Riesiges KIGA-Drama - wie seht Ihr das?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mondfluesterin 28.02.11 - 13:24 Uhr

Heute muss ich mich ja mal ausheulen. Im KIGA gab es heute eine Bücheraustellung, bei er man (natürlich) Bücher kaufen soll. Man trägt sich dann in eine Bestellliste ein, die Bücher kann man sich angucken. Leider hat mein Sohn das Prinzip nicht verstanden. Als ich ihn abgeholt war, hat er sich ewig ein Bagger-Buch angeguckt (eines mit dicken Pappseiten und mehr Bildern als alles andere, hätte ich ihm also auch nicht bestellt, da er gerade 4 geworden ist). Soweit, so gut. Doch als wir dann loswollten, ging nichts mehr. Er hat behauptet, ein anderes Kind aus seiner Gruppe hätte auch gerade eben ein Buch mit nach Hause genommen (ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt, aber die Kleine vom Opa abgeholt wurde, könnte es sein) und hat nicht einsehen wollen, warum er das Baggerbuch nicht mitnehmen kann bzw. warum ich das nicht genau JETZT kaufe. Und damit fing der hysterische Heulanfall an. Er hat sich geweigert mitzukommen und wollte am liebsten noch stundenlang das blöde Buch anschauen. Alles Reden und Diskutieren half nichts und so musste ich ihn dann irgendwann zum Ausgang ziehen.
Das Problem: Wir haben einen Summer, bei dem man gleichzeitig die Tür drücken muss. Allerdings nehme ich noch ein anderes Kind mit und habe noch meine 18 Monate Tochter dabei. Natürlich ist es mein Problem, wenn mein Kind einen Trotzanfall bekommt. Aber was ich schade fand, war, dass die Bücheraktion nicht angekündigt war, den Kindern auch nicht erklärt wurde und als ich mich nun abgemüht habe, mit einem zappelnden, schreienden Kind, einem Kleinkind und einem weiteren Kind aus dem KIGA zu kommen, hat auch wirklich keiner geholfen. Die eine Erzieherin fragte zwar, was das Problem sei, ging dann aber. Zwei Mütter haben auch nur zuguckt. Mir war das alles echt unangenehm und mein Sohn (den ich heute einen Mittagsschlaf machen lasse) hat mir versprochen, dass er das morgen nicht mehr macht. Aber hätte mir nicht wenigstens einer die Tür aufhalten können? Dass ich mich dabei abgemüht habe, war wirklich nicht zu übersehen.
Vielleicht hätte es ja auch geholfen, wenn die Erzieher den Kindern morgens kurz erklärt hätten, was es mit den Büchern auf sich hat. Wäre das zu viel verlangt? Klar hätte mein Sohn keinen derartigen Trotzanfall kriegen müssen (hielt übrigens 30 Min. an), aber dass einem keiner bei der Tür hilft, sondern alle nur zuschauen, fand ich schade...
Wie seht Ihr das?

Beitrag von sillysilly 28.02.11 - 13:29 Uhr

Hallo

also ich denke das ist eine Typfrage vom Kind - wie es ein Nein akzeptieren kann - wenn es unbedingt was haben will.
Kann es seine Gefühle schon in den Griff bekommen.

Bei uns - im Kiga meiner Tochter - gibt es auch immer wieder Bücherausstellungen, einfach so.
Gab noch nie ein Problem mit einem Kind.
In meinem Kindergarten haben wir das auch gemacht, da war auch noch nie was.

Wenn die Kinder ein Buch haben wollten, wurde halt erklärt die sind für alle Kinder, Eltern zum Anschauen und müssen da bleiben.
Man nimmt ja auch kein Kindergartenbilderbuch mit

Wenn ich da Nein sage, daß kann man nicht mitnehmen wäre das schon bei meinen Kindern unter 3 erledigt gewesen, daß kennen sie ja aus Läden, Bücherrei, Spielgruppen, Kindergarten ect.


Vielleicht wollte die Erzieherin sich bei Euch auch nicht einmischen, denn es kommt nicht immer gut an, wenn man sich da eben einklinkt.
Die einen Eltern fühlen sich dann bevormundet, und andere Eltern wie du hätten gerne Hilfe gehabt.

Grüße Silly

Beitrag von bine3002 28.02.11 - 15:44 Uhr

"Wenn ich da Nein sage, daß kann man nicht mitnehmen wäre das schon bei meinen Kindern unter 3 erledigt gewesen, daß kennen sie ja aus Läden, Bücherrei, Spielgruppen, Kindergarten ect."

Das kennen deine aus der Bücherei? Also in UNSERER Bücherei darf man sich Bücher mitnehmen, wofür ist sie sonst da?


Und Du kannst mir nicht erzählen, dass keines deiner Kinder nicht hier und da mal einen riesigen Herzenswunsch hat und es dann schwer fällt ein NEIN einfach so zu akzeptieren. Wenn das so wäre, dann sind deine Kinder wirkliche Wunderkinder. Jedenfalls ist es völlig normal, dass ein 4jähriges Kind noch keine besonders lange Frustrationstoleranz entwickelt hat.

