mutter-tochter-konflikt kleinkind

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von amma1211 18.02.11 - 19:40 Uhr

hallo zusammen,

ich wende mich an euch und eure erfahrungen und informationen.
meine tochter (bald 2,5j) scheint ein "problem" mit mir zu haben.
seit geringer zeit lässt sich meine tochte kaum mehr von mir helfen, sich zb die haare kämmen usw. allerdings darf mein mann all diese sachen machen.
sie streckt ihren zeigefinger aus und ruft laut: "du nicht".
letztes wochenende wollte ich sie morgens aus dem bett holen. ich öffnete die tür und sagte sowas wie guten morgen schatz. sie rief, obwohl sie mich noch nicht sehen konnte (hat angrenzendes schlafzimmer am kinderzimmer) "du nicht, du kannst wieder rausgehen".
gibt es irgendeine entwicklungsphase bei kleinkindern, die mir nicht bekannt ist?
wir haben schon einen großen sohn (5,5j.) er hat sowas oder ähnl. nie gemacht.
manchmal komme ich mir vor wie eine ersterziehende mutter, weil mein sohn sowas von pflegeleicht war bzw. ist und ich jetzt erstmalig bei meiner tochter solche dinge erlebe.
habt ihr evtl. "hinweise " auf solch verhalten bzw. interessante links, damit ich sie besser verstehen kann.
eben beim zubettbringen hatten wir leider über eine halbe stunde theater. sie wehrte sich, trammpelte und schrie pausenlos: "du nicht"
irgendwann hatte sie sich beruhigt, ich streichelte sie, fing aber auch an zu weinen vor traurigkeit der abweisung und sie war wie ausgewechselt. sie legte meine hand auf ihr gesicht und sagte: "noch ein bisschen streicheln"

danke für eurer hinweise und tipps.

gruß

Beitrag von marion2 18.02.11 - 21:10 Uhr

Hallo,

du brauchst keine Tipps.

Sie sagt dir doch genau, was sie erwartet.

Jetzt überleg mal ;-)

Genau! Sie will selbständig werden.

Jungs wohnen viel häufiger mit 30 noch bei Mutti - jetzt weißt du warum.

Gruß Marion

Beitrag von enyerlina 18.02.11 - 23:10 Uhr



#schwitz#schock#schock#schock#schwitz

bisher habe ich immer gesagt nur Mädels wäre für mich auch o.k-

vielleicht wünsche ich mir jetzt insgeheim einen Sohn;-)

Beitrag von amma1211 19.02.11 - 07:09 Uhr

guten morgen,

vielleicht ist es das worauf sie hindeuten möchte.
aber sie hat bereits alle möglichkeiten der welt, das meiste alleine zu tun.
ich plane immer viel zeit ein, bin so gut wie nie unter termindruck. sie zieht sich bereits seit einem halben jahr alleine an und aus, lehnt fast alle hilfe ab.
jeden morgen beobachte ich im kindergarten hetztende mütter, die ihre kinder ohne rücksicht auf verluste an und auskleiden. das darf sie alles alleine, auch wenn es mehr zeit in anspruch nimmt.
sie darf den tisch decken, wäsche nach hell und dunkel sortieren, die böden fegen usw usf weil sie alles können möchte und das alleine.
beim beispiel haare kämmen, dürfte sie es auch alleine, doch sie will ja auch nicht immer alles alleine machen. wenn sie nicht schon vorher sagt: kann ich schon alleine, bin schon großes mädchen" dann erledige ich es eben. ist ihr auch vor zwei wochen nicht unrecht gewesen. doch jetzt wehrt sie sich gegen alles was ICH mache. mein mann darf.
ich dachte auch schon an die trotzphase, doch gibt es nie ärger mit hinschmeisßen im supermarkt weil sie etwas nicht bekommen soll. auch bei den großeltern ist sie die wunderbar.
jetzt weiß ich nicht, ob ich mal eine auszeit von mir gönne, oder ob ich gewohnt weitermache, weil wir eien familie sind, wo mama und papa sich für die kinde rzuständig fühlen.

gruß

Beitrag von phili0979 19.02.11 - 00:21 Uhr

Dieses verhalten legt mein Sohn (fast 3) auch gerade an den Tag. "Raus hier" "das darfst du nicht" und "Du nicht" bekomme ich mehrmals zuhören.

