Fühl mich so schuldig (Kind in Krippe und ich zu Hause)

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von e-milia 10.03.11 - 10:42 Uhr

Hallo Mamas.

Muss mich mal ausheulen. Habe letzten Sommer mein Referendariat angefangen, als mein Kleiner knapp 15 Monate alt war.
Er ging ab da jeden Tag von 8:30 bis 14:00 in die Krippe. Nach dem Mittagsschlaf hab ich ihn abgeholt.
Nun musste ich mein Ref abbrechen/unterbrechen, weil mein Kind, mein Mann und auch ich selber einfach viel zu kurz kamen. Hatte absolut keine (Frei)zeit mehr und selbst wenn ich Zeit für meinen Zwerg hatte, so war ich doch innerlich immer abwesend und in Gedanken mit der Arbeit beschäftigt.
Hatte vor einigen Wochen schließlich einen Hörsturz und Drehschwindelanfälle und am Ende vermutlich einen Burnout.
Habe nun die Notbremse gezogen und das Referendariat letzte Woche beendet.
Mein Kleiner (22 Monate) geht aber (natürlich) ganz normal weiter in die Krippe und ich sitze hier nun morgens rum und fühl mich irgendwie schuldig.
Irgendwie gibt es nun keinen Grund mehr ihn in die Krippe zu geben. Aber er geht (fast immer) sehr gerne hin. Läuft fröhlich rein und hat einen schönen Tag. Aber manchmal ist er eben auch anhänglich und will nicht gerne gehen.
Als ich noch gearbeitet hatte, habe ich das schlechte Gewissen an solchen Tagen bei der Arbeit verdrängt, aber jetzt geht's mir dabei total schlecht.

Kann mich jemand aufmuntern, oder denkt ihr, es ist grundlegend falsch ein Kind in die Krippe zu geben, wenn man eigentlich Zeit hätte sich selbst zu kümmern?

Bin neugierig auf andere Sichtweisen, die mir vielleicht helfen eine eigene zu finden.

LG, e-milia

Beitrag von kruemlschen 10.03.11 - 10:49 Uhr

Hallo,

grunsätzlich finde ich es nicht richtig ein Kind U3 in Fremdbetreuung zu geben wenn man selbst zu hause ist und nichts tut.
Allerdings wäre es für Dein Kind vermutlich auch nicht gut wenn Du ihn nun komplett wieder raus nimmst aus der Krippe.

Ich würde an Deiner Stelle mal schaun ob Du ihn nicht nur noch 2-3 mal die Woche in die Krippe geben kannst.

K.

Beitrag von maylu28 10.03.11 - 10:51 Uhr

Hallo,

also ich kann Deine Gefühle schon verstehen...aber ich finde es sehr wichtig, dass ein Kind so schönen Kontakt zu anderen Kindern hat, ich sehe das bei meinem Sohn, er geht auch so gerne da hin und es bringt ihm auch so viel....

Ich arbeite normalerweise auch TZ und vormittags, aber ich hab nachmittags viel Zeit und auch viel Spaß, die Zeit dann mit meinem Großen zu verbringen....jetzt ist es gerade anders. Ich bin in Elternzeit und mit dem kleinen Zuhause...aber klar geht Liam weiterhin in die Krippe....aber gut meinem Kleinen tut es auch gut den Vormittag voll mit Mama zu verbringen...

Ich denke Du solltest überlegen, was Du in Zukunkt machen willst, wieder arbeiten gehen oder was anderes anfangen, Selbständig arbeiten, ehenamtlich usw....oder bist Du nur zu Erholung zu hause????
Wenn Du zur Erholung zu hause bist, dann würde ich ihn dort lassen..und schauen, dass Du etwas für Dich tust, vielleicht auch ein paar Kurse belegst (Stressbewältigung, Zeitmanagement usw...) damit Du wieder gut in die Arbeit gehen kannst...
Wenn Du jetzt für "immer" zu Hause bleiben willst (Hausfrau) dann kannst du ja überlegen ob Du ihn wenigstens ab und zu in eine Betreuungsgruppe gibst. Bei uns gibt es Betreuungsplätze nur für 2-3 Tage und nur am Vormittag, dann hast Du ihn zu hause und ab und zu in Betreuung....
Also, dass würde ich an Deiner Stelle machen....kommt drauf an wie Du Deine Zukunft siehst..

LG Maylu

Beitrag von woelkchen1 10.03.11 - 11:01 Uhr

Sehe ich genauso!

