welche Konsequenzen für 3jährigen?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von aquene 26.01.11 - 16:02 Uhr

Hallo,

mein Sohnemann befindet sich momentan wieder in einer ordentlichen Trotzphase.
Bisher waren das immer so Schübe...die hielten einige Wochen an, und kurz bevor die Mama vor dem Nervenzusammenbruch stand, haben sie Gott sei dank immer wieder aufgehört. :-p

Nun haben wir also seit 2 Wochen wieder so einen Schub.
Es geht kein Tag ohne Auseinandersetzungen vorbei....er macht viel kaputt, schüttet Milch, Essen,....alles Mögliche auf den Boden.....naja, wie das eben so ist. *seufz*

Wenn er beim Essen anfängt Sauerei zu veranstalten gibt es eine Warnung, evtl. eine zweite noch, dass ich ihm seinen Teller dann wegnehme....und dann ist der Teller eben weg und das Essen beendet.

Er sitzt da und malt....ich muss nur kurz ins Bad gehn oder um die Ecke in die Küche....und schon malt er die Wand an.
Also nehme ich ihm die Stifte weg.

Er bekommt inzwischen die Kühlschrank-Sicherung alleine auf....holt in kürzester Zeit die Eier raus und verschmiert sie auf dem Teppich.

Er reißt Bücher kaputt....also sage ich ihm, er solle das lassen, sonst kann ich ihm keine Bücher mehr geben....hat keine Wirkung,...Bücher weg.

Ist das Alles so falsch?
Ich wüsste ehrlich nicht, wie ich es anders machen sollte....aber irgendwie setzt da noch kein Lerneffekt ein....er macht es immer und immer wieder.
Ich habe inzwischen den 3. Teppich wegwerfen müssen weil ich ihn schon nicht mehr sauber bekomme, und habe keine Lust mehr einen Neuen zu holen.

Was für Konsequenzen könnte es denn sonst noch für einen 3jährigen geben?

LG

Beitrag von agostea 26.01.11 - 16:08 Uhr

Ich finde, du machst das schon ganz richtig. Das Geheimnis ist jetzt einfach nur: Durchhalten und weiterhin konsequent sein:-)

Oftmals sieht man einfach keine "Besserung", manche kapitulieren dann und begehen den Fehler, es laufen zu lassen oder unangemessen streng zu werden.

Fahr deinen Kurs weiter, du wirst sehen, irgendwann platzt der Knoten bei deinem Sohn. Dann erntest du das, was du jetzt mühevoll säst:-)

Gruss
agostea

Beitrag von zaubertroll1972 26.01.11 - 17:07 Uhr

Konsequenzen hin und her....hast Du ihm schon mal gesagt daß alle Dinge viel Geld kosten und alles pfleglich behandelt werden muß?
Mein Sohn war sicherlich kein Engel aber solche Dinge hat er nie gemacht. Zum einen hatten wir keine Stifte und Scheren herum liegen, Getränke und Speisen gab es nur am Tisch wenn ich dabei war und alleine ist er auch nie an Schränke gegangen denn er wußte, daß er das nicht darf.
Ich würde wirklich mal ordentlich Tacheles reden denn mit 3 Jahren sind sie durchaus in der Lage das zu verstehen.

LG Z.

Beitrag von duvute 26.01.11 - 19:10 Uhr

"hast Du ihm schon mal gesagt daß alle Dinge viel Geld kosten "
#rofl#rofl
und das soll einen 3-jährigen abschrecken?

Beitrag von zaubertroll1972 26.01.11 - 19:21 Uhr

Ich weiß ja nicht wie Eure 3 jährigen drauf sind aber meiner hat das sehr wohl verstanden.
Vielleicht liegt es aber auch daran daß viele ihre Kinder nicht für voll nehmen bzw. denken, 3 jährige würden sowas nicht verstehen und nicht darauf hören.

