Warum wird man mit den Stillen so unter Druck gesetzt?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von mariju 31.01.11 - 09:56 Uhr

Guten morgen!

Es geht nicht um mich, sondern um meine Freundin die vor gut 6 Wochen entbunden hat. Am Samstag nach einem Hebammenbesuch rief sie mich vollkommen fertig an.

Nach Entbindung lag sie 6 Tage im KH und hatte trotz spantan Geburt keinen Milcheinschuss in dieser Zeit, dazu kam das die kleine Maus nicht richtig gezogen hat. Die kleine hat nur noch geschrien und nach 4 Tagen hat ihr endlich mal eine Krankenschwester eine Flasche gebracht damit die kleine wenigstens mal satt wird. Die Hebi die sie hat ist auch Stillberaterin und hat schon von beginn an sie richtig unter Druck gesetzt von wegen du MUSST stillen, stillen ist das einzig wahre und was geb deinem Kind die chance auf Muttermilch.
Sie hat die kleine immer wieder angelegt und zwischendurch immer wieder abgepumpt um die Milchbildung anzuregen, nach 9 Tagen kam endlich der Milcheinschuss und zeitgleich eine ordentliche Brustentzündung. Zwei Wochen später war die Brust wieder in Ordnung, aber die kleine Maus hat das mit dem saugen nicht hinbekommen und sie musste abpumpen. Trotzdem hat sie nicht wirklich zugenommen und hat nur geschrien.
Am Mittwoch hat sie für sich entschieden das sie ihr Fertignahrung gibt, am Samstag war wie gesagt die Hebi da und lobte wie ruhig die kleine doch ist. Sie hat ihr gesagt das sie seit Mittwoch immer wieder zwischendurch eine Flasche Milchpulver macht, da sie langsam aber sicher immer frustrierter wurde mit Abpumpen und immer wieder anlegen und das ganze ohne Erfolg.

Die Hebamme hatte absolut kein Verständnis dafür und hat sie regelrecht fertig gemacht. Sie hat wort wörtlich gesagt: "Weißt du was du deinem Kind damit antust?" "Jede Frau kann stillen, du bist zu egoistisch" Das ganze sagt ihr eine 40 Jährige Frau die selbst kein Kind hat.

Die kleine Maus hat von Woche zu Woche zwischen 50 und 60 Gramm zugenommen. Meinen Sohn habe ich voll gestillt und er hat in den ersten 8 Wochen jede Wochen zwischen 200 und 250 Gramm zugenommen, da sieht man doch das da irgendwas nicht in Ordnung ist. Aber laut der Hebi ist alles gut, haupsache die kleine nimmt was zu.

Meine Freundin würde so gerne abstillen, aber sie hat Angst vor der Reaktion der Hebamme, sie traut sich auch nicht ihr einfach mal zu wiedersprechen. Eigentlich sollte am Samstag der letzte Hebitermin sein, aber die Hebamme meinte das es so nicht geht und sie wird die nächsten beiden Wochen zwei mal die Woche kommen.

Ich versteh die Reaktion von der Hebamme einfach nicht, warum kann sie meine Freundin nicht einfach unterstützen und ihr helfen mit dem Abstillen. Statt dessen wird man als schlechte Mutter hingestellt. Meint die gute Frau das man mit Druck weiter kommt?

So, sorry fürs zutexten. Mich würde mal interessieren ob es vieleicht jemandem von euch auch so ging. Das es mit dem stillen einfach nicht klappen wollte und ihr praktisch gezwungen wurdet weiter und weiter zu machen.

LG

Beitrag von njb007 31.01.11 - 10:02 Uhr

Ich würde mir da auf jedenfall eine andere Hebamme suchen!
Was soll denn sowas?
Soll sie etwa Ihr Kind quälen wenn es mit der Flasche echt besser zurecht kommt?
Wir können doch froh sein das es inzwischen so gute Babynahrung gibt!

Aber wie man es macht einer meckert immer!
Ich muß mir dafür anhören ich soll doch endlich mal zufüttern!
Und kann kaum drauf warten bis sie alle sagen ich soll doch endlich abstillen....