Wie lange willst du pausieren? Was willst du danach machen?

Ihn für 3 Monate raus nehmen geht ja nun gar nicht. Willst du ein Jahr pausieren, dann würd ich ihn Vormittags hin bringen!

Als ich wieder schwanger wurde und ein BV bekommen hab, hab ich mein Kind von 8-11.30 Uhr in den Kiga gegeben, das ist toll!

Aber eben für eine relativ lange Zeit und nicht nur für ein paar wenige Monate. Jetzt geht sie Montag-Donnerstag von 9-15 Uhr, Freitags ist sie zu Hause. Uns geht es gut damit. Aber ihr beide müßt euch wohl fühlen!

Beitrag von lydia08 10.03.11 - 11:00 Uhr

Hallo e-milia!

Ich denke du machst machst dein Referendariat in einer Schule (oder im juristischen Bereich?)?!

Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn du erstmal Zeit für dich hast!!! Ich kenne die Situation....es brechen genug ab die keine Kinder haben, einfach weil der Druck so groß ist!
Es sind die schlimmsten Jahre während der gesamten Berufszeit....wenn dein Sohn nur bis 14:00 in er Krippe war, konnte es eigentlich gar nicht hinkommen!
Vielleicht versuchst du es nochmal, aber dann mit Vollzeitplatz und Freunden die auch mal aushelfen, wenn er krank ist, ich glaube sonst ist es nicht zu schaffen!

Aber nun wieder zurück zum Thema: Du brauchst jetzt erstmal Zeit für dich! Ich finde es vollkommen ok, wenn dein Kleiner da in der Krippe ist, da er es ja so kennt und sich sicher dort wohlfühlt?!

Alles Gute für Dich!

Lydia08.

Beitrag von cokriloke 10.03.11 - 11:00 Uhr

Hallo Du,

ich war nach Auslaufen eines befristeten Vertrags mehrere Monate arbeistsuchend und meine drei 'mussten' auch in die Kita, obwohl ich da zu Hause war. Aber ich muss ja einen Betreuungsplatz nachweisen, damit ich vermittelbar bin und bleibe. Inzwischen arbeite ich wieder, und weißt du was? Ich ärgere mich über mein schlechtes Gewissen, dass ich damals hatte.

Sammle Kraft, du wirst sie früher oder später noch brauchen. Und wenn das geht, dann hol dein Kind mal früher ab, genieß die Zeit und die Flexibilität ihn auch mal einen Tag zu Hause zu lassen und das zu machen, wonach euch ist.

Und in der Zeit, wo er jetzt in der Krippe ist, mach all das, was liegen geblieben ist, als du so viel um die Ohren hattest, und erhol dich, damit du nicht wieder in die Situation totaler Überlastung kommst! Und wenn alles erledigt ist, kannst du dich voll deinem Sohn widmen!

Meine Kinder hätten auch gar nicht verstanden, wenn sie nicht mehr in die KITA gedurft hätten. Dort sind schließlich auch Bezugspersonen und Kinder, die auch sowas wie eine Familie darstellen. Und die würde dein Sohn auch vermissen.

Das schlechte Gewissen ist auch bei mir oft da, aber wenn ich dann darüber nachdenke, dann merke ich, dass das gar nicht wirklich nötig ist... Und nachdem du sicher nicht für ewig zu Hause bleiben willst, genieß die Zeit auch für dich, stressig wird's wieder schnell genug!

Ich wünsche dir alles Gute,
Christina

Beitrag von brynlie 10.03.11 - 16:07 Uhr

Hallo,

Deine Einstellung gefällt mir.#pro Alltagstauglich und vernünftig.Das liegt wahrscheinlich primär daran, dass ich ganz ähnliche Erfahrungen gemacht habe.

