gründe für oder gegen ausschabung?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von ninanina89 10.03.11 - 16:49 Uhr

Ich habe am Montag erfahren das ich eine verhaltene fehlgeburt hatte bzw. habe ,mein Arzt meinte das ich ohne Ausschabung einfach auf den natürlichen Abgang warten soll.
Soweit so gut das war auch eigentlich meine Entscheidung,nur es tut sich immer noch nichts,ich weiß nicht wie lange ich damit noch klar komme,ich will es doch auch nur hintermich bringen,ich weiß auch das der körper einige zeit braucht um das zu bewältigen aber es macht mich fertig.

Nun der Gedanke ob ich vielleicht doch einfach ins Krankenhaus gehe und eine Auschabung machen lasse,
jedoch auch die hebamme riet mir davon ab,das es psychisch einfach noch schwerer ist das zu verkraften,als wenn man sieht das alles von allein abgeht...
Ich habe ja von Anfang an gesagt,das es mir bei einer Ausschabung zu viele Risiken gibt wenn diese nicht sein muss,
sorry mein Kopf macht mich fertig..
ich weiß ihr könnt mir bei dieser entscheidung nicht helfen aber wie ist es denn euch gegangen?

Beitrag von nani. 10.03.11 - 17:38 Uhr

Ich kenne nun leider schon beides!

Den natürlichen Abgang vor fast 2 Wochen habe ich viel besser verkraftet.

Gut, letztes Jahr bei 9+3 war es ein Schock dass das Herz nicht mehr schlug wo ich doch endlich nach 2 Jahren schwanger war, dann nächsten Tag sofort zur AS, ich war wie in Trance habe alles über mich ergehen lassen, habe beim rein fahren in den Op geheult und im Aufwachraum als ich wach wurde sofort weiter! Dieses Gefühl sie haben mir mein Kind ausgekratzt und jetzt ist es einfach so weg war ganz grausam für mich, hatte ja aber vorher auch keine Zeit so wie du jetzt mich mit dieser Situation zu befassen, alles ging so schnell. Ich hatte danach Depressionen, Schlafstörungen, Alpträume und musste auch einen Monat Antidepressiva nehmen. Ich hatte wochenlang daran zu knabbern.

Jetzt meine zweite Fg habe ich verwunderlich gut verkraftet. Der Hcg war zu niedrig, es hieß die SS sei nicht intakt, eine Woche war ich hoffnungsvoll schwanger, in der zweiten Woche hiess es dann schon dass der Wert zu niedrig sei... Ein paar Tage Hoffen, Bangen, aber dann bei 5+6 fing es mit leichten Blutungen an, es verlief dann so wie eine normale Mens, ich brauche nun keine Pause wie nach der As einhalten und bin so froh dass mir eine As erspart geblieben ist. Es war eine Erleichterung als die Blutung kam, klar auch traurig, aber der Druck und die Anspannung der letzten Tage war weg.

Soweit ich weiß können doch auch Hebammen einen natürlichen Abgang unterstützen, vll mit Homopathie?!

Es kommt drauf an wie lange man selbst diesen Zustand aushält, hätte ich jetzt immer noch keinen Abgang gehabt hätte ich meine Fa gefragt welche Alternativen es medikamentös gebe.

Auch soll eine Absaugung besser als eine Ausschabung sein, gab ich zumindest gelesen, aber für den Fall der Fälle auch noch keine Klinik hier gefunden, machen alle irgendwie nur diese Ausschabungen, ich finde schon allein das Wort so schlimm.

Drück dir die Daumen, viel Kraft

Beitrag von panterle 10.03.11 - 18:38 Uhr

Eine Absaugung ist auch eine Abtreibung, in meinen Augen MORD !

Eine AS hingegen nicht,da das Baby gewollt aber verloren wurde ( FG ).

VG panterle

Beitrag von nani. 10.03.11 - 19:00 Uhr

Du scheinst dich ja sehr gut auszukennen!!!

Wir reden hier nicht über eine Abtreibung!!!!

Auch bei einem missed Abort kann eine Absaugung gemacht werden anstatt einer Ausschabung! Wo bitte ist das Mord???
Abtreibungen werden ebenfalls mit beiden Op Methoden durchgeführt.