Kann nur raten Ohren auf Durchzug!
Sie soll das tun was Ihre innere Stimme sagt!

Beitrag von kabelmaus 31.01.11 - 10:02 Uhr

Deine Freundin kann der Hebamme einfach sagen, dass Ihr weiterer Besuch nicht erwünscht ist.
Es ist keine Pflicht eine Hebamme zu haben.
Wenn Deine Freundin mit dem Zufüttern gut zurechtkommt ist das doch super. Und auch wenn sie komplett Fläschchen-Nahrung gibt, ist alles ok.
Niemand MUSS Stillen, bloß weil die Hebamme es will.

Liebe Grüße
Andrea

Beitrag von kathrincat 31.01.11 - 10:06 Uhr

gegen flaschenmilch spricht überhaupt nichts. sie sollte sich eine andere hebi suchen, sowas geht ja echt nicht, der hebi geht es nichts an

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 10:12 Uhr

gegen Flaschennahrung spricht sehr viel
http://www.stillkinder.de/risiken_formula.html

dennoch kein Grund eine Mutter fertig zu machen die lieber Flasche geben möchte. muss jeder selbst wissen wie er sein Kind ernährt

Beitrag von tarosti 31.01.11 - 10:19 Uhr

Hi

Nix für ungut, aber lieber eine Mutter, die Zeit und Energie hat um mit ihrem Kind zu kuscheln und richtig für es da zu sein und halt Flaschenmilch dazu als eine Mutter, die auf dem Zahnfleisch geht, vielleicht vor lauter Schmerz und Erschöpfung gar nicht mehr essen mag oder kann und aber bis zum Letzten stillt, auch wenn sie sich kaum mehr auf den Beinen halten mag. Geschweige denn das Kind nebst dem Ernähren auch noch richtig hegen und pflegen kann...


LG
Tarosti

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 10:26 Uhr

Hallo,

es ging um die Aussage, dass gegen Flaschenmilch nicht spricht und nicht darum, das eine Mutter um jeden Preis stillen sollte.#aha
um nichts anderes ging es.

lg

Beitrag von kathrincat 31.01.11 - 10:38 Uhr

nein dagegen spricht rein nichts:-p

Beitrag von zweiunddreissig-32 31.01.11 - 11:26 Uhr

Kannst du dem Artikel, der in den USA vor mindestens 18 Jahren verfasst wurde, wirklich glauben?????#kratz

Beitrag von muehlie 31.01.11 - 12:38 Uhr

Also an der Grundaussage des Artikels, dass es zwischen Muttermilch und Flaschennahrung erhebliche Unterschiede gibt, die sich langfristig auf die Wahrscheinlichkeit für verschiedenste Krankheiten auswirkt, hat sich auch in den letzten 18 Jahren nichts geändert. Im Gegenteil haben zahlreiche Studien diese Unterschiede immer nur wieder bestätigt. :-)

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 12:59 Uhr

dazu gibt es etliche Artikel. WHO und etliche andere Organisationen unterstützen die Aussage, dass die Flaschenmilch ihre Risiken hat.

Beitrag von marysa1705 31.01.11 - 12:56 Uhr

#pro

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 20:56 Uhr

danke. aber die meisten wollen es nicht hören, dass die Kunstmilch eben schlecht ist und an das Original nicht dran kommt.
wenn man Flaschenmilch gibt sollte man auch die Fakten dazu sehen und das sind eben auch Risiken

Beitrag von marysa1705 31.01.11 - 21:15 Uhr

Ja, wenn man der Werbung glaubt, dann ist diese Milch eben "ganz nach dem Vorbild der Muttermilch".
Sicher ist es gut, dass es überhaupt solche Ersatzmilch gibt, aber sie sollte eben nur in WIRKLICH nötigen Fällen und nicht so leichtfertig zum Einsatz kommen, wie das oft geschieht.

Ich stimme Dir da ganz zu und habe mich selbst schon oft mit der Thematik beschäftigt.


