bin sicher, dass wird sich alles wieder einpendeln.

LG
Ch.

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