Kindergartenstart mit 2 Jahren

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lovelyone 02.03.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist jetzt 25 Monate und wir gehen seit Montag in den Kindergarten. Ist eine sanfte Eingwöhnung, bei der ich erst mit dabei bleibe und mich dann allmählich mal für 5 min., dann 10 min. usw. entferne. Sie ist aber sehr sehr anhänglich (schon immer) und lässt sich gar nicht auf die Erzieherin ein, solange ich dabei bin. Am liebsten würde sie die ganze Zeit auf mir sitzen.....die Erzieherin hat gemeint, wahrscheinlich ist es für sie einfacher, wenn ich weg bin. Dann kann sie sich eher auf die Situation einlassen. Ich denke das auch, aber es tut mir im Herzen weh, wenn sie dann weint..... Ich habe auch so ein schlechtes Gewissen sie jetzt schon in den Kindergarten zu schicken, owohl ich erst in einem halben Jahr wieder arbeiten muss. Aber erstens war nun glücklicherweise ein Platz frei und zweitens hab ich so die Möglichkeit da zu sein, wenn die Eingewöhnung lange dauert. Natürlich geht sie solange ich zu Hause bin, nur vormittags, maximal 3 Stunden. Wie haben eure 2 Jährigen den Kindergartenstart so verkraftet. Hattet ihr auch ein schlechtes Gewissen, wird das besser? Gab es auch so anhängliche Kinder?

Vielen Dank schon mal!

Beitrag von kirsten1987 02.03.11 - 14:06 Uhr

Hallo,ja wir haben genau das gleiche hinter uns.
mein Sohn ist im November nachgerückt und wir mussten auch den Platz annehmen da ich im April wieder arbeiten werde.
Er ist im November auch 2 geworden,er ist sehr anhänglich nur bei mama auf dem schoss oder in die spielecke auch nur mit mama an der hand,so wir haben das ca eineinhalb wochen gemacht bis ich der erzieherin sagte das ich dort leider kein sinn drin sehe mit ihm dort zu spielen so denkt er wenn cih weg gehe irgendwann wieso geht sie aufeinmal weg und konnte vorher mit mir spielen?? so havben wir beschlossen das ich eine halbe stunde nach hause gehe (wohne ne srasse weiter)so dann hab ich ihn abgegeben er hat bitterlich geweint es tat mir sehr weh aber ich wusste ok in einer halben stunde bin ich wieder da.den nächsten tag das gleiche und am dritten tag dann eine stunde und es wurde immer besser nach einer woche wie umgeschlagen winkt der kleine mir zu und sagt tschüss mama...ich bin momentan auch noch zuhasue und habe ihn deshlab bis vorletzte woche n ur von 9 bis 13uhr hingebracht,da ich aber bald arbeite und er bis 16uhr bleiben muss haben wir jetz angefangen ihn dort zum schlafen zu legen damit es nicht zu viel für ihn wird und das geht auch seit einer woche ich hole ihn anschliessend um halb drei ab er ist gut drauif ich bin gut drauf habe bis dahin alles erledigen können und habe genug zeit für ihn bis zum abend hin...

hoffe ich habe dir etwas helfen und mut machen können!!!liebe grüsse

Beitrag von lovelyone 02.03.11 - 14:13 Uhr

Hallo Kirsten,

danke für deine liebe Antwort. Ja das macht mir tatsächlich Mut. Denke auch, dass sie erst offen wird, wenn ich weg bin. Naja vielleicht versuchen wir es morgen mal für 10 min und gucken wie es läuft. Aber ist ja echt beruhigend, wenn deiner jetzt so gerne geht. Drück dir die Daumen, dass auch ganztags weiterhin alles klappt. An sowas will ich momentan noch gar nicht denken.....obwohl das vielleicht auch kommen wird. Weiß noch nicht, wie meine Arbeitszeiten aussehen werden.

Beitrag von englchen 02.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo!

meine Kinder sind beide mit 1 Jahr in die Krippe gekommen 6-8Std. Betreuung täglich. Die Eingewöhnung war vorallem bei meinem ersten Sohn schwer. Mir hat es auch immer das Herz zerrissen, aber mittlerweile sind wir so routiniert. Der Große wird jetzt eingeschult. Der Kleine kommt von der Krippe in den Kindergarten im Juni. Beide haben mittlerweile einige Freunde durch die Kita gefunden, selbst mein Mann und ich haben wieder neue Freude durch Kitakinder gefunden.

Glaub mir, in einem Jahr sieht die Welt anders aus - aber aller Anfang ist schwer!

Beitrag von viva-la-florida 02.03.11 - 14:24 Uhr

Haben wir auch so gemacht.
Moritz war auch schon im Kiga, obwohl ich erst etwas später wieder arbeiten gegangen bin.

Eine ganz langsame Eingewöhnung und immer nur bis zum Essen. Danach ab nach Hause.

Das mache ich an meinen arbeitsfreien Tagen aber immer noch so.

Das gute war, dass er sich gut einleben konnte. Er ging immer gerne hin und ich konnte beruhigt zur Arbeit. Ist doch kein schönes Gefühl, im Büro zu sitzen und zu wissen, dass das Kind nicht zufrieden ist.