Beitrag von kyra01.01 26.01.11 - 21:01 Uhr

wir sind 3 kinder gewesen und von uns hat das auch keiner gemacht eben weil meine mutter uns erklärt hat das man das nicht darf und mama das nicht neu kaufen "kann" (wollte wharscheinlich nicht ;-))
ich würde es erklären ich bin allerdings auch ohne strafen groß geworden ohne hausarrest fernverbot oder sonst was und trotzdem war ich lieb hab meine eltern unterstüzt wenn ich konnte und und und

Beitrag von hoffnung2011 27.01.11 - 08:52 Uhr

um himmels willen...was nutzt es ihm zu sagen, dass alles Geld kostet..was soll si noch mehr machen, anzudrohen ,dass man osnst ins Gefängnis geht ????

wie soll denn ein Tacheles aussehen ?

Beitrag von zaubertroll1972 27.01.11 - 08:55 Uhr

Um Gottes Willen.....dreh` nicht gleich durch! #augen

Beitrag von hoffnung2011 27.01.11 - 11:03 Uhr

na ja..manche können halt nicht zaubern und deren 3-jährige Kinder verstehen es noch nicht.

dann muss man aufpassen, dass man außer trolligen Vorschlägen was gibt, das es der Dame uach was nutzt..Geraede sie hat aber mit Sicherheit ein Kind, das es versteht, stimmts ?

Beitrag von marion2 27.01.11 - 09:23 Uhr

Gummibärchen kosten Geld. Er weiß sicher, dass man die an der Kasse bezahlen muss. Dass Eier auch Geld kosten kann man ihm folglich sagen. Und dass das Geld eines Tages verbraucht ist - wie Gummibärchen aus der großen Tüte - das versteht er sicher auch.

Gefängnis? Für Sachbeschädigung? Wäre ja mal ne Maßnahme.

Beitrag von berry26 27.01.11 - 10:37 Uhr

Also meiner (3,5) denkt das Papa unbegrenzt Geld verdient!
Den Wert des Geldes kann er zumindest nicht einschätzen. Das wäre mit 3 Jahren auch viel verlangt.

Beitrag von marion2 27.01.11 - 10:50 Uhr

Es gibt auch Kinder, die denken, es käme einfach so aus dem Automaten.

Das kann man doch aber erklären.

Beitrag von berry26 27.01.11 - 10:57 Uhr

Natürlich erklären wir das. Er darf ja auch schon "selbst" einkaufen und weiß das man für 10€ nicht das größte Spielzeug kaufen kann aber das ganze "Ausmaß" kann er eben nicht erfassen. Also auf Geld zu pochen ist denke ich einfach etwas zu komplex für einen 3jährigen.

Es reicht ja zu sagen, das alles was kaputt gemacht wird, nicht neu gekauft werden kann.

Beitrag von hoffnung2011 27.01.11 - 11:04 Uhr

lol klar, ich kann auch den Rechtssystem Deutschlands erklären..ob es was nutzt ist die Frage#liebdrueck

Beitrag von marion2 27.01.11 - 12:33 Uhr

Kommt drauf an, ob DU es verstanden hast - dann kannst du es so erklären, dass dein Kind es versteht.

Beitrag von hoffnung2011 27.01.11 - 12:39 Uhr

klar..da mein Kind festgestelltes IQ von 130 hat, spielt keine Rolle ob ich es verstanden habe oder nicht....er geht ins Netz und liest es sich selbst ein..wozu noch Mama brauchen;-)

Beitrag von hoffnung2011 27.01.11 - 11:01 Uhr

DANKE, dann habe ich auch gleich normales Kind, das sich nicht erlaubt, es zu verstehen.

Beitrag von lisasimpson 26.01.11 - 19:49 Uhr

warum setzt ihr euch nicht mal zusammen und schaut, wie ihr gerne hättet, daß ihr miteinander und mit euren sachen umgehen wollt.

Also ich fände selsbt für meinen knapp 2,5 jährigen ein kindersicherung am kühlschrank schon ziemlich daneben. natülich darf er den kühlschrank aufmachen.
wenn dein sohn gerne an wände malt, dann überlgt euch,m wo er das machen darf (tapete drüber kleben, große plakate an die tür hängen usw.

ich würde ihm schon auch den aspekt geld/ wert der dinge erklären- das kann ein 3 jäöhriger verstehen, daß wengier geld für süßigkeiten da ist, wenn man das gedl für fabre ausgeben muß, um die wand zu streichen.
ebenso mit eiern. mit eiern kann man entweder pfannkuchen machen oder sie auf dem boden rumschmieren.

