Kosten Krippenplatz

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von panne80 27.02.11 - 10:55 Uhr

Was kosten bei euch die Krippenplätze? Habe in den letzten Tagen hier gelesen das manche für die Ganztagesbetreung nur 180€ zahlen?
Bei uns kostet der Ganztagesplatz für Babies von 12-24 Monaten 520€.:-[

Beitrag von anja1968bonn 27.02.11 - 11:06 Uhr

Das ist ganz unterschiedlich - bei den städtischen Einrichtungen hier (NRW) sind die Kosten einkommensabhängig, bei den privaten liegen die Kosten durchaus bei 500 € oder auch noch höher. Vor einigen Jahren haben wir für die private Halbtagsbetreuung 300 € bezahlt (8 - 13 Uhr inklusive Essen), heute würde die Betreuung von 8 - 14:30 Uhr) in derselben Einrichtung 420 € kosten.

Beitrag von moeriee 27.02.11 - 11:09 Uhr

Ganztagsbetreuung ab 12 Monate: 134€ + Mittagsessen à 2 oder 2,50€ (ich bin mir nicht mehr ganz sicher). Dafür muss ich aber jeden Tag 20 km fahren (einfache Strecke), da bei uns hier in der ländlichen Gegend KiTas nicht so vertreten sind.

Beitrag von danielawittwer 27.02.11 - 11:14 Uhr

Hallo

also ich zahle für 2 kinder 155 euro für täglich 7 std und 2,50 pro kind pro essen

lg;-)

Beitrag von vwpassat 27.02.11 - 11:41 Uhr

ca. 180 € kostet es hier ganztags (9h-Betreuung) , Kiga (ab 3) dann 83.

Die Kosten kann leider jeder Depp bei Stadt/Gemeinde in diesem Land frei festlegen, ich finde es eine Schande.

Beitrag von tinka85 27.02.11 - 12:10 Uhr

Bei meiner Tochter kostet der Platz:

190 + 50 für Essen (6 Std)
290 + 50 für Essen (8 Std)

Beitrag von betty38 27.02.11 - 12:10 Uhr

Bei uns in Hessen - ländliche Umgebung - kostet der Krippenplatz 350,- Euro pro Kind - ohne Verpflegung von 7.30 bis 16.30 Uhr.

Im Prinzip nicht schlecht, leider gab/gibt es keinen Nachlass für das zweite Kind (Zwillinge)...

In der Nachbargemeinde sind es 180 Euro. Und im Nachbarland ist es quasi kostenfrei ab zwei (Rheinland Pfalz)...

Ich hatte eine Arbeitskollegin die zahlte für einen Krippenplatz in Frankfurt (privat) 800 Euro.

Also völlig unterschiedlich...

lg betty

Beitrag von panne80 27.02.11 - 12:15 Uhr

Wahnsinn!
Man sollte das bundesweit einheitlich regeln (z.B. nach Verdienst).

Beitrag von annamarie23 27.02.11 - 14:30 Uhr

Kriegt mein Kind denn dann auch eine bessere Betreuung, besseres Essen, hochwertigeres Spielzeug usw. weil seine/ihre Eltern gut verdienen und dadurch mehr zahlen müssen als andere Eltern?


Ich finde es absolut falsch, wenn es nach dem Einkommen der Eltern geht, denn der "Service" ist der selbe und das kann es nicht sein, dass die einen dafür mehr die anderen weniger zahlen müssen!!!


LG Anna

Beitrag von anja1968bonn 27.02.11 - 14:58 Uhr

Na ja, Fakt ist, dass aufgrund der hohen Kosten für die Betreuung gerade im U3 Bereich die eine oder andere Frau zu Hause bleibt, weil das Gehalt aus einer Teilzeitstelle eben die Betreuungskosten nicht deckt.

Und wenn alle nur wenig bezahlen, ist gute Betreuung (zu der auch eine angemessene Vergütung der Erzieherinnen gehört) schlicht nicht finanzierbar ...

LG
Anja

Beitrag von annamarie23 27.02.11 - 15:07 Uhr

Nunja natürlich muss gute Betreuung irgendwie finanziert werden, aber ich möchte einfach nicht den Kitaplatz von meinem Nachbarskind oder irgendeinem anderem Kind mitfinanzieren.

Beitrag von biene81 27.02.11 - 19:05 Uhr

Ziemlich arrogante Ansicht, denn dafuer leben wir in einem Sozialsystem. Wuerdest Du weniger verdienen, wuerdest Du auch weniger zahlen.