Aber solang er er auch ein paar mal kuscheln will und wir ansonsten zusammen lachen können, versuche ich es unter selbständig werden abzuhaken!

lg philine

Beitrag von zahnweh 19.02.11 - 01:21 Uhr

Hallo,

diese Phase hatte meine auch schon.
Jedenfalls sobald noch jemand dabei war. Zu Hause (und wenn niemand anderes greifbar) war ich "gut genug" :-p

kurze Zeit später hieß es dann "nur die Mama darf das" und die begehrteste Bezugsperson staunte zwar, kannte das aber von ihren Kindern auch.

Ich hab es dann positiv genommen: ich darf auch mal pausieren, sie wird ja versorgt ;-)
Da ich es von anderen wusste, dass es das häufiger gibt, hab ich in der Zeit Kraft gesammelt, nicht immer alles machen zu müssen und auch mal langsamer sein zu können. War gut so. Kurz drauf durfte wie gesagt wieder nur noch ich ;-)

Beitrag von gemeinhardt 19.02.11 - 18:33 Uhr

Hi Du,

also 1. vergleiche niemals Deine Kinder, nicht miteinander, nicht mit anderen. Das kann nur schief gehen.
2. sieh sie nicht als schwierig an, das wird sonst ein Selbstläufer... denn sie wird Deine unbewusste "Erwartung" erfüllen.
3. kann es sein das sie Dich vielleicht "spiegelt"? Verhälst Du Dich irgendwem gegenüber ablehnend? Wie ist der Verhältnis zwischen Euch Eltern?
4. fast jedes Mädel hat irgendwann mal ne "ich liebe den Papa" Phase. Da ist die Mama halt mal abgemeldet.
5. gewöhn Dich an direkte und klare Ansagen, die u.U. mal richitg weh tun. Ich finde Du "darfst" sagen, wenn Dich was kränkt, aber da muss man verflucht aufpassen, dass das Kind nicht aufhört mit der Wahrheit um die Eltern zu schonen.
Im Grunde ist das ein Kompliment an Dich. Je ehrlicher und direkter ein Kind sein kann, desto sicherer ist es sich der LIebe der Eltern.

Kopf hoch! Das wird schon!

Lg, Cora

Beitrag von amma1211 19.02.11 - 20:38 Uhr

Kopf hoch! Das wird schon!

danke für deine aufmunternden worte :)
ja, man soll kinder nicht miteinander vergleichen, doch kommen in meinen gedanken ab und an mal wieder vergleiche zum bruder.
meinem sohn habe ich auf gefahren wie heißer ofen oder steckdosen einmal im leben drauf hingewiesen.
meine tochter ist da mit knapp 2,5 jahren noch immer resistent gegen meine worte.
da kommen schon mal gedanken, oh man wie einfach war es doch mit meinem sohn.
allerdings habe ich nicht die unbewusste erwartung, dass meine tochter wieder etwas "negatives" anstellt, sondern ich sehe es als eine tolle herausforderung an, dass aus meiner tochter eine selbstbewusste selbständige glückliche person wird.
heute hatten wir einen sehr schönen tag, der sehr all die "problemchen " vergessen ließ.
ich war gestern nur so aufgewühlt, weil sie sich so in rage schrie und es mir u.a. auch so weh tat, dass sie so viel ablehnung fühlte.
mit dem gedanken, dass sie eine papa-phase haben kann, kann ich mich anfreunden, ich gehöre nicht zu den frauen, die alles an sich reißen müssen und im glauben sind, alles besser zu können.
zu deiner frage, ob ich ähnl. verhalten anderen gegenüber habe, muss ich es verneinen. wir leben sehr harmonisch und glücklich miteinander.
ja, unsere kinder können sich unserer liebe sehr sicher sein.

vielen dank für deine worte.

Beitrag von gemeinhardt 20.02.11 - 10:51 Uhr

Das klingt doch schon wieder viel optimistischer.

