Zu unreif....

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von fairie76 18.02.11 - 09:23 Uhr

Hallo,
muß mir mal unbedingt Luft machen, bin total genervt.....
Also, hatten vor ein paar Tagen ein Gespräch mit der Leherin,was zu meinem entsetzen immer mit Kind stattfinden soll.
Also saßen wir 4 da und natürlich ließ diese Lehrkraft kein gutes Harr an meinem Sohn:
,,er hätte den ernst der 3.Klasse nicht begriffen,ist zu verspiel und unreif,oft fehlt die Bereitschaft zum lernen und mehr zu machen,mündlich ist er nicht gut,doch wenn er sich meldet kann er zwar die erste Frage beantworten,doch wenn die Lehrerin nachhakt, antwortet er mit Sätzen die rein gar nichts mit dem Thema zu tun haben.
Der Wochenplan ist auch noch ein Thema:dieser soll in der Schule erledigt werden,was er nicht schafft....
wie soll ich das bitte schön hinbekommen,bin ja nicht die Lehrkraft.....
Zuhause dann hat er doppelte Arbeit:den Wochenplan fertig zu machen plus Hausis = ganzer nachmittag im Eimer.....
Mein Sohn ist total unmotiviert(selbst kleine Überraschungen helfen nicht mehr)
Ich will einfach das mein Sohn eine glückliche Schulzeit hat, mir tut er schon leid, er ist doch erst 9, ich habe fast täglich stress mit meinem Sohn nur um es anderen recht zu machen, ich habe es so satt, kann man ihn nicht nehmen so wie er ist? Er hat 3er und auch 2er im Zwischen Zeugnis, klar kann man das noch verbessern,aber deswegen Krieg führen und dem Kind spüren lassen das es von jetzt ab Erwachsen sein soll.?
Bin ich eine Weichei Mutter die völlig versagt hat?
So habe ich mich dann gefühlt nach diesem tollen Lerhrergespräch, und ich darf mir nun mal wieder den Kopf zerbrechen wie ich meinen Sohn dazu bekomme das er funktioniert damit die Leherin ihn mitziehen kann.
Ich wäre dankbar für pädagogisch wertvolle ratschläge in punkto:
Bereitschaft zum lernen
zu unreif....
Hat den Ernst der 3.Klasse nicht begriffen....
mündlich....
sinnvolle Antworten....
Ist zu verspielt.....
Wochenplan (sehr wichtig)
Vielleicht kann ich der Lehrerin eine Gebrauchsanweisung zu kommen lassen...(böse...)
Danke fürs lesen

PS:Mein Mann stört sich auch an den ,,kindischen Verhalten" von unserem Sohn und hat Angst das er abrutscht.


Beitrag von marion2 18.02.11 - 09:29 Uhr

Hallo,

ich kenne das.

Bei der Wochenarbeit richte dein Augenmerk ausschließlich auf die Übungen zu Mathe und Deutsch. Der Rest fällt weg!

Das kannst du auch drunter schreiben: Nach Mathe und Deutsch abgebrochen - Unterschrift

Plane eine halbe Stunde für Hausaufgaben ein. Reicht die nicht aus, brich ab.

Er hat den Ernst des Lebens nicht begriffen? Pffff

Unsere hat gesagt: Das ist sein Job!
Worauf ich sagte: Wäre das ein Job, hätte er schon längst gekündigt.

Es IST Aufgabe der Lehrerin seine Arbeit während der Schulzeit zu kontrollieren. Will sie das nicht und du hast zufällig Zeit, geh hospitieren um dir ein Bild zu machen. Begleite dein Kind durch einige Tage Unterricht. Natürlich kündigst du deinen Besuch vorher an! #schein

Gruß Marion

Beitrag von ilva08 18.02.11 - 22:31 Uhr

Genau, mach das. Brich die Aufgaben nach 30 Minuten ab, zeig deinem Kind, dass DU das Sagen hast und die Lehrerin keine Ahnung hat.

Damit dein Sohn auch wirklich GAR KEINEN Grund mehr hat, sich im WoPl anzustrengen. Schließlich muss er ihn nicht mal zu Hause nachholen.