Beitrag von sillysilly 28.02.11 - 15:48 Uhr

Hallo

nein ehrlich gesagt bei fremden Gut, wie Bücherei ect, hatte ich noch nie ein Problem daß meine Kinder ein Nein akzeptieren ....
und in der Bücherei lade ich auch nicht alle Bücher ein - da bräuchte ich ja eine Karre
, und bei manchen die ich z.B. pädagogisch total doof finde- sage ich auch Nein und nehme es nicht mit.
Bei der Buchausstellung, hätte man doch gut erklären können, daß es eben jemanden gehört.

Wir haben Wutanfälle und geringe Frustationstoleranz eher wenn es um Sachen geht die bei uns daheim statt finden, z.B. ein Stopp an Süßigkeiten.

Natürlich verstehe ich den Wutanfall, aber ich denke da geht es auch um Grenzen austesten und "gewinne ich doch" und nicht nur um das Buch


grüße Silly


Und ich kenne die Bücherausstellungen aus beiden Sichten
als Eltern und als Erzieherin
und bis jetzt haben alle Kinder das schon verstanden, daß die Bücher eben nicht mit zum heim nehmen sind.


Beitrag von silbermond65 28.02.11 - 13:34 Uhr

Daß dir keiner beim Tür aufmachen geholfen hat,finde ich ebenfalls nicht besonders nett.
Aber das mit der Bücherausstellung hättest du ihm erklären können ,meinst du nicht?

Beitrag von judith81 28.02.11 - 13:35 Uhr

Hallo,
wir haben auch gerade die Bücheraktion. Johanna hatte letzten Do. so einen Anfall ....ich bestellte 2 Bücher und sie hätte gern sofort eins mitgenommen. Ich erklärte ihr dann noch Vorort, was es mit den Büchern aufsich aht u. wie das abläuft ....stressig, aber naja, denn auch ich hatte den kleinen Bruder (19 Mon.) dabei .....glücklicherweise sah Johanna dann ein, dass die Bücher erst bestellt werden müssen, dann bekommen wir sie.
Bei uns bekamen den Anfall auch ein paar Eltern, bzw. Opas mit ......wäre auch am liebesten im Erdboden versunken, aber nützt ja nichts!

Einerseits denke ich, klar hätte die erzieherin das den Kindern in der Gruppe mal sagen können, was es mit den Büchern aufsich hat .............aber ob deshalb der Trotzanfall nicht gekommen wäre? Habe meine Zweifel.

Klar muss ich sagen: Türe aufhalten hätte man dir schon können, aber das ist das was ich auch heute in der arztpraxis wieder sah: man grüßt ins Wartezimmer (war mit Junior dort) u. kein mensch grüßt zurück ............jeder macht sein Ding, so scheint es mir, traurig, aber leider wohl oftmals wahr.

Eine Mutter möchte gerne mit mir Fahrgemeinschaft machen - 6 km bis zum Kiga, doch ich lehne es strickt ab, dies wöchentl. im Wechsel zu tun ....sie hätte ja nur ihre Große u. mein Kind, ich allerdings muss meinen Kleinen immer mitnehmen ........da reichen mir dann meine eigenen Kinder. Gerade nach Kiga ist Johanna eh müde, da möchte ich nicht noch einen, wenn auch nur kleinen umweg fahren, denn sonst schlafen mir beide Kinder ein u. ich habe beim Aussteigen mega zirkus und tägl. brauch ich das nicht. Abgesehen davon geht ihre 2. Tochter ab Sept. in den Kiga u. dann ginge es eh nicht mehr mit Fahrgemeinschaft.

Lg
Judith

Beitrag von diebina 28.02.11 - 13:42 Uhr

ich finde nicht, dass die Kita das hätte erklären müssen - denn ein vierjähriges Kind sollte wissen, dass man nirgendwo einfach so Bücher mitnimmt (weder bei Freunden, noch im Laden, noch in der Kita)

aber dass Dir niemand geholfen hat, finde ich schade. Immerhin konnte ja jeder sehen, dass Du überfordert warst.

gruß
die bina

Beitrag von nudelmaus27 28.02.11 - 13:43 Uhr

Hallo!

Ganz ehrlich ich hätte das garnicht mitgemacht. Ich hätte ihm max. 2 Mal freundlich erläutert, dass ich das Buch nicht kaufe und er es auch nicht mitnehmen kann und wenn er nicht mitkommt, gehe ich ohne ihn.

Dann wäre ich losgegangen. Meine Tochter wäre da aber schnell hinterher gerannt....

Gruß, Nudelmaus (habe letztens auch alleine im Türrahmen mit dem Kinderwagen geklemmt und alle Umherstehenden haben nur blöd geklotzt, nunja es gibt halt solche und solche Leute ;-))

Beitrag von bine3002 28.02.11 - 15:40 Uhr

"Dann wäre ich losgegangen. Meine Tochter wäre da aber schnell hinterher gerannt.... "

Und ich kenne mindestens 5 Kinder, denen das völlig egal ist. Man darf nicht pauschalisieren. Jedes Kind ist anders.

