verheiratet, 2 tolle kinder, haus und trotzdem unglücklich

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von !? 09.02.11 - 22:45 Uhr

kennt ihr das auch, man hat eigentlich alles was sich viele wünschen und trotzdem fehlt salz im leben?
ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll mein mann und ich wir sind seit 2004 zusammen und eigentlich war es eine sher heiße und innige liebe aber seit gut nem halben jahr, ich weiß auch nicht fehlt mir das kribbeln der pepp! ich hab ihn versucht mal so mit der kirche ums dorf auszufragen wie es bei ihm ist aber irgendwie hab ich angst ihm zu sagen was wirklich bei mir sache ist.
ich will mich verlieben ich will schmetterlinge im bauch ich will salz und pfeffer.... aber irgendwie klappts nicht, ich habe mich dabei erwischt wie ich nachts im traum mich mit anderen männern verabrede mich verliebe(ich galube ich sollte mich schämen!). jeder geht seinen aufgaben mehr oder wenieger so gut es geht nach aber beziehung, naja reden wir nicht drüber...

ist es aus für unsere ehe? gehts euch auch so?

Beitrag von anyca 09.02.11 - 22:50 Uhr

Es ist normal, daß nicht 50 Jahre lang ständig Schmetterlinge flattern in einer Ehe. Wenn Du allein deswegen alles hinwerfen willst, hättest Du gar nicht erst heiraten sollen.

Beitrag von maywer ingni 10.02.11 - 01:20 Uhr

Ja, solltest Dich wirklich schämen.

Meiner Meinung nach bist Du nicht ausgelastet, sonst würdest Du solche Gedanken garnicht haben.....

Klar gibts in jeder Ehe mal schlechte Tage - aber man kann dem entgegensteuern.

Ein Verwöhnwochenende ohne Kinder oder sonstige gemeinsame Unternehmungen - in gutem Gleichgewicht zu Unternehmungen OHNE den Partner.


Wir sind 7 Jahre verheiratet und ich habe immer noch oft dieses Kribbeln

Beitrag von ntkm1987 10.02.11 - 03:26 Uhr

Hallo

Na die bisherigen Antworten waren ja sehr hilfreich#kratz.
Ich kenne es so zum Glück nicht, weiß aber das man Gefühle nun mal nicht steuern kann.
Du solltest allerdings das Gespräch mit deinem Mann suchen. Es geht Euch beide was an, schließlich kann sich nur was ändern wenn er weiß was Sache ist. Und es ist nix schlimmes daran ehrlich zu sagen was einem fehlt. Sei es der wilde Sex von früher, die gemeinsamen Unternehmungen ohne Kids oder was auch immer! Mach einfach den ersten Schritt und Rede am We offen und ehrlich mit ihm. Es kann ihm weh tun und auch erst mal verletzten, aber nur so habt ihr ne Chance das Ruder rum zu reißen!

Liebe Grüße von Tine

Beitrag von hezna 10.02.11 - 07:34 Uhr

Ja, das kenne ich auch. Das Gefühl kennt vermutlich jeder, der einen Partner länger als zwei Jahre hat.

Eine Beziehung geht durch verschiedene Phasen. Die, die mir weismachen wollen, auch nach 15 Jahren noch Schmetterlinge im Bauch zu haben, sind mir suspekt.

Im idealen Fall weiß man nach langer Zeit einfach, was man am eigenen Leben hat und schätzt sich glücklich, dass es einem besser geht als vielen anderen.

Im entgegengesetzten Fall geht die Kuh aufs Eis.

Kann es sein, dass du einfach zu satt bist? Dein Leben klingt reich und öde.

Evtl. solltest du deine Energie nicht in Tagträume stecken, sondern in ein neues Projekt.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von stubi 10.02.11 - 07:49 Uhr

***Die, die mir weismachen wollen, auch nach 15 Jahren noch Schmetterlinge im Bauch zu haben, sind mir suspekt. ***

Noch ist das falsche Wort, aber man kann sie duchaus WIEDER fühlen die Schmetterlinge, auch nach 17 Jahren.;-) Vor 2 Jahren haben wir unsere Ehe ganz neu gestaltet, nachdem wir fast vor der Trennung standen, u.a. aus genannten Gründen wie Alltagstrott, Langeweile miteinander, u.v.m.
Wir haben uns viel Mühe gegeben und irgendwann waren sie wieder da, die Schmetterlinge..., nicht täglich, aber ab und zu. Wenn wir 2 allein ohne Kinder wegfahren für 2 Tage und uns bewusst verabreden dazu, dann zum Beispiel, die Vorfreude auf was besonderes und die Zeit allein mit dem Partner löst die Schmetterlinge aus.

