**ADHS 9j Pflegefamile letzter Ausweg??Fix und fertig

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von verena29 19.02.11 - 18:45 Uhr

Hallo ich bin eine verzwifelte Mutter (Stievmutter) brauche eine Meinung der auch Ahnung mit Pflegefamilien hat.
Mein Stievsohn 9j wohnt bei uns seit 2Jahren da die leibliche mutter nicht mit ihm zurecht kam,Meinem Mann lieblicher Vater und mir wir haben noch 1 Kind tochter 3j.
Die Mutter auch neu verheiratet hat noch 3 weitere Töchter. hat ihn vor 2.j zu uns gegeben da sie nicht mehr mit ihm zurecht kam.schreien hauen usw stand ander Tagesordnung Schule der Herror.
Die mutter Wohnt ca 15km von uns entfernt er geht bei uns im ort zur schule.Therapie sport usw.
Ich renne seit 2 Jahren mit ihm zu Spezialisten mit ADHS Therapien usw nicht hilfe denke ich
.Er ist ein 9jahre alt junge klug frech schlau nett aber so lange es nach seiner Nase geht.
Wenn er HA machen muss rastet er aus, er muss ins Bett und wenn er eine strafe bekommt kann man ihn kaum noch bändigen.
Wutausbrüche schimpfen schreien beleidigungen usw.
Winige Sagen sei kosequent! Standart spruch das sind wir aber das ist der pure Horror .Er rennt weg auf Socken steht vor Dir wenn er sauer ist,Hau dir in die Fresse ! er ist 9jahre
Es ist ein einziger Kampf jeden Tag.eine Betreuuerin haben wir von der Pflegekasse zur entlastung 3 Stunden pro woche mehr nicht.Hatte die tage mit der Mutter gesprochen das er bald zur mutter wieder möchte alle 14Tage oder mehr. Sie möchte es nicht es ist ihr zuviel.Aber ich /Wir brauchen auch mal pause wir haben ja auch noch ein anderes kind.
Jetzt möchte Sie die Mutter sich informieren wegen einer Pflegefamilie da Sie nicht mit ihm zurecht kommt und wir auch nicht.Habt ihr Erfahrungen damit und geht das so einfach?

Beitrag von meje.8303 19.02.11 - 19:56 Uhr

Hallo,

was sagt denn der Vater dazu?

Meine Meinung: egal wie schwierig mein Kind ist, ich würde alles aber wirklich alles versuchen um die Probleme zu lösen und mein Kind in keine andere Familie geben. Dem Kind ist dadurch überhaupt nicht geholfen.

LG Melanie

Beitrag von kurami 19.02.11 - 20:22 Uhr

Hallo,
der Text könnte von mir sein. Ich bin (Stief)Mutter einer 9j Tochter, welche ebenfalls ADHS hat. Und ich kann mir vorstellen wie fertig ihr seit! Und ja manchmal denkt man der beste Weg (auch für das Kind) wäre es abzugeben. Nicht weil man denkt man kommt selbst in die Psychiatrie, weil man so fertig, so am Boden, so verzweifelt ist , sondern oft weil man denkt sie haben es dort besser, weil man als Eltern doch irgendwie ungeeignet sein muss, unfähig ist für das Kind zu sorgen und es zu erziehen. Ich liebe meine Kleine überalles und liege nächtelang wach und frag mich was wir falsch machen! Eltern von "normalen" Kindern können das oft nicht verstehen, weder uns noch unseren kleinen Terroristen. Das schlimme ist sie haben meist durch verschiedene (krankheits- und nicht erziehungsbedingte) Verhaltensauffälligkeiten Probleme mit der sozialen Entwicklung, Bindungen aufzubauen oder zu halten. Dadurch sind sie eigentlich recht einsam, sie lernen zeitig das sie kaum einer mag und akzeptiert, weil sie anders sind. Oft haben sie auch schon Trennungen von Personen die ihnen wichtig waren (Elternteil, Verwande, Freunde) durchgemacht weil wenige mit ihnen klarkommen. Ich habe ADS und meine Partnerin ADHS, wir wissen wie allein und falsch man sich fühlen kann, selbst in der Familie, aber schlimmer ist das Gefühl, wenn diese Menschen einem im Stich lassen. Dann hat man den Beweis! Meine Mutter hat nicht aufgegeben und jetzt wo ich Erwachsen bin versteh ich wie schwer es für sie war und begreife vergangene Situationen, wo ich mich nicht verstanden gefühlt hab und deswegen ausgerastet bin. Ich bin froh das sie mich nie verlassen hat und gekämpft hat das einigermaßen über die Bühne zu bringen. Und ich will und werde meine Kleine auch nicht im Stich lassen und wenn ich dran kaputt geh, ich lieb sie, auch wenn sie uns in ihren Anfällen behandelt wie den letzten Dreck, uns schlägt und beschimpft. So gibt es auch wunderschöne Momente, wo sie mir sagt wie lieb si mich hat und das sie mich nie verlieren möchte und kuschelt. Ich fühle mich schon lang als ihre Mama und ich weiss das sie mich genauso liebt.