Beitrag von mutschki 31.01.11 - 16:14 Uhr

#klatsch schwachsinn

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 20:54 Uhr

nö ist gerade erst wieder belegt worden, dass die Kunstmilch Krankheiten begünstigt. Fettleibigkeit, Diabetes.....

Beitrag von jenjo 31.01.11 - 10:09 Uhr

Wie oft hat deine Freundin denn die Kleine angelegt? immer nach Bedarf? Es gibt soviele Dinge, warum es mit dem stillen nicht klappt... ich bin die ersten 8 Wochen durch die Hölle gegangen, mit gaaaaanz starken Schmerzen....sollte (leider) auch am Anfang zufüttern... das regt die Milchbildung natürlich überhaupt nicht an und auch das Abpumpen nicht.... aber ich wollte unbedingt stillen und jetzt ist mein kleiner sechs Monate und ich stille immer noch #verliebt

Wenn deine Freundin gerne abstillen möchte, soll sie es tun und wenn ihre Hebi sie nicht unterstützt, würde ich ihr sagen, dass sie nicht mehr kommen soll!

Falss du/ deine Freundin noch fragen habt, auch gerne per PN.

LG Jennifer

Beitrag von tarosti 31.01.11 - 10:15 Uhr

Hi

Also mir ging es zwar nicht ganz so wie deiner Freundin, aber bei mir hats mit dem Stillen auch nicht geklappt.

Einen spürbaren Milcheinschuss hatte ich auch nicht wirklich. Aber anfangs ging es noch so ein bisschen. Allerdings hatte ich bereits am zweiten Tag offene, blutige Brustwarzen. Rechts war es so schlimm, dass die Stillberaterin im Krankenhaus eine zweitägige Stillpause rechts verordnet hat. Unser Sohn hat dann trotz stetigem Abpumpen auch nicht genug bekommen. Sie haben ihm dann Zuckerlösung gegeben, von der er Bauchweh bekam. Als es nach zwei Tagen zwar wieder ging zum Stillen, tat es einfach immer weh und war ein riesiges Prozedere. Abpumpen musste ich weiterhin alle zwei Stunden. Zusätzlich zum Stillen.

Zuhause dann habe ich sofort einer ortsansässigen Stillberaterin telefoniert, die auch sofort vorbei gekommen ist. Aidan hat nie schön getrunken und die Folge war dann, dass gut 8 Tage nach der Geburt die linke Brustwarze auf der ganzen Fläche offen und blutig war. Schon wieder Stillpause, diesmal links und eine ganze Woche lang! Als er zwei Wochen alt war, bekam ich Fieber und musste noch einmal ins Krankehaus. Milchstau Nummer 1... Das hat man dann mit Wickel etc. wieder in den Griff gekriegt und nach zwei Tagen waren wir wieder zuhause. Ich war dann zweieinhalb Wochen ständig am Stillen, Nachfüttern und Abpumpen. Das war jedesmal ein Prozerdere von 1,5 bis 2 Stunden. Kuscheln mit Aidan war nicht drin, denn direkt nach dem Stillen und Füttern war ja das Abpumpen dran. Ich musste ihn also immer gleich hinlegen. Er war auch nie zufrieden und ich wurde immer ausgelaugter. Meine Stillberaterin war insgesamt 3 Mal bei mir um mir zu helfen. Sie hat gesagt, Aidan trinke auch überhaupt nicht schön. Zudem hätte ich Krämpfe in den Brustwarzen (tut tierisch weh!!) und sie hätte jetzt nur noch eine Lösung: hoch dosiertes Magnesium. Wenn das nicht helfe, dann wisse sie auch nix mehr. Wir hätten jetzt wirklich alles probiert...
Nun ja, ein Wochenende lang habe ich noch durchgehalten, aber am Montag (er war grad vier Wochen alt), musste ich noch einmal der Stillberaterin telefonieren. Denn Milchstau Nummer 2 hatte sich gebildet. Sie kam dann vorbei und wir haben lange geredet. Zum Schluss meinte sie, das hätte sie noch nie erlebt in ihrer jahrelangen Tätigkeit, dass jemand so viele Stillprobleme miteinander gehabt hätte. Sie würde mir raten, den Kampf für meinen Sohn und mich zu beenden. Denn wir würden beide darunter leiden (ich muss wohl ausgesehen haben!) und auch mein Mann leide darunter. Sie sei ja als Stillberaterin wirklich für das Sillen, aber nicht zu jedem Preis...
Nun ja, ich bin am selben Tag zum Gynäkologen und habe mir Dosinex zum Abstillen geben lassen. Ich hab geheult und geheult (auch jetzt noch kommen mir die Tränen, weil es mir so schwer fällt). Ich wollte so unbedingt stillen... Aber es sollte nicht sein.
Das Schlimmste war, dass ich nach der Einnahme des Medikamentes ausgelaufen bin wie sonst nie... Milch wäre wohl schon da gewesen (nur beim Abpumpen nie, da kamen immer nur ca. 20-50 ml)...

