Zu Vorfall beim Arzt letzte Woche

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 13:30 Uhr

Nachdem die Blutabnahme in der letzten Woche ja nicht so doll lief (Arzt meckerte mit meiner Tochter und bezeichnete sie als affektiert: (http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&id=3010309) waren wir gestern bei einem neuen Kinderarzt.

Leider lief das auch nicht so doll, weil der Arzt erstmal alles in Frage stellte. Er sagte, er glaube nicht, dass die Schilddrüsenunterfunktion für die Schlafprobleme verantwortlich ist. 1. seien die Symptome nicht die einer Unterfunktion und 2. sei diese so gering, dass er Schlafprobleme in dem Zusammenhang für unmöglich hält. Er riet uns dazu, die Tropfen 14 Tage abzusetzen und dann einen weiteren Bluttest zu machen. Als ich ihn darauf hinweis, dass für uns ein deutlicher Zusammenhang zu erkennen ist und unsere Tochter abends extrem unruhig ist, wenn wir die Tropfen morgens vergessen hätten, hielt er das für eine Art "Placebo". "Da sieht man mal wie wichtig Rituale sind." sagte er und grinste irgendwie sehr überheblich.

Na toll. Wir sind auf unseren Kinderarzt angewiesen, weil er uns die Tropfen verschreiben muss.

Und ich wollte eigentlich nur einen netten Arzt finden, der meiner Tochter mit etwas mehr Einfühlungsvermögen das Blut halbjährlich abzapft. Als ich ihn fragte, ob wir das wenigstens mit einem Butterfly und einigermaßen freiwillig machen könnten, sagte er, dass ich meine Tochter damit überfordern würde. Sie sei nicht dazu in der Lage, das freiwillig über sich ergehen zu lassen. Ich wusste nichts mehr dazu zu sagen und beließ es erstmal dabei.

Wir brauchten außerdem noch eine sportärztliche Untersuchung für das Rollkunstlaufen und eine Eintragung in den Sportpass. Dazu wollte er dann erstmal eine Grundstzdiskussion über den Sport an sich führen. Ob sie denn dafür nicht noch etwas jung sei und dass sie mit ihren 4 Jahren ja überhaupt nicht Rollschulaufen könne. "Wieso nicht?" Weil sie keinen Hampelmann könne, den können Kinder erst mit 6 und dass man sie damit dann auch überfordern würde. Und dass sie noch Nestwärme brauche und.... ich wußte nicht, dass sich Sport und Nestwärme ausschließen. Komischer Vortrag jedenfalls. Den Stempel haben wir aber wenigstens bekommen.

Beitrag von arielle11 11.02.11 - 13:41 Uhr

Hallo!

Also nur mal so am Rande!

Ich habe auch länger gebraucht um einen Augenarzt für meine kleine Tochter zu finden. Und ich habe mehr als 2 ausprobieren müssen.

Ergo wirst Du Dich wohl über übel nochmal auf die Suche machen dürfen, ich finde es ist einfach sehr wichtig Vertrauen in die Ärzte zu haben, die unsere Kinder behandeln.

Und auch wenn ich einen guten Augenarzt für meine Tochter habe, so fahre ich trotzdem 1x im Jahr zu Uni nach Köln (obwohl wir hier auch eine Uni-Klinik haben) zur Kontrolle. Denn dort habe ich wirklich 100% Vertrauen und weiß das meine Tochter sehr gut behandelt wird.

Lg arielle

Beitrag von malso.malso 11.02.11 - 13:48 Uhr

Hunderte von Geisterfahrern, nur ich fahre richtig...


Also der nächste Arzt ist auch nicht recht, weil er auf den Boden seiner langjährigen Ausbildung eine Diagnose in Frage stellt die in der Tat fragwürdig ist.