Ich kann euren Gedanken verstehen, aber für euer und das Wohl eures Sohnes, würde ich euch raten durchzuhalten und ihn zu behalten. Er brauch euch, gerade weil er so "schwer" ist.

LG Kurami

Beitrag von anira 19.02.11 - 22:27 Uhr

meinst du das tuen adhs eltenr nicht?
du sagst das sooo leicht und hast dabei nur leider keine ahnung was das heist und bedeutet und ist so ein kind zu haben

Beitrag von kurami 20.02.11 - 12:24 Uhr

Nein weiss ich nicht? Dann les richtig, meine Kleine hat eine schwere Form von ADHS, und verdammt ich weiss wie schwer es ist!!!!!!!!!!!! Erst lesen und nachdenken, dann Senf dazu geben!!!!!!!!!!!

Beitrag von deoris 20.02.11 - 12:40 Uhr

ich glaube die antwort ging nicht an dich #winke

Beitrag von anira 20.02.11 - 14:15 Uhr

eigentor mit den lesen und dem sotieren der antworten die aussage ging an meje...

Beitrag von kurami 20.02.11 - 19:25 Uhr

Dann entschuldige mich natürlich#blume .
Hab jetzt auch erst gemerkt das mit absicht unter jedem Beitrag antwortet steht...
Tut mir wirklich leid.
lg

Beitrag von anira 20.02.11 - 20:40 Uhr

kein thema;) jedes forum ist anders udn hat andere arten;)

Beitrag von dariafer 19.02.11 - 20:03 Uhr

Hallo,

hat er denn Adhs bestätigt bekommen? Ich habe von Fällen gehört, bei denen die Kinder auf ein Internat gehen konnten( auf Adhs spezialasiert) In manchen Fällen werden auch dieKosten übernommen, obwohl es wohl ne Riesenrennerei ist und man sich bei Ämter durchboxen muss.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie das Internat hieß, aber es war in Bonn. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der sich auskennt.

Alles Liebe!

Beitrag von anira 19.02.11 - 22:24 Uhr

www.adhs-anderswelt.de
und schreib mich mal an kann dir da sicher gut helfen

Beitrag von lisasimpson 19.02.11 - 22:49 Uhr

Der Junge hat zwei Familien- ich denke ein dritte (pfegelfamilie) wäre da nicht angebracht.
Zumal die allermeisten Pflegefamilien laien sind wie ihr es seid.
Wenn es um eine entlastung für euch geht, wendet euch ans Jugendamt und fordert Hilfe zur erziehung ein.
Dies kann z.b in form einer heilkpädagogischen tagesstätte sein, in der er nach der schule adäquat von fachpersonal betreut wird, wo hausaufgaben stattifinden, der kontakt zur schule gehalten wird, therapien angeboten werden usw.
zudem wäre eine familientherapeutische unterstützung für euch als familie geeigent, um neue Ideen für das zusammenleben reinzubringen.

Aber ne Pflegefamilie fände ich das denkbar ungünstigste modell für ihn

lisasimpson

Beitrag von deoris 20.02.11 - 10:21 Uhr

Hallo
für mich sieht es nicht danach aus ,das das problem ADHS ist .Es ist kein Wunder ,dass der Junge so ist ,wenn die Mutter ihn nicht mal alle 14 Tage haben möchte und ihr ihn noch zur Pflegefamilie schicken wollt.Er merkt eure Ablehnung und ruft nach Hilfe.Er bekommt Therapie und das bringt nichts ,weil nicht er alleine Therapie braucht sondern ihr alle zusammen.Vielleicht wäre in erste Linie genau das der nächste Schritt.
Wenn sich der Umgamg mit ihm nicht ändert ,wird euch kein ADHS Spezialist helfen können .

