Familiengruppe für 4-Jährigen Jungen geeignet?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von london1998 12.02.11 - 12:12 Uhr

Hallo zusammen,

wir ziehen demnächst nach Düsseldorf und suchen für unseren Großen (4 Jahre alt) einen Kindergartenplatz. Offensichtlich sind Kindergartenplätze in Düsseldorf ein seltenes Gut.
Nun haben wir von einer Einrichtung einen Platz in einer Familiengruppe angeboten bekommen. Allerdings wäre er dort mit 3 weiteren 4-Jährigen der Älteste.

Die Einrichtung macht auf uns einen sehr guten und engagierten Eindruck und wir würden ihn dort eigentlich sehr gerne betreuuen lassen. Allerdings kenne ich mich gar nicht mit diesem Konzept der Familiengruppe aus. Ich habe ein bißchen Angst, dass er sich dort langweilen oder unterfordert fühlen könnte. In unserer alten Heimat hat er einen normalen Kindergarten besucht und sich dort sehr wohl gefühlt.

Es gibt in dem Kindergarten auch noch "ganz normale" Kindergartengruppen, und angeblich würden sich die Gruppen auch oft bei bestimmten Angeboten und draußen im Freigelände mischen (halboffenes Konzept).

Ich bin total verunsichert. Was meint Ihr? Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Familiengruppen?
Viele Grüße,
Conny

Beitrag von bille2000 12.02.11 - 14:16 Uhr

Hallo Conny,

da kannich ja schon mal sagen, willkommen in Düsseldorf! Hier ist es wirklcih schön, aber Du hast recht Kindergartenplätze ist ein schwieriges Thema. Du hast natürlcih einen Anspruch auf einen Platz, aber man weiß dann ja leider nciht wo das sein wird und ich denke es gibt bei den Einrichtungen schon zemlcih Unterschiede.

Bei einer Familiengruppe sind normalerweise 15 Kinder und mindestens die Hälte muß über 3 sein. Nur 3 4-jährige finde ichschon etwas merkwürdig. Dann müsste es ja zumindest viele 3 Jährige geben. Aber ich fidne es schon schade, wenn gar keine größeren da sind. Es sist ja gerade Sinn einer Familiengruppe, daß man Große als Vorbild hat und Kleinere um Rücksicht zu lernen.

Wie ist denn der PErsonalschlüssel? Es sollten schon mindestens 3 Erzieher die ganze Zeit da sein. Wir haben z.B. eine sogenannte T2 Gruppe also 20 Kinder ab 2 JAhren. Wir haben 2 Erzieher und eine Jahrespraktikantin. Es sit schon so, daß die kleineren mehr Zeit benötigen. Da sind die 3 Erzieher schon notwendig. Du kannst davon ausgehen, daß 2 Erzieher für die 7-8 U3 Kinder benötigt werden.

Gibt es denn noch andere Gruppen in der Kita? Dann hätte er zumindest beim Draußen spielen und bei gruppenübergriefenden Aktivitäten andere Große.

Liebe Grüße,

Bille

Beitrag von london1998 13.02.11 - 10:10 Uhr

Hallo,
danke für Deine Antwort. Ja, es ist wirklich frustrierend hier in Düsseldorf mit er Kindergartenplatzsuche.

Ich werde am Montag noch mal fragen, warum es denn keine 5-6 Jährigen in der Gruppe gibt! Mein Horror wäre natürlich, wenn es bei diesem Modell der Familiengruppe die übliche Praxis wäre, dass die Eltern ihre Kinder mit 3/4 Jahren raus nehmen und in einen normalen Kindergarten wechseln. Weißt Du denn, ob das so ist - dass Eltern ihre Kinder lieber aus den Familiengruppen rausnehmen und aufgrund besserer Förderung in einen regulären Kiga schicken?
Weil es wäre natürlich richtig doof, wenn jetzt die restlichen 3-4 Jährigen auch noch verschwinden und unser Großer ganz alleine wäre mit den Kleinen.
Es ist ein sehr großer Kindergarten, es gibt auch noch 3 T3 Gruppen und eine T2 Gruppe. Aber ein späterer Wechsel in einer dieser Gruppe ist aber - laut Aussage der Leitung - nicht möglich. Die Leitung hat uns diesen Platz auch nur gegeben, weil sie speziell für diese Familiengruppe ältere Kinder braucht. Und da passt mein Großer natürlich super rein.