Milchstau Nummer 3 kam dann ca. eine Woche nach dem Abstillen!

Ich hatte keine Hebamme, die mich nach der Geburt betreut hat (ist bei uns nicht so üblich, ich kenne das nur von ambulaten Geburten). Ich hatte einfach die Stillberaterin (der ich übrigens sehr, sehr dankbar bin), die zum Glück nicht missioniert hat und mich verurteilt hat. Im Gegenteil, sie hat mir versichert, dass ich wirklich alles dafür getan hätte, damit es klappt. Und es trotzdem nicht hat sollen sein.

Im Bezug auf das Stillen wird man heute schon von der Umwelt extrem unter Druck gesetzt. Und für eine Perfektionistin wie mich ist es doppelt hart, wenn man dann "versagt" und nicht stillen kann.
Ich merke jedoch, dass es unserem Sohn gut geht und er wächst und gedeiht. Es war im Nachhinein trotz der bitteren Enttäuschung die richtige Entscheidung. Zumal es auch nicht mehr gegangen ist. Aber weh getan hat es damals schon.
Mittlerweile ist er knapp 6 Monate alt, isst dreimal am Tag Brei und ist bereits 72 cm gross und 8,8 kg schwer.

Es wäre sicher gut, wenn sich deine Freundin gegen diese Hebamme wehren würde und ihr sagen könnte, dass sie nicht mehr zu kommen braucht. Denn ausser dem Stillen scheint es ihr ja gut zu gehen. Für mich ist eh punkto Stillen nicht eine Hebamme Ansprechsperson sondern eine Stillberaterin. Ich kann ihr nur raten, ihrem Gefühl zu folgen. Wenn die Schwelle des Erträglichen erreicht ist und das Kind und man selber leidet, dann ist es besser, mit dem Kampf aufzuhören. Gäbe es eine Möglichkeit, dass du beim nächsten Hebi-Termin mit dabei wärst? Vielleicht hätte sie dann eher den Mut, sich zu wehren.

LG und alles Gute für dich und deine Freundin

Tarosti

Beitrag von brautjungfer 31.01.11 - 10:16 Uhr

hallo,

ich sehe das Problem darin, dass die Kleine nicht richtig saugen kann. mag viele Ursachen haben. evtl wird sie falsch angelegt. ich würd da mal eine andere Stillberaterin draufschauen lassen.
evtl. möchte deine Freundin auch gar nicht stillen und überträgt es unbewussst auf das Kind und daher die Probleme. wenn sie lieber Flasche geben will soll sie es tun.

lg

PS: deine Freundin ist doch volljährig und kann demnach selbst entscheiden ob sie stillen will oder nicht. da kann eine Hebamme sie gar nicht zwingen.

