Abstillen & schlechtes Gewissen..stillt ihr eure Frühchen?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von inlove83 12.02.11 - 12:08 Uhr

Ich bin so hin und her gerissen und hoffe, hier etwas klarheit zu bekommen. Meine Zwillinge sind bei 29+1 geholt worden, das war vor ca 9 Wochen.
Von Anfang an haben ich abgepumpt und Anfangs hat die Milchmenge noch ausgereicht, obwohl ich sagen muss, dass ich von Anfang an nie viel Milch hatte (ca 40-60ml pro Brust bei 3 Stündlichen pump-rhytmus).

Seit ca 2 Wochen sind die Mäuse jetzt bei uns zu Hause und so langsam trinken sie auch mehr (zur Zeit 70ml pro Kind also reicht das was ich abpumpe mittlerweile nicht mehr) und melden sich alle 3 Stunden. Ich hab schon alles erdenklich mögliche gemacht um die Milchmenge zu steigern (Globolis, MCP, engmaschiger pumpen, länger pumpen, Literweise Stilltee, viel getrunken etc. ) aber nichts hat so wirklich zum Ergebniss geführt. Ich erinnere mich noch an die Zeit im Krankenhaus auf der Frühenstaion, wo viele Frauen so viel Milch hatten, dass sie innerhalb kürzester Zeit 4 Fläschen voll gemacht haben#schwitz . Das war bei mir nie annähernd so#schmoll.Mittlerweile reicht die Milchmenge nicht mehr. Von dem Gedanken sie ganz an die Brust zu bekommen, habe ich mich mittlerweile schon gelöst, da ich sie vor jedem Fläschen anlegen musste, vorher wiegen, dann haben sie mal getrunken, mal nicht, aber meist nie länger als zehn Minuten, danach wieder wiegen um zu gucken, wie viel es war und dann das Fläschen (X2) , Nachts pumpen..#schwitz Ich glaube, die an die Brust zu bekommen, wäre nciht das Problem, sondern es ist die Milchmenge. Hinzu kam, dass ich nach jedem Anlegen 20Min pumpen sollte, um die Milchmenge zu steigern. Soviel dazu. Ich hab es echt versucht, aber jetzt kann ich langsam nicht mehr. #nanana Ich bin nur noch müde und das nächtliche pumpen hat mich mehr gestresst als alles andere.

Nach Rücksprache mit meiner Hebamme, habe ich mich entschlossen nur noch teil zu stillen. Das heißt, alle 4 Stunden pumpen, Nachts nicht mehr und im wechsel MuMi und Pre. Das vertragen sie auch ganz gut und wir machen das seit einer Woche so.

Jetzt ist mein Wunsch ab zu stillen und nur noch PRE zu geben. Aber irgendwie habe ich ein total schlechtes Gewissen dabei, ich weiß auch nicht warum.#gruebel Ich komme mir vor wie eine Raabenmutter, aber die pumperei und das ständige Sterilisieren (der Vaporisator läuft fast non-stop wegen Fläschen, Pumpsets, Pumpfläschen..) macht mich wahnsinng. Ich finde es viel einfacher nur noch PRE zu geben. Ich möchte auch gerne von meinen Schwangerschaftskilos runter kommen, aber während des stillens darf man ja keine Diät machen, ich kann mich aber so wie ich bin nicht mehr sehen und habe das Gefühl, wenn ich jetzt nichts mache bekomme ich es nur noch sehr sehr schwer runter. Und leider nehme ich trotz gesunder Ernährung durch das stillen auch nichts ab. Versteht mich nicht falsch, ich hätte meine Kinder so gerne ganz gestill, da MuMi nun mal durch nichts zu ersetzen ist, aber ich möchte auch, dass meine beiden Engel eine glückliche und zufriedene Mami haben und ich möchte auch gerne was für mich und meinen Körper tun.. Andererseits wären sie jetzt noch nichtmal auf der Welt (ET wäre 22.02.) und brauchen vielleicht die MuMi??