Eine Schilddrüsenunterfunktion mach ja eher schlapp und müde. Daher erscheint es erstmal tatsächlich ungewöhnlich, daß das Vergessen der Hormonsubstitution dein Kind unruhig machen sollte.
Ich kann mir da in der Tat eher eine Übertragung/Plazebo-Effekt vorstellen:
Du hast beschlossen, daß ihr diese Tropfen beim Schlafgen helfen.
Wurden sie mal vergessen bist DU unruhig, überträgst das auf dein Kind.

Zum Blutabnehmen:
Ich kenne kaum Kinder die -in Kenntnis dessen was sie erwartet- dem Ganzen fröhlich entgegensehen.
Sicher sollte man einfühlsam sein, aber wichtig ist imho v.a. das es schnell geht.
Ich bespreche soetwas bereits zu Hause und fände es eher lästig, wenn meinm Kinderarzt dann erstmal stundenlan gequatscht würde, das erhöht doch die Angst nur.
Ankündigung dass es jetzt wehtut und fertig.


Und wenn der Kinderarzt Rollschuhlaufen mit 4 doof findet (und es gibt ja nun wirklich Sportarten die einem für nen 4-Jährigen eher in den Sinn kämen), dann kann er das doch äußern, oder?

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 14:15 Uhr

"Hunderte von Geisterfahrern, nur ich fahre richtig..."

Ach Blödsinn. Aber hätte ich damals auf den ersten Kinderarzt (der ja auch langjährige Erfahrung hatte) gehört, dann hätte ich mein Kind mit 5 Monaten schon geferbert. Dann habe ich den Kinderarzt gewechselt und landete bei unserer Frau Doktor. Sie machte erstmal gar nichts. Bis meine Tochter 2 war und immer noch mehr als schlecht schlief und vor allem beim Einschlafen ungewöhnlich zappelig/hyperaktiv war. Da bekam ich dann Sedaplus, ein Schlafmittel für Kinder. Hätte ich auf sie gehört, dann hätte meine Tochter vielleicht geschlafen, die Ursache wäre aber nie geklärt worden. Ich blieb also hartnäckig und mit 2 1/2 gab es dann endlich eine Blutuntersuchung.

Glaub mir, aber ich war alles andere als überzeugt davon, dass diese Schilddrüsen-Tropfen uns helfen könnten. Das haben sie aber. In der 2. Nacht schlief sie bei Oma und Opa. Denen haben wir nichts davon gesagt. Die Reaktion am nächsten Morgen war: "Habt Ihr der Schlafmittel gegeben?" Haben wir Oma und Opa vielleicht auch unterbewusst beeinflusst?

Außerdem fällt es oftmals erst am nächsten Morgen auf, wenn wir dir Tropfen vergessen haben. Es ist nicht so, dass wir abends dann wie aufgescheucht rumrennen und schon voreingenommen sind, dass es eh nicht klappt.

Ich weiß, dass die Symptome eher für eine Überfunktion sprechen. Es ist doch aber auch bekannt, dass es immer Ausnahmen gibt. Und wenn ich im Bekanntenkreis rumfrage, sind dort viele (insbesondere) Frauen, die mit Unterfunktion über Schlafstörungen berichten. Kann ich doch nichts für, wenn diese Patienten alle kein Gehör finden und das Phänomen nicht mal genauer untersucht wird.


"Ich kenne kaum Kinder die -in Kenntnis dessen was sie erwartet- dem Ganzen fröhlich entgegensehen."

Darum geht es doch gar nicht. Sie kann weinen und Angst haben. Ich möchte aber nicht (mehr), dass diese Angst völlig ignoriert wird und sie an Händen und Armen von drei Leuten fixiert wird. Sowas geht einfach nicht, das habe ich letzte Woche gelernt.


"Und wenn der Kinderarzt Rollschuhlaufen mit 4 doof findet (und es gibt ja nun wirklich Sportarten die einem für nen 4-Jährigen eher in den Sinn kämen), dann kann er das doch äußern, oder?"