aus deienr beschreibung heraus kann ich dir nicht sagen, wo der knackpunkt bei euch liegt (hypothesen wären: er wird zu sehr geängelt "kindersicehrung", es herrscht kein klima von kooperation "frage nach konsequenzen", er erlebt keine wertschätzung (seiner) dinge, usw.- aber alles sehr spekulativ)
ich empfinde das verhatlen für einen 3 jährigen aber keinesfalls im rahmen von "naja, wie das eben so ist. *seufz*", was ja beinhaltet, daß du dsa als entwicklungsgerechetes verhalten einschätzt- das würde ich eher einem 1,5 jährigen zuschreiben, bei dem ich eine kühlschranksicherung auch noch für angebracht halten würde

lisasimpson

Beitrag von bine3002 26.01.11 - 21:02 Uhr

1. Ich würde ihm nicht "immer" sagen, was er nicht machen soll, sondern was er machen darf. Bücher sind zum Lesen da, Eier kann man in eine Schale schlagen und damit Kuchen backen, bemalen kann man Papier und beim Essen... naja, da würde ich erstmal nicht so ein Drama draus machen.

2. Wenn er denn eine Sauerein angerichtet hat, dann muss er die eben selbst wegmachen. Er kann einen Lappen holen und kann die Eier aufwischen, das Essen, die Milch usw.

3. Vertrau ihm und sag ihm das auch ausdrücklich so. D.h. keine Kühlschranksicherung, Stifte in Reichweite usw. Schließt per Handschlag einen Pakt, dass er damit verantwortungsvoll wie ein "Großer" umgeht.

Beitrag von zahnweh 26.01.11 - 21:42 Uhr

Hallo,

diese Konsequenzen haben wir auch und es klappt überwiegend ganz gut.

Was ich mich allerdings frage, warum er das macht? Also in dem Ausmaß?

Meine stellt durchaus einiges an. Sie probiert auch sehr vieles. Allerdings bekommt sie auch sehr viel positive Aufmerksamkeit.

Klar, gibt es Tage, an denen es mir selbst mies geht oder ich gestresst bin. Aber je mehr ich schimpfe, je mehr Konsequenzen ich einsetze, desto mehr dreht sie auf und "spielt verrückt". Dann kämpft sie eben mit solchen Mitteln um Aufmerksamkeit.

Je ruhiger und ausgeglichener ich bin, ihr zu höre oder mich innerlich einfach freue, dass sie da ist, desto weniger stellt sie an.

Kurz gesagt:
wenn ich IHR zuhöre und für sie da bin, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie MIR zuhört.

Kämpfe ich (innerlich) gegen sie an. Oder Drohungen/Ermahnungen sind die am häufigsten gesprochenen Sätze, dann begibt sie sich auf mein "Niveau" RUNTER und kämpft ebenfalls gegen mich.
Versuche ich innerlich gelassen zu bleiben, nehme sie POSITIV wahr und zeige/sage ihr das auch. Lobe sie. Freue mich mit ihr. Höre ihr zu, dann zeigt sie mir das überwiegend auch.

Und wenn wir mal beide völlig durch den Wind sind, hilft eine Umarmung oft Wunder!
(die angemalte Wand wird trotzdem "geahndet", aber lieb hab ich sie trotzdem und das sage ich ihr dann auch).

Beitrag von luka22 27.01.11 - 00:00 Uhr

Ich kann dir keinen Rat geben, finde aber dieses Verhalten für einen 3jährigen nicht mehr "normal". Er ist im Kindergartenalter und er weiß genau, dass man Essen nicht mutwillig verschüttet oder Eier auf den Teppich schmiert. Das kann ich bei einem 1-2jährigen Kind nachvollziehen. Hier steht ja die Neugier im Hintergrund und keine böse Absicht. Wenn aber ein dreijähriger mit voller Absicht so etwas tut, dann würde ich genauer hinschauen und mich fragen, was da mit ihm los ist. "Altersgerecht" finde ich es auf jeden Fall nicht.