Beitrag von .unterwegs 10.02.11 - 09:10 Uhr

Hi

Die Gedanken hatte ich vor kurzem auch. Ich habe einen tollen Mann, auch 2 mehr oder minder wohlgeratene Kinder + Haus und das Gedankenkarusell begann sich zu drehen.

Ich bin auf den Schluss gekommen, dass ich in meinem privaten Bereich alles erreicht hab was ich wollte, und das noch bevor ich 30 wurde. Viel kommt da nichtmehr.
Und dass dieser Bereich quasi schon ausgefüllt ist, erzeugt eine Leere.

Auf der anderen Seite bin ich mehr als unzufrieden, wie es um den Rest meines Ego steht: beruflich bin ich nichtmal im Ansatz da wo ich mal sein möchte und auch in anderen Lebensbereichen gibts noch viel zu tun.

Vielleicht solltest du dir selbst darüber auch mal Gedanken machen. Warum deine plötzliche unzufriedenheit kommt, die ja eigentlich unberechtigt ist.

Ansonsten hätte ich noch eine Buchempfehlung: "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" von Eva-Maria Zurhorst

Gruß .unterwegs

Beitrag von lichtenstein 10.02.11 - 11:55 Uhr

Ich bin zwar nicht die TE, aber Deine Antwort hat mich sehr nachdenklich gemacht. An dieser nagenden Unzufriedenheit leide ich nämlich auch von Zeit zu Zeit. Dabei fallen mir dann die Dinge ein, die ich nicht gemacht oder erreicht habe und ich verliere den Blick für das, was IST.

Danke für diesen Denke-Schubs! #pro

Beitrag von .unterwegs 10.02.11 - 17:20 Uhr

gerne #liebdrueck

Beitrag von medina26 10.02.11 - 13:00 Uhr

Soviel zum Thema: Den Frauen kann man(n) es nie Recht machen. #augen

Versuche doch ein bisschen Drama in eure Beziehung reinzubringen, damit mal wieder etwas Action herrscht.#cool

Beitrag von frieda05 10.02.11 - 13:37 Uhr

ja... mooooiiinnnnn..... ;-),

hezna hat Recht. 25 Jahre Schmetterling? Nö. Die armen Kerle wären ja völlig fertig, Muskelkater in den Flügeln etc...

aber...

Gedanklich Ausflüge sind nicht untersagt, teilweise vielleicht auch normal. Man kann sich auch mal fremdverschmetterlingen.., kein Beinbruch. Schön ist aber auch, wie eine andere hier schon schrieb, die Metamorphose eines "langen ruhigen Flusses" in ein Wildwasser (oder zumindest ein Wildwasserbächlein). Das macht schöne, lange, respektable Beziehungen aus.

Unglücklich? Was ist unglücklich? Eine Situation, die man ändern kann, sollte man nicht so bezeichnen.

GzG
Irmi

Beitrag von pu-tschi 11.02.11 - 13:48 Uhr

"fremdverschmetterlingen"- Daumen rauf für diese wundervolle treffende Wortschöpfung!

Beitrag von so-gings-mir-auch 11.02.11 - 15:07 Uhr

Hallo du,

bis vor Kurzem gings mir ähnlich. Wir haben einen Sohn miteinander, die Beziehung war immer gut ... bis auf die üblichen Reiberein. Da kam mir ein anderer Mann ganz recht. NEIN, ich hatte nix mit ihm, aber ich hatte kribbeln im Bauch und war wohl schon etwas verliebt.

Im Endeffekt war es das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe mit meinem Schatz darüber gesprochen, ihm alles erzählt. Im Grunde brauchte ich ja kein schlechtes Gewissen zu haben, ich hab ja nix gemacht. Es war mal eine Zeit lang echt schwer und es ging meinem Schatz sehr schlecht, aber wir haben uns erholt ... und unser Liebesleben ist so schön wie noch nie!!! #verliebt

Sag es ihm, es wird euch helfen.

Und das mit dem neuen Projekt kann ich unterstreichen. Ich hab in diesem Sinne kein neues Projekt, aber ich geh jetz viel mehr raus. Mein Schatz schickt mich regelmäßig zum fort gehn mit meinen Freundinnen, ich kann auch mal einen Kaffee trinken gehn ohne den Kleinen ... es ist super!!!!! Und es kommt nicht so schnell der böse Alltag rein!