Die Absaugung soll wie ich las schonender für die Gebärmutter sein.
Im Fall einer verhaltenen Fehlgeburt hat diese nichts, null mit einer Abtreibung zu tun!!! Bitte lies dich mal mehr ins Thema ein, bevor du hier weiterhin falsche Tipps und Ratschläge zum Thema gibst.

Nichts für ungut... Sorry

Beitrag von panterle 10.03.11 - 19:14 Uhr

uui, sorry, daß ich Dir zu nahe getreten bin#hicks. Soweit kannte ich das nicht, dem was die Absaugung etc. betrifft.
Woher auch, ich hab so etwas nur mal von jemanden gehört.

VG Jutta#herzlich

Beitrag von panterle 10.03.11 - 18:09 Uhr

#winke,

sorry, aber eine FG ohne AS wäre mir persönlich zu riskant wegen eventueller Infektionsgefahr , Entzündung, Restgewebe usw.

Zu der AS hat mir sogar mein FA geraten, obwohl kein Baby mehr zu sehen war, er selbst hat die OP durchgeführt.

Ich selbst hatte am 04.02.11 eine AS ( FG in der 7. SSW) in Teilnarkose wegen einer starken Grippe. Am 08.03. hatte ich meine 1. Mens bekommen, die gerade noch anhält. Ich bin froh , daß alles rausgekommen ist, man sah richtige größere und kleine Gebärmutterschleimhautreste und mein Blut war kanllig rot, auch Mensschmerzen wie leichte Wehen hatt ich 4 Stunden heute mittag.
Ich bin so frohm daß jetzt bald die Mens wieder rum ist, denn nächsten Monat darf ich wieder #schwanger werden.

Überleg es Dir gut, ob Du Deine FG mit AS oder ohne AS machen willst, ich seh das so, wenn ein Baby das eine FG wird, und zu lange in Deinem Körper verbleibt, kann es eine Vergiftung hervorrufen.

VG Jutta#herzlich

Beitrag von nani. 10.03.11 - 18:49 Uhr

Sorry, aber das ist der größte Quatsch überhaupt dass eine Fg ohne As ein großes Risiko ist!!! Es ist das aller aller Beste für swn Körper wenn er das ganz alleine regelt, und wenn dein Fa dir eine As verpasst hat obwohl keine Reste mehr in der Gebärmutter war, hat das nur einen Einzigen Sinn: nämlich dass
seine Kasse klingelt und er am deinem Schicksalsschlag noch schön verdient!!!

Es war nichts mehr zu sehen und er hat dir zur As geraten die er dann noch selbst durchgeführt hat, das ist krass!!! Dabei kann zuviel von der Schleimhaut abgetragen werden, es wird geraten 3 Zyklen zu warten damit sich die abgekratzte Schleimhaut erholen kann, die Infektionsgefahr sehe ich als noch höher wenn da mit Instrumenten der Muttermund aufgedehnt wird und und und...

Nach einem natürlichen Abgang braucht man nicht warten!!!
Natürlich muss sowas unter ärztlicher Kontrolle laufen und sollten Reste in der Gebärmutter verbleiben muss man diese entfernen weil es krank machen kann, aber so schnell dass man Frauen zur As drängen muss geht das auch nicht.

Ihr Arzt und ihre Hebamme raten ihr ab, das finde ich Top, denn da klingelt wohl nicht der eigene Geldbeutel!!!

Meine Fa sagte auch: Desto weniger in den Körper eingegriffen wird desto besser, jede Op birgt Risiken.



Beitrag von panterle 10.03.11 - 19:11 Uhr

@nani:

Das ist Deine Meinung. Mein FA ist nicht nur auf Geld aus, wie Du es beschrieben hast :-p

Bei Ihm zählt einzig allein die Gesundheit der Frau und zum Wohl des Kindes. Ich bin schon 22 Jahre bei meinem FA, Patientin, und ich war bisher immer mit seiner Arbeit zufrieden auch jetzt noch.
Außerdem hat er meine 4 Kinder zur Welt gebracht und meine SSen betreut sowie die Clomizyklen auch. Er macht in einem CZ am 13.~15, ZT immer ein Überwachungs US. Ich kann mich absolut nicht über meinen FA beschweren. Zudem ist mein FA in der Klinik auch Belegarzt und macht morgens vor seiner Sprechstunde in der Praxis sowie abends nach der Sprechstunde, Visite im KH bei seinen Patienten. Auch am WE kommt er 2 x vorbei zur Visite.Selbst als ich mittags um 15:30 mein 2. Kind bekommen habe, kam er innerhalb von 5 Min. in die Klinik und hat die Entbindung gemacht. Manche Frau würde sich wünschen so eine netten fürsorglichen FA zu haben wie ich einen hab;-).

