Bolzenschuß am Stall möglich?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von risala 15.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo!

Ich habe mal eine Frage an die Pferdehalter unter euch:

Darf man vom Metzger das Pferd per Bolzenschuß am Stall töten lassen - wenn ja, unter welchen Voraussetzungen und wie finde ich einen passenden Metzger?

Mein Pferd lässt sich nicht verladen und ist als Nichtschlatpferd eingetragen. Entsorgung des Tierkörpers würde über den abdecker erfolgen. Tierarzt möchte / will nicht einschläfern.

Ein Bitte noch: es tut nichts zur Sache, warum mein Pferd ggfs. getötet werden muss - die Entscheidung steht bereits und ist das Beste fürs Pferd. Leicht gemacht habe ich mir diese Entscheidung nach 13 Jahren nicht.

Danke und Gruß
Kim

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 14:04 Uhr

Wenns krank ist würde der TA es ja tun #kratz Oder täusche ich mich da?

Beitrag von risala 15.02.11 - 15:02 Uhr

Hi,

ja Du irrst Dich.

Manchmal sind einem einfach Grenzen gesetzt - TA und Klinik behandeln nicht umsonst. Einschläfern macht der TA nicht, da eine OP mit längerem Klinikaufenthalt und Nachsorge möglich wäre - die kann ich mir aber nicht leisten (außerdem lässt mein Pferd sich auch mit Sedierung nicht -mehr- verletzungsfrei verladen. Außer wir würden sie mit einem Kran reinheben oder tragen.) und tue meinem Pferd damit auch keinen Gefallen.

Sie ist fast 17 und durch den Senkrücken nicht mehr dauerhaft reitbar - deshalb Weidepferd bisher. Zudem webt sie, wenn sie in irgendeinem Stall fest stehen muss. Das ist der Heilung ebenfalls nicht zuträglich.

Und glaub mir, die Entscheidung, mein Pferd töten zu lassen habe ich mir wahrlich nicht leicht gemacht.

Gruß
Kim

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 15:04 Uhr

Habe die Risiken unten gerade durchgelesen, wusste nicht das bei Pferden solche Nebenwirkungen oder Erscheinungen auftretten sorry

Drück dir die Daumen das das ganze schnell und schmerzlos rumgeht #schmoll

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 15:45 Uhr

Unser TA ist da durchaus zugänglich. Der schwatzt keine zu teuren großen Behandlungen auf...

Was hat sie denn für ein Problem?

LG,

W

Beitrag von risala 15.02.11 - 15:55 Uhr

Hi,

sie hat -erstmal- Verdacht auf Hufkrebs an den Vorderhufen. Ich habe mir 14 Tage Zeit gegeben (zum Nachdenken, Rechnen, etc.) - wenn die Diagnose stimmt, dann werde ich nicht weiter rumdoktorn. Das ist finanziell einfach nicht drin und ich sehe den Sinn darin auch nicht.

Kenne ein paar Pferde, wo die Besitzer immer wieder operieren ließen, immer wieder wochenlange Stehzeiten in Kauf nahmen. Bei den wenigsten hat es mehr als eine "Fristverlängerung" gebracht.

Ich habe für mich entschieden, dass meine Stute das nicht verdient hat. Dazu kommt eben noch das Verladeproblem (hatten wir nicht immer - es wurde nur in den letzten Jahren immer schwerer bis teilw. unmöglich). Außerdem steht sie so weit weg, dass ich nicht täglich hinfahren kann.

Da mein Pferd in der "Ecke" noch nicht lange steht und ich die TÄ dort alle nicht kenne, will ich auch keine Odyssee anfangen. Jeder meint doch dann die Diagnose des anderen anzuzweifeln oder einfach selbst nochmal zu testen. Und einen Goldesel habe ich nicht.

Deshalb auch die Überlegung "Metzger".

Gruß
Kim

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 16:20 Uhr

Scheiße.
Hat sie denn aktuell starke Schmerzen/Probleme?

Ich hab jetzt glücklicherweise noch keinen Tierarzt erlebt (haben auch noch nicht sooo oft gewechselt), der nicht unter anderem auch die Kosten und Erfolgsaussichten mit in die Entscheidung einbezieht....

Für mich kämen in so einem Fall auch keine langwierigen aufwändigen und schmerzhaften Behandlungen mehr in Frage, max. wahrscheinlich eine Schmerzbehandlung, solange es geht.

LG

Beitrag von risala 15.02.11 - 16:28 Uhr

Hi,

noch ist es vertretbar - deshalb auch die Frist, die ich mir gesetzt habe.

Naja, der TA meint eben, mit OP und anschließender Nachsorge und Boxenhaft (die im derzeitigen Stall mangels Boxen gar nicht möglich ist) KANN es wieder werden.

Aber die Kombination aus nicht kalkulierbaren Heilungschancen, teure OP + Nachsorge + höhe Stallmiete, wenn Pferd in einen Boxenstall kommt (fangen hier bei 240€ an) und dem Verladeproblem lassen für mich in diesem Fall keine andere Entscheidung zu.

Danke und Gruß
Kim

Beitrag von windsbraut69 16.02.11 - 06:43 Uhr

Och Mensch...
Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr eine friedliche Lösung findet.

