Einschulung und einpinkeln :-(

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bluemotion 11.02.11 - 09:08 Uhr

Hallo, liebe Mamas

Ich wende mich heute an euch, weil ich eine Frage zu meiner Schwester ihren Sohn habe und wrikloch hoffe, das mir jemand helfen kann.

Mein Neffe ist im Nov 6 Jahre geworden und wird dieses Jahr eingeschult.Er ist Einzelkind. Allerdings braucht er Nachts eine Windel, weil er Pipi noch nicht unter Kontrolle hat. Am Tag ist es so, das er zu spät auf die Toilette geht. Und dann gehts in die Hose. Er hat am Tag keine Windel an, weil es ansonsten immer gut klappt. Aber wenn etwas Aufregendes passiert (Besuch kommt, spielen etc.) dann vergißt er sich und pinkelt ein. Meine Schwester und Schwager reagieren meiner Meinung nach völlig falsch, indem sie ihn vor gesammelter Manschaft mit Popoklapsen und bösen Worten/Blicken bestrafen. Er macht es immer und immer wieder.
Ich glaube aber, das er das nicht absichtlich macht oder aus Protest. Ich weiß auch, das es sein kann, das ihm ein bestimmtes Hormon fehlt, welches verhindert, das er nachts aufwacht um auf die Toilette zu gehn.
Aber vielmehr denke ich, das das psychisch ist bei ihm:-( (so wie meine Schwester/Schwager mit ihm umgehen)
Mir fällt es schwer meiner Schwester das zu sagen, ist auch nicht meine Aufgabe. Aber wenn er im August in die Schule kommt und in den Pausen wird gespielt oder er traut sich nicht in der Unterrichtsstunde zu fragen (er ist recht schüchtern), dann gehts doch sicherlich wieder in die Hose...und die ganzen Kinder lachen ihn aus#zitter

Habt ihr eine Idee wie ich es meiner Schwester schonend sagen kann? Ich habe ihr ja bereits eine Wink gegeben, das es für ihn nicht gerade toll ist, vor allen Leuten kleingefaltet zu werden. Das würde das Gegenteil bewirken. Aber sie sind sich so sicher, das der Kleine das mit Absicht macht:-(

Wäre schön, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte, was ich meiner Schwester sagen könnte. Mir gehts um den Jungen, er tut mir total leid#schmoll

Lieben Gruß
S. mit Larissa 6,5 Monate

Beitrag von hellokittyfan-07 11.02.11 - 09:23 Uhr

hallo, also vor allen leuten ihn beschimpfen geht garnicht. die eltern müssen ihn halt einfch öfters erinnern und fragen ob er auf die toillette muss. vom schlafen gehen nochmal auf die toillette und abends nicht mehr so viel trinken. aber wie DUes nun am besten diner schwester erklärst weiß ich leider auch nicht, ich würds meiner einfach so sagen ohne zu überlegen.
lg.

Beitrag von vonne83 11.02.11 - 09:28 Uhr

Hallo,
Finde es auch nicht richtig wie deine Schwester damit umgeht!
Mein Sohn kommt auch im September in die Schule, und braucht Nachts auch meistens noch eine Windel!Weil es einfach zu viel trinkt, bringe es aber einfach nicht übers Herz ihm abends nichts mehr zu trinken zu geben.
Manchmal geht auch noch was in die Hose wenn er zu beschäftigt ist und ers vergisst! Das geht aber ganz vielen so, nur wird dass von den Eltern totgeschwiegen.
Meinem Sohn ist dass dann auch super peinlich, und wenn er dann noch ärger bekommen würde...
Kein Wunder ist dein Neffe so schüchtern!
LG Vonne

Beitrag von ma-lu 11.02.11 - 09:47 Uhr

Hallo,

ich kann verstehen, dass Du Skrupel davor hast, deiner Schwester in die Erziehung reinzureden. Du kannst nicht wissen, wie sie reagiert und willst wahrscheinlich auch keine Familienstreitigkeit heraufbeschwören.

Allerdings: ich arbeite selbst an einer Grundschule und betreue im Moment dort einen Sechsjährigen, der tagsüber einnässt (und nachts noch eine Windel trägt). Der Junge hat's dadurch sehr schwer, eigentlich denkt er den ganzen Vormittag nur daran, ja nicht in die Hosen zu pinkeln - aus Angst vor den Hänseleien seiner Mitschüler. Und doch passiert es immer wieder. Er kann sich dadurch auf den schulischen Lernstoff nicht konzentrieren, fällt in seinen Leistungen immer mehr zurück. Leider sperren sich die Eltern gegen eine Untersuchung - ihr Kind sei schließlich "nicht verrückt".