VG Jutta#herzlich

Beitrag von babylove05 10.03.11 - 18:11 Uhr

Hallo

Ich hab beides zum Glück noch nie durch machen müssen , musste mich aber schon so halb mit dem gednken anfreunden . Des KH hätte mich bei den Blutungen in der ss meiner Tochter am liebesten gleich am nächsten morgen zu AS geschickt obwohl noch ein Herzschlag da war .

Bei mir ging zum glück doch noch alles gut aus . Aber wenn ich vor die wahl gestellt worden wäre hätte ich den natürlichen bgang unter beobachtung genommen ( heisst immer zum FA ob alles raus ist ) . Den ich glaub bei einer AS hätte ich mich gefühlt als hätte ich Abgetrieben , die unwissen heit hätte sehr an mir genagt ob es nicht doch noch vieleicht gut ausgegangen wäre .

Lg Martina

Beitrag von panterle 10.03.11 - 18:43 Uhr

Mein FA riet mir zur AS, da auf dem US kein Baby mehr zu sehn war außer
einer kleiner gewordenen FH die sich schon ganz nah am Gebärmutterhals
befand.
Bei mir wäre es nicht gut ausgegangen, ich hatte SB die über nacht zur leichten Mens wurden ohne Schmerzen ( 7.SSW). 1 Woche nach der AS, hat mir mein FA gesagt, daß es eine Natürliche FG war.

Lg Jutta#herzlich

Beitrag von ninanina89 10.03.11 - 18:55 Uhr

danke für die vielen unterschiedlichen antworten,habe heute einen termin bei anderem arzt gemacht und hoffe das er den normalen abgang begleiten wird,mein arzt tut dies nicht obwohl er mir dazu geraten hat.. ich soll warten bis es blutet, dann nochmal 4-6 wochen warten bis die mens kommt und dann erst wieder zu ihm hinkommen,und DAS ist mir zu riskant.
Auch die hebamme sagte es muss zumindest in bestimmten abständen geschaut werden was sich da tut..

Beitrag von nani. 10.03.11 - 19:04 Uhr

Ja, sinnvoll ist die Hcg Kontrolle, sinkt der Wert schön kann man auch auf einen baldigen natürlichen Abgang hoffen!

Drück dir fest die Daumen, hab auch schon hier von Frauen gelesen die wie gesagt so Kügelchen von der Hebamme bekommen haben um Blutungen in Gang zu setzten, Homöopathie, und von Frauen die von ihrem Fa Cytotec bekommen haben, dies öffnet den Muttermund und meistens setzen auch zeitgleich Blutungen ein!

Wie weit bist du denn überhaupt?

Ganz viel Kraft!

Beitrag von anja570 11.03.11 - 01:51 Uhr

Hallo,

ich habe beides durch, hatte 1 FG ohne AS und mehrere mit AS.

Es gibt immer wieder FÄ die sofort zur AS drängen, obwohl sie längst nicht immer notwendig ist. Ich denke auch, dass der finanzielle Hintergrund dabei eine Rolle spielt.

Der Werdegang bei einer FG ohne AS ist allerdings etwas anders, als es der FA Dir mitgeteilt hat.
Ich bekam in der 8.SSW die Blutungen, es war ein Windei. 2 Wochen später hatte ich einen US, das ist wichtig um zu sehen ob alles von allein raus ist. Wochenlang bis nach der nächsten Mens solltest Du mit einer Kontrolluntersuchung nicht warten, es muss vorher schon ein US erfolgen. Bei mir war alles von allein raus und keine AS mehr notwendig, HCG wurde nicht nochmal kontrolliert.

Für die Verarbeitung und zum drauf einstellen ist eine natürliche FG für mich der bessere Weg, auch die Beschwerden dabei fand ich nicht so extrem schlimm, brauchte keine Schmerzmittel.

