Pro & Contra Beleghebamme - was waren Eure Gründe ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von xxladybirdxx 28.02.11 - 19:06 Uhr

Nabend ihr Lieben!

Bin nun das 2. Mal schwanger und erwarte im Septemer Mäuschen Nummer 2.

In der ersten SS habe ich mich für eine Beleghebamme entschieden, da ich eine absolute Abneigung gegen Krankenhäuser habe.
Klar, keiner von uns geht da gerne hin aber bei mir ist das schon ein wenig schlimmer durch bestimmte Vorerlebnisse.

Jedenfalls habe ich trotz dessen eine Geburt im KH vorgezogen, denn trotz aller Abneigun gegen KH´s war mir die Erste Geburt zu Hause oder auch im Geburtshaus einfach zu Risikoreich. Kann ja immer mal was sein....

So. Es kam alles etwas anders. Ich hatte damals 400€ für die Rufbereitschaft bezahlt und letztendlich kam es zu einem KS. Die Vorstellung so schnell wie möglich nach der Geburt nach hause zu können, weil ich ja eine Beleghebamme hatte, verschwand, denn ob Beleghebamme oder nicht, 5 Tage musste ich da bleiben. Für mich persönlich der Horror.

Nun denn, jetzt steht Geburt Nummer 2 an ( jedenfalls bald ) und da stellt sich mir die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnen würde für mich eine Beleghebamme zu nehmen? Es wären ja wieder die 400€ und dazu kann man erst ca. 5 Wochen VOR der Geburt sagen, ob es zu einem erneutem KS kommen "müsste", da dann erst die Narbe der Gebärmutter vermessen wird. Sollte die okay sein, kann ich eine Spontangeburt versuchen. Bei der kleinsten Kleinigkeit hat man natürlich als ehemalige KS´-Gebährende natürlich wieder den Nachteil, dass auch dann wieder ein KS gemacht wird,....

Nun sind 400€ viel Geld, bestimmt nicht zu viel um ein sicheres, persönliches und vetrautes Gefühl zu einer Person auf zu bauen, die einen bei dem wichtigsten Ereignis im Leben unterstützen soll aber ob die dazu überhaupt die Gelegenheit bekäme.... das steht ja auf nem ganz anderen Blatt, versteht ihr, was ich meine?


Nun weiss ich nicht, wie ich mich entscheiden soll. Die 400€ damals waren was für die Katz... ich hatte ja einen Not-KS, so dass es meine Hebi offensichtlich innerhalb von 7 Minuten nicht geschafft hat, dabei zu sein. Klar hatte ich mit ihr die Nachsorge aber das hat man ja auch so.....

Meine Gründe damals waren: ich wollte schnell nach der Geburt nach hause aber eben mit einer fachlichen Ansprechpartnerin, falls mal was sein sollte. Und natürlich sollte es eine Person sein, die ich vor der Geurt schon kennen gelernt und vertrauen gelernt habe, so dass man sich einfach wohler fühlt.

Also, was sagt ihr?

Würde mich über Antworten freuen!

Lg und danke!

xladyx

Beitrag von little2007 28.02.11 - 19:11 Uhr

Deine Hebi war damals nicht bei der Geburt dabei und hat dennoch die 400,-- bekommen?
Ich habe bei der letzten SS auch eine Beleghebi gehabt und musste 120,-- Rufbereitschaft zahlen! Wäre sie aus irgendwelchen gründen nicht bei der Geb dabei gewesen, hätten wir das aber auch nicht zahlen müssen!

Nun sind wir umgezogen und hier nehmen die Hebammen 300,--, daher haben wir uns diesmal gegen eine Beleghebamme entschieden und werden uns mit der diensthabenden vergnügen!

LG little2007 24SSW

Beitrag von xxladybirdxx 28.02.11 - 19:18 Uhr

Ja, sie konnte es ja auch nicht schaffen. Sie ist noch gekommen, während ich noch genäht wurde, vielleicht deswegen... ?!

Ja, das ist echt so unterschiedlich mit den Preisen. Also 120€ würde ich mir auch noch gefallen lassen aber 400€ und dann mit dem Risiko, dass es evtl. wieder beim KS landet.....weiss nicht!

lg

Beitrag von anyca 28.02.11 - 19:13 Uhr

Ich hatte eine Hebi nur für die Nachsorge, wäre das eine Möglichkeit für Dich?