LG

Biene (Hoechstbetrag-Zahler)

Beitrag von annamarie23 27.02.11 - 19:38 Uhr



Ob meine Ansicht nun arrogant sein mag oder nicht sei dahin gestellt, aber ich akzeptiere es, wenn du das so siehst.
Das wir in einem Sozialstaat leben ist schön und auch gut so, aber dieser soziale Staat hat eben auch nicht immer nur Vorteile.

LG Anna

Beitrag von die_schnute 27.02.11 - 19:59 Uhr

Hallo,

ich misch mal kurz ein:
ich seh das auch nicht ein.
Da bleiben die zu Hause. die es nicht kratzt für sich Geld zu verdienen damit nicht nur der Mann der Ernährer ist. KLar sind 300€ weniger als wenn Hausfrauchen arbeitet aber ich bin ja daheim und tralala.
Unsereins geht wenns Kind 1 oder 2 ist arbeiten und die lachen einen frech ins Gesicht, nur weil man als Frau auch was zum Einkommen betragen möchte und nicht immer - wenn auch nur innerlich- vor jeder Ausgabe für mich ne Rechtfertigung bringen muss, weil ER ja den ganzen Tag arbeitet.

Ich bin dafür, dass anhand der Arbeitsverträge geprüft wird, wer welchee Zeit benötigt. Hier sind viele Kinder bis15Uhr im KiGa, wo die Mutter bis 12 arbeitet oder ganz daheim ist. Teils sogar Kinder bis 17Uhr (und das bis 2 Minuten vor Schluß!) wo die Mutter 2mal pro Woche im 400€ Job am Vormittag Regale einräumt. DAS find ich geht nicht und dafür mag ich absolut nicht mitfinanzieren. denn vom Einkonmmen wird schon genug abgezogen. WAS soll man als Familie mit 2 Vollzeitverdienern noch alles im Sozialsystem mittragen ???

LG
schnuti

Beitrag von annamarie23 27.02.11 - 20:03 Uhr

Hallo Schnute,


genau so siehts aus! Mehr muss ich dazu nicht sagen ;)

Grüße Anna

Beitrag von biene81 27.02.11 - 20:28 Uhr

Und Du meinst, die 400 Euro Jobber oder Hausfrauen sind die einzigen, die von dieser Regelung profitieren?
Es gibt genuegend Familien, wo beide Eltern Vollzeit arbeiten, aber trotzdem kaum was auf dem Konto haben am Ende des Monats.
Ich arbeite auch nur Teilzeit, aber trotzdem zahlen wir den Hoechstsatz und ich habe damit kein Problem, denn wir verdienen auch dementsprechend.
Wenn Du mit einem Teilzeitjob finanziell besser dastehst, dann koenntest Du Dir eben ueberlegen weniger Stunden zu arbeiten.
Und sorry, aber ICH muss mich nicht rechtfertigen - auch nicht innerlich - wenn ich von UNSEREM Geld was ausgebe. Denn schliesslich halte ich ihm den Ruecken frei damit er seine Karriere verfolgen kann. Sowas nennt man Partnerschaft.

>>Ich bin dafür, dass anhand der Arbeitsverträge geprüft wird, wer welchee Zeit benötigt. Hier sind viele Kinder bis15Uhr im KiGa, wo die Mutter bis 12 arbeitet oder ganz daheim ist. Teils sogar Kinder bis 17Uhr (und das bis 2 Minuten vor Schluß!) wo die Mutter 2mal pro Woche im 400€ Job am Vormittag Regale einräumt. DAS find ich geht nicht und dafür mag ich absolut nicht mitfinanzieren. denn vom Einkonmmen wird schon genug abgezogen.<<

Und denkst Du dabei auch an die Kinder? Fuer viele ist es besser mehr Zeit im KiGa zu verbringen als zuhause. Ich bin naemlich der Ansicht, dass die Foerderung der Kleinen NICHT davon abhaengig sein sollte, wieviel oder wie lange eine Mutter arbeitet.

LG

Biene

Beitrag von die_schnute 27.02.11 - 20:59 Uhr

Hallo,

also ICH bin nicht besser dran wenn ich nicht arbeiten würde.
Abgesehen von meiner Rente, meiner Zufriedenheit und auch meinem Zuverdienst ist es eben auch notwendig.

Höchstzahler ist auch nicht Höchstzahler (bei uns einkommenunabhängig, in Übrigen). Es gibt Höchstzahler direkt an der Grenze und die weiiiiit drüber.