Beitrag von meandco 31.01.11 - 10:39 Uhr

hebamme rausschmeißen und nicht mehr reinlassen.

kind kann sie beim kia untersuchen lassen, sich selber beim fa, dazu sind die ärzte da #cool

ihre entscheidung in ehren - was nicht geht, geht nicht, und der stress macht es auch nicht besser. die hatte ja vermutlich schon angst wenn sie das kind nicht anlegt ... kein sehr positives gefühl fürs anlegen find ich #aerger

wenn sie noch mal in ruhe versuchen will, würd ich mich in der umgebung umhören nach ner guten stillberaterin und der die ganze geschichte erzählen. die kann noch mal gucken, ob was zu machen ist - aber ich denke, da ist psychisch schon zu viel passiert und stillen bei ihr viel zu negativ besetzt. das kind spürt das unbehagen der mutter und will dann auch nicht (was die mutter denkt und fühlt geht voll und ganz aufs baby über).

wie gesagt, wenn dann würd ich ihr nur zu nem neuen versuch raten, wenn sie sich gut fühlt und wirklich will und wen findet der sie positiv unterstützt und nicht sie zwingt.

zum zunehmen:
meine tochter war 6 monate voll gestillt, obwohl sie nur ca. 30 g die woche zugenommen hat. ich hatte das umgekehrte lied - alle wollten mich zwingen abzustillen und zuzufüttern und waren heilfroh als ich dann anfing einzelne mahlzeiten umzustellen. nach der ersten mahlzeit hatte sie in der woche 200 g zugenommen, und ich bekam auch gleich ein "sehen sie!!!!" rumgeknallt.
ich hab den satz dann eine woche später wieder zurückgegeben - 30 g zunahme ...

es gibt einfach kinder die wenig zunehmen, das ist zu akzeptieren, so lange sie sich gut entwickeln und keine körperlichen erkrankungen vorliegen ... daher würd ich mich in der diskussion echt drauf beschrenken, dass diese hebi echt ein ding der unmöglichkeit ist :-[

gibts irgendwo ein portal wo man hebis bewerten kann? für ärzte gibts das ja - wenns das für hebis gibt, würd ich das mal gleich dort vermerken!

lg
me

Beitrag von berry26 31.01.11 - 10:42 Uhr

Hi,

ganz ehrlich??

Selbst Schuld!! Hallo.... Eine Hebamme bietet eine Dienstleistung an und wenn ich damit nicht zufrieden bin, dann schick ich die Gute zum Teufel!
Wär ja noch schöner wenn ich vor jemanden der Geld mit mir verdient auch noch Angst hätte.#klatsch


LG

Judith

Beitrag von rahele 01.02.11 - 22:29 Uhr

Hey!
Kann es sein, dass du solche Probleme nicht hattest und dazu noch eine starke Persönlichkeit hast? Eigentlich wollte ich oben auf die Frage antworten, aber jetzt bin ich bei deiner Antwort hängen geblieben!
Ich bin sehr froh, das die Mutter um die es hier geht deine Antwort nicht gelesen hat!!!! Bei meinem ersten Sohn hatte ich auch erst unglaublichen Respekt und dann nachher Angst vor jedem Besuch meiner Hebamme.
Bin streng erzogen worden und darauf bedacht es anderen Recht zu machen und nicht aufzumucken und hatte dann noch eine Wochenbettdepression. Bei mir war das stillen eine absolute Katastrophe und ich habe erst viel später die Bestätigung bekommen das es hauptsächlich daran lag, dass mein Kind bei der Geburt einen Geburtsschock erlitten hatte. Ich habe mich in den ersten Monaten gegen niemanden wiedersetzt und musste meinen Weg für mich und meinen Sohn hart erkämpfen.
Vieles habe ich erst jetzt verarbeitet und überwunden, nachdem ich meinen 2ten Sohn ohne Probleme zur Welt gebracht hatte.
Auch hier war das stillen anfangs ganzz schlimm. Aber ich hatte diesmal eine andere Hebi (habe damals auch nicht gewusst, dass ich mir soviele Hebammen aussuchen kann wie ich will, denn ich hatte bei meinem ersten Kind 4 verschiedene, die alle rumgewurschtelt haben, was das Zeug hielt).

Ich finde deine Antwort sehr verletztend, denn ich kann es verstehen, wenn man nich in einer Notlage befindet und sich emotional gefangen fühlt.
Ich hoffe das du das nie einem Menschen so persönlich sagen wirst, oder dir so begegnet wird, wenn es dir schlecht geht.