Der absolute Freifahrtschein, noch mehr Zeit in der Schule zu vertrödeln.

"Es IST Aufgabe der Lehrerin seine Arbeit während der Schulzeit zu kontrollieren."

Absolut. Es gibt aber Kinder, die trotzdem nicht arbeiten. Da kann man sich totkontrollieren, sobald man sich rumdreht, geht die Drömelei wieder los.

@ TE: Ich finde es auch falsch, wenn die Lehrerin nur negatives Feed Back gibt. Aber willst du versuchen, die Lehrerin zu erziehen? Nicht deine Baustelle, damit vergeudest du deine Zeit und schadest deinem Kind.

Hast du schonmal mit Verstärkerplänen gearbeitet? Meinst du, die Lehrerin würde sich darauf einlassen? Damit sich das Arbeitsverhalten deines Kindes bessert?

Eine andere Idee: Wäre es möglich, dass dein Kind den WoPl jeden Tag mit nach Hause bringt? Ihr besprecht dann, was am Tag geschafft wurde und dein Sohn legt fest, was er am nächsten Tag schaffen möchte.
Wichtig: Nix unter der Woche nachholen, nur besprechen!!!
Solche Besprechungen, gekoppelt an einen Verstärkerplan, können viel bewirken!

Wünschenswert wäre natürlich, dass die Lehrerin dabei mitzieht und mitwürdigt. Aber wie gesagt: Wenn nicht, verschwende keine Energie in einem Kleinkrieg!

LG #winke

Beitrag von marion2 19.02.11 - 10:20 Uhr

Wenn man die Nachmittage und die kompletten Wochenenden mit dem Nacharbeiten des Unterrichtsstoffes verbringt, HAT die Lehrerin ihren Job nicht gemacht.

Beitrag von ilva08 19.02.11 - 11:36 Uhr

Wenn ein Kind in der Schule so gut wie gar nichts tut und deshalb so viel nachzuarbeiten hat, kann man sich trefflich darüber streiten, wer daran "schuld" hat.

Du hast deinen Standpunkt dargelegt. Das andere Extrem wäre, zu sagen: "Das Kind wurde von den Eltern nicht zu einer beschulungsfähigen Persönlichkeit erzogen."

Mit diesen beiden Extremen kann man dann einen Gabenkrieg eröffnen, sich auf beiden Seiten trefflich echauffieren, jede Partei wird aus ihrem eingeschränkten Fokus immer wieder Bestätigungen für ihre Theorie finden.

Probleme löst man so nicht.

Beitrag von marion2 19.02.11 - 13:11 Uhr

Es geht nicht um Theorien sondern um die Zukunft des Kindes der TE.

(Uns ging es anfangs ähnlich. Hätte ich damals den Kopf in den Sand gesteckt und gehofft, die Probleme zu Hause am Nachmittag zu lösen, würde mein Kind jetzt von der Grundschule auf eine Oberschule wechseln.)

Beitrag von ilva08 19.02.11 - 14:15 Uhr

"Es geht nicht um Theorien sondern um die Zukunft des Kindes der TE."

Muss ich das kapieren? #kratz

Ich habe konkrete Tipps zur Problemlösung gegeben, lies nochmal nach.

Deine Tipps beschränkten sich m. E. auf folgende Botschaft:

"Die Lehrerin hat das Problem. Sie muss es lösen. Mach ihr das klar, indem du gegen sie arbeitest."

Das stimmt aber nicht. Der Problemhaber ist das Kind, das den Unterrichtsstoff versäumt.
Was bedeutet es für die Zukunft des Kindes, wenn es den Unterrichtsstoff nicht nachholt? Und von seiner Mutter vermittelt bekommt: "Du musst das auch nicht nachholen! Schließlich ist die Lehrerin ist schuld, wenn du in der Schule nicht arbeitest!"?

Dreimal darfst du raten.

Deine Tipps tragen nicht zur Problemlösung bei, sondern dazu, die Probleme zu verschärfen. Und das ist keine Theorie, sondern basiert auf meiner Erfahrung.

Beitrag von marion2 19.02.11 - 15:55 Uhr

Meine Erfahrung ist: Mütter sollten ihre Kinder nicht selbst unterrichten müssen, wenn das Kind eine Schule besucht.