Habt ihr eure Frühchen gestillt? Wann habt ihr Pre gegeben und wann habt ihr abgestillt? Vor errechnetem ET? Die beiden sind jetzt jeweils ca 2300g...

Was sagt ihr? Schlechtes Gewissen zu recht?

LG
inlove #verliebt

Beitrag von mukkelchen 12.02.11 - 12:46 Uhr

wenn ich zum Thema Stillen mal was sagen darf :

Nur etwa 5% der Frauen haben WIRKLICH zu wenig MuMi! Alles andere iss quatsch! Das was beim abpumpen bei rauskommt, das darf man nicht als max. Milchmenge betrachten!!!!!! Wenn ein Kind an der Brust saugt, löst diese noch viel mehr Milchreflexe aus und MEHR Milch wird produziert., Dabei ist es eben nur wichtig IMMER anzulegen. Das kann am Anfang schon so alle 20 Minuten sein!!!!! ABER: das reguliert sich nach ein paar tagen. Die Zeit ist sehr anstregend, vorallem mit Zwillis, aber es geht !!!!!

Ich hab damals auch abpumpen müssen, weil meine Tochter anfangs zu schwach war, an der Brust zu saugen. Nach 3 Woche abpumpen wurde die Milch immer weniger und ich hatte schon Angst, das ich nicht mehr stillen kann. Dann hab ich meine Tochter immer erst an die Brust angelegt und danach noch abgepumpte MuMi über Fläschen gefüttert. Von Tag zu Tag hat sie dann mehr an der Brust getrunken und nach ner Woche hab ich die Flasche danach einfach weggelassen. Klar kam sie dann nciht mehr alle 4 Stunden, sondern alle 30 Minuten #schock
Nach einer weiteren Woche war wieder alles beim alten und nur in den Wachstumsphasen mußte ich häufiger Stillen. Letzenendes hab ich sie bis zum 14. monate gestillt (allerdings dann nur noch morgens) und auf einmal wollte sie nicht mehr an die Brust


NUR Mut ---- wer anfängt zuzufüttern, egal ob Pre oder später Tee oder Wasser, der stillt sein Kind selber ab!

Mukkelchen

Beitrag von sweetelchen 14.02.11 - 20:43 Uhr

Ich finde es toll das du solange gestillt hast!
Ich würde das auch sehr gerne, ich hoffe das klappt problemlos :-)

Beitrag von belala 12.02.11 - 12:53 Uhr

Hallo inlove,

ich hatte dir damals auf deine Beitrag geantwortet.
Warum hast du dich nie mit einer Stillberaterin in Verbindung gesetzt?
Kein Stillkind wird vor und nach dem Stillen gewogen, entsprechend weiß frau auch nie wieviel das Kind trinkt.
Und so wie ich schon mal erwähnte, ist ein 3h Rhythmus fast luxuriös.
Pumpen und Stillen sind zwei verschieden Paare Schuhe.
Im Übrigen kann ich den Futterneid nachvollziehen. Auch ich war neidisch auf die (wenigen) Frauen die mehrere Fläschchen vollbekamen, ich dagegen bekam insgesamt! höchstens 70ml zusammen.
Stillen und Pumpen zermürbt, so sollte sich frau für eines entscheiden.
Die besten Globuli und Stilltees sorgen eben nicht dafür, dass die Milchmenge gesteigert wird.
Die Nachfrage steigert das Angebot!

Sicher wirst du dich angegriffen fühlen, aber ich glaube, dass du nie ernsthaft deine Kinder stillen wolltest.
Ich glaube schon, dass du es ein bißchen wolltest, aber nicht ernsthaft.
Doch ich verstehe dich falsch wenn du schreibst, dass du wegen des Stillens keine Diät machen kannst um deine überflüssigen Pfunde loszuwerden.
Wie könnte ich es richtig verstehen?

Jeder Frau bleibt überlassen ob sie stillt, wie lange sie stillt ob sie abpumpt oder Pulvermilch gibt.
Aber jede Frau muß auch eine ehrliche Einstellung dazu finden!