Ja klar kann er das. Aber das mit Nestwärme in Verbindung zu bringen, finde ich schon sehr anmaßend. Der kennt uns doch gar nicht, hat einfach ein Pauschalurteil getroffen. Was glaubst Du wie meine Tochter das getroffen hat, dass sie angeblich keinen Hampelmann kann? Es wäre einfach schön, wenn sich Ärzte mehr mit den eigentlichen Patienten, nämlich den Kindern, befassen und versuchen würden, sie erstmal kennenzulernen anstatt sie in diese Altersschiene zu stopfen. Wenn er mir NACH einer Untersuchung gesagt hätte, dass das Kind fürs Rollschuhlaufen nicht geeignet ist oder mir eine bessere Sportart empfohlen hätte... Ok, aber so war es einfach nur dümmlicher Blödsinn, den er erzählt hat.

Beitrag von dina131283 11.02.11 - 17:13 Uhr

Was für Tropfen bekommt sie denn?


Und das sie nach einer vergessenen Einnahme sich anders verhält, halte ich für fragwürdig!

Ich habe gerade wieder ein paar Untersuchungen hinter mir. Meine SD wurde 2004 entfernt.
Und gestern hat man mir zum wiederholten Male gesagt, das man sich erst nach ca 2 Wochen besser/schlechter fühlt, nach weg lassen der Medikation und auch erst nach mindestens 4 Wochen, eher 6 Wochen, im Blut etwas nachweisbar ist.

Weil die Sd langsam arbeitet.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 17:33 Uhr

"Und das sie nach einer vergessenen Einnahme sich anders verhält, halte ich für fragwürdig!"

Ich zitiere aus http://www.schilddruesenguide.de/sd_hormontherapie.html

"Es ist individuell unterschiedlich, ob das einmalige Auslassen bemerkt wird. Normalerweise wird mit der täglichen Einnahme der körpereigene Speicher aufgefüllt, aus dem sich der Körper dann bei Bedarf bedient. Es ist also nicht so, dass der Inhalt der morgendlichen Tablette exakt dem entspricht, was an dem jeweiligen Tag verbraucht wird. Schilddrüsenhormone sind so wichtig, dass der Körper immer eine gewisse Menge davon in Reserve hat. Die Tablette kann komplett weggelassen werden. Auf keinen Fall sollten am nächsten Tag zwei Tabletten eingenommen werden! Bei einzelnen Betroffenen scheint diese Speicherung allerdings nicht richtig zu funktionieren, so dass sie sehr schnell Unterfunktionssymptome bemerken."

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

au weia. Viel Glück bei der weiteren Suche.

Beim Kinderarzt für meine Maus hatten wir beim ersten Treffer Glück.
Ich selbst habe schon einige durch. Doof, aber die Suche hat sich gelohnt.

Drücke euch die Daumen, dass ihr schnellst möglich jemanden findet, der medizisch was drauf hat und der euch vom Vertrauen her passt. Das gibt es :-)

Beitrag von sunshine7505 11.02.11 - 14:09 Uhr

Hallo,
ehrlich gesagt, ich wäre an eurer Stelle froh über diese Zweitmeinung. Es hört sich doch sehr plausibel an. #gruebel
Aber was ich eigentlich schon die ganze Zeit loswerden wollte: ich meine, was die Behandlungen (Blut abnehmen z.B.) beim Arzt betrifft, kann man die Kinder auch ganz schön verrückt machen. Ich denke, je weniger man ein Thema draus macht, um so weniger steigert sich das Kind dann rein. Meine Tochter macht da nie Theater. Als man ihr im Krankenhaus Zugänge gelegt hat, hat sie interessiert zugeschaut und nur einmal die Luft zwischen den Zähnen eingezogen. Die Angst und Nervosität der Eltern überträgt sich doch auf die Kinder. Man kann auch von dem Arzt nicht verlangen mit jedem Kind ewig herumzudiskutieren, dazu haben die einfach auch keine Zeit.
Sorry, meine Meinung.
LG Katja mit Julia (5) und Sebastian (2) #sonne

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 14:21 Uhr

"Es hört sich doch sehr plausibel an."