Grüße
Luka

Beitrag von zwillima 27.01.11 - 07:08 Uhr

Hallo,
ich würde mal versuchen, ihn altersgerecht zu behandelt. Das heißt, zuerst einmal die Kühlschranksicherung ab. Ich würde vorher mit ihm darüber reden und sagen, dass er jetzt ja schon so groß ist und Du Dich auf ihn verlassen kannst. Vielleicht könnt ihr ausmachen, dass er jederzeit an den Kühlschrank kann , dich aber vorher kurz informieren soll, wenn er was rausnimmt.In diesem Alter muß das möglich sein und es wird ihn mit Sicherheit stolz machen, wenn Du ihn als "großen" Jungen ansiehst.
Genauso mit dem Essen. Lob ihn, wie schön er isst und lass ihn so viel wie möglich selbst machen. schneiden, Brote schmieren usw.
Ich glaube, dass ein Kind, dem vertraut wird, weniger Dummheiten anstellt, weil es bemüht ist, die Dingen richtig zu tun und Dich nicht zu enttäuschen.

Ich habe das bei meinen Kindern immer ein wenig als Privileg hingestellt, dass Sie jetzt dies oder jenes schon dürfen, weil ich mich auf Sie verlassen kann.
Z. B. sagst Du: Ich lasse Dich mal jetzt kurz mit den Stiften allein, weil ich weiß dass du schon gross genug bist.

Vielleicht würde das ja bei Dir funktionieren. Als Aussenstehender weiß man ja nie so genau, woher das Problem nun wirklich kommt. Das mit dem Vertrauen oder Zutrauen war nur so mein erster Gedanke, als ich von der Kühlschranksicherung und den Provokationen (nicht anderes tut er mit seinem Verhalten)gelesen habe.

L.G.
zwillima

Beitrag von marion2 27.01.11 - 08:17 Uhr

Hallo,

redest du auch oder gibts nur "Konsequenzen"?

"Es geht kein Tag ohne Auseinandersetzungen vorbei....er macht viel kaputt, schüttet Milch, Essen,....alles Mögliche auf den Boden.....naja, wie das eben so ist."

Wie das eben so ist? #schock Wenn das deine Einstellung zum Thema ist, dann gute Nacht.

Er isst wie ein Baby und verteilt mehr als er zu sich nimmt? Dann fütter ihn wie ein Baby. SAG ihm nach der nächsten Mahlzeit einfach, was ihn bei der übernächsten erwartet.

Wenn er die Wand anmalt,#nanana muss er die Wand sauber machen.

Kühlschrank-Sicherung? Ich weiß schon, warum es in meiner Wohnung keine Sicherungen gibt. Die verschieben Probleme nur nach hinten. #augen Bau den Quatsch ab. Er ist ein großer Junge und sollte auch so behandelt werden.

"Ich habe inzwischen den 3. Teppich wegwerfen müssen weil ich ihn schon nicht mehr sauber bekomme, und habe keine Lust mehr einen Neuen zu holen."

Offenbar ist deine finanzielle Leidensgrenze noch nicht erreicht. Ich hätte nicht einmal einen zweiten gekauft, so lange das Kind noch nicht achtet, was da so an Werten in der Wohnung herumliegt. #gruebel

Gruß Marion

Beitrag von redrose123 27.01.11 - 08:51 Uhr

ICh würde Eier und so hochstellen wo er eben nicht mehr hinkommt, Tepich erst neuen kaufen wenn diese Phase rum ist....

Und ich würde alles andere gleich machen und dann darf er Bücher anschauen und Malen nur wenn du anwesend bist....

Beitrag von juju277 27.01.11 - 12:37 Uhr

Hallo,

ich finde das Verhalten deines Sohnes schon extrem und nicht "wie das eben so ist".

Unser Großer ist 3,5 Jahre und hat bisher noch nie Lebensmittel aus dem (ungesicherten) Kühlschrank geholt und auf dem Boden zermatscht #schock oder die Wände bemalt oder Bücher zerfetzt (Stifte und Bücher sind frei zugänglich). Als er kleiner war, hat er gerne in Bücher gebissen, aber mit 3 Jahren doch nicht mehr!

Unserer will auch als wissen, ob man die angekündigten Konsequenzen auch durchzieht und wenn's dann soweit ist gibt es Krokodilstränen. Wenn man ihm dann ne letzte Chance gibt klappt es meistens auch.

Wie reagiert euer Sohn, wenn du ihm z.B. die Stifte und Bücher wegnimmst? Und hat er die Chance, sie wieder zu bekommen?

LG juju

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