Geigenunterricht ab wann?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ballroomy 11.02.11 - 19:08 Uhr

Hallo zusammen,

sind hier Kinder, die schon Geigenunterricht bekommen? Ab welchem Alter macht das Sinn?
Bei uns in der Musikschule wir nach der Suzuki-Methode unterrichtet, Beginn ist mit 3 oder 4 Jahren.
Kann mir jemand was darüber berichten? Kann man wirklich so kleinen Kindern schon Unterricht geben?
Ich kenne sonst nur Geigenlehrer die frühstens mit 4 Jahren anfangen meist aber deutlich später so mit 8?


Viele Grüße

Beitrag von cherry19.. 11.02.11 - 19:25 Uhr

Wozu denn???
Macht doch sowas, wenn das Kind es möchte!

Sorry, aber ich kann sowas echt nicht ab!

#augen

Neulich war bei uns auch im Restaurant ne Familie. Die Mutter zur Tochter (7): "Heut abend musst du aber schon noch mal Klavier üben!" Die Kleine: "Warum?" Die Mutter: "Naja, vorhin wolltest du nicht!" Das Mädel daraufhin: "Ich möchte aber nicht!" Und die Mama: "Naja, das interessiert aber auch nicht immer im Leben!"

Sorry, da könnt ich das Kotzen bekommen. (Tschuldigung, is doch aber so!)

Meinst du nicht, deine Kleene sollte damit anfangen, wenn sie es einfach möchte?!

Is nich böse gemeint, aber ich komm mit sowas echt nicht klar.

LG
Janine

Beitrag von ballroomy 11.02.11 - 19:52 Uhr

Ich erkundige mich aus Neugier. Nicht, weil mein Kind das lernen soll.

Beitrag von cherry19.. 11.02.11 - 19:57 Uhr

Ahso..

Naja, meine Meinung ist einfach, Instrumente sollten Kinder echt erst lernen, wenn sie es möchten. Man kann ihnen ja immer mal wieder Vorschläge machen. Jedoch finde ich, frühstens ab 5 Jahren. Aber das ist meine persönliche Meinung. Da gibts sicher andere.

Mit 3 oder 4 Jahren würde ich meinem Kind def. kein Instrument mit Unterricht nahebringen.

LG
Janine

Beitrag von widowwadman 11.02.11 - 20:56 Uhr

Wenn ne 7jaehrige Klavier-unterricht bekommt, wuerd ich sie aber auch zum ueben anhalten. Ansonsten bringt der Unterricht ja nichts. Und wenn sie nicht ueben will, wuerde der Unterricht gestrichen werden.

Ne 7jaehrige kann das schon verstehen.

Ansonsten sollte man sich nach dem Kind richten, wenn es moechte wuerde ich es nicht zurueckhalten, sondern lernen lassen. Wenn ein Instrument im Haus greifbar ist, dann interessieren sich viele Kinder schon frueh dafuer. Meine Tochter greift sich auch immer wieder eine der Ukulelen oder Gitarren die hier rumfliegen (wir haben die im Ueberschuss) und versucht zu "spielen".

Klar kann sie das mit 2 noch nicht wirklich, und bis wir ihr es richtig beibringen koennen wird noch viel Zeit vergehen, aber ich finde wenn der Wunsch klar geauessert wird, ist es nicht verwerflich ein 4 jaehriges Kind irgendwo zum Unterricht anzumelden. Ob das nun ein Musikinstrument, tanzen, Fussball oder was auch immer ist.

Beitrag von cherry19.. 11.02.11 - 21:40 Uhr

Ich sagte ja, das ist eben MEINE Meinung.

Ob eine 7-jährige dies versteht oder nicht. Darum gehts mir persönlich nicht. Ich bin der Meinung, wenn ein Kind nicht spielen möchte, soll es das lassen. Mir würde nie im Traum einfallen, meine Kinder zu zwingen, ein Instrument zu üben, wenn sie keinen Bock haben.

Logisch gehts nicht immer nach dem Köpfchen und logisch sollte man bei gewissen Dingen dann "hart" bleiben. Doch aber nicht bei einem Musikinstrument. Also irgendwo hörts auf. Ich finde, das sind einfach Dinge, die man tun sollte, weil man Lust darauf hat. Und wenn meine Kinder zu mir sagen würden, sie möchten eben nicht üben, dann brauchen sie das nicht.