LG
Katie

Beitrag von kleine1102 02.03.11 - 21:35 Uhr

Hallo,

unsere ältere Tochter kam mit 2 3/4 Jahren in den Kiga, es war kaum Eingewöhnung nötig, sie geht von Anfang an gern. Ist ein recht extrovertiertes Kind, das offen auf neue Situationen/Personen zu geht.

Unsere jüngere Tochter geht seit Anfang Januar in den Kindergarten (andere Gruppe). Sie ist jetzt 27 Monate alt, also auch mit 25 Monaten dort "gestartet". Die ersten Tage liefen völlig problemlos, sie ist begeistert in ihre Gruppe "verschwunden" und war absolut zufrieden. Als sich nach zwei, drei Wochen so etwas wie "Gewohnheit" einstellte, gab's dann doch zwei Mal Tränen beim Hinbringen und auch an den weiteren Tagen war sie extrem weinerlich, schien fast traurig #schmoll. Da wir das allerdings- leider- auch schon von der Bring-Situation bei der Tagesmutter kennen (obwohl Antonia diese bereits von Anfang an kennt durch ihre große Schwester), gestalten wir den Abschied immer so kurz wie möglich. Das fällt sowohl meinem Mann als auch mir meist schon schwer, aber erfahrungsgemäß klappt es so am besten. Wenn Antonia erstmal da ist, gefällt es ihr sehr gut und wir haben noch nie ein weinendes Kind abgeholt bzw. früher abholen müssen. Im Gegenteil, unsere Maus hat es jeweils auch gar nicht sooo eilig, nach Hause zu gehen ;-). Holt dann erst immer noch ihre "Gemälde"/Bastel"gebilde" aus ihrem Fach u.ä. . Seit dieser Woche klappt das Bringen richtig gut und problemlos, worüber wir natürlich sehr erleichtert sind. Leider war Antonia nämlich auch schon zwei Mal für zwei, drei Tage krank, so dass die Eingewöhnung auch dadurch etwas länger dauert(e).

Grundsätzlich ist es so, dass unsere Maus noch nicht in den Kiga gehen müsste, da oft einer von uns vormittags zu Hause sein KANN bzw. wir ja auch eine Tagesmutter haben. Antonia hat aber schon lange (seitdem sie in vollständigen Sätzen sprechen kann) immer wieder "eingefordert", auch in den Kiga gehen zu dürfen #cool ;-). Zunächst ging sie 3x 2 Stunden/Woche, hat sich dann aber bald beschwert, dass sie früher abgeholt wurde als ihre Schwester- und bleibt seitdem auch 3 bis 3,5 Stunden am Vormittag. Dazu kam der Montag, da die Pause über's Wochenende sonst zu lang war. Freitags gehe wir weiterhin zum Mini-Club, aber vier Tage Kiga/Woche reichen auch völlig in dem Alter.

Ein schlechtes Gewissen haben wir nicht, unser "Mini" möchte ja gern in den Kiga und ist da aus fachlicher und zwischenmenschlicher Sicht absolut gut "aufgehoben". Aber eben noch oft ein komisches Gefühl im Bauch, weil sie noch sooo klein ist #verliebt und außerdem SEHR empfindsam. Ein paar Tropfen "gekleckert" beim Trinken- und schon kann unsere Kleine völlig die Fassung verlieren #schrei #heul, ohne, dass Jemand etwas (Negatives) dazu gesagt hat #schwitz. Aber sie fühlt sich dort absolut wohl, ist ganz stolz, dass sie jetzt ein "großes" Kiga-Kind ist #verliebt und "wächst" dort ja auch in jeder Hinsicht. Deshalb ist unser Gefühl durchaus positiv, wobei wir sowohl bezüglich des Konzeptes als auch des Betreuungs-Schlüssels sowie des Personals großes Glück haben #pro. Das erleichtert natürlich alles sehr.

Zu Eurer Situation: ich kann Dir sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus fachlicher/pädagogischer Sicht sagen, dass es SEHR wahrscheinlich besser/hilfreicher für Deine Tochter wäre, den Abschied so kurz und "souverän" wie möglich zu gestalten. Das wirkt meist etwas "lieblos" und ignorant, aber das Bleiben von Mama oder Papa ist in der Praxis für die wenigsten Kinder hilfreich. Abschieds-Schmerz und Tränen werden so oft nur zeitverzögert. Der Versuch schadet außerdem nicht, sofort nach dem Bringen wieder zu gehen. Davon abgesehen: gib' Deiner Tochter Zeit! Es kann, wie gesagt, fast ohne Eingewöhnung auf Anhieb klappen- bei anderen Kindern dauert es Wochen oder Monate, bis sie richtig "angekommen" sind. Je gelassener Du selbst bleibst und je positiver DEIN Gefühl bezüglich der Situation ist, desto leichter wird Deine Tochter sich eingewöhnen.

Lieben Gruß #stern,

Kathrin & #herzlich Lina Emilia & #herzlich Antonia Maria