Renovierungsbedürftig

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von marewb 14.02.11 - 12:59 Uhr

Hallo zusammen,

also ich habe ein Haus gefunden, dass wir gerne besichtigen würden. In der Objektbeschreibung steht, dass es "Renovierungsbedürftig" ist.

Kann man in etwa sagen, wieviel gemacht werden müsste? Auf den Bildern die da dabei sind, sieht es für mich nicht so groß nach Renovierung aus (außer neue Tapeten).

Das Haus ist von 1962 und macht von außen einen sehr guten Eindruck (habs schon von außen gesehen).

Kann man irgendwas zur Renovierungsbedürftigkeit sagen?

Danke schon mal im Vorraus.

Lg Maria

Beitrag von merline 14.02.11 - 13:10 Uhr

Hast du einen Online-Link?

Falls alles original Baujahr ist, dann wirst du um die Bäder nicht drum rum kommen (außer die sind auf Fotos flatschneu zu sehen), die Heizung, das Dach, die Fenster......... oft sind in den Häusern aus dieser Zeit die Elektrik nicht auf dem neuesten Stand. Ich würde so ein altes Haus sowieso nur mit einem Gutachter besichtigen, die sehen oft Dinge, die unsereins nicht sieht.......(Feuchteschäden etc.)

LG Merline

Beitrag von wasteline 14.02.11 - 13:44 Uhr

Das sieht auf den Fotos heftigst nach Renovierung aus. Wie kommst Du auf die Idee, dass dort nicht viel gemacht werden muss?
Bäder, Küche, Decken, Wände, Fußboden....alles muss neu.
Heizung von 1991......dürfte auch bald fällig sein.
Was ist mit der Elektrik? Was ist mit den Wasserrohren? Ist überhaupt schon mal was gemacht worden?



Beitrag von marewb 14.02.11 - 13:53 Uhr

Für mich sieht das jetzt nicht so schlimm aus. Ich hab davon auch keine ahnung, drum hab ich jetzt einfach mal gefragt. Woran erkennst du, dass da einiges gemacht werden muss?

Wieviel wird man da in etwa noch in die Renovierung investieren müssen? Nur so in etwa.

Schon mal danke für deine Hilfe.

Beitrag von wasteline 14.02.11 - 14:34 Uhr

"Woran erkennst du, dass da einiges gemacht werden muss? "

Das sieht man doch eindeutig auf den Fotos.

Und die Frage nach den Kosten kann Dir hier wirklich keiner beantworten.
Wenn Ihr gar keine habt, dann nehmt einen Gutachter mit.

Beitrag von merline 14.02.11 - 14:58 Uhr

Okay, mal abgesehen davon, dass mir das Haus eh nicht gefallen würde - um das innen so zu machen, DASS es mir gefallen würde, müssten alle Bäder KOMPLETT neu, da bist schon mal locker 20.000,- los. Elektrik, Rohrleitungen kann man auf den Fotos nicht erkennen. Ich würde auch die Türen erneuern, Fensterzustand kann man auf den Fotos nicht erkennen, Hausdämmung außen, Dichtigkeiten im Dachbereich und im Keller sind auch nur vor Ort zu sehen. Die Heizung ist 20 Jahre alt - die wird auch nicht mehr so dolle sein. Die ganz normalen Renovierungsarbeiten (Wände, Bodenbeläge usw.) verschlingen bei der Größenordnung sicher auch noch mal 10.000,- Also mit 100.000,- bist du mindestens dabei, wenn du daraus ein "Schmuckstück" machen willst.

Beitrag von merline 14.02.11 - 15:06 Uhr

aber da ist dann noch kein Dach und nix außen am Haus dabei.................!

Beitrag von tomama 14.02.11 - 18:40 Uhr

Hallo,

habe mir jetzt nochmal die Bilder genau angeschaut. Die Häuser aus den 60er Jahren sind wirklich qualitativ ziemlich gut (unterhalt Dich mal mit Handwerkern) im Vergleich zu den aus den 70ern und 80ern. Das Haus sieht soweit gut aus. Wenn der Preis bei Euch ortsüblich ist, dann würde ich mir das Haus auch anschauen, wenn ich an einer Gebrauchtimmobilie interessiert wäre.

Und eine Heizung von 1991 ist kein Problem. Wenn es sich um ein Markengerät handelt, dann kann der noch locker 10 Jahre weiter heizen. Würde mir die Werte vom dortigen Schornsteinfeger geben lassen. Ansonsten natürlich einkalkulieren, dass damit in den nächsen Jahren etwas sein kann. Aber das sollte man als Hausbesitzer sowieso immer tun.

Würdet Ihr das Haus denn alleine bewohnen wollen oder vermieten? Es ist ja ein Zweifamilienhaus. Das wäre eher meine Sorge. Würde ungerne Vermieterin sein...

lg Tomama

Beitrag von merline 14.02.11 - 15:12 Uhr

Und das hat nicht mal einen Keller????

Beitrag von wasteline 14.02.11 - 13:13 Uhr

Wie soll man darüber Auskunft geben, wenn man das Haus nicht kennt?
Renovierung kann alles bedeuten.

Beitrag von ayshe 14.02.11 - 14:04 Uhr

Ich sehe das wie wasteline.
Und es stellt sich die Frage, ob es nicht eher eine Teilsanierung werden kann, also über eine Renovierung mit ein bißchen Aufhübschen weit hinausgeht, wenn man feststellt, daß vllt die gesamte Verrohrung von 1962 neu gemacht werden muß, Elektrik ebenso.