LG und alles Gute
Ewa

Beitrag von leiahenny 20.02.11 - 10:41 Uhr

Eine Pflegefamilie ist sich nicht der Weg.
Gab es schon eine statioäre Betreuung ?
Was ist mit der Hebo Schule in Bonn - ähnliches gibt es auch anderswo, das JA übernimmt manchmal die Kosten fürs Internat.
Hier die in Münster http://www.hebo-muenster.homepage.t-online.de/form.html

Gute Nerven.

Beitrag von hoffnung2011 21.02.11 - 06:21 Uhr

jo, keine oder die wenigsten Familien werden so ein Kind haben wollen!!!

Es würde eine form geben, das sind dann Wohngruppen, die halt ,eine art´´ Familien sind, sie werden mindestens von Erzieherinnen geleitet, der Weg führt aber nicht am jugendamt vorbei.

jemand schrieb es schon, nicht ADHS wäre das problem aber die bereits zweite Ablehung..erstmal die mutter und jetzt ihr (völlig verständlich)..

Wenn ihr diesen Kleinen Seele was gutes tun wollt, wende dich schnellstwiemöglich ans Jugendamt!!!!

Beitrag von marion2 21.02.11 - 17:10 Uhr

Hallo,

ihr braucht ne

KUR

und

Erziehungsberatung

Gruß Marion

Beitrag von krokolady 21.02.11 - 17:34 Uhr

Seit ihr in Behandlung bei einem Kinderpsychologen?

Mein Sohn war in dem Alter ( bzw. er war 11) ähnlich, bzw. noch schlimmer.
Seine Diagnose lautete: schwere hyperkinetische Störungen des Sozialverhaltens.......

Auf Anraten des Kinderpsy war mein sohn für 10 Wochen in stationärer Therapie.
Dort ist er den ganzen Tag von Fachleuten umgeben gewesen, und die konnten so nach und nach rauskriegen warum er so ist, und konnten super auf ihn einwirken

Beitrag von sarahjane 23.02.11 - 21:31 Uhr

Der Junge schreit geradezu nach Hilfe, und diese wäre mitnichten eine Unterbringung bei einer Pflegefamilie.
Schlimm genug, von der eigenen (leiblichen) Mutter abgeschoben zu werden, weil man nicht das "gewünschte Vorzeigekind" ist.

Bitte macht es besser als diese Frau, welche die Bezeichnung "Mutter" wohl kaum verdient.
Wendet Euch an eine Erziehungsberatungsstelle, an einen Kinderpschologen bzw. Kinderpsychiater etc.. Helft diesem armen Kind bitte!

Beitrag von maxmama 16.06.11 - 21:34 Uhr

Zitat: "Liebt mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten"

Dieser Junge tut mir so leid. Mein Soh hat auch ADHS und ich weiss wie schwer es ist. Er ist jetzt 10 Jahre alt und wir haben schon viel zusammen durchgemacht. Die "Ich kann nicht mehr" Gedanken kenne ich sehr gut. Es gab eine Zeit, in der ich am liebsten Alles hingeschmissen hätte. Momentan läufts besser, allerdings weiss ich das auch wieder andere Zeiten kommen können. Seit ich darauf achte mir Zeit für mich zu nehmen, geht es mir besser und ich kann anders mit dem Alltag umgehen. Was mich in der schlimmsten Zeit hat durchhalten lassen war die Frage: Was macht es mit meinem Sohn, wenn ich ihn weggeben würde? Es wäre das Schlimmste, Was ich ihn antun könnte. Es wäre ihm nicht geholfen, im Gegenteil. Ich hatte zum Glücck gute Therapeuten gefunden, die mir im Umgang mit meinem Sohn geholfen haben und die mich in meinem Verhalten bestärkt haben, aber auch dazu beigetragen haben das ich einiges Anders mache.