Alles Gute,

brynlie

Beitrag von blucki 10.03.11 - 11:03 Uhr

hallo e-milia,

mach dich mal bloß nicht verrückt. so ein quatsch. ich bin z.b. hausfrau, habe einen 6jährigen und eine 21 monate alte tochter. und die geht auch seit sie 18 monate alt ist 2x die woche für einen halben tag in den mini-kindergarten. und ich bin heilfroh, wenn sie gesund ist (im moment leider nicht ) und ich sie hinbringen kann. a) komme ich auch endlich mal zu was hier im haus und b) ist sie total gerne dort. den kindern wird es doch zuhause langweilig. die brauchen andere kinder um sich herum.

warum soll dein kind denn bei dir zuhause sitzen und sich langweilen? du kannst auf dauer dem kleinen das, was er im kindergarten an abwechslung bekommt doch gar nicht bieten.

lg
anja

Beitrag von nane29 10.03.11 - 11:06 Uhr

Hi,

das Gefühl kenne ich gut. Ich habe 2 Kinder, die Große (fast 5) geht in den Kindergarten, der Kleine (fast 2) 3-4x die Woche zur Tagesmutter. Ich versuche gerade, mit dem Arbeiten wieder anzufangen, was mit 2 Kindern super schwer ist. Gerade in dieser Jahreszeit und in einer Branche, in der man mit halben Tagen wenig anfangen kann (ich mache Fernsehreportagen).

Wenn ich gerade keine Arbeit habe, kann ich die Zeit aber locker mit Aufräumen, Wäsche, Einkaufen, Ausmisten, Behördenkram und so rumkriegen.
Trotzdem fühle ich mich irgendwie nutzlos, wenn ich kein Geld verdiene - obwohl mein Mann gut verdient.
Doof, dieses Dilemma als Mutter, die vorm Kinderkriegen Jahrelang gearbeitet und sich selbst versorgt hat...

Was deinen Kleinen angeht - wenn er gerne in die Krippe geht, finde ich das völlig ok. Wenn er ein Einzelkind ist, ist es doch toll und wichtig für ihn, Kontakt zu anderen Kindern zu haben. Die lernen sooooooooo viel dabei!!!

Es ist auch wichtig für ihn, zu merken, dass auch andere Erwachsene seine Bedürfnisse befriedigen können.

Es heißt doch so schön: Ein Kind wird von einem Dorf erzogen - oder so ähnlich.:-)

Traurig finde ich, wenn Kinder den ganzen Tag abgegeben werden müssen.
Wenn du ihn aber um 14 Uhr abholst, habt ihr ja noch den ganzen Nachmittag zusammen!

Ich mache es ab und zu so, dass ich meine Kinder (mal nur einen, mal beide) einfach für einen Tag zu Hause behalte, wenn ich wirklich nichts zu tun habe. Dann denke ich mir, dass Lena bald zur Schule muss und dann geht "schwänzen" nicht mehr.

Ach, meine Gefühle schwanken immer wieder mal. Ich verstehe dich echt gut.

Grundsätzlich finde ich es aber ganz wichtig, dass Kinder, die keine Babys mehr sind (so bald sie laufen, spielen, kommunizieren, andere Kinder toll finden...), unter Leute kommen und nicht den ganzen Tag mit Mama zusammenglucken. Bei mir gibt es aber eine gefühlte Grenze. Ab einem bestimmten Punkt kriege ich Bauchschmerzen und Sehnsucht.

Man kann froh sein, wenn man die Freiheit und den Luxus hat, sich das einigermaßen einteilen zu können.

Liebe Grüße
Jana



Beitrag von tina-mexico 10.03.11 - 11:09 Uhr

Hallo Milia,

ich finde es absolut nicht schlimm, dass Du den Kleinen weiter in die Kita gibst.
Es wäre für ihn unnötig verwirrend wenn Du ihn jetzt rausnimmst. Er hat sich doch sicher an die anderen Kinder gewöhnt und spielt gern mit ihnen. Der Umgang mit anderen Kindern schadet sicher nicht und dort bekommt er Dinge die Du ihm zu Hause nicht geben kannst, den Umgang mit Gleichaltrigen.
Da Du ihn nach dem Mittagsschlaf abholst, hast Du doch genug Zeit mit ihm und kannst Dich 100%ig ihm widmen und musst nicht nebenbei den Haushalt schmeißen.

Du schreibst das er gern in die Kita geht...warum solltest Du ihm diesen Spaß nehmen???

Weiterhin kannst Du mal etwas Zeit für Dich gewinnen und dich erholen. Dann kannst Du sicher auch bald wieder arbeiten.

Du machst das schon richtig und musst kein schlechtes Gewissen haben.

