Schuhe umtauschen... :-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von luap1510 16.02.11 - 10:35 Uhr

Hallo,

wollte mal fragen, ob jemand von euch mal so einen ähnlichen Fall hatte.
Ich habe meiner Tochter letzte Woche Halbschuhe (Ricosta) gekauft. Sie waren 10 % reduziert und auf dem Kassenzettel steht: reduzierte Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen. Eigentlich klar.

Jetzt sagte mir meine Tochter aber, dass sie hinten mit der Ferse rausrutscht. Sie hatte die Schuhe bisher 2x im Kindergarten an.
Mag sein, dass das an ihren Einlagen liegt. der Klett lässt sich auch nicht ganz verschließen.
Wir haben die Einlagen aber im Geschäft eingelegt und die Verkäuferin meinte, das wäre i.O. so.

Habe jetzt zu allem Übel auch noch festgestellt, dass vorne das Leder total abgewetzt ist und da schon Nähte durch schauen.
Wie gesagt nach 2x Tragen im Kindergarten (!) :-(

Sonst sehen die Schuhe noch top aus, aber wenn die vorne schon nach 2x Tragen so kaputt gehen... Immerhin haben sie fast 60 Eur gekostet.

Was meint ihr dazu?
Will nachher auf jeden Fall mal hinfahren und das reklamieren. Mal sehen was passiert.

lg luap

Beitrag von sonne_1975 16.02.11 - 10:38 Uhr

Wir haben schon immer Ricosta gehabt und hatten sowas noch nie. Also eindeutig reklamieren. Auch das mit dem Klett, wie hatten sonst nie Probleme.

Einlagen? Wozu? Hatten noch nie welche.

LG Alla

Beitrag von luap1510 16.02.11 - 10:42 Uhr

Hallo,

ehrlich gesagt hatten wir auch schon oft Ricosta Schuhe,aber so 100%ih Zufrieden war ich bisher nie :-(

Leider ist die Auswahl an Schuhe echt ne Katastrophe, wenn dein Kind Einlagen braucht und etwas breitere Füße hat...

Die Einlagen braucht sie, weil ihre Füße beim Laufen nach innen knicken.

Leider hatten wir auch bei den Ricosta Winterschuhen (die mit dem Pferd ;-)) schon 2x das Problem, dass vorne dieser Sympatex-Stoff aufging.
Die Jungen-Schuhe haben ja vorne immernoch so eine Schutzkappe. Die Mädchen-Schuhe komischerweise nicht, dabei spielen die ja nicht anders...

Danke für Deine Antwort!

luap

Beitrag von sonne_1975 16.02.11 - 10:57 Uhr

Ok, wenn sie die Einlagen braucht, dann müssen sie sein. Meine Kinder haben sehr schmale Füsse, deswegen passen ihnen (bzw. dem Grossen) meistens nur Ricosta und Superfit. Und versuche mal schmale Jungsschuhe zu finden.
Ist bestimmt ähnlich schwer wie breite Mädchenschuhe.:-D

Ich drücke dir die Daumen!

Beitrag von jamey 16.02.11 - 10:39 Uhr

ich denke das könnte schwierig werden. im kindergarten werden die schuhe ja beansprucht...also das abgewetzte leder ist eine abnutzungserscheinung, ja auch schon nach zwei tagem du weißt ja nicht, was damit gemacht wurde 8die kinder knien, rutschen rum, fahren bobycar, bremden roller und dreiräder mit den füßen...)

das thema ferse: hat sie keine proberunden im laden gedreht? reduzierte ware darf eigentlich nicht wegen nicht-passens umgetauscht werden, wenn etwas kaputt geht, dann gilt normal gewährleistung... also wenn der klett nicht hält, dann müsstest du sie zum beispiel zurückbringen können....

Beitrag von luap1510 16.02.11 - 10:48 Uhr

doch ne Proberunde hat sie gemacht, aber da ist sie natürlich gelaufen. keine ahnung, ob sie viell. beim rennen raus rutscht??
allerdings denke ich, dass die ferse ja durch die Einlagen ja höher ist. Desh. geht der Klett auch nicht bis ganz hinten zu. Ich habe da auch meine Bedenken geäußert,aber die Verkäuferin meinte, dass sei kein Problem...
Ich probier es einfach, sind auch ein guter Kunde in dem Laden. Ich denke, die können das ja dem Hersteller zurückschicken.

luap

Beitrag von schullek 16.02.11 - 10:43 Uhr

hallo,

wäre es einfach nur, dass sie deiner tochter jetzt nicht passen wird ich sagen: versuch es, aber viele chancen hast du nicht. da dur aber auch eindeutig qualitätsmängel hast, denke ich, werden die schuhe zurückgenommen.
ich reklamiere rigeros, wenn mängel auftreten und habe eigentlich nie probleme damit.

ich habe sogar letztes jahr auf ein paar runtergesetzte superfit schuhe ein halbes jahr später nachträglich 40% rabatt bekommen, da sich rausstellte, dass die gore tex nicht hält, wie versprochen.

lg

Beitrag von anarchie 16.02.11 - 10:53 Uhr

Hallo!