Rahele

Beitrag von bunny2204 31.01.11 - 10:44 Uhr

Ich kenne das, ich wurde durch auseinflüsse auch unter Druck gesetzt. Nach 8 Wochen war ich so weit, dass ich meinen Sohn am liebsten im Wald ausgesetzt hätte....ich konnte nicht mehr. Das Stillen hat mir nie Spass gemacht, mein Sohn war nie richtig satt. Aber es ist ja soooo schlimm wenn man nicht stillt.

Nach 8 Wochen war ich fix und fertig, ich konnte nicht mehr und hab es gehasst Mama zu sein. Und so fing ich auch an abzustillen...und plötzlcih konnte ich meinen Sohn geniessen, hab nicht sofort losgeheult wenn er sich gemuckst hat und ich Angst hatte, dass ich wieder stillen musste.

Er wurde ein glückliches, gesundes Flaschenkind. Er ist jetzt 7,5 Jahre, hat keinerlei Krankheiten, ist so gut wie nie krank und auch sehr schlank - also all die Schrecklichen Dinge, die einem eingeredete werden sind nie eingetreten.

3,75 Jahre später wurde ich wieder Mama, ich hab versucht zu stillen, und nach 24 Stunden das Handtuch geworfen. Mein Zweite war total ausgehungert und aht sofort eine Riesenmenge weggeschluckt. Er wird im März 4 und für ihn gilt das selbe wie für unseren Grossen.

Tja, und unsere Prinzessin wird in 2 Wochen 2 Jahre alt....sie wurde nie gestillt, und auch sie ist putzgesund, munter und schlank.

Jetzt erwarten wir unser viertes Kind, ich werde stillen wieder versuchen, aber mich bestimmt nicht stressen.

LG BUNNY #hasi

Beitrag von anka1974 31.01.11 - 11:09 Uhr

Hallo,
ich habe leider aufgrund einer Brustentzündung mit Abzessbildung abstillen müssen. Med. Indikation gem. FA. Anders ging es nicht.
Trotz dem habe ich mir dermassen viel anhören müssen bis ich selbst auf den Tisch gehauen habe. Als erstes habe ich die Hebi rausgeworfen, dann meiner Mutter mitgeteilt, das ich mich nie wieder melden würden, wenn sie nicht aufhört u.ä.. Akzeptiert hat es niemand, aber hingenommen und nur noch hin und wieder gemeckert.
Ich muss aber sagen, meine Tochter hat nichts vermisst durch die Milch aus der Flasche. Der Stress liess nach und alles wurde ruhiger. Und genau das wir bei deiner Freundin auch passieren. Denn so wie du die Situation beschreibst läuft es nicht wirklich rund.
Nur leider sind Flaschenmamis in der Gesellschaft verpönnt egal aus welchen Gründen.

Unterstütz deine Freundin, das hilft.
Viele Grüße
SAndra

Beitrag von plaume81 31.01.11 - 11:49 Uhr

Hallo,

ich kann da verbissene am Stillen auch nicht verstehen.

Für mich war klar, dass ich stille, keine Ahnung warum. Aber ich bin nicht mit der "du-musst-stillen-stonst-bist-du-eine-schlechte-Mutter-Einstellung" an die Sache rangegangen. Zwergi hat auch, als er 3 Tage alt war, im KH Fertignahrung bekommen, weil ich es wollte (Hebammen haben gesagt, wenn wir das Gefühl haben, die Kinder brauchen etwas, dann sollen wir kommen). Stillen ist, für mich, etwas, was ich gerne mache bzw. gemacht habe und nicht mache weill ich es MUSS. Es bringt ja nichts wenn man sich jeden Tag den Kopf zerbricht ob ev. das baby mit einem Fläschchen besser zunehmen würde oder satter wird. Oder den Beikoststart jeden Tag herbeiseht nur um nicht mehr stillen zu müssen.

LG

plaume (die gerne 22 Monate gestillt hat)

  • 1
  • 2