Beitrag von vubub 28.02.11 - 19:14 Uhr

Hi,

ich habe eine "normale" Hebamme, bei der ich einen Vorbereitungskurs gemacht habe und die auch bei mir die Nachsorge macht.

Im Krankenhaus bin ich auf die Hebammen angewiesen, die dort arbeiten. Das hat für mich einen Riesenvorteil: Ich habe eine Hebamme, die eine bestimmte Anzahl von Stunden an diesem Tag gearbeitet hat. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn man "seine" Beleghebamme mitbringt, weiß man ja nicht, was die vorher an dem Tag schon machen musste. Unter Umständen hatte sie an demselben Tag ne andere anstrengende Geburt und düst danach direkt zu dir los. Da ist mir ein Schichtwechsel mit einer ausgeruhten, konzentrierten Hebamme lieber.

Ein weiterer Punkt hat mein Schwager angemerkt, der Im Krankenhaus als Arzt auf der Geburtsstation arbeitet:
Er sagte, dass die Beleghebammen oft nicht wirklich gut mit dem Arzt zusammen arbeiten im Gegensatz zu den Hebammen, die sowieso in dem Krankenhaus beschäftigt sind. Man hat eben andere Ansichten und kennt sich nicht so gut.

Meine Meinung... Aber ich bekomme auch meine erstes Kind und sehe das vielleicht in ein paar Tagen anders.

LG, vubub (die heute ET hat)

Beitrag von xxladybirdxx 28.02.11 - 19:25 Uhr

Huhu!

Ja, ja, das waren ja unter anderem meine Beweggründe für eine Beleghebamme bei der 1. Geburt. Dass man einen vertrauten Menschen um sich hat und nicht unter Umständen 3 Schichtwechsel mit macht. Man weiss ja nie....

Nur wie gesgat, jetzt, mit der 50%igen Wahrscheinlichkeit eines erneuten KS, ist das eigentlich Schwachsinn, denn da bringt dir auch ne Beleghebamme nix.

Deswegen bin ich ja so hin und her gerissen...

lg

Beitrag von sassi2006 28.02.11 - 19:29 Uhr

Ich habe auch eine Beleghebamme, das ist mir in meiner zweiten SChwangerschaft einfach total wichtig.

Bei der Geburt meines ersten Kindes hatte ich 3 Hebammen, bis mein Zwerg schliesslich geboren war.
Klar hat eine Hebammen im Schichtdienst ihre 8 Stunden und geht dann nach HAuse, aber wie soll ich bitte in 8 Stunden Vertrauen aufbauen?
Mir ist das unheimlich schwer gefallen und deshalb jetzt auch die Entscheidung für die Beleghebamme. Bei uns ist das eine extra STation im KH, das nennt sich Familiengeburtshilfe und ein Arzt ist auch jederzeit griffbereit.
Die Hebi bekommt 250 Euro Bereitschaftspauschale, auch wenn sie bei einer Sectio dabei wäre. Aber dafür liegt man auch nicht auf der normalen Wochenstation sondern viel familiärer.

Ich würde an deiner Stelle das Geld ausgeben oder evtl. mit der Hebi sprechen, wie sie es denn sieht, sollte es wieder zu einem KS kommen.

Mir persönlich ist das Vertrauen zur Hebi am Wichtigsten, da zählt nicht unbedingt das Geld...


LG, Sassi ET-23

Beitrag von xxladybirdxx 28.02.11 - 19:33 Uhr

----Mir persönlich ist das Vertrauen zur Hebi am Wichtigsten, da zählt nicht unbedingt das Geld... ---

Richtig aber wenn ich einen KS bekomme, dann ist der innerhalb einer Stunde gelaufen, da brauche ich mich nicht an zig andere Hebis gewöhnen, verstehst du ?

Und wir haben das nicht, ob ich jetzt die 400€ bezahle für die Beleghebamme, ich komme ganz normal auf die Wöchnerinnen-Station, also kein Unterschied.

Und ob ich jetzt für eine Stunde KS 400€ für eine Beleghebamme zahle, weiss nicht, da sind 400€ verdammt viel Geld die dann einfach nicht den Sinn erfüllen, SOLLTE ich spontan entbinden, würden sie ja noch den Sinn erfüllen aber nicht bei einem KS.