Du kannst nicht umtauschen, wohl aber Qualitätsmängel reklamieren!

lg

melanie

Beitrag von twins 16.02.11 - 12:09 Uhr

HI, das Recht wurde ja schon beschrieben, das Du nur auf eine Nachbeserung pochen kannst, wenn die Schuhe einen Schaden haben (nicht abgeschrammt).

Wir haben aber auch mal Schuhe nach 1 Woche laufen umgetauscht!!!
Die waren einfach viel zu eng und da wir diese mit Beratung gekauft haben habe ich drauf gepocht.
Die Chefin hat dann die Schuhe selber an meiner Tochter ausprobiert und meinte, das die viel zu eng waren. Die "dumme" Verkäuferin stand da wie belämmert!

Und wenn sie wirlklich nicht passen würde ich trotzdem hingehen und auf Kulanz pochen. Auch wenn die Kinder zwei Runden gehen muss die Verkäuferin immer noch sagen können, ob der Schuh zum Einschlupfen zu flach ist, wenn eine Einlage drin ist.

Ich finde es immer witzig, wenn sie im Geschäft die Kinder fragen ob er paßt...Hallo....wer kann das richtig einordnen.


Grüße
Lisa

Beitrag von fussverbieger 17.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo,

ich gehe ganz fest davon aus, dass die Schuhe umgetauscht werden. Ein Qualitätsmangel kann ja nicht auf den Sonderpreis geschoben werden....


Zum Thema Einlagen ist das Problem bekannt, Einlagen passen in die Schuhe, aber Füße nicht mehr.
Aus "wirtschaftlichen Gründen" bekommen heute die meisten Kinder die einfachen Weichschaumeinlagen verpasst. Diese Einlagen sind aus einem Weichschaumblock gefräst und haben mit dem Begriff Maßeinlagen nicht viel zu tun.
Besonders mies ist es, wenn auch Kindern mit Knickfüßen solche einfachen Weichschaumeinlagen verpasst werden, weil die beim Knickfuß oft mehr schaden als nutzen!

Seit 2006 beobachte ich, das die Anzahl von Kinderfußoperationen stets zunehmender Tendenz ist,- die Einlagenversorgung hingegen hat genau so rasant nachgelassen (darum der Grund für die OP).
Das Ganze hat System und darum bezeichne ich es schlicht und einfach als ein ganz mieses Spielchen auf Kosten der Eltern und Kinder!

Die meisten Eltern interessieren sich nicht sonderlich für die Gesundheit der Kinderfüße und damit zwangsläufig verbunden die Entwicklung der Beine.
Wenn der Kinderarzt nichts sagt, dann ist alles im grünen Bereich, denkt man vielmals.
Wenn der Kinderarzt sagt, X-Beine verwachsen sich, dann glaubt man ihm das einfach, denn er ist ja ein Arzt.

Wenn sich Eltern gescheiter verhalten und sich in der Eigenverantwortung sehen, dann ist es um so schlimmer, wenn Kindern einfach falsche Einlagen verpasst werden!
Auf der Seite http://www.kinderbeine.de/knickfuss.htm kann man sich anschauen, wie man den Knickfuß erkennt, welche Folgen der Knickfuß für die Entwicklung der Beine hat und wie man dem entgegen wirkt.

Die Untersuchung allein dauert mindestens 20 Minuten, danach übt man zusammen mit dem Kind und den Eltern die Fußgymnastikübungen ein und lässt sich die bevorzugten Schuhe zeigen.
Danach werden die Einlagen dementsprechend angefertigt. Ein Paar für die Freizeitschuhe, ein Paar für den Kindergarten, ein Paar für die Hausschuhe und im Sommer noch feste in den Sandalen sollte beim Knick- Senkfuß und auch beim Plattfuß der Regelfall sein.
Der Erfolg dieser strikten Gymnastik- und Einlagentherapie ist dementsprechend schnell sichtbar.

Bei "Kassenkindern" hält man es im Regelfall so, dass die Untersuchung nach 3 Minuten gelaufen ist, es ein Rezept für ein paar Einlagen nach Abdruck gibt und wenn überhaupt noch ein zweites Rezept für 10 Gymnastikstunden.
Ein Erfolg ist quasi ausgeschlossen, weil die Füße nur zeitweise therapiert werden.

Dennoch ist die einfache Kassenbehandlung für die meisten Eltern gut genug,- es geht ja "nur" um die Füße und Beine... Eine komplette Therapie kostet rund 10% des Kindergeldes,- das ist den meisten Eltern zuviel Geld für die "kleinen Stinkerchen".
Viele Eltern wissen aber auch nicht genug über die Zusammenhänge.

Was in der Zeitung steht und was der Arzt erzählt muss ja stimmen,- warum dann selbst informieren???-

Nur die wenigsten Eltern wissen, dass die Fußtherapie des Kindes steuerlich voll absetzbar ist ("besondere Aufwendungen").

Aber selbst wenn keine Steuern gezahlt werden müssen, sollten 10% des Kindergeldes nicht zuviel Geld für eine natürliche Entwicklung des Kindes sein.
Wenn die Kinder noch in der Wiege liegen, kann man sogar zum 0-Tarif Vorsorge betreiben und Knick- Senkfüßen nur wenig Chancen geben. Auf www.kinderbeine.de/senkfuss.htm findet man Tipps dafür im Film.

Gruß aus der Praxis am Schönberger Strand
Andreas Herr