Ich soll beim Gewerbeaufsichtsamt anrufen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von wuermchen2011 08.02.11 - 20:04 Uhr

Huhu,
ich hatte gestern schonmal geschrieben wg. starken Unterleibsschmerzen, giftigen Dämpfen bei mir im Geschäft und ein eventuelles BV.

War heute beim FA und hab folgendes zu hören bekommen:

also wegen den Schmerzen im UL meinte er, dass seien leichte Kontraktionen, der Mumu wäre aber geschlossen und der Gebärmutterhals nicht verkürzt es besteht also kein Grund für ein BV

Und bezüglich den giftigen Dämpfen solle ich das Gewerbeaufsichtsamt informieren, die überprüfen dann inwieweit die Dämpfe für mich gefährlich sind, und nur die können dann ein BV ausstellen.
Kurz zur Info: wir haben ne Reinigungsanlage, die Gesundheitsschädliche Dämpfe ablässt sobald man sie öffnet. Mit meinem Chef wurde vereinbart das ich informiert werde, falls die Anlage geöffnet wird. Nun gab es Situationen in denen die Anlage offen war und ich nichts wusste und somit natürlich in der Nähe der Anlage war. Dies hab ich meinem FA heute nochmal so geschildert und er kam mit dem Gewerbeaufsichtsamt.
Aber ich kann meiner Firma doch das Gewerbeaufsichtsamt nicht aufhetzen... oder? Was mach ich wenn die festellen dass es nicht gefährlich für mich oder mein ungeborenes Mäuschen ist, dann werde ich in der Firma ja nicht mehr glücklich bis zum Mutterschutz. Die machen mir ja die Hölle heiß.

Was würdet ihr machen? Und würdet ihr vielleicht wegen den Kontraktionen ne zweite Meinung einholen?

Beitrag von erbse2011 08.02.11 - 20:07 Uhr

also ich würde an deiner stelle mal ne zweite meinung holen.
weil das mit den dämpfen kann ja nicht angehen. die sind schädlich für dich und dein kecks.
ich selber habe ein BV deshalb bekommen WEIL bei uns mit schädlichen dämpfen etc zu arbeiten sind.
wie gesagt zweite meinung wär nicht schlecht.

Beitrag von knackundback 08.02.11 - 20:07 Uhr

Ich würde mich an das Gewerbeaufsichtsamt wenden.
Das hat ja nichts mit aufhetzen zu tun.
Und wenn Sie feststellen das die Dämpfe für Dich und Baby ungefährlich sind.. umso besser?

Ich würde aber vielleicht vor dem Anruf bei dem Amt noch mit dem Chef sprechen und Ihn informieren. Dann hat er auch nicht den Eindruck Du machst das "hintenrum".

LG

Miri

Beitrag von runa1978 08.02.11 - 20:14 Uhr

Öhm, Dein AG hat die SS doch hoffentlich dem Amt für Arbeitsschutz gemeldet?! Muss er nämlich...

Es ist nicht ungewöhnlich, daß die Damen und Herren von der Behörde mal stichprobehalber die Betriebe kontrollieren.

Du kannst dort doch anrufen, denen Deinen Fall schildern und wenn Bedenken von deren Seite aus bestehen, kommen die schon vorbei. Bitte sie doch, Deinem AG nichts von dem Anruf zu erzählen.

Alles Gute!

Runa

Beitrag von wuermchen2011 08.02.11 - 20:17 Uhr

Huhu Runa,

also wenn ich ehrlich bin weiß ich nicht ob mein FA meine SS dem Amt für Arbeitsschutz gemeldet hat. Muss er das wirklich??? Gibts da nen Paragraphen dafür?

Beitrag von runa1978 08.02.11 - 20:49 Uhr

Ich meinte nicht Dein FA sondern Dein Arbeitgeber :-)

Ich kann Dir mal etwas aus HH kopieren.. Lies Dir das mal durch.. wird in anderen Bundesländern (hoffentlich) auch gelten...

http://www.hamburg.de/muetter-startseite/1798460/mutterschutz-ag-pflichten.html

LG, Runa

Beitrag von carmen1081 08.02.11 - 20:50 Uhr

Was ist denn das für eine Aussagen von einem FA??????

Als ich in der 4.Woche mit ziehen im UL zum FA gegangen bin, wurde meine SS bestätigt. Ich habe für 14 tage einen Krankenschein bekommen und sollte mich schonen......Danach bekam ich sofort ein BV, da bei uns auch mit chemischen stoffen gearbeitet wird.
ich würde mich auch ans Gewerbeaufsichtsamt wenden.

LG Carmen (19.SSW)

Beitrag von zopf97 08.02.11 - 21:56 Uhr

Ich weiss ja nicht, wie Dein AG drauf ist, aber auch ER kann Dir ein BV erteilen!
Er kriegt das volle Geld zurück, hat also keinen finanziellen Schaden!

Vielleicht macht er es ja und Du kannst ins BV gehen OHNE Ärger mit dem Chef!

Beitrag von reisa83 08.02.11 - 23:17 Uhr

Hallo Würmchen,

ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Ich hatte auch auf der Arbeit mit giftigen Dämpfen zu tun.
Erst hat mein Chef die Sache auch ein bißchen auf die leichte Schulter genommen, so nach dem Motto "wir halten dich von den Dämpfen fern". Mein Chef musste eine Gefährdungsbeurteilung ausfüllen, die ich vom FA mitbekommen habe. Der Beurteiling zufolge bestanden für mich keine Gefahren am Arbeitsplatz.
Mein FA sah das aber nicht so und riet mir auch beim Gewerbeaufsichtsamt anzurufen. Ich fand es aber auch nicht richtig hinter'm Rücken vom Chef da anzurufen. Also habe ich meinen Chef noch mal drauf angesprochen, dass ich Bedenken wegen der Dämpfe habe und dass ich gerne beim Gewerbeaufsichtsamt anrufen würde, damit die mal nachmessen, ob das alles so ungefährlich ist.
Das wollte mein Chef dann irgendwie nicht so gerne und hat mich kurze Zeit später dann mit einem BV nach Hause geschickt.
Vielleicht reicht es bei dir in der Firma ja auch mal eine Andeutung bzgl Gewerbeaufsichtsamt zu machen.
Ich glaube die wenigsten Firmen gehen da bei Schwangeren ein Risiko ein, weil alles was beim Kind hinterher evtl "nicht in Ordnung" ist, wenn die Mutter während der Arbeit nicht geschützt wurde, auf die Firma zurückfällt.

Wünsche dir, dass sich bald alles regelt und du dir keine Sorgen mehr machen musst!#winke

reisa83