Um noch auf deine letzten Fragen zu antworten:

Mein 24+3 Ssw Frühchen bekam die ersten 2 Monate Pulvermilch, weil ich CMV positiv bin und mein Kind meine Milch nicht bekommen durfte.
Ich pumpte 2 Monate "umsonst".
Dann gab es 3 Monate gepumpte MuMi bis ich es schaffte vollzustillen.
Im 7.Lebensmonat entschloß ich mich schwerenherzens mit quälenden Schuldgefühlen abzustillen, weil mein Kind massiv überstreckte und somit Schwierigkeiten hatte an der Brust zu trinken.

LG, belala



Beitrag von iseeku 12.02.11 - 13:26 Uhr

hallo inlove!

um wirklich die menge zu steigern müsstest du deine kinder anlegen...

ich kann mir gut vorstellen, dass das mit zweien auch nicht gerade einfach ist...und stress ist ebenfalls nicht förderlich...

meine meinung ist, dass deine kinder mehr von dir haben, wenn du nicht so gestresst bist.

9 wochen mit der pumperei für zwei ist schon ne leistung!

ich hab nach 5 wochen schon aufgegeben und das bei einem kind...allerdings dachte ich, dass meine milch aufgrund einer hypophysenstörung nicht in gang kommt...wenn überhaupt hab ich beidseits 20-30ml gepumpt...manchmal auch nur ein paar tropfen...beim anlegen hat der kleine eher gekuschelt...mehr milch kam trotzdem nicht...

mein schlechtes gewissen ging weg, als ich mich durchgerungen hatte, nur noch pre zu geben - die pumpe aus dem haus war...

mein sohn ist nun 10 monate, ganz selten krank und entwickelt sich prächtig.

alles gute für dich! #herzlich

Beitrag von meckerli 12.02.11 - 13:32 Uhr

hab dir im Club geantwortet...

Beitrag von karamalz 12.02.11 - 14:00 Uhr

hi,

ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen. zum stillen kann ich aber folgendes sagen. bei meinem ersten kind ging das nicht wirklich lange, knapp 3 monate. bei meinem frühchen habe ich mit anfänglich sehr viel flüssigkeitszufuhr es geschafft, das der milchfluss in gang kam. da er an der brust am anfang außer alles zerbissen nicht richtig zum erfolg kam habe ich abgepumpt. natürlich schlaucht das. abpumpen, kind füttern, abpumpen... manchmal hatte ich das gefühl ich pumpe nur ab. aber es hat funktioniert, nach einer weile sogar soviel, das unser frost sehr gut bestückt war mit mumi.

stillen lohnt wirklich, das es preiswerter ist als fertigpulver muss ich klar verneinen für meinen stillaufwand. aber für unseren spatz (35+1) würde ich es immer wieder tun! er war bis jetzt noch nicht einmal krank und er entwickelt sich hervorragend. im mai wird er zwei und ich denke, das stillen hatte einen großen anteil, das er so eine tolle entwicklung hingelegt hat.

meine getränkeempfehlung: caro-landkaffee, karamalz, stilltee und mineralwasser (anfänglich habe ich manchmal bis zu 8 liter getrunken, als es dann lief, nur noch 3-5 liter, je nachdem) und vermeide streß und hektik, mindert milchmenge!!!

zum abnehmen, ich habe heute immer noch knapp 10kg babyspeck drauf, shit happens, dem kleinen gehts gut. das wäre für mich kein abstillgrund!

versuch das es wenigstens geht bis sie 6 monate sind und stell dich auch kopfmäßig darauf ein.

ich denke, du bist momentan nur mega abgearbeitet und brauchst einfach mal bisschen ruhe und pause, oder?

entscheide so, das alle damit glücklich werden und du kein schlechtes gewissen hast!!!

alles gute!!!
k.

