Wie viel Wohnungsmiete ist ok?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von xmimix 22.02.11 - 08:58 Uhr

Hallo Zusammen,

mich würde mal interessieren, wie viel Miete ihr im Verhältnis zu eurem Einkommen ausgebt oder wie viel noch normal sind... Mein Freund und ich haben großen Kinderwunsch und sind auch auf der Suche nach einer größeren Wohnung. Wir haben eine sehr schöne gesehen und wären echt interessiert nur müssen wir nochmal nachrechnen, ob es finanziell hinhauen kann. Da wir kein geminsames Konto haben, teilen wir uns auch die Miete. Die Warmmiete der neuen Wohnung würde 820 € sein. Für 4 Zimmer, 110 qm. Wären also pro Nase 410 €. Zusätzlich kommt noch Strom dazu. Wäre das noch im Rahmen, bei meinem Netto-Einkommen von ca. 1300 €?

Natürlich müssen wir dann auch an die Zukunft denken, wenn dann mal ein Kind da ist. Wenn ich richtig gerechnet habe hätte ich dann mit Elterngeld und Kindergeld ca. 1000 € zu Verfügung... Das wäre unser Haken, Klappt es dann immer noch? Wir haben auch Autos, die beide noch 3 jahre abbezahlt werden müssen.

Wie sind da eure Erfahrungen?

Mimi

Beitrag von thea21 22.02.11 - 09:08 Uhr

Niemals würde ich das tun.

Wir haben beide zusammen weit über 3000,-

würden aber nie über 800 Euro ausgeben.

Derzeit zahlen wir 550,-!

Beitrag von wasteline 22.02.11 - 14:21 Uhr

"würden aber nie über 800 Euro ausgeben."

Wenn preiswertere Wohnungen angeboten werden, dann ist das ja ok. In Hamburg bekommst Du für 550 € keine 3-Zimmer-Wohnung, es sei denn Du ziehst in soziale Brennpunkte oder hast Anspruch auf geförderten wohnraum.


Beitrag von thea21 23.02.11 - 07:28 Uhr

Naja wir wohnen recht "abgelegen" und ruhig in Berlin....da geht das schon. :-)

Beitrag von louis2005 22.02.11 - 09:09 Uhr

Guten Morgen :-)

Ich denke, daß Du so pauschal keine Antwort bekommen kannst.

Ihr müßt Eure Einnahmen Euren Ausgaben gegenüberstellen - auch die zu erwartenden Einkünfte müssen richtig kalkuliert werden (sind ja dann bei Dir weniger, oder?). Dann noch einen Puffer einbauen für Autoreparatur, Anschaffungen (Waschmaschine kaputt) o.ä. und Du erkennst ganz klar, wieviel Ihr für eine Wohnung ausgeben könnt. Jeder Haushalt hat ja ganz unterschiedliche Nebenkosten (Versicherungen, Lebensmittel etc.). Aber mit dieser Aufstellung müßtet Ihr für Euch eigentlich gut entscheiden können, wieviel Miete Ihr max. aufbringen könnt.

Viel Glück, daß viel übrig bleibt :-)

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:15 Uhr

Es ist einfach schwer zu entscheiden. Vom Gefühl her würd ich sagen, das schaffen wir. Wir bezahlen zur Zeit 670 € warm, wären also eigentlich pro Nase 75 € mehr im Monat. Würde mir jetzt nicht weh tun, ich habe nur Angst vor später, weil ich da ja nie sicher sein kann, was wirklich bei raus kommt, wenn mal ein Kind da ist...

Beitrag von louis2005 22.02.11 - 09:20 Uhr

Und wenn Ihr Euch erst einmal nach einr kleineren Wohnung umseht oder erst dann umzieht, wenn Eure Ausgaben und Einnahmen klar definiert sind? Ich kenne viele Familien, die anfangs für ihr Baby noch kein eigenes Zimmer haben ... Und zu dritt eine 4-Zimmer-Wohnung mit 110 qm ist ja auch sehr großzügig. Denn wenn Ihr die große Wohnung habt und dann feststellen müßt, daß Ihr sie Euch gar nicht leisten könnt, kommt Ihr mit erneutem Umzug etc. auch ganz schön teuer ... Mir komm dies auch eher knapp als realistisch vor. Überlegt doch noch mal in Ruhe :-)

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:26 Uhr

Wir suchen schon seit Wochen eine Wohnung und jetzt haben wir sie endlich gefunden. Klar, wir werden nochmal sehr genau drüber nachdenken und nachrechnen... Für uns ist die Wohnungssuche auch nicht gerade leicht. Wir brauchen ein Kinderzimmer, wir brauchen einen Platz für das Schlagzeug meines Freunde, wir brauchen Platz für unsere beiden Kaninchen... Wenn da kein großer geräumiger Keller für das Schlagzeug vorhanden ist, brauchen wir quasi ein 4. Zimmer oder halt ein riesen Schlafzimmer...

Beitrag von bruchetta 22.02.11 - 09:10 Uhr

Ich würde das auch nicht machen.

Der Verdienst ist zu gering und die Wohnung sehr teuer.

