Arbeit oder fast Hausfrau??

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von elcheveri 19.03.11 - 19:32 Uhr

Hallo Ihr lieben......
ich habe einen Sohn der nä Woche 3 Jahre alt wird,er geht seit Febr in den Kiga,mein Mann ist selbständig und arbeitet von zu Hause aus....
Ich bin Krankenschw und arbeite Teilzeit (9,30std / Woche) ich betreue Menschen mit Behinderungen und Epilepsie.......nun wurde mir angeboten meine Stelle auf eine 0,5 Stelle aufzustocken mit der Frage noch eine Fortbildung zu machen.....
Man ich bin echt hin und hergerissen......einerseits geht es mir echt gut,ich habe das mega Glück nicht so viel arbeiten zu müssen...andererseits bin ich gerne arbeiten und freu mich auch (fast) immer dorthin zu fahren....
Die Arbeit dort ist körperlich wie psychisch anstrengend und ich frage mich ob ich immer noch so entspannt bin wenn ich aufstocke.
Her mit Euerer Meinung,Arbeitssituation usw........
Lg

Beitrag von manavgat 19.03.11 - 19:47 Uhr

Hausfrau ist kein Beruf sondern ein Zustand.

Wenn Du diese Chance nicht be/ergreifst, dann wirst es später vermutlich sehr bereuen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von elcheveri 19.03.11 - 19:50 Uhr

Hab nie behauptet das Hausfrau ein Beruf ist.....Danke für die Aufklärung...

Warum denkst Du das das eine Cahnce ist? Ich habe in diesem Haus schon auf einer halben Stelle gearbeitet und hab in 4 Mon 60 Überstd gemacht aufgrund von Personalmangel usw......wer garantiert mir das das nicht wieder so ist? Niemand.....geh ich mal von aus...

Beitrag von serdes 19.03.11 - 20:07 Uhr

Hi

Eigentlich mag ich deine Posts wirklich gerne, immer ausgesprochen prägnant.

Aber wenn du meinst, Hausfrau zu sein, sei kein Beruf, liegst du nicht nur falsch, sondern hast vermutlich diese Tätigkeit auch nie zu 100% ausgeführt. Wenn doch, solltest du eigentlich wissen, dass Hausfrau durchaus ein Beruf ist.

LG

Beitrag von manavgat 19.03.11 - 20:18 Uhr

Ein Beruf ernährt mich (und meine Familie), sichert mich ab, sorgt für meine Rente und für meine Krankenversicherung.

Ergo: Hausfrau ist kein Beruf.

Gruß

Manavgat

Beitrag von serdes 19.03.11 - 22:24 Uhr

Naja....wie gesagt: wärst du schon einmal Hausfrau gewesen, dann wüsstest du, dass genau das auch zutrifft.

Mein Beruf Hausfrau ernährt mich, sichert mich ab, sorgt für meine Rente und für meine Krankenversicherung.

LG

Beitrag von landmaus 20.03.11 - 09:35 Uhr

*Mein Beruf Hausfrau ernährt mich, sichert mich ab, sorgt für meine Rente und für meine Krankenversicherung.*

Da wüsste ich jetzt allen ernstes gerne, wie er das macht.

Ich denken, dass hier niemand die Arbeit einer Hausfrau herabsetzen möchte. Die Aufgaben einer Hausfrau sind vielfältig und je nach Haushalt auch sicher ebenso zeitaufwändig, wie eine angestellte Tätigkeit. Aber zu einem Beruf reicht es im eigenen Haushalt nicht. Deswegen sagt man ja auch, dass Hausfrauen nicht berufstätig sind.

Beitrag von 123bhtrsfe456 20.03.11 - 10:00 Uhr

Niemand sagt, dass die Tätigkeiten einer hausfrau nicht anspruchsvoll und wichtig sind.

Das Problem ist nur, dass eine Hausfrau kein Geld verdient, keine Steuer und keine Sozialabgaben zahlt. Alles Punkte, die einen BERUF nun mal ausmachen.

Das soll nicht heißen, dass damit die Arbeit nichts wert ist, überhaupt nicht.

Aber das grundsätzliche Problem einer Frau, die zuhause bleibt während der Mann als Alleinverdiener unterwegs ist, ist dass sie null abgesichert ist. Es sei denn sie ist so schlau und schliesst private Altersvorsorgen ab.
Aber selbst dann wird sie das Problem haben Im Fall einer Trennung nur noch schwer ohne staatliche Hilfe für sich selber sorgen zu könnne, da man schon zu lange aus dem Job raus ist. daher rate ich da immer zu einem Ehefvertrag, der der Frau Unterhalt nach einer Trennung garantiert.

Vielleicht denkt manche Vollzeithausfrau mal darüber nach, als darüber was berufstätige Mütter ihren Kindern antun oder wie sehr deren Haushalt verschlampt.

Beitrag von widowwadman 20.03.11 - 10:49 Uhr

Du meinst du lebst in einer Versorgerehe und machst dich damit allein von deinem Mann abhaengig - das ist keine Absicherung. Und dabei muss noch nicht mal die Ehe schiefgehen, er braucht blos krank werden oder arbeitslos, und ploetzlich ist deine Absicherung dahin.

Und mal eben zu nem anderen Arbeitgeber wechseln kannst du da auch nicht.

Beitrag von alkesh 20.03.11 - 10:55 Uhr

Also bist Du bei einer anderen Familie die Haushälterin?

Beitrag von silbermond65 20.03.11 - 11:59 Uhr

Mein Beruf Hausfrau ernährt mich, sichert mich ab, sorgt für meine Rente und für meine Krankenversicherung.