Mit der Ablehnung die sie vielleicht von Dir abguckt, meinte ich übrigens nicht nur den Papa. Könnte auch jemand anders sein...?

Und: MIR hat das immer sehr geholfen, mir das bewusst zu machen, das meine Kinder einen liebevollen sicheren Hafen haben, gerade WENN sie mich ablehnen.
Vor allem letztens, als beide mit gepackten Köfferchen an der Tür standen und ausziehen wollten, weil sie mich doof fanden #schwitz

Beitrag von amma1211 20.02.11 - 11:11 Uhr

hallo,

nein, weder in meinem alltagsleben, noch im leben mit meinem kindern habe ich eine ablehnende haltung anderen menschen gegenüber.
ich begegne den mitmenschen stets freundlich.
das hat zur folge, dass meine tochter seit dem sie zwei ist, jede mutter, jede erzieherung jeden morgen mit den worten begrüßt: "guten morgen" bzw am nachmittag "tschüüüüß, mach´s gut"
in de rhinsicht ist sie vielen erwachsenen voraus.
also, es ist alles wieder gut. ich hoffe es war in dieser form einmalig, wenn nicht, werde ich nicht mehr so überrascht sein. das war es auch, dass ich so mit weinen reagiert habe. es war eine völlig neue situation für mich und völlig unerwartet. gestern war sie wie immer, sehr selbständig, was sie aber schon lange ist. sie darf alles alleine machen, was sie sich zutraut, aber die windel nachts mache ich halt drum. es gibt dinge, die sie halt nicht kann.

gruß

Beitrag von gemeinhardt 20.02.11 - 11:18 Uhr

sorry, das meinte ich aber nicht.

Das Du immer zu allen freundlich bist, heißt noch lange nicht, das Du sie nicht ablehnst.
Aber das führt vermutlich zu weit.
Ich wollte nur einfach mal anmerken, das Kinder ambivalentes Verhalten spüren und dass sowas der Grund sein könnte.

Lg, Cora

Beitrag von amma1211 20.02.11 - 11:30 Uhr

hallo,

ich weiß vermutlich, doch was du meinst.
ich lehne keine person ab. weder in der familie noch im allgemeinen umfeld.
und dann kommt noch hinzu, dass ich den leuten freundlich und offen entgegentrete.

gruß

Beitrag von fruehchenomi 19.02.11 - 18:38 Uhr

Eine Szene von kürzlich: Enkelmaus Leonie marschiert nach ihrer U8 straff aus dem Behandlungszimmer der Ärztin in Strumpfhosen raus, schleift ihre Jeans usw hinter sich her - zu mir und piekst mit dem Zeigefinger auf mich. "Oma, DU sollst mir helfen anziehen"
Ihre Mama saß noch bei der Ärztin. Alles hat geschmunzelt in der Praxis.
Was solls, hab ich Madamchen geschnappt, anziehen geholfen, fertig. Kein Drama.
Kann sie nicht einfach Dein Mann versorgen, wenn er da ist ? Einfach ohne Aufhebens zu machen, abendliche Kämpfe bringen doch nichts. Wenn er nicht da ist, würde ich einfach sagen, wenn sie sagt "Du nicht" - "ja wer denn dann ?"
Siehst Du, als Du traurig warst, wollte sie das doch auch nicht. Red einfach mal mit ihr, dass Dich das traurig macht. Ich denke mal, das geht vorbei.
Leonie mag mal den Papa nicht, dann mal den Opa, dann meckert sie auch mal über die Mama....bisher bin nur ich ungeschoren davongekommen #schwitz aber ob das so bleibt ???#kratz
LG Moni

Beitrag von lisasimpson 19.02.11 - 22:55 Uhr

Um ganz ehrlich zu sein gefällt mir der satz hier gar nicht
"fing aber auch an zu weinen vor traurigkeit der abweisung und sie war wie ausgewechselt"
Damit machst du dich klein und abhängig von der gefühlslage und den autonomiebestrebungen deienr tochter - und du gibst deiner tochter eine verantwortung für deine gefühle-
das tut euch beiden nicht gut
Sei die erwachsene in der beziehung- und laß sie das kind sein.