Beitrag von renate61 18.02.11 - 10:05 Uhr

Ich vermisse bei deiner Kritik den Gedanken warum er es nicht schafft.Aus deinem Posting lese ich heraus das du die Anforderungen der Lehrerin übertrieben findest.
Damit hilfst du deinem Kind aber nicht.Woran kann es liegen das er das Wochenpensum der Schule nicht schafft?
Ist er verträumt und dadurch zu langsam?
Versteht er die Aufgabenstellung nicht?
Wie wäre es wenn er die Klasse wiederholt?
Im übrigen fanden bei uns die Gespräche auch immer mit Kind statt.Und das empfand ich als durchweg posititv.

Beitrag von fraz 18.02.11 - 10:23 Uhr

Erst mal: Das die Elterngespräche MIT Kind stattfinden, finde ich absolut notwenig und sinnvoll. Schliesslich geht es um sie!

Ich verstehe einerseits die Enttäuschung, dass dein Sohn offenbar in einigen Bereichen aufzuholen hat, andererseits vermisse ich aber deine konstruktive Reflektion dem Thema gegenüber. Es geht ja nicht darum, dass die Lehrerin deinem Sohn irgendwie böse vorbei kommen will, sie zeigt euch lediglich auf, wo euer Sohn im Moment steht!

"Ich will einfach, dass mein Sohn eine glückliche Schulzeit hat".....ja, da liegt wohl der Hase im Pfeffer. Lernen und sich anstrengen hat einfach nicht immer was mit Glück zu tun, sondern ist manchmal einfach hart und unbequem und eben gar nicht glücklich machend. Das Glück stellt sich dann ein, wenn dein Sohn nach all seinen Mühen eine Verbesserung sieht, wenn er etwas begriffen hat. Aber der Weg dahin ist oft steinig...






Beitrag von frischerduft 18.02.11 - 10:56 Uhr

Hallo,

ich persönlich hatte eine glückliche Schulzeit - in den Pausen #rofl

Ich würde das GEspräch mit der Lehrerin als wertvolle Hilfe sehen.
Du hilfst deinem Sohn nicht und tust ihm erst recht keinen Gefallen, wenn du solche Hinweise nicht ernst nimmst.

U. U. ist er wirklich zu unreif und kann im Schulalltag nicht mithalten.
Da solltest du anknüpfen und Ansatzpunkte sehen.

Alles Gute

Nici

Beitrag von fairie76 18.02.11 - 13:38 Uhr

Hallo,

welche Mutter will es nicht das ihr Kind eine unbeschwerte Schulzeit hat?
Meiner Meinung liegt es auch daran das die Lehrerin meinem Kind keine Mithilfe zur Motivation anbietet und auch keine Erwartungen an meinem Sohn hat,aber auskotzen und ihn rund machen ohne irgend etwas gutes zu sagen und mit uns Lösungswege zu besprechen?,finde ich hat sie wohl den falschen job.
Klar muß er sich anstrengen doch wie kann man ihn dazu bewegen und was macht die Lehrerin dafür....



Beitrag von tweety12_de 18.02.11 - 17:55 Uhr

die lehrerin kann / soll allgemeine motivationshilfen an die klasse geben... wenn sie dies aber individuell bei allen kindern in der klasse machen soll,

dann ist die zeit um, eher der stoff durchgenommen wurde....

in erster linie sollten die eltern ihre kinder motivieren....

desweiteren kann und wird die schule nicht immer eine tolle zeit sein....

schule ist der erste ernst des lebens, und durchaus wichtig zu nehmen......

da bringt es dir nix, und du hilfst vor allen dingen deinem kind nicht, wenn du

weiterhin dein kind bedauerst anstatt zeit und gedult in ihn zu investieren

Beitrag von marion2 18.02.11 - 20:58 Uhr

"in erster linie sollten die eltern ihre kinder motivieren...."

nützt NIX, wenn die Lehrerin die zu Hause mühsam erarbeitete Motivation mit zwei drei Worten in Nullkommanichts in Abwesenheit der Eltern zunichte macht.