Gute das Du eine Hebi hast, die steht Dir auch bei einer FG zu und kann Dich begleiten.

Alles Gute und

LG
Anja

Beitrag von sharlely 10.03.11 - 19:40 Uhr

Hallo,

bei mir war es wie bei dir. Nur das ich halt wirklich noch sichergehen wollte und auf anraten von FA und KH noch eine Woche zur Sicherheit warten wollte um dann erst zur Ausschabung zu gehen, bei mir konnte man keinen Embryo sehen bzw. nur Teile davon, aber es hätte ja auch ein Eckenhocker sein können.
Ich war froh, das ich zwei Tage später eine Schmierblutung bekam. Leider hatte ich auch Fieber und Schüttelfrost das war nicht ganz schön ABER es war für mich eine Erleichterung, als im KH ganz klar gesagt wurde wir müssen heute noch Ausschaben, ganz sicher eine FG und ehrlich gesagt wäre ich am liebsten gleich von selbst in den OP maschiert. Wir mussten aber noch zwei Stunden warten. Ich wollte es hinter mir haben. Ich wollte nicht länger mit einem "toten Embryo" in mir herumlaufen. Es klingt bestimmt für viele hart, aber mir hat das ganze schon so zu schaffen gemacht, das es wirklich im Endefekkt mit der Ausschabung besser war, als abzuwarten (wäre in meinem Fall eh zu gefährlich gewesen, aber ich häts auch nicht gemacht). Ich bin jemand ich mach mich dann gern verrückt. So nach dem Motto: "Es blutet noch nicht, also kann doch nur alles ok sein." Dieses Gefühl fand ich schrecklich.
Selbst jetzt nach der Ausschabung (vor zwei Wochen), sinkt mein HCG Wert nicht und ich finde es total mies das ich mich immer noch schwanger fühl. #heul Hätte sich das mit der Blutung womöglich noch mehrere Wochen (mein FA hat gesagt, das kann schon mal dauern) hingezogen, also ich glaub man hätte mich direkt einweisen lassen können.....;-)

Alles Gute für dich, hör auf dein Bauchgefühl dann machst du es richtig. #liebdrueck

LG S.

Beitrag von frauschreinermeister 10.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