Beitrag von zwillinge2005 28.02.11 - 13:58 Uhr

Hallo,

die Bücherausstellungen sind bei uns auch regelmässig - und da wird den Kindern auch nichts erklärt. Und die Bücher stehen auch direkt am Ausgang - es soll sie ja auch jeder sehen.

Du schreibst, dass man da selbstverständlich (natürlich) Bücher kaufen SOLL.

Das ist kein Zwang - ich hoffe Du weisst das.

Was macht Dein Kind denn, wenn Ihr eine Buchhandlung besucht? Auch so ein Theater?

Warum hast Du keine der Anwesenden gebeten Dir bei der Tür zu helfen? Hast Du ein Sprachproblem?

Dass Du mit drei kleinen Kindern etwas überfordert bist, kann ich verstehen - das ist sicher jeder mal - dass Du die Schuld bei allen anderen suchst verstehe ich nicht.

LG, Andrea

Beitrag von twins 28.02.11 - 14:28 Uhr

Hi,
jaja, das kenne ich zu gut da sind alle gut gemeinten Sätze der Mutter fürs trotzige Kind einfach zu viel.
Und jed jünger die Kinder um so schlimmer.

Diese Bücherausstellung finde ich eh den größten Schmarrn. Wir haben diese 2x im Jahr. Weihnachten geht ja noch, da ist ein großes Thema aber im Endeffekt werden da Bücher nur ausgelegt nach dem Motto: Kinder schauts Euch an, damit die Mütter gezwungen werden zu kaufen.

Mütter die sich eh für Bücher interessieren kaufen eh welche und andere eben halt nicht. Warum muss man diese im Kiga auslegen. Und ich denke, Du bist nicht die einzige Mutter, die da trotziges Kind deswegen mit nach Hause nimmt.

Ich fände auch besser, das man den Kindern sagt, das die Bücher zum kaufen sind. Denn ansonsten ist im Kiga ja alles zum Spielen, anschauen und anfassen da. Wir können uns auch aus dem Kiga Bücher ausleihen.

Grüße
Lisa
...die ihren Sohn deswegen schon mal aus dem Kiga tragen mußte.

Beitrag von wombatmuc 28.02.11 - 15:00 Uhr

tja das mit der tür hättest du ja auch mal deinen mund auf machen können und sagen können
sorry leute wer hilft mal kurz

und warum soll der kiga das erklären hättest du ja auch auch machen können

ich liebe es wenn ich immer lese was man alles am liebsten abschieben möchte damit man damit weniger zu tun hat

Beitrag von bine3002 28.02.11 - 15:35 Uhr

Ich finde die Raktionen hier teilweise etwas seltsam. Ich frage mich, ob denn alle wirklich so wohl erzogene 4jährige haben, die niemals bocken und niemals etwas unbedingt haben möchte. Meine Tochter ist im Allgemeinen ziemlich brav und akzeptiert ein Nein. Allerdings würde ich dafür niemals meine Hand ins Feuer legen. Und ja, auch wir hatten schon mal solche Szenen im Geschäft. Von daher habe ich Verständnis.

Ich würde dir raten, deinem Sohn Taschengeld zu geben, von dem er sich dann solche Herzenswünsche auch zwischendurch mal erfüllen kann. Bei uns hat das sehr gut geholfen. Wenn meine Tochter nun etwas soooo gerne haben möchte, sage ich ihr, dass sie darauf sparen kann. Wir schauen, was es kostet und ich sage ihr, wie lange sie noch sparen muss. Das kazeptiert sie sehr gut und spart dann zu Hause wirklich eisern. Und wie stolz sie ist, wenn sie es sich dann kaufen kann, ist schon sehr niedlich.

Was das Tür aufhalten angeht... nun ja, leider muss man da wohl seinen Mund aufmachen. Die Leute können dir nicht in den Kopf schauen und Höflichkeit ist sowieso so eine Sache.

Beitrag von tanteju78 28.02.11 - 15:36 Uhr

klar hätte jemand dir die tür aufhalten können. ist aber auch kein drama, wenn nicht, oder? Bestimmt hast du dich auch mittlerweile wieder etwas beruhigt. So ein Trotzanfall bei seinem Kind (und das noch in der Öffentlichkeit) ist ja auch für Mama immens anstrengend!

Ist mir auch schon passiert. Ich habe meinen Sohn (da gerade 4 Jahre) gebeten, seine Stoppersocken in sein Fach zu legen und da ging der WUtanfall los. Mein baby (da 3 Monate) hat glücklicherweise in der Babyschale geschlafen. 20 Minuten lang hat er rumgebockt, gebrüllt, seine Erzieherin, die vorbeiging beschimpft usw. Und ich musste ja "hart" bleiben und darauf bestehen, dass er die Socken weglegt (sonst würde er das am nächsten tag wieder durch nen wutanfall versuchen). Ich war am Ende nassgeschwitzt und froh, dass wir dann gehen konnten, als mein Sohn dann merkte, dass er die Socken tatsächlich selber weglegen muss...

Unangenehm war mir das natürlich auch...