Beitrag von susa31 12.02.11 - 15:15 Uhr

ich habe bei meinem sohn insgesamt sechs wochen gebraucht, bis ich ihn an der brust hatte. im krankenhaus wurde er erst sondiert, dann hat er die flasche mit abgepumpter muttermilch bekommen. für mich war das therapeutisch echt wichtig: ich habe mich als totaler versagerin aufgrund der frühgeburt gefühlt, das hatte ich das gefühl, ich müsste ihn wenigstens stillen. das haben wir dann auch fast zehn monate gemacht.
aber: ich hatte nur ein kind und das kam auch später als deine beiden (33+0). er war nur drei wochen im krankenhaus - und ich kann mich trotzdem noch gut daran erinnern, wie kaputt ich war. was ich sagen will: deine kleinen brauchen dich und das werden sie noch eine ganze weile in extremer form tun. mir wäre da ehrlich gesagt lieber, die kräfte zusammenzuhalten anstatt mich mit der stillerei noch zusätzlich zu stressen. es gibt so viele kinder, die überhaupt keine muttermilch bekommen und trotzdem prima gedeihen. pre ist eine gute sache und du bist ganz sicher keine rabenmutter, wenn du die deinen mäusen gibst.
stillen ist klasse, aber gerade hier bei urbia wird meiner meinung nach ein bisschen zu viel bohei darum gemacht - das ist ja bei vielen schon fast eine fundamentalistische ideologie. mach einfach, was dein bauch dir sagt.

Beitrag von hoffnung2011 12.02.11 - 15:51 Uhr

Inlove, Blödsinn. du hast deinen Kids das beste gegeben. Du hast nicht gleich am Anfang aufgegeben, du hast nicht aus Lust und Laune gesagt: ich will nicht, du hast es probiert. Und das bei Zwillingen (!!!).

Die Flasche kann auch durchaus Vorteile haben. Gerade bei Zwqillingen kannst du dann die zweite Flasche deinem Mann tun. Genau wie du schreibst, du kannst dein Abnehmvorhaben durchziehen. Kopf hoch. Wenn du noch stillen willst, such dir hilfe aber wenn du es nicht mehr willst. Die Welt geht nicht mehr runter.

Ich habe zwei Frühchen. Bei dem ersten hätte ich mir sehr gewünscht zu stillen, ging nicht. Meine Mutter noch zusätzlich: Ja, sie wird krank sein und bla,bla,bla..im ersten Jahr war sie kein einziges (!!!) Mal krank.

Bei Nr.2 er hat mit 8 Wochen sein Gewicht verdoppelt, wächst und gedeiht. Die Flasche kann wirklich toll sein. Du musst wissen, was du willst aber schlechtes Gewissen ?!???

Ich wünsche dir ein schönes Restwochenende

Beitrag von lilly7686 12.02.11 - 17:13 Uhr

Hallo!

Erst mal brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn du abstillst.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, deine Zwillis an die Brust zu bekommen, falls du das doch möchtest. Und zwar völlig ohne wiegen und messen und sonst was.

Wenn du das möchtest, dann besorg dir bitte eine Stillberaterin in deiner Nähe, die sich mit dem Brusternährungsset auskennt.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.
Das Brusternährungsset ist wirklich toll. Damit steigerst du deine Milchmenge, gewöhnst deine Kleinen an die Brust, kannst aber dennoch sehen, wie viel sie trinken ;-) (zumindest von dem, was sie aus der Flasche trinken).

Wenn du das aber nicht möchtest, dann ist es keine Schande, nicht zu stillen.
Meine Große kam 13 Wochen zu früh und ich hatte nach 4 Wochen gar keine Milch mehr. Und Madamchen war noch zu schwach um zu saugen. Das wäre nicht gegangen.

Alles Liebe!

Beitrag von bobinha 12.02.11 - 19:37 Uhr

Hi

Also ich finde nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst wenn du abstillst. Ich habe das Abpumpen und füttern als der Kleine zuhause war nur 2 Wochen geschafft. Im Krankenhaus wars leichter, weil ich da die ganzen Pumpsachen vom Krankenhaus benutzen konnte und dadurch die Arbeit nicht hatte. Daheim hatte ich gar keine Zeit mehr richtig Abzupumpen, weil mein Sohn nicht von meinem Arm runter wollte. Bei uns hat es glücklicherweise dann mit Stillen geklappt. Musste aber immer alle 2h stillen. Denke daher nicht, dass ich viel Milch hatte. Wenn es längere Zeit nicht geklappt hätte, hätte ich sicher auch abgestillt, weil mir die Zeit mit meinem Kind wichtiger wäre. Mit meinem Gewicht hatte ich keine Probleme, weil ich gefuttert habe wie blöd damit mein Sohn genug bekommt. Habe mich immer so ausgelutscht gefühlt. Glaub mein Sohn hat alles weggegessen.

