Stillen und Fertignahrung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von coupechen 10.03.11 - 13:43 Uhr

Hallo an Alle,

ich hätte mal eine kurze Frage! Habe gerade in einem anderen Forenteil gelesen, dass viele werdende Mütter sich überhaupt gar keine Babynahrung zilegen möchten, da es dazu verleihen würde weniger zu stillen #kratz

Okay ich bin mir da ja nicht so sicher, immerhin ist dies ja keine Zigarettenschachtel die ich einer Raucherin vorlege #rofl

Also nun zu der Frage:

Ich möchte stillen, aber in der Öffentlichkeit oder zu längeren Aufenthalten außerhalb meines zu Hauses gern Babynahrung benutzen. (Gleich zu Anfang; nein das hat nichts mit scharm zu tun!)

Eine Freundin von mir (arbeitet im KH bei der Babystation) meinte dies wäre überhaupt kein Problem und auch überhaupt nicht schädlich für den Kleinen!

Jetzt würde ich gern eure Meinung dazu hören, allerdings bitte ohne andere z verurteilen!

Danke im Voraus #winke

Beitrag von qrupa 10.03.11 - 13:52 Uhr

In vielen Fällen ist es kein Problem nebenbei Pulvermilch zu geben. Es KANN aber auch zu einer Saugverwirrung, Milchrückgang und ähnlichem führen und da wieder raus zu kommen kann ganz schön an die Nerven gehen. Es muss nicht so sein, aber es KANN und es ist für mich ein Risiko das sich leicht umgehen läßt.
Und klar, keinem Baby wird davon ein Bein abfallen, wenn es hin und wieder Pulvermilch bekommt, aber auch da gilt für mich, es gibt Risiken die ich ohne große Einschränkung für mich umgehen kann und dann tu ich das. De3nn für den darm des babys macht es sehr wohl einen Unterschied ob es ausschließlich Mumi bekommt oder hin und wieder Pulvermilch. Wie gesagt, es muß davon keine bleibenden Spätfolgen davontragen, aber es könnte und es ist ein Risiko das ich ohne Nachteile für mich umgehen kann.

LG
qrupa

Beitrag von haruka80 10.03.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

die ersten Wochen wäre es wichtig, wenn du nur stillst! Ansonsten kann es zu Saugverwirrungen kommen und das Kind lehnt die Brust ab.
Es kann auch sein, wenn du stillst, dass dein Kind die Flasche verweigert oder die Fertigmilch ganz eklig findet.
Das sind Dinge, die weißt du erst, wenn das Kind da ist und wenns mit dem Stillen klappt.
Es kann klappen, klar, du mußt aber auch bedenken, dass deine Brust dann irgendwann platzt und due unterwegs abpumpen mußt oder die Milchproduktion zurückgeht und du dein Kind nicht mehr satt bekommst und so langsam abstillst.

Ich hab tatsächlich weder Flaschen noch Fertignahrung daheim gehabt als wir aus dem KH kamen. Allerdings war ich mir so sicher, dass es mit dem Stillen klappt, dass ich nicht drüber nachgedacht habe, was sein könnte.
Ich konnte nicht stillen, mein Sohn kam zu früh, ich hab gepumpt(3 Monate), hatte aber kaum Milch...also mein Mann erstmal los, alles eingekauft als ich mit dem Baby schon daheim war.

Fertigmilch daheim zu haben ist schon sinnvoll sehe ich heute, wenn man aber wirklich stillen möchte, sollte man nicht hin und her wechseln. Ich hab daheim auch erstmal nur 2x Fertigmilch gegeben und dann alles getan um stillen zu können, bis ich nach 2 Wo mit den Nerven fertig war und nur noch gepumpt habe.

L:G.

Haruka

Beitrag von ludmilla.duesentrieb 10.03.11 - 13:56 Uhr

Das habe ich auch gelesen.
Hmm, ich weiß nicht. Ich habe auch gelesen/gehört, dass wenn man zufüttert schneller die eigene Milch versiegt, weil die Milchproduktion ja dadurch angeregt wird, dass man ständig anlegt und stillt.
Wenn man dann unterwegs Fertignahrung gibt, dann stillt man ja viel mehr nicht, als man sost stillen würde.
Ich glaube, das ist nicht schädlich fürs Baby (es gibt ja auch Mütter die können garnicht stillen), aber es wird deine Milchproduktion einschränken. Vielleicht wirst du nicht lange stillen können, wenn du es so machst, da die Milch versiegen wird.