Plausibel, was die gängige Beschreibung der Krankheit, betrifft. Nicht plausibel, was unsere Erfahrungen angeht.


"Die Angst und Nervosität der Eltern überträgt sich doch auf die Kinder."

Ich war letzte Woche weder ängstlich noch nervös. Ich hatte sie kurz vorbereitet, dass es passiert und dann sind wir dahin gegangen. SIE war aber ängstlich und nervös. Und Frau Doktor ist null darauf eingegangen und hat sie auch noch angemault. Super....


"Man kann auch von dem Arzt nicht verlangen mit jedem Kind ewig herumzudiskutieren, dazu haben die einfach auch keine Zeit."

Kann man nicht? Dann darf ein Zahnarzt dein Kind mit drei Leuten festhalten und ihm unter Zwang einen Zahn ziehen, nur weil er keine Zeit hat, ewig herumzudiskutieren? Es ist mir echt egal, wie andere das sehen, ich habe jedenfalls gelernt, dass auch ein Kind Persönlichkeitsrechte hat und sich nichrt unter Zwang Blut abnehmen lassen muss. Insbesondere weil wir hier nicht von einer schweren Krankheit reden und die Blutabnahme notfalls auch noch ein viertel Jahr später stattfinden kann. Es soll übrigens auch Ärzte geben, die sich die Zeit nehmen, einem Kind beispielsweise erstmal alles zeigen und erklären, kleinere Nadeln verwenden usw. Solche Ärzte gibt es, nur findet man sie schwer.

Beitrag von 221170 11.02.11 - 14:26 Uhr

Ich sehe das ganze zweigeteilt.

Einerseits kennt wohl jeder die Problematik. Bei jedem Kia stimmt irgendwas nicht. Unser jetziger verschreibt alles, was man will bekommt man. Finde ich nicht immer gut. Und wurschtig ist er auch, ich hatte kürzlich geschrieben wie sehr er uns geraten hat zu warten mit den Paukendrainagen und was dann dabei raus kam.
Ich überlege auch zu wechseln. Aber ein Haar in der Suppe findet man immer, damit muß man sich aber abfinden und sich das ganze auch mal von einer anderen Seite betrachten.

Die andere Seite:
Ich finde das der Arzt recht hat wenn er sagt das wohl kaum ein Kind sich das Blutabnehmen in aller Ruhe gefallen lässt. Ich würde aber nicht ein solches Gedönse beim Arzt veranstalten. Zuhause kurz ansprechen und fertig. Erwartest du ernsthaft das sie sagt:Oh ja toll, mach mal? Sicher nicht, Butterfly hin oder her.

Und warum akzeptiert ihr keine Zweitmeinung bezgl. der Schilddrüsensache? Ich glaube, ihr habt euch voll darauf eingeschossen. Und sie mittlerweile auch. Mich würde interessieren wie es ist wenn ihr ihr abends Tropfen aus Wasser gebt. Wer hat denn die Unterfunktion festgestellt? Warum geht ihr nicht weiter dort hin, die oder der scheint ja überzeugt davon zu sein das sie das hat, also könnt ihr sie ja da weiterbehandeln lassen und braucht euch nicht mit "Ungläubigen" herumzuschlagen.
Ich bin leider auch kampferprobt was Terrorschläfer angeht und ich weiß das das nicht immer einen Grund haben muß. Zumindest keinen "meßbaren". Das verarbeiten vom Tag reicht oft schon aus um die Nacht schlaflos zu machen.

