Ich brauche mal einen Rat zum Thema Hund von der Leine lassen

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 12:33 Uhr

Hallo

ich lese hier sehr intensiv mit und konnte schon einiges lernen.

Zu mir:

Ich habe Mitte Dezember eine Jack Russeldame bekommen, sie wird am 29.03. 1 Jahr alt. Ich gehe, bzw mein Mann, morgens mit ihr gassie, ca 10-15 Minuten, eben eine kleine Runde, dann gehe ich Mittags mit ihr eine große Runde, ca 30 min. und abends nochmal ca 15 min.

Da schonmal meine 1te Frage, ist das so ok, oder sollte sie öfter gehen?

Nachmittags geh ich mit der 10 m Schleppleine manchmal, je nach Wetterlage für ca 30-45 min in den Garten, aber so richtig laufen kann sie da auch nicht, entweder wickelt sie sich um Baum, oder um die Schaukel und jeder der vorbeikommt wird angeklefft. Das haben wir soweit in Griff, dass ich Leckerlie mit runter nehme und sie somit versuche abzulenken, sobald ich einen kommen sehe.

Nun zu meinem eigentlichen Problem:

Ich würde sie gern mal in freier Wildbahn laufen lassen, also so ganz ohne Leine, hier in der Ecke kann ichs nicht, da sie wie gesagt jeden anbellt und anknurrt. Die Gefahr ist mir einfach zu groß, dass ich sie nicht zurück gerufen bekomme und sie somit jemanden beißt.

Also schlug mir mein Mann heute vor, dass wir am Wochenende ja mal aufs Feld fahren können, wo weit und breit keiner ist. Auf das Feld dürften wir. ABER wie ist das, wenn sie nen Hasen, oder Reh sieht, ich hätte Bedenken, dass sie dann dem Reh oder Hasen hinterher rennt und dann weg ist. Aber wie gesagt, möchte sie auch mal gern ganz ohne Leine laufen lassen. Meinem Mann ist es zu riskant, dass sie denn weg ist, ich bin der Meinung, wenn ichs nicht probiere, denn kann sie es nicht lernen.

Könnt ihr mir einen Rat geben? Im Garten klappt das abrufen ganz gut, da ist sie auch an der 10 m Leine

LG

Beitrag von kyra01.01 25.02.11 - 12:39 Uhr

nimm sie auch auf dem feld an die schleppleine und ruf sie ab und an einfach mal wenn sie direkt kommt leckerli!
sollte sie nen hasen o.ä. sehen und hinterher wollen kannst du eingreifen!

wenn das dann irgendwann gut klappt kannst du es dann ohne versuchen!

lg kyra

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 12:49 Uhr

vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort.

Wie ist das eigentlich, unser Garten ist ja eingezäunt, ca 1.40 bis 1.50 m hoch, kann es grad nicht genau sagen. Angenommen ich würde sie da OHNE Schleppleine laufen lassen und jemand kommt vorbei, würde sie da rüberspringen? Ich weiß, dass du nicht weißt, ob ausgerechnet mein Hund das macht, aber rein theoretisch, würde sie das schaffen?

Ich mein bevor wir das machen, müssen wir noch Maschendraht vor die Tür zimmern, denn da sind Stäbe, wo sie auf alle Fälle durchkommen würde.

LG

Beitrag von sparrow1967 25.02.11 - 12:54 Uhr

Du solltest ihr beibrigen, dass man NICHT am Zaun hochspringt.

Geht ganz gut mittels einer Schepperdose, Schlüssel..irgendwas was Krach macht. SObald sie am Zaun hochspringt- Dose in ihre Richtung werfen- bitte nicht AUF sie. Sie soll sich nur erschrecken. Ein klares NEIN, wenn sie dich nach dem Scheppern anschaut.

Das machst du 2 oder 3 mal und sie hat es begriffen- dann reicht meistens nur noch ein NEIN.


Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 13:03 Uhr

Was denkst du zu den gassizeiten, meinst du das ist ok, oder ist das zu wennig?

Mit der Schepperdose, da haben wir in einer kleinen Colaflasche Schrauben gelegt und ganz fest zugemacht, damit haben wir ihr das bellen in der Wohnung fast komplett abgewöhnen können, da sind wir noch kräftig bei.