Beitrag von kathi.net 22.02.11 - 09:18 Uhr

Hallo Mimi,

also ich find es auch zu viel. Zumal ihr noch anedere "Lasten" mit euch rumtragt. Und dann noch ein Kinderwunsch.......

Btw: wie kommst du auf 1000 € EG?

LG Kathi

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:22 Uhr

Es gibt eine gute Seite wo man das ausrechnen lassen kann. Natürlich alles ohne Gewähr... Elterngeld wären ja 65% vom Netto. Wären ca. 850 € + Kindergeld. Dann sind das knapp 1000 €

Beitrag von kathi.net 22.02.11 - 09:26 Uhr

Oh ja..... ich hab das "+Kindergeld" überlesen.#klatsch

Aber du solltest auch bedenken, dass von diesem Geld anteilig eine Person mehr leben muß.

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:40 Uhr

Ja, das weiß ich... Ach, es ist einfach schwer was richtig tolles zu finden, wo dann auch der Preis noch stimmt... Bei uns ist es einfach normal, wenn man im gepflegten Umfeld wohnen möchte dass man da für über 100 qm auch dementsprechend ausgibt... Wie liegen ja mit unseren jetzigen 74 qm und 670 wam auch nicht gerade günstig...

Beitrag von kathi.net 22.02.11 - 10:24 Uhr

Das mag ja alles sein, aber ich kann dir nur davon abraten, dass ihr Euch die Zahlen "schönrechnet"

Und mit Kind werden ja - solange du nicht wieder Vollzeit arbeitest - die Einnahmen weniger und Ausgaben auf jeden Fall höher.

Beitrag von panne80 22.02.11 - 09:59 Uhr

Vorsicht! Es wird noch eine Werbekostenpauschale abgezogen. Ich hatte ca 1350€ netto und bekomme nur 760€ Elterngeld.

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 10:17 Uhr

Ah ok, gut zu wissen. Danke :-)

Beitrag von hebigabi 22.02.11 - 12:17 Uhr

Und das Elterngeld wird nachträglich noch nachversteuert (also jeden Monat was an die Seite legen) und nur für 1 Jahr.

Nach 1 Jahr hast du nur noch die 184€ Kindergeld- ist dann ja echt nicht viel.

LG

Gabi

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 12:22 Uhr

Naja ich kann ja jetzt nicht alles beachten was in den nächsten 5 Jahren passieren kann. Jetzt kann auch schon irgendwas passieren, dass wir uns unsere jetzige Wohnung nicht mehr leisten können...

Meine Vorstellung ist nach einem Jahr HZ arbeiten zu gehen. So sehe ich das zur Zeit. Wie es dann ist kann ich natürlich nicht sagen.

Beitrag von windsbraut69 22.02.11 - 09:29 Uhr

Seid Ihr immer noch nicht weiter mit Eurer Rechnerei?

Von 1000 Euro (was machst Du nach den 12 Monaten Mutterschafts-/Elterngeld?) würde ich auf keinen Fall 420 Euro allein für Miete ausgeben wollen.
Verdient Dein Freund gleich viel wie Du?


Gruß,

W

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:36 Uhr

Nein, leider nicht... :-(

Mein Plan ist eigentlich anch dem Jahr so schnell wie möglich wieder HZ arbeiten zu gehen. Das geht hier eigentlich ganz gut... Aber wer weiß, wie ich drüber denke, wenns wirklich drauf ankommt. Kann man natürlich nciht vorhersagen.

Mein freund verdient etwas mehr wie ich. Hat aber im GRunde sehr hohe Sprit Kosten...

Beitrag von october 22.02.11 - 09:34 Uhr

Hallo,

das hängt vom Einkommen deines Freundes ab. Verdient er genauso viel wie du, würde ich eher abraten.

Ansonsten bin ich der Meinung, dass ich lieber 100€ mehr für eine Wohnung ausgebe, dafür aber schöner wohne. (wobei ich 820 € Miete als sehr hoch empfinde)

LG Annika

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 09:49 Uhr

Mein Freund verdient knapp 400 € mehr, habt aber ziemlich hohe Spritkosten. Leider ist der Mietpreis bei uns für über 100 qm angemessen... Für unsere 75 qm bezahlen wir auch 670 €...

Beitrag von thea21 22.02.11 - 09:54 Uhr

Du verdienst wieviel? knappe 1000?

Wie kommst du dann beim Elterngeld auf 850?

Als ich damals arbeitslos war, berechnete sich mein ALG auf Grundlage des Durchschnittsnettos der letzten 12 Mon. 67%

-->unter 800 Euro! Und ich hatte über 1100

Beitrag von xmimix 22.02.11 - 10:21 Uhr

Nein, ich verdiene ca. 1300. Und dann kommst du beim Elterngeld auf ca. 850 und mit Kindergeld zusammen auf ca. 1000.

Beitrag von windsbraut69 22.02.11 - 10:44 Uhr

Nee, meiner Berechnung nach sind es 795 Euro, nicht 850 und wenn Ihr getrennte Kassen habt, kannst Du bei Dir nur das hälftige Kindergeld anrechnen, da es Euch beiden zusteht.