Ich finde das ihr im ganzen immer ein ganz schönes Gedönse veranstaltet, ob es die Trainer sind, der Arzt oder wer auch immer.
Ein bisschen weniger wichtig tut jedem ganz gut.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 14:40 Uhr

Also nochmal zur Erklärung dieser Schilddrüsensache:
Ich hatte immer schon den Verdacht, dass das Schlafverhalten meiner Tochter nicht so ganz normal ist. Es war einfach sehr extrem. Mit 2 bekam sie Sedaplus, das habe ich ihr aber nicht gegeben, weil ich mir dachte, dass sie damit vielleicht schläft, die Ursache aber nicht behoben ist. Ich blieb hartnäckig und sprach es immer wieder an. Mit 2 1/2 gab es dann eine Blutuntersuchung: Allerdien, Schilddrüse usw. um organische Ursachen abzuklären.

Die Diagnose lautete "Schilddrüsenunterfunktion". Wir bekamen Tropfen (Schilddrüsenhormon), die sie MORGENS eine halbe Stunde vor dem Frühstück nehmen muss. Also schon mal nichts mit "abends mal Tropfen Wasser geben". Sie selbst weiß zwar, dass diese Tropfen für ihre Schilddrüse sind, wir haben aber bewusst nie einen Zusammenhang zum Schlafen hergestellt. Und wir haben auch selbst nicht daran geglaubt, dass das helfen wird, weil die Werte nicht so stark abwichen. Außerdem auch, weil die Symptome der Unterfunktion laut Beschreibung genau gegensätzlich sind.

Wir gaben ihr also diese Tropfen, anfangs zu hoch dosorirt, weil man die Dosierung erst nach weiteren Blutkontrollen einstellen muss. Auf jeden Fall schlief sie an diesem Abend erstaunlich schnell ein. Anstatt einer Stunde mit Gezappel, brauchte sie nur noch eine viertel Stunde und sie war wesentlich ruhiger. In der nächsten Nacht schlief sie bei den Großeltern. Denen hatten wir nichts gesagt und auch vergessen, die Tropfen mitzugeben (hatten sie aber morgens noch gegeben). Als meine Eltern sie morgens wiederbrachten, fragte sie: "Habt Ihr ihr Schlafnmittel gegeben?" Das ist kein Witz... es fiel ihnen auch auf. Im Laufe der zeit vergaßen wir die Tropfen einige Male. Außerdem lässt die Wirkung nach 6 bis 8 Wochen nach und man muss neue Tropfen besorgen. Auch das merken wir am Einschlafverhalten sehr deutlich. Natürlich sind wir davon überzeugt, zumal wir mittlerweile im Bekanntenkreis ein weiteres Kind mit den gleichen Symptomen kennen.

Und warum wir nicht weiter zu dem Arzt gehen, der die Diagnose gestellt hat? Weil das die Ärztin ist, die letzte Woche bei der Blutabnahme so garstig war. Da kriege ich das Kind nicht mehr hin, höchstens an den Ohren....

Beitrag von 221170 11.02.11 - 14:48 Uhr

Ich will das gar nicht so anzweifeln, aber ich will auch nicht ausschließen das es das NICHT ist, sondern vielleicht gar nichts.

Extremes Schlafverhalten findet man überall. Meine Tochter war nachts fast ein ganzes Jahr lang über 2-4 Stunden wach. Einfach so.
Mal war es besser, mal schlechter. Hätte mir jetzt wer gesagt sie hätte die Diagnose XY, gib ihr Medikament ZQ und sie hätte dann wieder etwas besser geschlafen, dann hätte ich den Zusammenhang auch geglaubt.

Dann tausche halt abends gegen morgens aus, meine Güte, du weißt doch genau was ich meinte.

Ich finde einfach, ihr seid so langsam etwas "drüber", ob es der Trainer ist oder der Arzt, immer stimmt was nicht und es gibt immer was zu bemäkeln. Es sagt ja keiner das du zusehen sollst wie sie von einem garstigen Arzt angekeift wird beim Blutabnehmen, da würde jeder reagieren. Aber ihr fördert auch so ein bisschen ein "Sonnenkönig-Verhalten" und merkt es nicht.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 14:58 Uhr

"Dann tausche halt abends gegen morgens aus, meine Güte, du weißt doch genau was ich meinte."

