Wutausbruch, ewige Diskussionen, Schlafengehen, extremes Bocken

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von scorpi 11.02.11 - 21:01 Uhr

Hallo, wir sind mit dem Nerven am Ende und wollten gerne Eure Meinungen und Tipps zu unserem Problem hören. Unsere Tochter (3 1/2 Jahre) ist im Großen und Ganzen ein süßer Sonnenschein. Jedoch gibt es Momente, da erkennt man sie nicht wieder. Beim Schlafengehen, in der Nacht oder aber bei einem NEIN verwandelt sie sich in ein "anderes Kind". Obwohl wir klare Regeln aufstellen, Schlafrituale seit Anfang an haben und versuchen konsequent zu sein, funktioniert es nicht.
Beim Schlafengehen fallen ihr immer neue Sachen ein, sind wir dann konsequent, rastet sie komplett aus. Sie schreit, trampelt, schlägt um sich... Egal wie wir darauf reagieren, sie kommt dann nicht zur Ruhe. Sie verspricht immer: "Es ist das letzte Mal, nur noch einmal..." Und dann will sie nochmal und nochmal....
Auch in der Nacht kommt sie raus und macht dann wieder Theater beim Einschlafen. Es ist jetzt schon so weit, dass unser Nachbar nachts um 4.30 Uhr vor unserer Tür stand und sich beschwerte (Super angenehm...)
Wir haben es auch schon mit Belohnungen, mit viel Reden, im Ruhigen aber auch mit Schimpfen und Bestrafungen versucht (man fühlt sich teilweise sehr machtlos).
Was sagt ihr dazu... Habt ihr Ideen... Erzählt uns bitte von euren Erfahrungen.
LG
Alex+Nadine

Beitrag von haferfloeckchen 11.02.11 - 21:09 Uhr

Hi,

das hatten wir auch schon. War ungefähr um den 3. Geburtstag rum, oder kurz danach. Diese Phase ging wochenlang, wenn nicht Monate.
Unsre Tochter ist abends nicht ins Bett und stand zu jeder Nachtzeit auf, hat in ihrem Zimmer nachts gespielt, ist dennoch morgens um 5 wieder aufgestanden, es war ein Horror. Wir haben alles durchgemacht. Geredet, geschimpft, bestraft, mit Tricks versucht, Belohnungen ausgesprochen, wenns klappt usw. Nix hat geholfen. Das einzige, was dann gezogen hat, war echt Konsequenz. Und es war hart. Ich bin auf dem Zahnfleisch gelaufen. Haben ihr klipp und klar gesagt, dass sie abends zu schlafen hat und nachts erst recht. Sie durfte nicht mehr aus dem Zimmer kommen, sie durfte kein Licht mehr anmachen (haben teilweise echt die Sicherung rausgemacht, damit sie das nicht mehr machen kann), wir sind nicht mehr auf ihre Forderungen eingegangen (abends noch 10x nach trinken rufen usw.). Es gab einfach NIX mehr, außer abends dem Kuss und einer Geschichte. Gebrüll war natürlich groß, und wir haben unsren Vermietern das auch gesagt (wohnen unten drunter, ich hab echt manchmal gedacht, wir fliegen am nächsten Tag raus, weils hier so laut war). Aber es hat so geholfen. Sie hat gemerkt, dass das nicht zieht.
Seitdem das vorbei ist, schläft sie wieder normal, von 19 bis 6 oder 7 Uhr.
Dafür haben wir jetzt wieder andere Probleme ;-)

irgendwas ist immer :-(

Verständnisvolle Grüße!

Beitrag von lulu06 11.02.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

was bei uns Abends immer gut hilft, Leni darf allein noch im Bett Bücher lesen und wir kommen beim ersten Mal rein und kündigen an, dass sie noch 5 min. lesen darf und dann gehen wir hin und sie schaltet allein das Licht aus. Findet sich unheimlich erwachsen und kann dabei noch abschalten. Und wenn sie dann wirklich noch einmal das Licht anmacht und heimlich ein Buch liest finde ich das nicht mal so dramatisch...es ist ja nur lesen und keine Action.

Warum eure Maus natürlich Nachts weint weiß ich nicht. Bei uns hilft da nur noch das Elternbett und viel Gelassenheit...auch wenn wir manchmal zu Viert morgens aufwachen und uns vor den Kinder sicher waren, das wir NIE unsere Kids im Bett wollten.

Ach und was auch immer gut ist, nach dem Abendessen sagen wir immer: Leni geh jetzt noch schnell das spielen, was du unbedingt spielen musst!!! Meist fällt ihr dann noch was irre Wichtiges ein :-) Und nach dem Zähneputzen gehts ja noch ans Lesen.

Und wenns dabei Theater gibt, gibts halt kein Buch mehr und das weiß sie.

LG Lulu

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 21:40 Uhr

Hallo,

ja das hatten wir auch schon. Ich schlafe dann bei ihr und die Nächte sind ruhiger. Aufwachen tut sie trotzdem, irgendwas verarbeitet sie da. Aber wenn ich bei ihr bin, kommen wir beide zu mehr Schlaf.
Wenn die Phase/der Entwicklungsschub/der Infekt rum sind, will sie wieder von sich aus alleine schlafen.

Abends machen wir es so: umziehen, Zähne putzen. Dann darf sie spielen, bis sie müde ist. LEISE. Und ich bin nicht mehr aktiv da. Wenn sie müde wird, kommt sie zu mir und ich begleite sie ins Bett. Mit Kuscheln. Morgens ist sie fit.