Also werd ich mir mal für den Garten auch so eine Flasche basteln und die denn da stehen lassen, denn muss ich die aus der Wohnung nicht hin und her schleppen, vielleicht bekomm ich ihr damit auch abgewöhnt jeden anzukläffen, der 20 m von uns entfernt an unseren Garten vorbei geht

LG

Beitrag von sparrow1967 25.02.11 - 13:32 Uhr

Ich würde länger gehen- zumindest einen langen Spaziergang von mindestens ner Studne machen.
Dabei immer wieder Übungen einbauen, an denen sie Spaß hat. DU mußt dich intressant machen für den Hund- dannbleibt er auch oder kommt zu dir ;-)

Leckerchen, Spielzeug....


Beitrag von silkes. 26.02.11 - 22:09 Uhr

Hallihallöle...

mit dem Kläffen am Zaun.

Du kannst auch mal verschiedene Bekannte am Wochenende einladen und sie permanent am Zaun spazieren gehen lassen. Vielleicht drückst du ihnen noch Leckerchen in die Hand.
Das dann am nächsten Tag auch und am übernächsten, die "Fremden" sollen dann auch immer noch ein bisschen am Zaun stehenbleiben und erst dann gehen, wenn der Hund leise ist.

Am Zaun hat dein Hund ein Erfolgserlebnis: jemand will eindringen, der Hund bellt, der Eindringling verschwindet. Dein Hund hat die Fremden sozusagen verjagt.

Solange der Hund nicht 100% hört (gerade Jackys haben ja einen starken Jagdtrieb) NIE ohne Schleppleine. Wie schon gesagt, nimm Leckerchen mit- wahlweise auch sein Futter über die Spaziergänge verfüttern und üben, üben, üben.
Ich finde die Spaziergehzeiten für eine so flippige Hunderasse zu wenig. Geh ruhig morgens und abens eine halbe Stunde spazieren und am Nachmittag mind. eine ganze Stunde. Sonst wird er dir früher oder später die Bude auseinandernehmen.
Jackys sind auch gut für z.B. Agility. Schau dich nach einer Hundeschule mit Agility um, die können dir auch beim Grundgehorsam helfen.

Grüssle Silke

Beitrag von sparrow1967 25.02.11 - 12:51 Uhr

Mit Schleppleine aufs Feld- auf keinen Fall ohne. Immer schön dicht am Ende der 10m bleiben.
Abrufen üben. Dich freuen wie blöd, wenn sie zu dir kommt - leckerli geben, wieder laufen lassen.
Sie muß freudig zu dir kommen und auf keinen Fall Angst davor haben, dass sie bestraft wird, wenn sie nicht sofort kommt.


Ich denke, bei nem JR muß man sehr schnell sein..ist n Jagdthund, soweit ich weiß ;-)

Ansonsten empfehle ich dir ne gute Hundeschule!!


sparrow


Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 12:57 Uhr

Auch dir danke, für deine schnelle Antwort. Eben, weil ich ja weiß, dass sie ein Jagdhund ist, deswegen will ich mich ja vorher informieren und nicht erst, wenns zuspät ist. Hundeschule haben wir hier eine, die ist irgendwie total miteriös, die sagen, man muss alles ausprobieren. Auch muss nen Hund nicht brav an der Leine laufen, so wie sie es macht, also meine Hündin, sei es in Ordnung. Ja klar, wenn sie nen Huhn sieht, oder auch Menschen (wir wohnen auf nem Dorf), denn läuft sie vor mir im Zick Zack und kugelt mir halb den Arm aus.

Ich mein, dass hab ich schon rellativ gut im Griff, also ich lauf mit ihr schon entspannter, wie noch vor einem Monat, aber trotzdem hät ich eigentlich ganz gern eine Hundeschule besucht, denn irgendwie hät ich richtig Lust drauf und man würde bei einer ordentlichen Schule bestimmt viel lernen, aber bei der hmmmm weiß nicht

LG

Beitrag von kyra01.01 25.02.11 - 13:00 Uhr

hunde schule wechseln!
auch ein JR sollte ordentlcih an der leine laufen ;-)

ich denke nicht das sie über den zaun springen kann!
abe rwie schon geschrieben dose o.ä. werfen dann begreifen die das schnell!

und dann amchste das tor zu und übst das abrufen auch im garten!!!
lg

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 13:22 Uhr

Die nächste Hundeschule ist ca 60 km entfernt. Ich weiß nicht, ob ich das konsequent durchziehen könnte, da bin ich ehrlich.