Ich denke, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob die Tropfen Teil eines Zubettgehrituals sind oder aber 14 Stunden VOR dem Zubettgehen eingenommen werden und man abends nicht mehr daran denkt.


"Hätte mir jetzt wer gesagt sie hätte die Diagnose XY, gib ihr Medikament ZQ und sie hätte dann wieder etwas besser geschlafen, dann hätte ich den Zusammenhang auch geglaubt."

Ja ist ja super. Nur dass sie Tropfen auch braucht, um die Schilddrüsenwerte einzustellen. Wir haben es schwarz auf weiß in einem Blutcheck und wiederholen den halbjährlich. Vorher waren die Werte schlecht, jetzt sind sie gut. Und schlechte Schilddrüsenwerte können auch zu dauerhaften Entwicklungsverzögerungen führen. Wir brauchen also nicht weiter darüber zu sprechen, ob wir die Tropfen weglassen oder nicht, weil wir den Nachweis haben, dass sie sie braucht.


"Ich finde einfach, ihr seid so langsam etwas "drüber", ob es der Trainer ist oder der Arzt, immer stimmt was nicht und es gibt immer was zu bemäkeln."

Ich könnte dir einige Personen aufzählen an denen ich nichts rumzumäkeln habe, wie z. B. die Erzieherinnen und die Ballettlehrerin. Die sind toll, weil sie sich MÜHE geben. Und ich verlange nicht mehr und nicht weniger als dass sich JEDER Mühe gibt.


"Aber ihr fördert auch so ein bisschen ein "Sonnenkönig-Verhalten" und merkt es nicht."

Ich habe eher den Eindruck, dass die meisten anderen Leute sich immer mehr der allgemeinen Scheißegal-Stimmung anpassen und viel zu wenig hinterfragen.

Beitrag von 221170 11.02.11 - 15:14 Uhr

Was ein Müll, sorry.

Jeder der nicht so ein Gewese veranstaltet hat eine Scheißegal Stimmung?


Ich empfinde dich als sehr anstrengend und ihr kommt auch nicht gut damit zurecht wenn nicht immer alles so läuft wie ihr euch das vorstellt.
Ich meine damit NICHT das Blutabnehmen, so was geht nicht, das ist klar.
Aber ihr seid immer drüber.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 15:17 Uhr

"Aber ihr seid immer drüber."

Nein, ich berichte hier nur von Vorfällen, wo wir "drüber" sind. Ich kann ja morgen mal ein Sinnlosthread eröffnen, wo ich von "Friede, Freude, Eierkuchen" berichte. Hab ich auch schon mal gemacht. Aber wen interessiert das bitte? Außerdem wirkt es nur so, als ob wir "drüber" seien. In Wirklichkeit sind wir eher "drunter", weil ich nämlich meist nicht so richtig weiß, was ich darüber denken soll, sonst würde ich nicht hier darüber schreiben.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 14:42 Uhr

"Ich würde aber nicht ein solches Gedönse beim Arzt veranstalten. Erwartest du ernsthaft das sie sagth ja toll, mach mal? Sicher nicht, Butterfly hin oder her."

Was ich erwarte ist, dass der Arzt sich Zeit nimmt und sie damit nicht gleich überfällt. Ich möchte, dass der Arzt mit mir gemeinsam eine Strategie entwickelt, wie wir dem Kind die Panik nehmen. Es kann nicht sein, dass man sie zu dritt festhalten muss. Die kriegt einen Schaden fürs Leben.