ich hab lang überlegt, ob ich was schreiben soll, mich jetzt aber doch dafür entschieden...
Bei mir wurde auf den Tag genau vor einem Jahr eine Missed Abortion in der 11. SSW festgestellt, stehengeblieben war das Wachstum schon einiges vorher, der Embryo war nur 8 mm groß.
Für meinen Frauenarzt war klar, Ausschabung am nächsten Tag im Krankenhaus... Hatte mich vorher mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt, in den paar Stunden zwischen Diagnose und Eingriff auch nicht wirklich.
Wohl war mir nicht, aber es schien, als wäre das der normale Gang der Dinge.
Ich ging also am nächsten Morgen ins Krankenhaus, der Eingriff wurde vorgenommen, war noch ein paar Stunden zur Beobachtung und am Nachmittag durfte ich heim. Ich war müde, ganz klar von der Narkose, ansonsten gings mir soweit gut. Nach 20h abends bekam ich seltsame Bauchschmerzen, die sich zuerst wie ganz starker Muskelkater und dann mehr und mehr wie Wehen anfühlten. Blutungen hatte ich keine, das war auch das einzige, was die diensthabende Ärztin, die mein Mann um 23 h angerufen hatte, wissen wollte. Die Schmerzen wurden aber immer schlimmer, ich hab teilweise keine Luft mehr bekommen, nach 24 h beschlossen wir, ins Krankenhaus zu fahren. Ich hab schon an mir selbst gezweifelt, zwei Kinder bekommen und dann wegen sowas durchdrehen... Langsam hatte ich die Befürchtung, dass es nach innen bluten könnte. So war es dann auch. Das Krankenhaus ist 8 km entfernt, wir brauchten fast zwei Stunden dahin, weil ich eben kaum mehr gehen konnte, zwischendurch fast einen Kollaps hatte.
Die Ärztin ließ sich dann auch erst mal gut Zeit bei ihrem Ultraschall, man konnte fast sehen, wie sie innerlich die Augen verdrehte wegen so einer wehleidigen Person, die ihre wohlverdiente Nachtruhe störte - bis sie dann die freie Flüssigkeit, sprich Blut, im Bauchraum feststellte. Dann gings ganz schnell, Oberärztin und Anästhesist kamen herbeigeflitzt, ich hatte wirklich Todesangst, zumindest war ich mir sicher, falls ich wieder aus der Narkose aufwachen sollte, dann sicher ohne Gebärmutter...
Lange Rede, kurzer Sinn, es ist soweit alles gutgegangen, meine Gebärmutter hab ich noch, sogar mit einem ziemlich großen Baby drin, aber die zweimal Vollnarkose an einem Tag und vor allem die Todesangst hätte ich mir und auch meiner Familie gerne erspart. Ich hatte einige Monate dran zu knabbern, war mir auch sicher, kein Kind mehr zu wollen, viel zu gefährlich...
So eine Perforation der Gebärmutter kommt äußerst selten vor, aber irgendjemanden triffts dann halt doch, man unterschreibt es ja auch bei der Aufklärung ( O-Ton Ärztin vor dem Eingriff " Sowas ist bei uns noch nicht vorgekommen " ... ).
So ists mit allen anderen Risiken bei so einer OP auch, daher bin ich mittlerweile der Ansicht, bis zu einem gewissen Schwangerschaftsalter würde ich dem Körper die Chance geben, die Sache alleine zu regeln, auch wenns eine gewisse Zeit dauert. Wenn die Sache durch einen Arzt kontrolliert wird, kann man dann immernoch eingreifen, wenns wirklich nötig werden sollte. Und bei mir persönlich käme dann sicher nur noch eine Absaugung in Frage.
Auch denke ich, dass das ganze sicher auch finanzielle Hintergründe hat, wer hätte denn an einem natürlich Abgang was verdient ?
Das ist meine ganz persönlich Meinung, geprägt durch meine ganz persönliche Erfahrung, ganz ganz oft geht sowas gut. Aber eben nicht immer.
Ich bitte zu entschuldigen, dass das ganze jetzt so lang geworden ist, das mußte wohl zum " Jahrtag " nochmal raus, und jetzt ist gut damit.
Dir alles Gute,
viele Grüße
Caro

Beitrag von unipsycho 10.03.11 - 20:50 Uhr

Ich muss leider sagen, dass ich meinen Entschluss zum natürlichen Abgang sehr bitter bereut habe.

Als es "losging" hatte ich schmerzen, die den ersten wirksamen Wehen bei der Geburt meines Sohnes glichen. Es war absolut furchtbar, auch weil ich Angst bekam, doch eine Bauchhölenschwangerschaft zu haben.
Ich bekam auch Fieber und war 2 Tage völlig aus dem Rennen. Auch jetzt noch geht es mir mäßig gut. Ich bin sehr müde und kaum belastbar.
Achja, ich war grad mal bei 6+5 also keine Rechtfertigung für derart starke schmerzen.

Und zu sehen, was da in mir drin war hat mir auch nicht geholfen. Eher verwirrt. Es war wesentlich mehr gewebe, als ich bei den US-Befunden vor dem Abgang vermutet habe.
Ich bin sehr froh keinen Embryo gefunden zu haben, sondern nur plazentaähnliches gewebe. Aber das wurde ja schon im US gesagt, dass es wieder ein Windei sei.
Jedenfalls hätte ich "es" nicht sehen wollen, wenn da ein embryo gewesen wär. Dann lieber Ausschabung.

Auch lief es weiter schief. Erst wollte die Blutung nicht richtig einsetzen, dann ist das erste gewebe erst nach 4 Tagen abgegangen danach sagte mein FA es sei alles raus und gestern ist noch mehr gewebe herausgekommen.
Erst nach 10 Tagen versiegt die Blutung langsam wieder und wie gesagt, ich fühle mich noch immer nicht richtig fit und habe außerdem Angst, dass meine Gebärmutter durch die Infektion und den späten Gewebeabgang geschädigt wurde.

Wenn mir das noch mal passiert, dann werde ich wohl doch die AS bevorzugen. Klar, ich hab tierische Angst vor der Narkose - aber vielleicht gibt es die Möglichkeit das bei Bewusstsein zu tun.. #kratz
Jedenfalls war ich 1 Tag nach der AS im Oktober 2010 wieder topfit und völlig schmerzfrei. Die Fruchthülle war damals ähnlich groß, wie die letzte vom März 2011.