Wenns dann Unterricht gäbe und es ums Üben für den Unterricht ginge, würde ich auch sagen, dass dies ok wäre, wir dann aber auch mit dem Unterricht aufhören würden. Das seh ich also ebenso wie du.

Aber ob ein Kind versteht, dass es jetzt Üben MUSS oder nicht, finde ich eine Sache, die nebensächlich ist. Klar, mit Sieben versteht man es. Aber deshalb ist es für mich noch lange kein Grund, es zu zwingen.

Zum Anderen: Wenn Instrumente im Haus sind, kann ein Kind selbstverständlich auch meiner Meinung nach immer mal drauf rumhämmern oder dergleichen. Das ist doch was ganz anderes.

Jedoch kann ICH mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Kind von sich aus mit vier Jahren auf die Idee kommt, Geige oder Klavier lernen zu wollen. Wenn, dann nur, weil diese Instrumente mit im Haus sind. Und da können Eltern den Unterricht sicherlich auch alleine vollziehen und eben dann auch den Kindern Pause gönnen, wenn keine Lust da ist. Und das ebenso mit sieben Jahren.

Meine Meinung ;-)

Beitrag von widowwadman 12.02.11 - 10:46 Uhr

Wuerdest du mit einer siebenjaehrigen dann auch nicht lesen ueben oder Hausaufgaben machen wenn sie das nicht moechte?

Und dass du nicht nachvollziehen kannst, dass sich ein Kind mit 4 oder 5 schon fuer ein Musikinstrument interessieren kann find ich seltsam.

Beitrag von cherry19.. 12.02.11 - 20:14 Uhr

Meine Güte, wie einfach bist du denn gestrickt? Kannst du keine Zusammenhänge deuten?

Klar würde ich lesen üben oder Hausaufgaben machen.

LESEN!!! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und der, der es versteht, hat noch die meisten. #augen

Lesen üben und Hausaufgaben sind Pflichtaufgaben. Musikinstrument lernen, ist es nicht!

Sicherlich können sich Kinder in dem Alter schon für ein Instrument interessieren. Das sind dann jedoch meist die, die schon daheim sind. Und da können Mama und Papa ja wohl allein den Unterricht übernehmen und eben dann nicht so extrem konsequent bei sein.

Ein Kind mit 4 oder 5 Jahren in einen Musikunterricht reinzuzwägen, finde ich mehr als übertrieben. Interesse schön und gut.. Aber für mich gleicht das dann einem Drillen. Und wenn dann noch der Unterricht total durchgezogen werden muss auch wenn das Kind dann mal keine Lust hat, finde ich das total bekloppt.. Wie gesagt, dass ist keine Pflichtkür, sondern es sollte Spaß machen.

Aber vielleicht gehörst du ja zu den Müttern, die ihren Kindern gern was aufzwingen. Anders kann ich es mir jedenfalls nicth erklären, dass du so gar nicht verstehst, wie ich die Dinge gemeint habe. Hausaufgaben und Lesen Üben mit dem Lernen eines Instrumentes im Alter von 7 Jahren zu vergleichen, sagt mir alles.

So, und Tschüss.

Janine

Beitrag von sequoia 11.02.11 - 20:03 Uhr

Hi,

würd auch das Kind entscheiden lassen, wann es mit was anfangen möchte.

Unser Grosser (6) wollte auch Klavier lernen (spiel i selber auch...) bekam Unterricht und war total überfordert.
So ca. eine viertel Std. ging, dann war der Ofen aus.

Ich hab zwar schon viel mit Ihm geübt (auf seinen ausdrücklichen Wunsch)
aber wir haben das ganze vertagt auf einen späteren Zeitpunkt.
Nu spielt er Schlagzeug, damit gehts ihm besser. War zwar so gar nicht mein 1. Gedanke bei einem Instrument, aber was soll man machen... ;-)

Aber es ist schon so, das viele Gehirnverbindungen einfach noch nicht hergestellt sind in diesem Alter und das das meiste einfach nur mit Druck oder ewigem geübe erreicht werden kann.

Gerade Geige ist ja auch ein sehr schwieriges Instument und wenn man die Kleinen zu früh plagt, verlieren sie vielleicht ihre Freude an der Musik. Und das wär wirklich schade.