Beitrag von 221170 11.02.11 - 15:11 Uhr

Das seh ich auch so.
Aber wenn das alles wäre....aber das ist es ja nicht.
Irgendwo stimmt ja immer irgendwas nicht und irgendwer macht es nicht richtig oder nicht gut genug.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 15:15 Uhr

"Irgendwo stimmt ja immer irgendwas nicht und irgendwer macht es nicht richtig oder nicht gut genug."

Ach so und deswegen muss man sich damit abfinden und darf sich darüber nicht mehr aufregen? Ich gebe doch auch mein Bestes, wenn ich meinen Job mache. Und wenn ich das nicht täte, würde man mich nicht bezahlen.

Beitrag von 221170 11.02.11 - 16:45 Uhr

Vergiß es.
Ihr regt euch über so vieles auf, kaum jemand kann es recht oder richtig machen.

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 16:50 Uhr

"Ihr regt euch über so vieles auf, kaum jemand kann es recht oder richtig machen. "

Und ich sage es nochmal:
Es gibt einige, die es super machen. Über die brauche ich hier jedoch nicht zu schreiben. Ich schreibe in der Regel nur dann, wenn mich was aufregt und deswegen sieht es vielleicht so aus, als könnte es uns niemand recht machen. Das stimmt aber nicht. Ich muss aber vielleicht anfangen, an der unteren Messlatte zu vergleichen anstatt an der oberen.

Beitrag von halbling 11.02.11 - 14:56 Uhr

Hallo!
Ich möchte dir nicht zu nahe treten............................... aber nach dem ich jetzt alle Beiträge zu deiner Tochter gelesen habe, gehörst du für mich zu den anstrengenden Müttern, die denken, sie wären die Einzigsten und Wichtigsten auf diesem Planeten...
Du wirst wahrscheinlich an jedem Arzt oder sonstigen anderen "Erziehungspersonen" irgendetwas auszusetzen haben, nur weil sie dein Kind mal etwas "härter" anpacken als du es zuhause machst!
Ich finde du übertreibst völlig.
In unserem Kindergarten gibt es z.B. eine Erzieherin, die eine ziemlich raue Art hat und die Kinder auch mal anmotzt aber ich habe kein Problem damit.
Meine Tochter geht gerne und sie hat sich noch nie beklagt.Ich packe sie aber auch nicht in Watte!Sie ist es gewöhnt, dass nicht immer alles glatt verläuft und nicht immer alle lieb und nett zu ihr sind, sie nicht immer auf dem in Watte eingehüllten Thron sitzt.
Natürlich hätte man das als Mutter gerne aber damit schadet man seinem Kind nur!
Ausserdem haben ja deiner Aussage nach, schon mehrere Leute gesagt, sie sei affektiert und schauspielert gerne...... dann könnte doch ein Fünkchen Wahrheit dran sein oder?
Meine Meinung.
Mach dich mal locker und sei nicht so empfindlich.
LG
Alex

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 15:10 Uhr

"Du wirst wahrscheinlich an jedem Arzt oder sonstigen anderen "Erziehungspersonen" irgendetwas auszusetzen haben, nur weil sie dein Kind mal etwas "härter" anpacken als du es zuhause machst! "

Nein, das ist nicht so. Ich kann es nur nicht ausstehen, wenn Menschen, die verantwortungsvolle Posten haben, ihre schlechte Laune an unschuldigen kleinen Würmern auslassen und ihre Aufgabe nicht ernst nehmen. Ich mag die Erzieherinnen im Kindergarten, weil sie sich Mühe geben und sich nicht zu fein sind, ihren Job so auszufüllen wie ich es erwarte. Immerhin übertragen wir ihnen die Verantwortung für einen kleinen Menschen. Ich mag auch die Ballettlehrerin, weil sie bei aller Strenge niemals den Respekt vor den Kindern verliert.


"Ausserdem haben ja deiner Aussage nach, schon mehrere Leute gesagt, sie sei affektiert und schauspielert gerne...... dann könnte doch ein Fünkchen Wahrheit dran sein oder?"