Ob ich mir vorsichtshalber eine Packung Fertignahrung besorge, weiß ich noch nicht. Das entscheide ich ganz spontan vor der Geburt.
Ich habe vor zu stillen, habe eine Hebamme und hoffe, dass das alles klappt und ich stillen kann.
Und ich werde auch in der Öffentlichkeit stillen. Also nicht mitten auf der Straße, aber es gibt doch immer irgendwelche Orte (DM, Cafè`s... man muss sich ja nicht in die Mitte setzen ;-) , wenns sein muss in der Umkleidekabine irgendeines Ladens, oder auch einfach auf ner Parkbank) wo man sich hinsetzen kann und dann stillen kann. Mit aufknöpfbarer Bluse, oder Kleid oder sonstwas sollte das möglich sein, ohne dass ich allen Leuten meinen Busen präsentiere.
Das geht schon, denke ich.

Beitrag von kaka86 10.03.11 - 13:59 Uhr

Hast du schon mal gestillt?!

Ich habe meine Tochter die ersten 3 Wochen unter Tränen gestillt, da ich aufgerissene, blutige Brustwarzen hatte!
Und glaub mir: hätte ich alles zu Hause gehabt, hätt ich bestimmt nicht weiter gestillt!

Aber egal....nu zu deiner Frage!
Wie schon geschrieben wurde ist es natürlich möglich, nur solltest du dir vorher Gedanken darüber machen, dass deine Milchmenge zurückgehen KANN oder dein Kind später nicht mehr an der Brust trinken möchte!

Das muss jeder für sich selber entscheiden...
...ich denke, wenn du erstmal erfolgreich stillst, wirst du sehen wie viele andere Möglichkeiten es gibt nicht in der öffentlichkeit zu stillen oder sich zu sehr abhängig zu machen!

LG
Carina

Beitrag von nicikiki 10.03.11 - 14:00 Uhr

wieso pumpst du dann nicht einfach vorher ab. So ist es doch viel entspannter fürs Kind. Die Milch kann man ja immer mal abpumpen und einfieren, für den Fall dass es mal spontan irgendwo hingeht. und dann einfach aufwärmen
ob du das dann überhaupt noch willst, wenn du stillst ist eh eine andere Frage denn deine Brüste werden das stillen auch verlangen, denn den Milchfluss kann man ja nicht einfach unterbrechen.;-)

#winke

Beitrag von sarahjane 10.03.11 - 14:40 Uhr

Keine Sorge: In vielen Fällen funktioniert Zwiemilchernährung ganz problemlos.

Wenn möglich, bietet man immer erst die Brüste, dann das Fläschchen an.

Außerdem verwendet man die kleinstmöglichen Sauger der bevorzugten Flaschenmarke, damit das Saugen ähnlich schwer ist wie an der mütterlichen Brust.

In der Regel führts auch nicht zur Entwöhnung von der Brust, denn eine Saugverwirrung tritt deutlich seltener auf als vermutet und wird oft einfach als Begründung vorgeschoben, wenns mit der Brusternährung nicht (mehr) vollständig oder teilweise klappt bzw. wird gern als Druckmittel für Frauen benutzt, um sie unnötig in einen Gewissenskonflikt zu bringen, weil man das vermeintliche Ideal der vollständigen Ernährung per Brust erfüllen soll (in den Augen einiger sehr auf Brusternährung Versteifter).

Achtung: Allergiegefährdete sollten hypoallergene Säuglingsmilchnahrung erhalten. Diese soll jedoch einen besonderen Geschmack haben und wird nicht von jedem Brustkind gern angenommen.
Hier kann es helfen, 2, 3 Marken auszuprobieren bzw. die Milch einfach immer wieder liebevol anzubieten.

Am besten verwendet man Pre, da diese der Frauenmilch sehr nah kommt und im Allgemeinen besonders gut verträglich ist.