Beitrag von manavgat 14.02.11 - 14:14 Uhr

Dann ist das Ding wahrscheinlich Schrott.

Auf jeden Fall würde ich ein Gutachten vor dem Kauf in Auftrag geben. Das kostet zwar, bewahrt aber vor viel Kummer.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ayshe 14.02.11 - 14:17 Uhr

Warum soll es Schrott sein?
Nur weil man etwas daran machen muß?
Schrott bedeutet, man muß es abreißen.

Solange der Preis stimmt und man auch weiß, auf was man sich einläßt, ist es doch egal.

Beitrag von peterpanter 14.02.11 - 15:09 Uhr

Hi,

ein Haus von 1962 und Renovierungsbedürftig bedeutet bei einem Einfamilienhaus ca. 150 000 Euro Kosten. Aber ohne Detailkenntnisse ist eine Aussage sehr schwer.


grüßle

peter

PS: Schaut es erst mal ohne Gutachter an, vielleicht raubt dies schon alle Illusionen. Wenn nicht ist der Gutachter Pflicht.

Beitrag von merline 14.02.11 - 15:11 Uhr

By the way: für den Zustand ist das Haus eigentlich auch viel zu teuer!

Beitrag von ayshe 14.02.11 - 15:17 Uhr

Kennst du dich mit der Lage "Heusenstamm" aus?


Lage ist nicht gleich Lage und das wird bei einer Wertermittlung berücksicht.

Beitrag von marewb 14.02.11 - 15:30 Uhr

Heusenstamm ist ein Ortsteil von Neu-Isenburg (kreis Offenbach bei Frankfurt/Main).

Also für diese Gegend ist das Haus relativ preisgünstig. Meine Schwägerin hat sich am Sonntag ein EFH (reihenhaus) angeschaut mit 120 m² wohnfläche und würden dafür, auch in Heusenstamm, 245.000€ zahlen.

Wir werden uns das Haus auf jeden Fall mal anschauen. Wenn wir schon sehen, dass zu viel gemacht werden muss, fällt es sowieso flach.

Lg Maria

Beitrag von ayshe 14.02.11 - 15:37 Uhr

Für meine Gegend wäre es auch noch recht günstig.

Du bist ja schon dabei, dich über die dortigen Preise zu informieren, das sollte man auch echt tun und falls ihr eine Whg vermieten wollt, auch gleich über den dortigen Mietspiegel.

Beitrag von bi_di 14.02.11 - 18:07 Uhr

Wenn schon jemand 'renovierungsbedürftig' in die Anzeige schreibt, dann ist es wirklich renovierungsbedürftig. Sprich, man kann eigentlich nicht drin wohnen ohne Renovierung. Und damit sind definitiv nicht vergilbte Tapete und scheussliche Badfliesen gemeint.

Ob nun die Elektrik hin ist, die Feuchtigkeit sich die Wände hochzieht, die Heizung ein Totalausfall ist oder das Haus kurz vor dem Zusammenbrechen steht, kann Euch nur der Verkäufer sagen. Oder besser noch ein Gutachter.

Grüsse
BiDi

Beitrag von tomama 14.02.11 - 18:31 Uhr

Hallo Maria,

habe mir auch eben den Link angeschaut. Normalerweise unterscheidet ein seriöser Makler zwischen renovierungs- und sanierungsbedürftig. Renovierungsbedürftig bedeutet, dass es sich um "Verschönerungen" im weitesten Sinne handelt. Wobei das natürlich auch sehr teuer werden kann. Je nach Ansprüche eben. Wenn Du Dir vorstellen könntest erstmal mit Bädern zu leben, die Dir vieleicht nicht wirklich optisch gefallen, aber funktionstüchtig sind, dann kannst Du die Bäder z.B erstmal lassen. Aber auch die Böden und Wände des Resthauses werden mit Sicherheit einige Tausend Euro kosten, je nachdem wieviel Eigenarbeit ihr leisten könnt.

Sanierungsbedürftig hingegen sind Häuser, wo auf jeden Fall Handlungsbedarf steht, weil das Haus ansonsten nicht bewohnbar wäre. Das sind dann bei einem Altbau eher unkalkulierbare Kosten, die ich immer von einem Fachmann beurteilen lassen würde.

Manche Makler schreiben jedoch renovierungsbedürftig, wo sanierungsbedürftig viel eher der Sachlage entsprechen würde.

lg Tomama

Beitrag von marewb 15.02.11 - 10:24 Uhr

Danke euch allen für die antworten.

Das Haus ist komplett unterkellert. Wir haben auch den Grundriss vom Makler bekommen. Es ist eine Viessmann Öl Heizung eingebaut (also Marke, Verwandte haben eine Öl Heizung von 1987 und läuft immer noch ohne probleme).

Da ein Kinderzimmer aber nur knapp 8,5 m² hat, kommt es für uns eigentlich nicht mehr in Frage.

Ich habe auch nochmal mit meinem Mann drüber gesprochen und wir haben beide Angst, dass es ein Fass ohne Boden werden könnte. Außerdem würde es unseren Kredit rahmen sprengen, wenn der Makler mit dem Preis nicht runtergehen würde.

Naja, meine Schwägerin würde sich das Haus wohl heute mal anschauen und uns dann bescheid geben, ob es sich für uns lohnt, das wochenende hinzufahren und es zu besichtigen.

Trotzdem danke ich euch allen für eure Meinungen und eure Hilfe.

Lg Maria