Grüße

Beitrag von nuckelspucker 11.02.11 - 20:28 Uhr

hey,

mein großer sohn wollte, seit er 4 1/2 jahre alt war, unbedingt gitarre lernen. im KIGA gibts musikalische früherziehung, es wird mit den kindern gesungen und wer mag, kann eben gitarre oder flöte lernen.

er lag mir damit lange in den ohren, er durfte aber erst mit 5 jahren anfangen.

ich muss sagen, vorher finde ich es auch wenig sinnvoll. er lernt schnell und spielt gut. die noten zu lernen, ist für ihn kein problem. aber er muss immer etwas ans üben "erinnert" werden. es macht ihm großen spaß zu spielen und er zeigt allen leuten, ob sie wollen oder nicht, was er schon alles kann #schwitz

nun ist gitarre aber bei weitem kein so schweres instrument wie geige. wie kommt ihr auf sowas?

es gibt in einigen musikschulen auch schnupperkurse, da kann man einige zeit lang reinschnuppern und einige instrumente ausprobieren um zu schauen, was einem liegt.

lg claudia

Beitrag von dentatus77 11.02.11 - 23:14 Uhr

Hallo!
Ich hab mal gelesen, dass man gerade mit dem Geige Spielen sehr früh anfangen soll, da das Gehör bei kleinen Kindern deutlich lernfähiger ist als bei größeren Kindern. Und gerade bei der Geige braucht man ein excellentes Gehör. Empfohlen wird glaube ich, mit 3-5 Jahren anzufangen. Die Lehrer sollten natürlich speziell geschult sein für den Unterricht mit so kleinen Kindern. Und die Unterrichtseinheiten müssen natürlich entsprechend kurz sein oder unterteilt werden - ein Dreijähriges kann sich natürlich noch keine Stunde konzentrieren.
Liebe Grüße!

Beitrag von tuco 23.02.11 - 21:16 Uhr

Hallo,

also ich finde sie suzukimethode super. allerdings denke ich mal dass es wie immer ist gute methode alleine reicht nicht der lehrer muss auch gut, engagiert und kompetent sein. wir haben sehr gute erfahrungen damit gemacht. meine tochter hat angefangen geige zu lernen 3 monate bevor sie 4 wurde. der anfang ist natürlich immer schwer aber die lehrerin hat es so toll gemacht, soviel spass vermittelt (und sich regelmäßig zum affen gemacht um meine kleine bei laune zu halten) dass wir dieses schwere erste halbe jahr gut überstanden haben und dabei geblieben sind. wenn die kleinen erst die ersten lieder spielen können geht alles viel einfacher. jetzt spielt sie seit fast 2 jahren. sie ist betimmt kein überflieger, aber darauf kommt es ja auch nicht an. sie wird besser und der spaß auch immer größer. Ich denke nicht dass es das optimale alter zu anfangen ist ...ich würde sagen so ab 5 ist perfekt. allerdings sind bei uns alle so klein und die wenigen die später anfangen müssen dann mit den kindergartenkindern zusammen in den gruppenunterricht...ist vielleicht auch nicht so toll??
uns hat es wahnsinnig viel gebracht ...und ich denke dabei gar nicht so ans geigespielen allein, sondern mehr dass dieser spassvolle unterricht ihr so ganz nebenbei zählen und zahlen lesen und noch viel wichtiger konzentrationsfähigkeit beigebracht hat. oft habe ich das gefühl das wird sich wenn sie in die schule kommt noch sehr auszahlen. zuerst konnte sie keine min bei einer sache bleiben...bald waren es 5 ...und jetzt steht sie denn ganzen unterricht nur mit kurzen aussetzern durch. außerdem habe auch ich viel gelernt ... liegt wohl an der lehrerin... sie hat mich immer wieder darauf hingewiesen dass ich mich zurückhalten soll, nie schimpfen, viel loben und blos nicht zu viel erwarten. naja, mag manchen eltern vielleicht nicht so gefallen aber mir hat es geholfen meine unberechtigte und negative ungedult besser zu erkennen und den umgang mit meinen kindern zu ändern. ich bin froh dass wir unsere zeit so nutzen. hatte zuerst überlegt mit meiner tochter reiten anzufangen, hätte bestimmt auch großen spaß gemacht ...jetzt sind wir bei der geige gelandet und bleiben dabei.
Ach ja, ich spiele selber gut genug um ihr beim üben zu helfen. allerdings ist man beim unterricht dabei und die anderen eltern die keine eigenen erfahrungen auf dem instrument haben haben auch keine probleme...