Genau beim Punkt Boxenhaft würde ich auch abbrechen. Das würde ich ohne ganz sichere Prognose keinem Pferd zumuten und bei Euch ist es ja nicht das einzige Problem.

Ich bevorzuge das Einschläfern, auch wg. der "Begleitumstände" beim Bolzenschuß aber das muß jeder selbst entscheiden. Vielleicht findet Ihr doch noch einen Tierarzt, der das macht.

LG,

Beitrag von -0815- 15.02.11 - 20:14 Uhr

Dann siehst du es entweder falsch oder hast nen schlechten Tierarzt.

Beitrag von dore1977 15.02.11 - 14:06 Uhr

Hallo,

wieso soll das nicht gehen ?
Frag einfach einen Metzger ob er das machen würde.
Ich muss zugeben ich frage mich aber schon wieso der TA das Pferd nicht einschläfern möchte.
Frag doch sonst einfach einen andre TA.

LG dore

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 14:15 Uhr

Ich mich auch, wenn das Tier wirklich was hätte würde sie es ja machen ....

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 14:47 Uhr

Darauf bin ich jetzt gar nicht gekommen....
#aha

Beitrag von simone_2403 15.02.11 - 14:49 Uhr

Es gibt genügend TA die sich weigern aus dem von mir unten aufgeführem Grund.

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 15:02 Uhr

Habe ich gerade gelesen ;-) Wusste ich nicht bin eben eine Hundebesitzerin #hicks

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 15:10 Uhr

Wir haben da aber weder mit dem Tierarzt vorher noch später beim Einschläfern bislang Probleme gehabt.
Diese Gruselgeschichten kenne ich wohl, für uns war es aber keine so schlimme Erfahrung...

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 15:16 Uhr

Ich kenne es bei Pferden gar nicht gott sei dank.

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 15:41 Uhr

Wirklich schlimm an der ganzen Angelegenheit war eher das Abholen bzw. Verladen durch den Abdecker. Den Anblick vergesse ich seit Jahren nicht, während das Einschläfern sehr friedlich verlief.

LG,

W

Beitrag von simone_2403 15.02.11 - 15:20 Uhr

Für dich vieleicht nicht.Ich habe es hautnah erleben dürfen/müssen und war mit meiner Freundin zusammen einem Zusammenbruch nah.

Zu wissen das ein Tier um sein Leben kämpft und das mit zu erleben,es aber nur von hörensagen kennen sind 2 paar Schuhe.Ich möchte soetwas niewieder erleben und auch meine Freundin wird,falls es denn mal nötig sein sollte,das Bolzenschussgerät wählen.

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 15:40 Uhr

Das ist doch aber eine Ausnahme und Komplikationen gibt es bei jeder Methode....Mir ist da die Anwesenheit eines vertrauenswürdigen Tierarztes immer lieber als die eines Schlachters, gerade, wenn etwas schief gehen sollte. Ein Pferd, das mit halbzertrümmertem Schädel tobt, ist auch kein schöner Anblick...

Ein Tierarzt, der regelmäßig Pferde in Narkose legt, sollte das allerdings auch relativ sicher hinbekommen.

Beitrag von simone_2403 15.02.11 - 15:45 Uhr

>>Ein Pferd, das mit halbzertrümmertem Schädel tobt, ist auch kein schöner Anblick...<<

Das ist unvermögen des Abdeckers.

Bei Einschläfern wird das Tier zuerst in Narkose versetz,hat man aber damit keine Erfahrung beim Pferd wie es sich verhältund darauf reagiert kann der Schuss des öfteren nach Hinten los gehen und KEIN Tierarzt geht freiwillig in die Box eines tobenden Pferdes um die Dosis zu erhöhen.


Auch wenn dein TA noch so oft Narkosen bei einem Pferd durchführte kann er sich nie sicher sein wie das jeweilige Tier darauf reagiert.

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 15:51 Uhr

Dann darfst Du aber überhaupt kein Tier narkotisieren, das ist doch kein Argument.

Gruß,

W

Beitrag von simone_2403 15.02.11 - 16:01 Uhr

Wir sprechen hier von Großtieren und nicht von Hunden und Katzen die man hält.

Hast du dich schon mal einem tobendem Rind/Pferd/Schwein in den Weg gestellt? Wenn ja,dann Glückwunsh das du das überlebt hast.

Beitrag von windsbraut69 15.02.11 - 16:09 Uhr

Auch Pferde und andere Großtiere werden tagtäglich in Massen erfolgreich narkotisiert, während sicher jeden Tag jede Menge Bolzenschüsse auch "daneben gehen", ob jetzt aus Stümperei, technischen Defekten oder warum auch immer...

Beitrag von simone_2403 15.02.11 - 16:23 Uhr

Dir ist aber bewußt das ein narkotisieren in einer Tierklinik anders abläuft als in einem Stall ja?Dort können Pferde/Rinder ö.A Tiere in dafür vorgesehene Stallungen gebracht werden in denen der Bewegungsradius um ein vielfaches eingeschränkt ist.

Ein Pferd das sich nicht verladen lässt musst zwangsläufig in seiner Box dafür untergebracht sein und kann dementsprechend randalieren.

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