Lg:-p

Beitrag von supermutti8 28.02.11 - 21:30 Uhr

du hast dich doch letztlich schon (dagegen) entschieden ....wieso fragst du denn dann noch??

wenn du eh mit einem erneuten KS rechnest,dann zahle die 400€ nicht und spar dir die Beleghebi .....falls es dann zu ner spontanen Geburt kommen sollte,hast du ja dann eben die Hebi aus dem KH die Dienst hat ...

Lg Annett

Beitrag von evileni 28.02.11 - 19:44 Uhr

Also,
ich habe jetzt beim 2. Kind eine Beleghebamme und das gibt mir ein total gutes Gefühl, weil sie im Nachbarort wohnt, superzuverlässig ist, die Klinik 30 Minuten entfernt ist. Beim ersten Kind hatte ich über 3 Tage eine Einleitung und hab alle Hebammenschichten am Wochenende durchgemacht, sie waren alle nett, für mich war es ganz schlimm, weil jede ihren Stil hatte, keine mich kannte und alle fragten: Na, was würde Ihnen denn guttun? Das nervt spätestens beim 4.Mal. Meine Beleghebamme hat eine Partnerin, so dass gewährleistet ist, dass sie auch ausgeschlafen ist, wenns mal länger dauert, die hab ich auch schon kennen gelernt. Mir wäre es das Geld auf jeden Fall wert.
Liebe Grüße, Eva

Beitrag von danisahne912 28.02.11 - 20:26 Uhr

Also meine Beleghebamme nimmt 150 Euro und sollte sie bei der Geburt nicht dabei sein können, bekomme ich das Geld zurück. Ich weiss allerdings nicht ob ich mir eine gesucht hätte wenn sie teurer wäre.

Beitrag von blinksternchen 28.02.11 - 20:29 Uhr

Ich würde mich immer wieder für eine Beleghebamme entscheiden, da sie mir bei meiner ersten Geburt sehr geholfen hat.
Ich hatte vorzeitigen Blasensprung, aber durch ihre Kontrolle konnte ich trotzdem meine Eröffnungswehen noch zu hause veratmen und wir sind dann erst ins KH als es ernst wurde.
Das war mein wesentlicher Vorteil, da unsere Pressphase extrem anstrengend verlief. Wenn ich vorher nicht entspannt zu hause mein Ding hätte machen können, wäre es vermutlich zum KS oder zur Zangengeburt gekommen.

Ich würde mir eine Beleghebamme suchen, auch wenn es wieder ein KS wird. Bei mir zahlt das auch die BKK Securvita. Grade bei einem KS verpasst frau ja viel, da willst du ja vielleicht neben deinem mann noch jemanden haben, der dir nachher alles berichtet.

Eine Freundin von mir hadert seit Jahren, da sie die komplette Geburt ihres Kindes verpasst hat und es nie im Urzustand usw. gesehen hat.

Alles Gute, BL

Beitrag von siem 28.02.11 - 20:30 Uhr

hallo

ich hatte bei beiden entbindungen meine beleghebamme und war echt dankbar. erster grund ist, du kannst jemanden anrufen der gucken kommt bevor du bei falschen alarm ins kh fährst.
bei mir wurde dann aber eingeleitet und wir haben sms kontakt mit der hebi gehabt wie es läuft und es war abgesprochen, dass sie angerufen wird wenn es losgeht.leider brauchte ich 6 einleitungen über 4 tage und habe jeden schichtwechsel mitbekommen. da war ich schon dankbar, dass ich weiß wer am ende dabei ist. leider fingen später schlimme komplikationen ab (das meiste erst 6 stunden nach der entbindung)und selbs die not-op war nicht ganz so erfolgreich. bei der zweiten entbindung 21 monate später hatten wir sie dann wieder, vor allem weil sie meine komplikationen kannte und bei der zweiten geburt wußte worauf sie achten mußte, damit es nicht kritisch wird.auch bei nr 3 nun werde ich eine beleghebamme nehmen.
bei uns kostet die rufbereitschaft aber nur zwischen 100 und 150 euro.
warum gibt es denn da so einen riesen preisunterschied?
lg siem 10ssw