Habe mal gehört, dass die ersten 2 Monate am wichtigsten sind mit Stillen. Die hast du ja schon geschafft. Meine Mutter hat 5 Kinder und konnte jeden von uns allerhöchstens 4 Monate stillen. Manche wurden auch schon nach 2 Monaten abgestillt. Finde nicht, dass wir öfter krank sind oder so.

Also ich habe größten Respekt vor dir, dass du das so lange schon geschafft hast. Denke an dich. Und stehe zu deiner Entscheidung. Lass andere Reden und entscheide was für euch in eurer Situation am besten ist.

Liebe Grüße Bobinha mit fleißigem Läufer

Beitrag von laghoire 13.02.11 - 09:12 Uhr

bin selber zwillingsmama von frühchen (30+5)
auf neo hat abpumpen super geklappt und ich hab mir noch keine sorgen gemacht. anlegen hat leider dort nie funktioniert, aber wir wolltens zuhause nochmal probieren. ich hatte unmengen milch (300ml alle 3h)
als die twins das erste mal zuhause waren, ging die milch dtl zurück, da der schlafmangel enorm war (hatte 3 tage kaum geschlafen und trinken/essen war extrem mau). als die twins dann notfallmäßig ins kh musste war die ganze milch weg. mit viel müh und not und ganz vielen tricks der stillberaterin hab ichs wieder ans laufen bekommen, aber wir mußten leider pre zufüttern

twins wieder zuhause und die milch wurde wieder noch weniger. trotz stillberaterin klappte anlegen nach über 10 wochen flasche überhaupt nicht. da ich pro runde aufgrund von trinkkoordinationsstörungen insg 1,5 für beide brauchte und die zwillinge sich alle 2h meldeten, hatte ich immer nur 30min für pumpen, schlafen und essen/trinken. ich hoffte, dass der wachstumsschub bald zu ende sei und wollte auf biegen und brechen durchhalten. konsequentes pumpen war utopisch, milch wurde weniger, jungs meldeten sich noch kürzer, wenn sie mumi bekamen (im ggsatz zur pre) und der wechsel machte schlimmste bauchschmerzen. am ende hab ich im liegen abgepumpt, weil der kreislauf jedesmal abrauschte.

nach 1 woche zureden der hebamme hab ich mich dann doch zum abstillen entschieden und hatte schon ein schlechtes gewissen, dass wie in der schwangerschaft mein körper wieder der limitierende faktor für die versorgung der jungs ist. nur pre haben sie sehr gut vertragen und sie nahmen gut zu, allerdings mußten wir auf ärztl rat mittlerweile auf 1er umstellen. trotz fehlendem nestschutz durch die mumi sind sie nicht anfälliger für infekte (und wir haben ein kindergartenkind zuhause!!!)....mir gehts auch dtl besser und nach 7 wochen nächtl dauergeschrei scheint der wachstumsschub/die anpassungstörung auch endlich vorbei zu sein.

was ich sagen will: zwillinge ist eine besondere situation und wenn die frühchenproblematik noch hinzu kommt, ist es eine gewaltige herausforderung, die niemand, der nicht auch in dieser situation ist/war nachvollziehen kann. die körperliche belastung ist um ein vielfaches höher, vollstillen von 2 kindern ist richtig hart und die kinder brauchen eine fitte, ausgeglichene mama, die es schafft ruhe zu übertragen, sonst hat man bei 2 verloren.
nur meine hebamme, kinderärztin und eine handvoll mamas haben mir immer gut zugeredet und alles versucht was in meiner situation geht....von allen anderen hab ich nur "gute" ratschläge oder vorwürfe gehört. ich versorge meine twins größtenteils alleine, da mein mann beruflich viel weg ist und wir leider keine familiäre unterstützung vorort haben.