Wenn du also denkst, es ist gut und richtig, daß du sie ausziehst/ ins bett bringst,...dann erklär ihr das und mach es.
wenn es die möglichkeit gibt und es für euch stimmig ist, dann lass das den papa für ne zeitlang machen- aber agiert als eltern und nicht als abhängige von den stimmungen eines kleinkindes.


lisasimpson

Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 11:07 Uhr

Ich poste es immer wieder:

Wie kann man einem kleinen Kind eine derartige Last auf die Schultern legen, indem man seine Äußerungen bewertet als kämen sie von einem Erwachsenen?

Was tut man ihm damit an?

Du hast Angst vor den Äußerungen einer 2,5 Jährigen. Du hast Angst vor ihren Gefühlen. Das ist zuviel Verantwortung für ein Kind.

Du musst DRINGEND lernen, Abstand von ihr zu gewinnen. Sie wird selbstständig. Es ist Zeit, bestimmte Formen von Symbiose zu lösen. Du musst dich damit beschäftigen, deine Persönlichkeit in dir zu runden, nicht von einem kleinen Kind abhängig zu machen.

Kümmere dich um DICH! Beschäftigte dich mit DIR!

Nimm sie dir als Vorbild: Sie will autonom sein. Das solltest du auch sein...BEVOR du dich ihr zuwendest.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von amma1211 20.02.11 - 11:28 Uhr

hallo hinterwälderin,

ich hoffe mal, dass ich dein post nicht als viele verallgemeinerung zu verstehen habe.du sprichst davon, dass ich mich damit beschäftigen muss, meine persönlichkeit in mir zu runden.
was liest du denn alles über meine persönlichkeit raus?
sicher ist es schwer, alles meinem thread zu entnehmen, weil ich eben auch nicht alles schreiben kann und möchte, aber meine tochter ist sowas von selbständig. sie hat alle möglichkeiten selbständig zu sein/ zu werden.
sie zieht sich komplett inkl. strumpfhose seit fast einem halben jahr an. mir ist es egal, ob das bildchen auf ihrem unterhemdhemd hinten ist, ich bin stolz, dass sie es alleine macht.
neulich war sie der felsenfesten überzeugung, dass man mit zickenfüßen besser laufen kann, als die schuhe richtig rum anzuziehen. neulich konnte sie sich vom gegenteil auf dem kurzen weg zum auto davon überzeugen.
ich gehöre nicht zu den gluckigen müttern, ich liebe meine beiden kindern, meinen 40h job, meine sportlichen hobbies, denen ich viermal der woche nachgehe, wenn die kinder schlafen.
ich gehöre nicht zu den müttern, die alles in sachen kindern an sich reißt, denn ich habe einen mann, der das alles mind. genauso gut kann.
für mich war die situation vorgestern abend nur so völlig neu. ich kannte es noch nicht und wusste es nicht richtig zu deuten.
meine tochter bekommt seit fast 2,5 jahren abends lieder gesungen, geschichten vorgelesen, dann wird gekuschelt.
wenn sie selbst das verneint und dagt, sie möchte lieber ohne all diese dinge ins bett und du dann dein geliebtes mädchen erschöpft und mit roten flecken im gesicht im bett liegen siehst, kamen mir halt unkontrolliert die tränen.
ich wollte ihr keine schuld für mein weinen geben.
ich hätte auch das zimmer verlassen können, doch wollte ich, dass sie in frieden einschläft, wie jeden abend. sie hatte sich, als sie lag, bereits beruhigt, die augen fielen fast zu.
meine kinder bekommen auch nie sätze zu hören "wenn du das oder das tut/ nicht tust, sind mama oder papa traurig.
von daher weise ich deine vermutung, meinem kind eine derartige last auf die schultern zu legen zurück.

dennoch danke für deine meinung. es war halt




Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 11:41 Uhr

Warum rechtfertigst du dich derartig? Es ist ja gut, ich bin eine total Fremde, was immer ich denke und meine, kann dir total egal sein...?

