Brille mit 2 Jahren ???

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von zenzy 22.02.11 - 15:04 Uhr

Hallo zusammen,
ich war mit meinem Sohn (2,5 Jahre) im Rahmen der U-Untersuchung beim Augenarzt. Wir mußten 3 mal dorthin. Alle 3 Monate. Beim 1. Mal hieß es, daß rechte Auge sei o.k., beim linken Auge hatte er keine Lust mehr. Beim 2. Mal wurde dann zuerst das Linke, danach nochmal das Rechte untersucht. Es war dann auch eine andere Ärztin und sie sagte, daß es jetzt auffallen würde, daß das linke Auge schlechter sei, aber nur 60 % (was heißt das?) - nicht so schlimm. Heute dann zum 3. Mal hin, diesmal mit Tropfen vorab. Es kam wieder eine andere Ärztin und stellte fest, daß beide Augen weitsichtig wären - 2.25 steht auf der Verordnung. Er soll nun eine Brille bekommen. Hat jemand Erfahrungen damit??? Wie kann das sein, daß alle Ergebnisse anders sind? Mir kommt es etwas seltsam vor. Sollte man das nicht erst nochmal kontrollieren? Die kleinen Kids machen bei den Tests ja garnicht so genau mit. Sind die Ergebnisse tatsächlich gut?
Ich bin sehr unsicher, ob ich ihm direkt eine Brille besorgen muß.
In der Familie tragen übrigens nur Oma und Opa altersbedingt eine Brille.
Würde mich über Meinungen freuen :-D

Beitrag von belala 22.02.11 - 17:14 Uhr

Hallo,

mit 3 Jahren bekam ich eine Brille (bds.+5,5dp).
Inzwischen habe ich nur noch +0,75 und 1,25dp, targe seit meinem 14 LJ. nur noch Brille für Feinarbeit.
Niemand in unserer Familie trug Brille.
Das nur am Rande.

Meine älteste Tochter trägt eine Brille (auch weitsichtig) seit sie knapp 3 ist.
Im Laufe der Jahre sind ihre Augen leider schlechter geworden.

Ich weiß nicht was es mit 60% bei deinem Sohn auf sich hat.
Sollten die Augen deines Sohnes tatsächlich unterschiedliche Dioptrien haben, halte ich eine Brille für notwendig um dem Schielen vorzubeugen.
Weitsichtigkeit hat immer ein + vor der Zahl und du hast ein - geschrieben?
+2,25 ist lt unserer Orthoptistin eine leichte Weitsichtigkeit entsprechend des Alters, weil Kinderaugen erst "normalsichtig" werden.
Mit +2,25dp begann meine Tochter seinerzeit.

LG, belala

Beitrag von spatzl27 22.02.11 - 19:14 Uhr

Hallo,

also wenn der Arzt oder Orthoptist Dir zu einer Brille für Deinen Sohn rät, dann solltest Du diesen Rat wahrnehmen und eine Brille machen lassen. Orthoptisten sind Augenärzte, die speziell sich mit der Diagnostik bei Kindern befassen. Und selbst, wenn das Erkennen von Bildern zu ungenauen Ergebnissen führen kann, dadurch dass Dein Sohn getropft wurde hat man auch mit den Geräten die Sehschäfte feststellen können und somit auch die Dioptrienzahl, die bei einer Brille benötigt wird. Und das ist genau!

Meine Tochter bekam mit 4 ihre Brille und wird sie wohl lebenslang brauchen. Ihre Werte sind links +12,25 dpt und rechts +10,5 dpt. (ich hab keinen Tippfehler gemacht #schmoll)
Also da sind die Werte Deines Sohnes echt moderat. Und die Knirpse tun sich leicht mit der Brille.
Meine ist zwar am Anfang unsicher im Laufen gewesen, noch paarmal gegen ne Tür gerannt, aber jetzt gehts..
Sie malt jetzt gern, früher nie, Konzentration ist besser...

Die Brille ist vor allem wichtig, weil sich in so frühem Kindesalter alles noch sehr gut korrigieren lässt. Ab 10 Jahre oder so siehts schon anders aus. Also was jetzt versäumt wird, das kann später mal von Nachteil sein.
Es gibt wunderschöne Kinderbrillen, also geh mit ihm zum Optiker..

Liebe Grüße Spatzl

Beitrag von spatzl27 22.02.11 - 19:17 Uhr

Ach ja, egal wer, ob väterlicherseits oder meinerseits, keiner hat Fehlsichtigkeiten in der Größenordnung meiner Tochter. Ich bin kurzsichtig um die -1,5 dpt und ihr Papa hat Augen wie ein Luchs.. auch bei den Großeltern ist nichts bekannt.. Man sagte mir, das Auge sein nicht schnell genug mit gewachsen, deshalb entsteht das Bild hinter der Netzhaut. Auge und Sehnerv sind beide bestens in Ordnung...

Beitrag von mdmfilou 22.02.11 - 19:47 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist seit sie ein Jahr ist in augenärztlicher Behandlung. Wegen dem Schielen und wegen Fehlsichtigkeit. Sie ist weitsichtig, aber deutlich stärker (re +6,0, li +4,25). Sie hat nun seit einem halben Jahr eine Brille und muß sieben bis acht Stunden am Tag abgeklebt werden und das klappt auch super. Man muß halt konsequent sein. Weitsichtigkeit kann sich übrigens auch wieder legen. Eine Brille würde ich ihm aber schon besorgen.
Viele Grüße
Sina

Beitrag von spatzl27 22.02.11 - 19:51 Uhr

Schielt Deine Tochter richtig? Ok, blöde Frage, weil bei meiner wird auch abgeklebt. Erst 4 Stunden, jetzt 2. Sie schielt nicht sichtbar... Die Orthoptistin meinte, es wäre auch dazu gut, um das schlechtere Auge zu trainieren..

LG

Beitrag von mdmfilou 22.02.11 - 22:27 Uhr

Hallo, ja sie schielt richtig stark, das ist immer schlimmer geworden. Am Anfang war es so wie Du beschreibst, aber jetzt ist es richtig schlimm. Ich denke auch, daß sie später mal operiert wird deshalb und das mit dem Abkleben kenne ich auch so, daß das schlechte Auge trainiert wird.

Wann habt Ihr denn mir Sehschule angefangen? Ich möchte das nämlich auch langsam starten, weil man glaube ich auch wirklich gute Ergebnisse erzielen kann damit.

LG

Beitrag von spatzl27 23.02.11 - 09:35 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist seit einem Jahr in der Sehschule. Alle 3 Monate müssen wir hin. Bis jetzt hat sie innerhalb des letzten Jahres 2 Mal neue Gläser gebraucht. Das haben die mir schon vorher offenbart, dass es gut sein kann alle halben Jahre oder Jahre. Aber was solls, solang es besser wird, ist mir alles lieb und recht. Auch wenns nicht billig ist.

Unsere Orthoptistin ist echt klasse. Die macht das ganz toll und lieb mit den Kindern. Auch wenn mal die Maus rum wuselt, sie ist nie genervt. Echt top.

Hab gestern auch mal im Netz gelesen, dass man Weitsichtigkeit operieren kann. Aber ich denke, das kommt eh erst mit 18 oder 21 in Frage. Fakt ist aber, dass wenn sie immer noch sehr schlechte Werte hat, ich ihr diese OP ermöglichen werde, wenn man seitdens der Ärzte das ok gäbe..

LG Spatzl