ich bin stolz überhaupt solange durchgehalten zu haben und die entscheidung hab ich mir weiss gott nicht leicht gemacht .............triff deine entscheidung in deiner situation, aber nimm dir zeit dazu und lass dich weiterhin von der hebamme gut beraten.

ich wünsch dir alles alles gute und ganz viel gelassenheit für deine twins

Beitrag von schnellemelle 13.02.11 - 13:41 Uhr

Hallo,
ich habe auch ein Frühchen, mein kleiner Tim ist nun schon 6 Wochen alt.
Er kam ja bei 29+5 ssw und wir mussten auch abpumpen.
Also bei uns ( einem Kind) hat es geklappt.
Ich habe von anfang an alle 2 stunden abgepumpt, auch als ich zu hause war. Tim musste 4 wochen im KH bleiben!
Die abgepumpte Milch habe ich ins Kh gebracht und den Tag über versucht ihn zu stillen, was auch nicht immer geklappt hat.
Als Tim nach hause kam, konnten wir noch 30 Liter meiner abgepumpten Milch mitnehmen.(Extra Tiefkühler gekauft)
Zu hause habe ich nur noch ca. 6 mal abgepumpt und konnt dann voll die Brust geben.
Ich habe mir immer gesagt das ich Stillen möchte und werde das auch schaffen

Aber wie gesagt ich hatte ein Kind und war richtig fertig.
Du hast 2 Kinder zu versorgen, du musst dich auch gut fühlen beim Stillen. Nicht nur eine Maschine sein die ihre Kinder durch bringt.
9 Wochen ist doch auch schon eine ganze menge und wenn du es nicht mehr schaffst , weil es einfach zu anstrengen ist für dich, dann ist es halt so.
Treff die Entscheidung für dich und habe dabei kein schlechtes gewissen!

Alles liebe
Melle und die Rasselbande :-D

Beitrag von solaris1 15.02.11 - 09:47 Uhr

Für mich war es selbstverständlich zu stillen, wenn mein Baby da ist. Am besten so lange es geht. Nun Kam meine Tochter mit 29+3 zur Welt und einiges wurde anders. Abpumpen, abpumpen, abpumpen. Ich war froh, dass sie meine Milch bekommen hat, aber irgendwann fragte mich eine Schwester ob ich nicht mehr milch hätte und die ersten 10 tage sind entscheidend und ich soll was tun usw. Ich war fix und fertig. Ich habe mich sehr unter druck gesetzt. 7 wochen krankenhaus und eine woche zuhause, solange hatte meine Milch noch ausgereicht, aber mehr als 70ml war nicht drin, also Pre Nahrung.
Seit ich zufüttere bin ich entspanter, aber ich möchte dass sie immer noch meine milch eine Zeitlang bekommt (weil es ihr besser schmeckt und weil es auch wichtig für mich ist). Manchmal spiele ich mit den Gedanken Abzutillen. Manchmal überlege ich ob ich Sie jetzt doch nur Anlege. Hin und her bin ich gerissen. Ich habe angst sie bekommt nicht genug. Ich mache trotzdm vorerst weiter wie bisher. Meine knapp 200ml am Tag zu der zusätzlichen Pre Nahrung nimmt den druck weg.
Bitte nicht immer die Mamis die abstillen wollen vorwurfe machen, dass sie nicht vom herzen stillen wollen. Ich habe im Krankenhaus selber gesehen wie manche Mütter mit wenig Milch anfingen und später viele fläschen abgepumt haben. Die anderen (u.a. auch ich) waren neidisch. schauten immer rüber und fragten " was macht ihr dafür?". Wir haben dass Gefühl gehabt uns rechtfertigen zu müssen, weil unsere Milch zu wenig war. Es ist also stress genug.
Danke für die links zur Stillberatern. Vielleicht soll ich mich doch dorthin wenden.
Lg