So, wie ich das aus deinem post lese, ist das jetzt EINMAL passiert...und das löst eine derartig heftige Reaktion in dir aus?

Das kleine Kind verhält sich an einem Abend mal so...und du marterst dich gleich so und brichst in Tränen aus?

Wenn ich das so lese...40h...4x Hobbies, zwei Kinder...vielleicht ist das derzeit eine doch etwas große Belastung...

Alles Gute
die hinterwäldlerin

Beitrag von loonis 20.02.11 - 11:33 Uhr




Oh ,das kenne ich noch von meinem Bruder ...
der tönte als Kleinkind immer "Du nicht,alles Papa machen" ...damit
ziehen wir ihn heute öfter noch auf *gg* ....

Meine Kinder machen das eigentl. nicht sooo extrem ...
wir arbeiten in Schichten ,da ist der Papa abends mal da ,mal nicht ...

Ist er da ,das "streiten" unsere Beiden darum ,wem der Papa dann die Zähne putzen soll u. die Geschichte lesen und und und ...
Wir teilen uns da immer auf ,wechseln uns da ab ...

Ich würde da nix "erzwingen" ....
das machen viele Kinder ....finde es normal....


LG Kerstin

Beitrag von nane29 20.02.11 - 21:57 Uhr

Hallo!!!

Ich kann nur kurz...
Kauf dir das Buch "Smart Love - Erziehen mit Herz und Verstand", darin steht ein ganzes Kapitel über dieses Verhalten, die Ablehnung des gleichgeschlechtlichen Elternteils. Die "romantische Phase" - völlig normal.

Der Kauf lohnt sich, das Buch ist eh toll:-)

xxxJana

Beitrag von gussymaus 21.02.11 - 18:59 Uhr

unsere hatten auch immer mal so phasen wo sie dden einen aoder anderen nciht wollten... da lsse ich mich aber von anfang an nicht drauf ein. das erste mal vielleicht, aber spätestens das zweite mal entscheide ich wer hier was macht. anziehen soll sie mienetwegen selber wenn sie will und kann (socken geht schon ganz gut) aber wenn ich sie nicht aus dem bett holen darf: dann bleibt sie eben drin. papa hat für solche mätzchen nicht immer zeit. ich denke ihr geht da zu viel drauf ein.

klar muss man auch mal das kind entscheiden lassen, aber das gehet eben nicht bei allem...

ich schiebe das gimmer auf ein "ich habe meinen willen entdeckt und probiere jetzt mal den durchzusetzen" mit logik hat das meist wenig zu tun... es hat keinen logischen grund warum ein kleinkin auf einmal singe alleine tun will, die es nicht kann (jacke zu machen, schuhe anziehen oder was immer) und es gibt auch keinen logischen grund warum es auf einemal ein heulkonzert gibt weil es die blauen socken sein sollen und nicht die roten, und auch nicht warum papa jetzt die haar kämmen soll und nicht mama... da versucht ein kleiner mensch eben mal alles anders zu wollen als es normalerweise ist. bei kleinigkeiten gehen wir daruaf auch ein "papa lätzchen zumachen" ok, "papa nuckel geben" ok. papa anziehen - nein, dazu hat papa morgens keine zeit.... auch wenns geschrei gibt, da müssen wir dann beide durch. und auf frisur wird dann ggf verzichtet und es gibt erstmal nur die mütze und später dann den kamm...

Beitrag von linagilmore80 21.02.11 - 19:59 Uhr

Die Phase hatte meine Tochter auch mit 2,5 Jahren - aber mit Fremden, die in den Kinderwagen ihrer kleinen Schwester schauen wollten oder meine Große in irgendeiner Form anfassen wollten.
Da gab es ständig ein lautes "DU DARFST NICHT!!!". Ich habe mich daran gehalten. Ich meine, wir wollen bestimmte Dinge auch nicht und wünschen uns dass sich Andere daran halten. Warum räumen wir unseren Kindern nicht das gleiche Recht ein?

Meine Große weiß heute immernoch sehr genau, was sie will und das ist extrem gut und wichtig.

LG,
Lina