EIN Satz für alle. Punkt. Wenn Eltern nicht arbeiten gehen, zu wenig verdienen etc. muss eben der Staat generell eben eingreifen. Nicht von denen, die Kinder haben und auch buckeln, sondern von allen im Generellen. Kinderlosen, Leuten deren Kinder groß sind- allen.
Es ist unfair, dass man einerorts 500€ zahlt, nebenan 170€ und 10km über die Landesgrenze dann 3Jahr gratis geht. DAS kanns einfach nicht sein.

Man muss ja nicht gleich nach der Arbeit das Kind holen (warum auch immer) aber ehrlich? Wenn ich sehe, dass eine Mutter 10h die Woche Vormittags arbeitet und das Kind 50h in den KiGa geht weil sie schlicht zu bequem ist und sich lieber um Schlangen, Piranhas und Meerschweine kümmert (die Ansichten sind Gänsehaut- bekommend fordernd und herablassend !) dann krieg ich Plaque, wenn ich dafür mitzahlen soll.
Dann mit der Ausrede "das arme Kind" zu kommen geht nicht.
Das Kind wird in die Schule gehen und es wird groß. Den Eltern msus in dem Fall der Weg gezeigt werden. Und nicht die Kinder zur Bequemlichkeit abgenommen werden ! Das ist doch absolut der falsche Weg.
Das Kind wird 2Minuten vor KiTa Schluß geholt, die trinkt lieber den Lidl Latte Macchiatto und raucht noch 2 als da reinzugehen und das Kind schon 16:40Uhr abzuholen. Sorry. Nein. Da gehört Hilfe hin aber nicht ein " das arme Kind" Das bringt dem Kind auf Dauer nichts.

Das Elterngeld bringt für mich rein gar nichts, wenn ich mich hinterher dumm und dämlich zahlen werde mit 800€ Unterbringungskosten.
Bleibt Nr. 2 eben wieder auf der STrecke, weil man sich Gedanken um die Zeit nach Elterngeld macht . Leider :(


schnuti

Beitrag von biene81 27.02.11 - 21:15 Uhr

Ich kann Deinen Frust verstehen, aber ich bin trotzdem der Meinung das es EInkommsabhaengig sein sollte.
Ein Satz fuer alle ist, meiner Meinung nach, ungerecht.
Dann muessen die mit 2000 Euro nichts zahlen, aber die mit 2001 Euro muessen 200 Euro abdruecken? Nee sorry, das find ich kacke.

Und die Mutter, die lieber zu Lidl eine rauchen geht, wird das auch weiterhin tun. Nur muss nun das Kind danebenstehen.

>>Wenn ich sehe, dass eine Mutter 10h die Woche Vormittags arbeitet und das Kind 50h<<

Sowas gibts bei uns gar nicht. Wenn man mehr als 6 Stunden Betreuung will, muss man den Bedarf anhand des Arbeitsvertrages nachweisen. Ueber 3 Jahre alt hat man nur Anrecht auf 6 Stunden. Bei unter 3jaehrigen sind die Vorschriften noch strenger.

Beitrag von die_schnute 27.02.11 - 22:40 Uhr

Hallo,

ich verstehs gerade nicht. Erst schreibst Du einkommensabhängig und dann kreidest Du an, es sei unfair wenn die mit 2000€ nichts zahlen, die mit 2001€ aber zahlen müssen. Wie denn nun ?

Das mit der Mutter (sie rauchtvorm Kindergarten um die Zeit zu nutzen): ih bin dafür, dass da anderweitige Hilfe genutzt werden könnte, wie eben dann die Nachmittagsangebote, für die sie -dank KiTa früh- bis Spät- Unterbringung- jetzt nicht wahrnimmt.
Dann würde sie zum kostenlosen Jugendgelände, zur kostenlosen Jungschar der Gemeinde, zum lebendigen Adventskalender und was es so gibt. Weils daheim mit Kind ja nervig ist.
Das Kind ist immer letzte,obwohl Mama nicht solang arbeiten ist. Das weiß sie. Sie merkt es doch auch jetzt. Es wäre besser, die Mutter würde merken, was da nicht stimmt und Hilfe in Anspruch nehmen. Hilfe die ihr zeigt wie man die Freude am Kind und mit dem Kind wieder aufbaut, dass es nicht stört (neuer Partner, Umzug, Mutter will Zeit mit dem Neuen verbringen. Vater sehr weit weg etc) und das es ungemein bereichert.
Merkt sie doch aber nicht wenn sie es auf dem bequemen Weg einfach den ganzen Tag los ist.
DA hat das Kind nichts von. Die Mutter nicht und fürs Familienleben taugt es nichts, weil das Kind dann so oder so nervig ist und stört (O-Ton!)