1. Es haben genau drei Leute gesagt: Trainerin, Ärztin und Opa.

2. Ich bezweifele nicht, dass sie schauspielern kann. Deswegen ist sie beim Ballett und beim Rollschuhlaufen ja auch so goldrichtig aufgehoben.

3. Jemand, der sie kaum kennt, kann den Unterschied zwischen Schauspielerei und Wesenszug nicht erkennen. Und zufällig wohnt dieses Kind bei mir und ich maße mir an, dass ICH sehr wohl erkenne, wann sie schauspielert und wann nicht. Beim Blutabnehmen war es jedenfalls keine Schauspielerei, sondern Panik. Beim Training ist es Unsicherheit. Und bei Opa ist es Schauspielerei. Das, was die Ärztin für Affektiertheit hielt, war der Versuch meiner Tochter, ihre Ruhe zu haben. Sie wollte einfach nicht, dass Frau Doktor auf sie einquatscht und mit ihr schimpft, deswegen hat sie die Augen zugemacht und das wirkte so ziemlich theatralisch.

4. Ich bin nicht empfindlich, meine Tochter ist es. Gerade weil ich überhaupt nicht empfindlich und ziemlich unsensibel bin, fällt es mir so schwer, richtig damit umzugehen.


"Meine Tochter geht gerne und sie hat sich noch nie beklagt."

Und es wäre dir auch egal, wenn jemand deine Tochter als "unsensibelen Trampel" bezeichnet?

Beitrag von halbling 11.02.11 - 15:47 Uhr

<<Und es wäre dir auch egal, wenn jemand deine Tochter als "unsensibelen Trampel" bezeichnet? <<

Nicht jeder kann oder muss mein Kind mögen!

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 15:57 Uhr

"Nicht jeder kann oder muss mein Kind mögen!"

Schöne Floskel.

Aber nochmal eine konkrete Frage: Stell dir vor, deine wird von ihrem Arzt, den sie als Autoriät sehr ernst nimmt, als "unsensibler Trampel" bezeichnet, weil sie eine Blutabnahme protestlos über sich ergehen lässt. Anschließend wird sie angemeckert und ist danach "verstört", d.h. sie starrt in die Gegend, wirkt traurig und teilnahmslos. Sie fragt dich auch, was denn ein "unsensibler Trampel" ist. Und das lässt dich dann kalt? Das kann ich nicht glauben. Und wenn es so ist muss ich dich fragen: Was bist Du für ein Mensch? Was bist Du für eine Mutter?

Jetzt ersetze "unsensibler Trampel" durch "affektiert" und Du weißt, was wir mitgemacht haben.

Beitrag von jennifer1981 11.02.11 - 15:06 Uhr

Hallo,

zu dem ganzen Drum Rum mit den Ärzten und der Schilddrüsengeschichte kann ich so nix sagen.
Aber ich hab vielleicht nen Tip für dich wegen den Blutabnahmen.
Wir hatten das Thema auch mal als meine Große so alt war wie Java.
Im Gespräch mit ihr habe ich ihr klar gemacht das das Blut so oder so abgenommen wird. Auch wenn sie nicht mit macht, aber wenn sie mit macht geht es schneller.
Das ganze lief dann so ab, das wir abgemacht haben, das nur ich ihre Hand/Arm fest halte, keine Arzthelferin und auch kein Arzt, sie aber versuchen muß still zu halten da ich sie unmöglich richtig fest halten das das Blut abnehmen trotzdem klappt. Sie darf aber im Gegenzug so laut weinen wie es ihr gut tut um mit der Situation umzugehen. Und hinterher gibts ne kleine Überraschung.
Was soll ich sagen, hat super funktioniert, sie hat zwar geweint, aber still gehalten. Und so ging das ganze viel schneller von statten.

Vielleicht hilft es euch.

Viel Glück noch auf der Suche nach dem richtigen Arzt.

LG Jenny