Wie du siehst, ist alles abzuwägen. Wie du psychisch reagieren wirst, wirst du erst wissen, wenn es so weit ist. Wenn es dir gut geht und du mit der last weiter leben kannst, ist auch so weit ok.

Aber ich kann auch die Einstellung nachvollziehen, es endlich hinter dich bringen zu wollen... Das hat mich auch bei meiner ersten AS am meisten motiviert. Mein Studium sollte wieder anfangen und ich wollte das tote etwas einfach raus haben :-(

Beitrag von kebl 11.03.11 - 12:52 Uhr

wenn Du es aushältst auf einen natürlichen Abgang zu warten würde ich es tun. Ich kenne auch beide Seiten.
meine erste FG war natürlich, musste aber auch ca.3 Wochen warten bis die Blutungen anfingen
meine zweite FG war mit AS, weil die erste FG sehr schlimm war,habe sehr viel Blut verloren und war ein paar mal ohnmächtig und wollte das nicht freiwillig noch mal erleben
die dritte FG war letzten Monat mit Zwillingen und auch natürlich und kein vergleich zu ersten FG.Es hat einen Tag nach meinen FÄ Termin angefangen mit SB und ein Baby war schon nicht mehr zu sehen.SB wurden weniger über den Tag,abends richtig frisches Blut gesehen, wieder KH, da war das zweite Baby schon so weit nach unten gerutscht....Nachts habe ich es dann verloren und die Blutungen waren wie bei der Mens
Man kommt sich vor als hätte man die Wahl zwischen Pest und Cholera. Jede von uns muss rausfinden welche Wahl sie treffen kann und will.
Die Ärztin im KH meinte auch wenn wir weiter versuchen wollen Kinder zu bekommen,wäre es besser auf den natürlichen Abgang zu warten.

Viel Kraft und alles Gute

Kerstin

Beitrag von tessa2010 11.03.11 - 17:14 Uhr

hallo nina,
habe selber den natürlichen abgang abgewartet (11+2). war natürlich nicht schön (wie richtig richtig schlimme mens-blutung, aber ibu hilft), mir persönlich aber viel lieber als eine abrasio mit vollnarkose. im prinzip gebe ich meiner vorautorin (kelb) recht:
pest oder cholera... :-[
natürlich muss auch der natürliche abgang engmaschig vom frauenarzt kontrolliert werden (ßhcg, entzündungslabor, us-kontrolle etc.).
es ist tatsache, das in deutschland überwiegend zur abrasio geraten wird, sowohl aus finanziellem interesse als aber auch rechtliche bedenken.
tatsache ist aber auch, dass (bis zur 12. ssw) nachweislich der natürliche abgang meistens schonender für den körper ist. irgendwelche "vergiftungstheorien" sind unsinn. solange die eihhäute intakt sind, besteht keine gefahr.
bei einer abrasio können auch viele kollateralschäden entstehen, für die gebärmutterschleimhaut ist der prozeß sicher strapazierend, und im extremfall kann es zur perforation kommen, wie eben im vorfeld berichtet.
solltest du aber fieber entwickeln und deine entzündungswerte steigen, dann ist eine abrasio indiziert und du hast keine wahl...
kein medizinischer eingriff ist ohne risiko, und dennoch man kann froh sein über die errungenschaften moderner medizin. nur manchmal vergessen wir (ärzte) leider, dass die natur der menschen sich jahrtausende lang auch nicht schlecht selbst geholfen hat.
mit welchem vorgang du seelisch besser zurecht kommen wirst, kann dir leider niemand sagen.
dir alles gute, t
ps: und solltest du weiter auf deinen abgang warten wollen, frag deinen neuen fa doch mal nach cytotec (keine kügelchen, richtige medizin, die auch in der geburtseinleitung breite anwendung findet. wegen zulassungseinschränkung in d aber sogenannter off-label-use. die pharmaindustrie strebt kein teueres zulassungsverfahren für ein an sich günstiges präparat (ursprünglich zur ulkusprophylaxe im Magen-Darm entwickelt) an, bei dem man zufällig eben auch die positiven einfluß auf einen "geburtsverlauf" entdeckt hat). nochmal :-[