Dass es sowas bei euch nicht gibt ist gut. Und genau das mein ich. Nur mit vorgewiesenen Arbeitsplatz von 6-8h eine Ganztagsbetreuung anzubieten wäre zB ein Weg.
Einheitliche KiTa-Gebühren in allen Bundesländern für sämtliche Betreuungsformen (natürlich ausgenommen Privatkindergärten, aber zumindest staatlich bezuschusste KiTas) und eine faire Gebührenregelung. Wenn man unter einem gewissen Satz liegt ist es doch schon frei. Dann der Rest einen einheitlichen und machbaren Betrag.
KEINE Familie hat es zu dicke. Und die, die es haben gehen meist nicht in staatliche KiTas ;)


Schönen Abend
schnuti, die morgen auch wieder von 7- 17Uhr außer Haus ist

Beitrag von biene81 27.02.11 - 22:51 Uhr

>>ich verstehs gerade nicht. Erst schreibst Du einkommensabhängig und dann kreidest Du an, es sei unfair wenn die mit 2000€ nichts zahlen, die mit 2001€ aber zahlen müssen. >>

So eine klare Grenze wuerde es ja nur geben, wenn es einen festen Betrag geben wuerde. Bei einkommensabhaengigen Beitraegen sind die Schritte ja viel kleiner und so gesehen fairer.

Ich glaube eben nicht, dass die Mutter ueberhaupt Interesse an Hilfe hat und zwingen kann man sie eben auch nicht wenn sie ihr Kind nicht offensichtlich vernachlaessigt. Das sind eben die Muetter, die Kinder bekommen haben um nicht mehr arbeiten zu muessen. Traurig, aber ist eben so. Und solange das Kind gewaschen, gesaettigt und nicht zu Schaden gekommen ist, kann man eben nicht mehr machen als die Hilfe anbieten. Angenommen wird sie so gut wie nie.
Einerseits hast Du voellig recht - eine Betreuungszeit sollte vom Arbeitsvertrag abhaengig sein. Finde ich generell in Ordnung. Nur leider sind da wieder oben angesprochende Muetter.

Uns gehts finanziell gut und wir hatten unsere Tochter in einem staatlichen Kindergarten. Wir haben erst letzten Monat gewechselt, weil der KiGA eine riesige Katastrophe war, anderes Thema ;-)

Lg und Dir auch einen schoenen Abend,

Biene

Beitrag von marion2 27.02.11 - 20:47 Uhr

Weißt du eigentlich, dass so gut wie jeder Krippenplatz bezuschusst wird?

Auch der von Gutverdienern!

Beitrag von daniela0814 01.03.11 - 18:15 Uhr

ABSOLUT RICHTIG!!!

Beitrag von panne80 27.02.11 - 12:13 Uhr

Die Unterschiede sind enorm #schock
Ich glaube wir müssen hier wegziehen, die Mieten sind hier auch unbezahlbar :-(

Beitrag von miau2 27.02.11 - 13:12 Uhr

Hi,
Mieten sind hier auch extrem hoch.

Dafür kostet der Krippenplatz (7:30-16:30) nur 190 + Essen. Der KiGa-Platz bei gleicher Zeit 140+Essen, das letzte und vorletzte Jahr vor der Schule gibts 110 € Rabatt (da wäre der Halbtagesplatz kostenlos, für Ganztagesplätze wird halt der Betrag abgezogen).

also vergleichsweise sehr günstig. Geschwisterkinder zahlen nur die Hälfte, so lange noch ein anderes Geschwisterkind in Krippe oder KiTa ist.

Für Niedrigverdiener gibts Unterstützung, ansonsten ist der Beitrag einkommensunabhängig.

Ich finde das so eine wirklich prima Lösung. Nicht gleich alles zum Nulltarif (wie unsere Nachbarn in RLP das zumindest ab dem 2. Geb. so schön machen - Länderfinanzausgleich machts halt möglich), ich finde es vollkommen in Ordnung, für die Betreuung zahlen zu müssen. Wäre auch ok, wenn es die Regelung mit den letzten zwei Jahren vor Einschulung nicht geben würde.

Die Kosten sind halt so niedrig gehalten, dass es sich trotzdem wohl für die meisten lohnt, überhaupt arbeiten zu gehen. Wenn der Krippenplatz 500 Euro oder mehr kosten würde bräuchte ICH mir keine Arbeit zu suchen.

Das problem mit den hohen Wohnkosten hier ist damit natürlich nicht gelöst...

viele Grüße
Miau2

Beitrag von ivik 27.02.11 - 13:04 Uhr

In Hannover ist der Höchstsatz bei Ganztagsbetreuuung 286 € inkl. Essensgeld.

lg ivik

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