Viele Grüße
Tina

Beitrag von haruka80 10.03.11 - 11:22 Uhr

Hallo,

sieh erstmal zu, dass du wieder auf die Beine kommst, da ist das allerwichtigste und nur so kannst du auch eine gute Mutter sein!
Was du natürlich machen könntest, wäre dein Kind vor dem Schlafen abzuholen, so kannst du vormittags Kraft sammeln, hast dein Kind aber ab mittags bei dir.
Ich bin auch zu Hause-mit dem Unterschied, dass ich in einer Weiterbildung stecke, in der ich unter der Woche kaum weg muß, aber zu Hause tatsächlich 2-4 Stunden lerne.
Als mein Sohn noch nicht in der KiTa war (hatte es von Oktober - Februar ohne KiTa versucht) war ich nur gereizt, weil ich in jeder freien Minute lernen mußte, teilweise bis Mitternacht um irgendwie den Stoff zu schaffen. Ich gucke immer, dass ich meinen Sohn grad Montags schon um 12h abhole, ich bin oft von Fr-Sonntag an der Schule(2x im Monat) und hole ihn 1-2x die Woche früher, damit wir genug Zeit miteinander verbringen. Vormittags kann ich dann hier oder in der Bibliothek lernen und es ist gut.

Ich hätte meinen Sohn gerne 2,5 Jahre daheim gelassen, finde aber, dann ist es auch an der Zeit mit der KiTa zu beginnen. Du wirst ja jetzt nicht ewig zu Hause sitzen, stabilisier dich, tu DIR was gutes und schau, was ihr zusammen tolles machen könnt in eurer ZEit. Irgendwann wirst du wieder was tun müssen, jedenfalls heir gäbe es dann 6 Mo Übergangszeit und dann ginge der Anspruch auf den KiTaplatz verloren.

L.G.

Haruka

Beitrag von flipsa 10.03.11 - 11:23 Uhr

Lass in in der Krippe. Kinder brauchen Kontinuität. Ihm gefällt es dort doch.
Versuche die Zeit vormittags für dich zu nutzen. Ein Burnout sollte man nicht einfach so wegstecken.

Unsere Große (20 Monate alt) geht auch seit 5 Monaten bis 13.30 Unr in die Krippe. Sie liebt es dort so sehr, dass sie immer gern weiter dort bleiben möchte wenn ich sie abhole. Sie liebt es mit anderen Kindern zu sein.

Ich nutze den Vormittag für das Baby (jetzt 7,5 Wochen alt), den Haushalt (wohnen in einem großen Haus, Einkäufe, Treffen mit anderen Mamis und kleinen Babys).

Versuche einfach die freie Zeit zu geniesen und mach was für dich, damit es nicht wieder zum Burnout kommt.

Lg

Beitrag von derhimmelmusswarten 10.03.11 - 11:33 Uhr

Meine Tochter geht auch in die Kita, obwohl ich zu Hause bin. Im Mai kommt unser 2. Kind und ich bin jetzt bis zum Mutterschutz krank geschrieben. Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Wir bezahlen dafür und als sie den Platz bekommen hat, ging ich ja auch arbeiten. Die Kita ist bei uns noch nicht mal voll besetzt, die Nachfrage absolut gering, da wir hier total ländlich wohnen und die meisten Leute die Kinder erst ab 2 oder 3 in den Kindergarten geben. Meine Tochter geht wahnsinnig gerne und zu Hause dreht sie total durch, weil sie Langeweile hat. Für sie ist es mit Sicherheit schöner, vormittags unter Kindern zu sein und spielen zu können anstatt bei mir zu sitzen und zu zu gucken wie ich den Haushalt mache oder koche! Lass dir von niemandem einreden, dass es schädlich ist, ein Kind in die Kita zu geben oder dass Kinder so und so lange zur Mutter gehören! Du brauchst jetzt die Ruhe, um wieder gesund zu werden!

Beitrag von e-milia 10.03.11 - 11:43 Uhr

Erstmal tausend Dank für alle eure lieben Antworten!!!

Da sind echt viele Ideen dabei, die ich mal mit meinem Mann absprechen werde. Da er im Schichtdienst arbeitet und auch mal unter der Woche ein paar Tage frei hat, könnten wir den Kleinen ja vielleicht tatsächlich ab und an mal "schwänzen" lassen und schöne Familienunternehmungen machen.

Bin momentan noch wie vernagelt, wie es überhaupt weiter geht und finde alles nur schrecklich. Kann daher die positiven Seiten des "nicht mehr arbeitens" noch gar nicht wirklich wahrnehmen.

Ich hätte nie gedacht, dass hier soviele Verständnis für mich haben.
(Gerade was meine Verfassung angeht.)
Habe leider auch schon negative Kommentare im engeren Kreis (Freunde/Vorgesetzte) wegstecken müssen, weil ich meine berufliche Zukunft 'wegwerfen' würde etc.