Dass Deine Schwester denkt, der Junge täte das "absichtlich", ist schon ein starkes Stück. Jeder normaldenkende Mensch glaubt doch nicht daran, dass sich ein Fünfjähriger absichtlich in solch peinliche Situationen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Schwester sich aus reiner Hilflosigkeit "zurechtgeredet" hat, er täte das absichtlich. Vielleicht hat sie Angst vor einer Diagnose, vor einem Stempel "gestörtes Kind". Dann ist es schwierig, an sie ranzukommen. Wenn du mit ihr redest, solltest du am besten damit anfangen, dass du dir Sorgen um das Kind machst (von wegen Schule usw.). Besser sagst du nicht, dass du denkst, sie gehe mit dem "Problem" falsch um - sie soll das Gefühl haben, Du verstehst sie. Floskeln wie "Das ist bestimmt total schwer für dich" helfen da ungemein...
Und vielleicht gibts du ihr dann einfach folgenden Artikel:

https://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5&page_id=218

Der ist ganz gut, erklärt die Sachlage und wie geholfen werden kann. Dann entgehst Du erstmal einer Diskussion, sie hat Gelegenheit, sich das durchzulesen, es setzen zu lassen - und dann redet sich's vielleicht ein bisschen entspannter. Vielleicht bittest Du auch jemand anderen, der sich gut mit ihr versteht (Eure Mutter?) darum, mal zusätzlich mit ihr zu reden. Wenn sanfter Druck von mehreren Seiten kommt, könnte das auch einen Denkanstoß bei ihr erwirken.

Und sonst: Rede Du mit dem Kind mal, wenn ihr ungestört seid. Vielleicht sagt er dir ja, wo sein Problem liegt. Kinder können das manchmal sehr gut.

LG
Ma-Lu

Beitrag von saccy 11.02.11 - 09:52 Uhr

sag es deiner schwester einfach mitten ins gesicht. so wie sie es macht ist total falsch.

meine tochter 5 1/2jahre macht nachts auch noch ins bett. tagsüber wenn sie intensiv spielt vergisst sie es auch manchmal noch und geht einfach zu spät auf die tiolette. wir wechseln dann einfach die sachen und gut ist. ich sage ihr dann noch das sie das nächste mal doch eher einfach gehen soll und wenn ich merke das sie es wieder vergisst dann erinnere ich sie einfach.

nachts haben wir ein belohnungssystem eingeführt. wir haben vom neurologen (sind dort wegen dem einnässen und leichter entwicklungsverzögerung) bunte din A4 blätter bekommen. auf einem blatt sind 4 wochen drauf. für jeden tag wo sie trocken ist früh darf sie eine sonne rein malen. wenn sie 3 nächte in der woche trocken war ist sonntag unser spiele tag. bei 4 nächten darf sie sonntag die hausfrau sein (abwaschen, wäsche aufhängen, staubsaugen und so) da sie es liebt im haushalt zu helfen. bei 5 nächten unternehmen wir was zusammen (spielplatz, zoo oder so).
das amchen wir jetzt seit 4 wochen so und ich muss sagen, es klappt. die erste woche war sie nur 2x trocken, in der 2 schon 3x und in der 3 sogar 4x. jetzt in dieser woche war sie 2x trocken erst trocken.
meine maus freut sich immer total wenn sie eine sonne rein malen darf.

wenn meine tochter nachts ein macht traut sie sich nicht auf zu stehen und die treppe runter zu kommen da mein mann dann immer sagt das sie ne einpullerliese ist. ich mache es nun so das ich mit ihr immer sofort ins bad gehe und sie komplett fertig mache so das es mein mann nicht mit bekommt. er sagt es zwar aus spass aber ich merke das es für die kleine kein spass ist.

sage deiner schwester also das sie damit sofort auf hören soll denn wenn der kleine mann in die hose macht ist ihm das selber unangenehm. sie solle ihm frische sachen geben und ihn in einem freundlichem ton sagen das er einfsch öfter auf die toilette gehen solle. deine schwerster soll ihn aber auch daran erinnern wenn er es vergisst. auserdem solle sie sofort auf hören ihn auf den po zu hausen. das sind methoten aus steinzeit. mit schlägen (auch wenn es nen klatsch "nur" ist) erzieht man keine kinder.

LG saccy mit loreen sofie