Falsch ! DAS tut dein Partner mit seinem Geld.
Ist der Partner weg, wird dich dein "Beruf" Hausfrau wohl kaum ernähren.

Beitrag von bruchetta 19.03.11 - 20:20 Uhr

Nein, Hausfrau ist kein Beruf!

Es ist eine lästige Tätigkeit, der man neben dem Beruf noch nachgehen muß.

Beitrag von unsicher8981 19.03.11 - 20:24 Uhr

Ist auch meine Meinung
Ich arbeite in meinem Beruf 30Std./Woche seit mein Sohn 8 Monate alt ist. Im Moment etwa 45 Stunden und mehr (das sollte allerdings kein Dauerzustand sein!). Der Haushalt muss seit dem zusätzlich laufen#zitter, denn wir haben nicht mal eine Putzfrau oder jemand der uns dabei hilft:-[.

Lg Moni

Beitrag von serdes 19.03.11 - 22:26 Uhr

Nur weil ich gewisse Arbeiten, wie zum Beispiel Sachen verkaufen, nicht gerne mache, behaupte ich doch auch nicht, Verkäufer sei kein Beruf.

Beitrag von widowwadman 19.03.11 - 22:49 Uhr

Aber niemand ist in seiner Freizeit zusaetzlich auch immer Verkaeufer, waehrend man den Haushalt ja machen muss egal ob man arbeitet oder nicht.

Beitrag von serdes 19.03.11 - 22:54 Uhr

Nein, muss man nicht. Man kann ohne weiteres jemanden dafür anstellen. Der wird dann im Übrigen auch bezahlt. Genau wie die Hausfrau.

Beitrag von windsbraut69 20.03.11 - 09:56 Uhr

Der ist dann aber nicht Hausfrau, sondern "Hauswirtschafter/in" oder ähnliches.
Welche Ausbildung hast Du denn für Deinen Beruf?

Beitrag von widowwadman 20.03.11 - 10:28 Uhr

Kannst du ohne weiteres? Ich kann das nicht obwohl wir Doppelverdiener sind, und ich denke mal das ist der Normalfall...

Beitrag von sabrina1980 21.03.11 - 00:21 Uhr

>Es ist eine lästige Tätigkeit, der man neben dem Beruf noch nachgehen muß.<

#heul wie wahr wie wahr#heul

Beitrag von widowwadman 19.03.11 - 20:29 Uhr

Ich war schon mal 9 Monate lang Hausfrau und werde es bald wieder fuer 9 Monate sein und finde das Manavgaat voellig recht hat

Beitrag von lajo 20.03.11 - 11:02 Uhr

Ich finde solche Aussagen ziemlich daneben, wenn Hausfrau kein Beruf sein soll. Es ist Arbeit, ob man will oder nicht. Natürlich ist es kein Beruf, wenn man den Haushalt nicht macht, d.h. von morgens bis abends vorm Tv und PC sitzt und alles andere bleibt liegen, das sind aber auch keine Hausfrauen/Mann, sondern einfach faule Säcke.
Ich arbeite, mache den Haushalt und kümmere mich um die Kinder.

Beitrag von nele27 20.03.11 - 11:04 Uhr

***
Unter dem Beruf versteht man diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für finanzielle oder herkömmliche Gegenleistungen oder im Dienste Dritter regelmäßig erbringt, bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist. ...
de.wikipedia.org/wiki/Beruf
***

Und wo ist bei einer Hausfrau jetzt der "Dritte", für den sie ihre Dienstleistung erbringt??

Und jetzt sag nicht "der Ehemann" ;-)

Beitrag von oma.2009 19.03.11 - 21:27 Uhr

Hallo,

Hausfrau kann aber auch eine Berufung sein.
Und wenn ich durch meine Tätigkeit im Haushalt und der Kindererziehung meinem Mann den Rücken für beruflichen Erfolg freihalten kann, dann ist es für mich auch eine Art Beruf.
Mein Mann hat mich dafür auch gut abgesichert, dass kommt uns jetzt natürlich sehr zu Gute.
Ich bin aber auch wieder arbeiten gegangen, als die Kinder fast aus dem Haus waren, somit habe ich auch selber für mich und meine Rente gearbeitet.
Ich gestehe aber: jetzt, wo ich als EU-Rentnerin bin, spiele ich wieder gerne Hausfrau.

LG



LG

Beitrag von manavgat 19.03.11 - 21:32 Uhr

Das ist imho beim heutigen Scheidungsrecht ohne Ehevertrag, der eine Frau wirklich großzügig absichert ein heißes Eisen.

Und es soll auch Männer geben, die plötzlich berufsunfähig werden, einen Schlaganfall haben und zum Pflegefall werden, etc. Ich habe Frauen gekannt, deren Männer alles mögliche abgesichert hatten und doch in eine Lücke gefallen sind.

Nichts ist so wertvoll wie ein vernünftiger Beruf und Employability.

Gruß

Manavgat

Beitrag von oma.2009 19.03.11 - 22:23 Uhr

Hallo

ich hatte ja meinen Beruf, nur bin ich wegen der Kinder zu Hause geblieben weil wir es vorher auch so abgesprochen hatten.

Ich habe, so wie du es beschrieben hast, meinen Mann als Pflegefall bald wieder zu Hause, trotzdem bin ich gut abgesichert, auch wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, das lag meinem Mann immer am Herzen.

Wie schon erwähnt, ich war und bin gerne Hausfrau gewesen.

LG