Ich bin auch der Meinung, dass egal welcher Hund es lernen muss, vernünftig an der Leine zu laufen und ganz wichtig, keine anderen Leute die ja garnix von einem wollen und auch keinem zu Nahe kommen, zu belästigen

LG

Beitrag von sparrow1967 25.02.11 - 13:42 Uhr

60km ist ne ganze Menge.

Aber ich denke, dass kann man für einen Kurs einmal die Woche in Kauf nehmen, wenn man einen gut erzogenen Hund haben möchte ;-) und sonst nichts gutes vor Ort ist.

Dort bekommst du Tips und Trick gezeigt, wie du mit deinem Wirbelwind umgehen mußt.

Ziehen an der Leine? Richtungswechels, Verdrängen, oder an der Leine "kicken" ... jeder Hund reagiert bei was anderem.

sparrow

Beitrag von cherymuffin80 25.02.11 - 13:00 Uhr

Also ich würde sie solange sie nicht 100% abrufbar ist nicht ab machen, wenn sie Wild hinterhersetzt darf ein Jäger sie ohne Vorwarnung schießen!

Such dir auf alle Fälle ne gute Hundeschule denn Leute ankläffen und Co. geht gar nicht.

Als ursprüngliche Jagdhundrasse wirst du diesen Jagdtrieb aber nie ganz raus bekommen, höchstens halbwegs erzogen auf Abrufbarkeit.

Mach zu Hause und auch draußen viel Kopfarbeit (Suchspiele, viee Tricks beibringen usw.), solche Hunde brauchen das!

Und zu guter letzt, fahr doch auch mal Fahrad mit ihr, da kann sie ja auch laufen.

LG

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 13:07 Uhr

Du hast Recht, das Leute ankläffen wollen wir ja auch rausbekommen, da üben wir ja auch fleißig, wie gesagt in der Wohnung schaffen wir es schon recht gut und wenn ichs im Garten rechtzeitig mitbekomme und schnell genug reagiere, denn schaffen wir es da auch schon rellativ gut. Mir ist klar, dass ein jagdhund immer den Drang zum jagen behalten wird, ich möchte auch keinen Schoßhund aus ihr machen, denke das wäre auch nicht machbar.

Aber das mit dem Fahrrad ist eine gute Idee, kann ich das auch jetzt schon machen, wo sie erst 1 Jahr wird? Gibt es dafür spezielle Leinen?

LG

Beitrag von cherymuffin80 25.02.11 - 14:03 Uhr

Naja, man muss es ja nicht übertreiben mit dem Rad fahren, ein Hund muss ja auch erstmal Ausdauer aufbauen.

Es gibt spezielle "Gestelle" die man ans Rad bauen kann und da kann man den Hund drann anleinen, somit hat man die Hände frei und der Hund kann nicht unter das Rad laufen.

Ich habe soetwas aber nie benutzt ;-)

Beitrag von franzi28888 25.02.11 - 13:37 Uhr

Du sprichst hier von ca1 Std. Bewegung!!!!
Und das bei einem Jacky ist sehr wenig!!
Wenn er dann natürlich rauskommt ist er umso wilder!
Aber ansonsten Schleppleine und üben!
Viel Glück!

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 13:54 Uhr

Huhu

nene nicht nur 1 Std, wir sind ja zusätzlich im Garten an der Schleppleine jeden Tag, ist eben nur Wetterabhängig, ob 30 min, oder eben länger

LG

Beitrag von sparrow1967 25.02.11 - 15:20 Uhr

>>ist eben nur Wetterabhängig, ob 30 min, oder eben länger <<
Ein Hundebesitzer kennt kein schlechtes Wetter;-)


Wir standen bei regen, Schneegestöber und im Matsch auf dem Hundeplatz...und sind am Tag nochmal mindestens 2 mal ne Stunde unterwegs.

Regenjacke und Gummistiefel sind das Grundoutfit ;-)

sparrow

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 13:57 Uhr

Solange sie an der Schleppleine nicht 100% gehorcht und Leute ankläfft, würde ich sie nicht ableinen.

Warum ist sie denn im Garten an der Schleppleine, ist der nicht sicher eingezäunt?

Ansonsten würde ich erstmal in eingezäuntem größerem Gelände (Hundeplatz z. B.) probieren.