Wie gesagt, ich hatte einen sehr guten Eindruck von der Einrichtung und kann mir nicht vorstellen, dass die sich nicht gut kümmern um die Älteren, aber so ganz happy bin ich mit dem Modell nicht. Es gibt wohl gruppenübergreifende Aktivitäten, wo die sich auch mit anderen Kindern mischen und spielen - aber seine Stammgruppe wird halt in der Familiengruppe sein und bleiben. Wir sind als Neuankömmlinge in Düsseldorf halt auch ein bißchen darauf angewiesen, schnell Kontakte mit Gleichaltrigen zu knüpfen und das - so meine Erfahrung - geht natürlich im Kindergarten am Besten. Wenn er aber in so einer Familiengruppe nur 3 andere Kinder in seinem Alter zur Auswahl hat, ist das natürlich auch nicht so gut.

Andererseits habe ich von den ganzen anderen Kigas bisher noch nichts gehört. Vielleicht ergibt sich ja auch da noch was und die Zusage zu der Familiengruppe wäre übereilt. Habe mich natürlich noch bei anderen Kindergärten angemeldet und vielleicht haben wir ja Glück, da unser Sohn schon 4 Jahre ist und ja offensichtlich in den Kiga muss.

Wie alt sind Deine Kinder/ Dein Kind? Hast Du sie auch in einem Kindergarten? Bräuchte noch ne Betreuung für meinen Kleinen, der ist 1 Jahr - aber da braucht man sich ja noch weniger Illusionen auf einen Platz machen. ;-).

Lass doch noch mal von Dir hören. Würde mich freuen.

Viele Grüße,
Conny

Beitrag von bille2000 13.02.11 - 15:28 Uhr

Hallo Conny,

kann Dich gut verstehen, wenn man neu irgendwo ist, möchte man gerne schnell Anschluß finden. Gerade für Deinen Sohn wäre das bestimmt wichtig, nach so einem Umzug. Wenn diese 3 anderen Jungs genau sein Ding sind, kann das wunderbar sein und er hat gleich einen festen Kreis. Aber man kann ja leider nie genau sagen, ob das nun passt oder nciht.

Meine Tochter ist 4 JAhre alt und geht seit 1 1/2 Jahren in den Kindergarten. Durch die T2 Gruppe sind da halt auch nur 20 Kinder und die Auswahl an Gelichaltriegen ist auch nciht riesig. Mit den Jungs spielt sie irgendwie gar nciht. Dann bleiben nur noch 5 Mädchen im Alter von 3 - 5 übrig. Davon sind 3 nicht so ihr Ding, bleiben genua 2 übrig...

Bei uns gab es wohl früher auch einen Familiengruppe und die wurde genau aus dem Grund aufgelöst den Du beschreibst. Die alten Kinder gehen weg und die U3 Plätze kriegt man immer locker voll.

Die U3 Plätze sind in der Tat aber noch schwieriger zu bekommen. Die Plätze werden zwar insgesam taufgestockt aber dauert. Wir hatten 1 !/2 JAhre lang eine Tagesmutter und die war echt super!

Warst Du schon beim I-Punkt vom Jugentamt? Gibt es auch im Internet. Da kann man sehen, welcher Träger für Deinen Statteil zuständig ist. Bei uns war es die Diakonie und die hat uns super geholfen ;-) Das Angebot ist aber je nach Statteil sehr unterschiedlich. Wo zieht ihr denn hin?

Liebe grüße,

Bille

Beitrag von london1998 13.02.11 - 22:00 Uhr

Hallo Bille,

danke für Deine Antwort. Es ist echt gut, dass ich mich mal mit jemandem austauschen kann, der vor Ort ist (in Düsseldorf) und ein bißchen Einblick hat.
Ich habe genau das befürchtet, was Du geschrieben hast: Dass viele Eltern ihre älteren Kinder aus den Familiengruppen rausnehmen, sodass nur die Kleinen übrig bleiben. Und da unser Sohn in der jetzigen Heimat schon einen Kindergartenwechsel hinter sich hat, will ich auf keinen Fall, dass er in Düsseldorf noch mal wechselt (wenn sich denn herausstellen sollte, dass es in der Familiengruppe nicht klappt).

Wir ziehen nach Grafenberg. Habe jetzt alle für uns in Frage kommenden Einrichtungen kontaktiert (viele auch in Düsseltal). Werde mal bei der Diakonie anrufen. Das ist ein guter Tipp.

Es ist echt so frustrierend!

Ist ja auch schade, dass es bei Deiner Tochter nicht so viel Auswahl an Spielkameraden gibt. War bei unserem in seiner ersten Einrichtung auch so. Er war dauernd latent unglücklich - als er dann in den kirchlichen Kindergarten um die Ecke gewechselt hat, war es super! Es gibt wohl schon enorme Unterschiede in den Einrichtungen, von denen wir Eltern so offensichtlich gar nichts merken. Oder vielleicht stimmt manchmal auch die Chemie zwischen den Erzieherinnen und den Kleinen nicht. Ach, es ist schwer. Wo wohnt Ihr denn?

Danke für Deine Anregungen.

Gruß, Conny