Besonders Kinder mit ADHS brauchen verlässliche Beziehungen und vertraute, klare Strukturen. Sie haben Probleme Beziehungen aufzubauen und erst recht zu gestalten, da sind die Erwachsenen gefragt. Der Junge wurde von seiner Mutter weggeschickt und sicher gibt er sich selbst die Schuld dafür (das würde Jedes Kind tun) Ich möchte nicht wissen, was in dem armen Jungen vor sich geht. Nun soll er auch noch in eine Pflegefamilie gegeben werden? Zu fremden Personen, die erstmal eine Beziehung aufbauen müssten und ein vertrauenverhältniss. Welch eine Aufgabe bei einem Kind, welches in seinem kurzen Leben die Erfahrung gemacht hat, das Beziehungen nicht verlässlich sind und die Menschen denen er meisten Vertraut hat (seine Eltern) ihn wegschicken. Er hätte wahrscheinlich ein riesen Paket mit sich zu schleppen und hätte sicher arg zu kämpfen in seinem späterem Leben.

Nehmt ihr die Hilfe vom Jugendamt in Anspruch? Vater und Mutter müssten (auch wenn sie getrennt sind) einen Weg finden wie sie ihrem Kind am besten helfen können und du als Lebensgefährtin könntest unterstützen, aber ich würde sagen, es ist die Verantwortung der Eltern und es sind auch die Menschen die er dringend braucht. Bitte wendet euch an das Jugendamt und nehmt die dort angebotene Hilfe in Anspruch. Dort steht das Wohl des Kindes im Fordergrund und es wird auch geschaut, welche Unterstützung die Eltern brauchen um für ihr Kind sorgen zu können. Falls das Jugendamt feststellt, das die Eltern absolut nicht können, wollen oder nicht wollen können. Wird es schauen ob es vielleicht zum Wohle des Kindes wäre, die Sorge zu übernehmen und es aus dem familieren Umfeld heraus zu nehmen. Dies tut das Jugendamt sehr ungern und aus gutem Grund...es ist das Beste für ein Kind! Es sei denn es besteht eie Kindeswohlgefährdung. Wer ein Kind in die Welt setzt eine Verantwortung!!! Dies sollte den Sorgeberechtigten bewusst sein...denn sie haben auch eine Sorgepflicht. Ich hoffe für den Jungen, das ihr eine Lösung findet die zu seinem Wohle dient und hoffe ihr findet die richtige Hilfe,

Beitrag von sunshine301 25.07.11 - 02:51 Uhr

Hallo,
ich kann Dich (Euch) da sehr gut verstehen. Irgendwann kommt ein Zeitpunkt an dem man auch einfach nicht mehr kann.

Wendet Euch an das Jugendamt, es gibt verschiedene Formen von Hilfe die sie Euch anbieten können. Allerdings, so war es bei mir, muss man da schon ziemlich Druck machen um wirklich Hilfe zu bekommen.

Ich bin alleinerziehend und habe selber einen 10jährigen Sohn, der eine schwere Form von ADHS hat. Solche impulsiven, aggressiven Ausbrüche mache ich nun schon über 5 Jahre mit.
Verhaltenstherapien oder Psychotherapien 1x wöchentlich, Teakwondo 2-3x die Woche halfen uns auch nicht weiter.
Mein Sohn geht nun seit 2 Jahren auf eine Schule zur Erziehungshilfe mit anschließender Heilpädagogischer Tagesstätte. Die Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der sozialen und emotionalen Förderung, der Lern- und Leistungsförderung sowie der beratenden und therapeutischen Arbeit mit den betroffenen Familien.
Seit er auf diese Schule und HPT geht, haben sich seine impulsiven, aggressiven Ausbrüche zumindest gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen gebessert. Zu Hause allerdings, gegenüber mir spitzt sich die Lage seit einigen Monaten wieder zunehmend zu. Wenn es nicht nach seinem Kopf geht und das zum Teil schon bei Kleinigkeiten, z.B. wenn ihm das Essen das ich auftische nicht passt, geht er regelrecht auf mich los. Schlagen, treten, kratzen, beißen, eben das volle Programm. Da ich ihm auch körperlich bald nicht mehr gelegen bin, gelange ich selbst bald an meine eigenen Grenzen.
Mein Familientherapeut von der HPT hat mich schon gefragt, was denn noch passieren muss bis ich soweit wäre einen Heimantrag zu stellen.
Ich werde jetzt noch einen Versuch machen und meinen Sohn auf eine 6 wöchige Reha schicken. Sollte es danach nicht besser werden, bleibt mir wohl bald keine andere Wahl mehr.

Ich wünsche Euch viel Kraft, das ihr es schafft!