LG,

W

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 15:16 Uhr

Hallo

nein so ganz Hundesicher ist der Garten noch nicht, deswegen ist sie dort an der Schleppleine, sobald der Garten richtig gesichert ist, werden wir es da ohne probieren

LG

Beitrag von windsbraut69 25.02.11 - 15:26 Uhr

Das wäre mein erster Handgriff vor bzw. direkt nach Abholung des Hundes gewesen.
Solange Ihr Euch nicht traut, den Hund im eigenen Garten laufen zu lassen, würde ich an Freilauf ohne Schleppleine in der Feldmark überhaupt nicht denken!

LG

Beitrag von schneckchen71 25.02.11 - 15:57 Uhr

Wir sind ja dabei, den Garten hundesicher zu machen, aber es ist eben schwierig, in den gefrorenen Boden zu kommen, um eben vernünftig Zaun zu ziehen. Wir haben ja extra eine 10m Schleppleine gekauft, damit sie wennigstens etwas Freiheit hat im Garten, bis sie eben komplett ohne Leine in den Garten kann

LG

Beitrag von liki 25.02.11 - 15:23 Uhr

Hallo Schneckchen!

ich habe auch einen Jagdhund, und zwar eine Griffondame (Griffonmix? man weiß es nicht genau) aus dem Tierheim.

Meine Rockerbraut ist 2,5 Jahre alt und wir haben am Anfang im Feld das Abrufen mit der Schleppleine geübt. Mittlerweile ist es so, dass wir sie in bestimmten Bereichen frei laufen lassen können - aber ich muss dabei aufpassen wie ein Schießhund, ich bin permanent dabei, den Horizont nach eventuellen Hasen, Rehen, Katzen abzusuchen.

Rechtzeitig bemerkt, kann ich sie sehr gut abrufen oder ins Platz legen.

Sobald ich merke, dass sie nervös wird, kommt sie wieder an die Leine. Im Frühjahr, wenn die Hasen sich wie wild rammeln, ist es für ein paar Wochen wieder total aussichtslos, sie frei laufen zu lassen - dann aber geht es manchmal wochenlang sehr, sehr gut.

Allerdings sind wir auch ständig am Arbeiten und Trainieren mit ihr (aktuell hatten wir ein Entenproblem, das wir mit Training beheben konnten) - entspanntes Spazierengehen und sich dabei womöglich noch unterhalten während der Hund irgendwo rumstromert, kann man bei meiner Hündin (noch?) vergessen.

Zum Glück haben wir zusätzlich noch einen großen Garten und Freunde mit Hund und noch größerem Garten, da kann sie sich auspowern, wenn mal wieder überall die Kaninchen aus den Hecken hervorgelugt haben :-)

Also: viel Spaß noch mit Eurem Hund und viel Erfolg beim Trainieren!

Liki

Beitrag von paulchen_ploen 25.02.11 - 17:27 Uhr

Hallo,

ttoll das dir soviele Gedanken um deinen Wautzi machst.

Ich persönlich finde allerdings die "Laufzeiten" viel zu wenig.

Nur mal zum Beispiel was unsere so läuft: Sie ist ein Mix aus Mama:Labrador und Papa: Kleiner Müsterländer. Ist etwa Kniehoch und wiegt 17 kg.

Also Morgens: Radtour ums Dorf - 30 Minuten..,.bei extrem schlechten Wetter nur mal Straße hoch und runter zu Fuss...dann sind es 15 Minuten.

Mittags mindestens 30 Minuten Spaziergang.

Abends 1 Stunde mindenstens. Dazu kommt noch dass sie bei entsprechendem Wetter nachmittags mit den Kindern draußen im Garten ist...also auch entsprechenden Freilauf hat.

Ansonsten: Hundeschule! Das Kläffen und Drohen geht so gar nicht. Und da lernt er auch nicht wegzulaufen.

Ach ja - mein großer Sohn hat auch einen Jacky.
Obwohl Jagdhund horcht er 1 A. Mein Sohn ist in einer landwirtschaftlichen Ausbildung und hat ihn da den ganzen Tag freilaufend dabei...oder eben auf dem Trecker.

Also das wird schon, LG Birte

Beitrag von alkesh 25.02.11 - 18:11 Uhr

Hundeschule! Und Gassi-Zeiten erhöhen, eine Stunde aufgeteilt auf drei Gänge ist viel zu wenig!

Die große Runde sollte schon mind. eine Stunde haben! Die JRT die ich kenne sind mind. 2-3 Stunden am Tag unterwegs, laufen fast alle am Rad oder machen Agility oder anderen Hundesport.

LG

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