Aber im Inneren weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass ich das richtige für meine Familie und für mich getan habe.
Nur muss ich jetzt wohl tatsächlich erst mal selber wieder runter kommen und zu mir finden.

Danke euch allen und auch denen, die mir jetzt noch Tipps geben.

Beitrag von maylu28 10.03.11 - 12:55 Uhr

Hallo,

berufliche Zukunft hin oder her.....wichtig ist das es einem gut geht, man gesund ist und auch bleibt.....klar finde ich es auch wichtig Geld zu verdienen und zur Familie etwas beizusteueren, aber es hat immer Grenzen...

Ich hab Design studiert und es hat einfach alles von mir gefordet, mein Herz und meine Seele. Ich hab es auch sein lassen und arbeite jetzt einfach in einem Büro und bin super glücklich damit. Wenn ich beide Kinder im Kindergarten habe, dann werde ich wieder anfangen nebenberuflich Selbständig wieder im Designbereich arbeiten, aber ich werde mich davon nicht auffressen lassen, dafür ist das Leben einfach zu kostbar...und wie gesagt, ich liebe meinen alternativen Job sehr gerne, aber er fordert nicht so viel von mir....das war mir wichtig..

Burnout ist mir absolut bekannt und darf nicht unterschätzt werden......daher ist es wichtig, dass Du etwas für Dich tust.......
Nur einen glückliche Mama hat glückliche Kinder...

Alles Liebe Maylu.

PS. Wenn Du mal jemandem zu Quatschen brauchst, der das auch schon hinter sich hat, dann melde Dich einfach über VK.

Beitrag von mamavonyannick 10.03.11 - 12:11 Uhr

Hallo,

ich denke, es ist ein Unterschied zwischen gesund zu hause zu sitzen und einer Mutter, die mit Burn-Out kämpft. Du hast aufgehört, um dich körperlich und seelisch zu erholen, dann nutz diese freie zeit auch dafür, eh du nachher völlig ausfällst. Damit hilfst du weder dir noch deiner familie.

vg, m.

Beitrag von stefannette 10.03.11 - 12:39 Uhr

Ich bin auch immer dafür die Kinder bis 3 Jahre zu Hause zu betreuen....... aaaber wenn du schon Burnout Symptome hast, dann schau, dass Du Dich gut ausruhst und wieder auf die Beine kommst.
Deinem Kleinen geht es gut und Du brauchst Ruhe!!
LG Annette

Beitrag von miau2 10.03.11 - 12:57 Uhr

Hi,
ich kann nicht wirklich verstehen, warum frau (und Mutter) ein schlechtes Gewissen haben sollte dem Kind gegenüber, wenn das Kind

- sehr gut betreut ist
- sich dort offensichtlich pudelwohl fühlt

Nein, das kenne ich überhaupt nicht (mein Kleiner geht seit letztem Herbst in die Krippe, seit dem bin ich intensiv arbeitssuchend, inzwischen arbeite ich immerhin einige Stunden in der Woche).

Mein Kind geht dort gerne hin. Es hat dort unheimlich viel Spaß, ganz ehrlich, viel mehr Spaß, als wenn er den ganzen tag allein bzw. nachmittags mit mir zu hause hocken müsste (oder mit mir alleine etwas unternehmen müsste). Und dauernd Dinge unternehmen war gerade im Winter auch nicht wirklich möglich. Er fühlt sich dort so richtig pudelwohl. Warum sollte ich da meinem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen haben, wenn es so die Vormittage mit so viel Spaß und Freude und seinen Freunden verbringen kann?

Wenn überhaupt ein schlechtes Gewissen den Eltern gegenüber, die verzweifelt vergeblich nach einem Krippenplatz suchen, weil man selbst einen belegt obwohl man ihn nicht braucht...

DAS ist für mich durchaus ein ARgument, wenn man nicht arbeitet und auch nicht vorhat, das zu tun (also Arbeit sucht - das geht nun mal ohne bestehende Betreuung nicht). Und das wäre durchaus ein schlechtes Gewissen wert, denn es ist leider oft so, dass auch welche, die die Plätze wirklich brauchen Probleme haben, einen zu bekommen.

Aber so wie ich dich verstanden habe hast du das schlechte Gewissen eher dem Kind gegenüber - und wie gesagt, das kenne ich nicht.

Viele grüße
miau2